Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Philipp Müller: «Ich war praktisch die Antithese zur traditionellen FDP»

Der abtretende FDP-Präsident Philipp Müller zieht im «TalkTäglich» auf Tele M1 Bilanz. Er sei überzeugt, heute ein besserer Parteipräsident zu sein als im ersten Jahr. Die Lobeshymnen in der Presse relativierte er aber.

Fabian Hägler 



Entspannt sass Philipp Müller im Fernsehstudio von Tele M1 – ein Stein sei ihm nach der Rücktrittsankündigung als FDP-Präsident aber nicht vom Herzen gefallen, sagte er auf die Frage von AZ-Inlandchef und Moderator Stefan Schmid. «Ich bin ja noch bis April des nächsten Jahres in Amt und Bürden», scherzte Müller.

Er hielt fest, dass er den Rücktrittsentscheid schon im März gefällt habe – «unabhängig vom Ausgang der Wahlen und davon, ob ich Ständerat werde oder nicht». Müller sagte weiter, er sei in seinem Amt mit der Zeit gelassener geworden. «Ich habe nicht mehr alles so wahnsinnig ernst und persönlich genommen, sondern versucht, mit mehr Humor an die Sache heranzugehen.»

FDP-Parteipraesident Philipp Mueller spricht ueber seinen Ruecktritt als FDP-Parteipraesident, waehrend einer Medienkonferenz, am Dienstag, 15. Dezember 2015 in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Philipp Müller sagt, das Amt habe ihn gelassener gemacht.
bild: KEYSTONE

Er sei überzeugt, dass er heute ein besserer Parteipräsident sei als im ersten Amtsjahr. Philipp Müller staunt aber selber über die Resonanz, die sein Rücktritt in den Medien fand. «Man kann die beste politische Idee haben, um der Schweiz aus allen möglichen Problemen zu helfen, aber Personalentscheide finden ein viel grösseres Medienecho.»

Das zeige, dass der Mensch in der Politik sehr wichtig sei. Dennoch relativierte Müller die Lobeshymnen in der Presse. «Man muss sich bewusst sein: Man wird wegen des Amtes zum Nachtessen eingeladen und auch des Amtes wegen kritisiert.»

Philipp Müller – Gipsermeister, kein Akademiker, durch die 18-Prozent-Initiative bekannt, eher am rechten Flügel der FDP politisierend – hätte früher selber nicht damit gerechnet, Parteipräsident zu werden. «Ich war praktisch die Antithese zur traditionellen FDP, aber ich kenne meine Grenzen und Möglichkeiten und bin ganz offenbar im Amt gewachsen.»

BILDPAKET ZUM RUECKTRITT VON PHILIPP MUELLER ALS FDP PARTEIPRAESIDENT --- Philipp Mueller, droite, President du PLR Suisse parle lors de l'assemblee des delegues du PLR, Les Liberaux-Radicaux Suisse ce samedi 25 avril 2015 a Brigue. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bild: KEYSTONE

Zu seiner Nachfolge sagte Philipp Müller, eine Frau an der Spitze der FDP wäre eine Option. Er nannte keine konkreten Namen, wünscht sich aber, dass ein Generationenwechsel stattfindet und ein jüngerer Politiker ihn ablöst. Bisher hat erst Christian Wasserfallen sein Interesse angemeldet, obwohl Müller sagt, der Job als Parteipräsident sei faszinierend.

Ein junger, aufstrebender FDP-Mann wäre Thierry Burkart – doch der neue Nationalrat aus dem Aargau hat bereits abgesagt. «Es gibt andere talentierte junge Politiker, die schon länger in Bern sind und mehr Erfahrung haben», sagte er bei Tele M1.

(aargauerzeitung.ch)

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Die Luft wird dünn für Maudet: Auch die FDP Genf fordert ihn zum Rücktritt auf

Die Luft wird dünner und dünner: Nach der FDP Schweiz hat nun auch der Parteivorstand der Genfer FDP-Kantonalsektion Staatsrat Pierre Maudet formell zum Rücktritt aufgefordert. «Wir haben einen sehr klaren Entscheid gefällt», gab die Partei am Montagmorgen bekannt.

Ein Rücktritt Maudets sei «im Sinne der Institutionen des Kantons». Der Entscheid sei – mit tiefem Bedauern – mit einer Mehrheit von 21 zu 7 Stimmen gefallen. Es sei ein schwieriger Entscheid für die Partei gewesen. Maudets …

Artikel lesen
Link to Article