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Vekselberg-Pläne, Vasella-Rückkehr und SP-Spenden: Das schreiben die Sonntagszeitungen

Die Sonntagszeitungen befassen sich heute mit den Plänen des russischen Investors Viktor Vekselberg, die Beteiligung an Sulzer abzustossen. Weiter in den Schlagzeilen sind die Rückkehr von Ex-Novartis-CEO Daniel Vasella in die Schweiz sowie die Bereitschaft der SP, künftig auch Spenden von Grossunternehmen anzunehmen.
28.02.2016, 06:2628.02.2016, 09:44

Umbruch bei Vekselberg-Unternehmen

Umbruch bei Renova: Investor Viktor Vekselberg entmachtet unter anderen den CEO und den Finanzchef.<br data-editable="remove">
Umbruch bei Renova: Investor Viktor Vekselberg entmachtet unter anderen den CEO und den Finanzchef.
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Ein Gesicht ziert gleich mehrere Sonntagszeitungen: Es ist jenes des russischen Investors Viktor Vekselberg. Mit seinen Schweizer Beteiligungen durchlebt er schwierige Zeiten. Für den Industriekonzern Sulzer hat Vekselberg als dessen Mehrheitsaktionär laut der «NZZ am Sonntag» seine Pläne geändert. Ein Sprecher von Vekselbergs Renova-Holding schloss einen Verkauf von Sulzer oder eine Fusion nicht explizit aus. Bei Renova entzieht Vekselberg zudem wichtigen Top-Managern offenbar das Vertrauen. Wie die «Schweiz am Sonntag» unter Berufung auf zwei unabhängige Quellen berichtet, hat er den CEO Peter Löscher entmachtet und den Finanzchef, den Rechtsdienstchef sowie den Kommunikationschef abgesetzt. Ungemach droht laut der «SonntagsZeitung» zudem der Schweizer Gas- und Energiegesellschaft Avelar Energy Group, die zur Renova-Gruppe gehört. Die norwegische Energiefirma EAM Solar habe in Italien und Luxemburg rechtliche Schritte gegen Avelar eingeleitet. Es gehe um mutmassliche Unregelmässigkeiten bei einem Solarkraftwerk-Geschäft. Die Rede ist von einer 212-Millionen-Euro-Klage.

SP sagt ja zu Konzern-Spenden

Sie SP Schweiz will künftig wieder Spenden von Grosskonzernen annehmen. Das geht aus einem internen Partei-Papier hervor, über das die «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» berichten. Voraussetzung sei, dass die Spenden nicht an Bedingungen geknüpft und transparent seien sowie an alle Bundesratsparteien fliessen würden. Laut den Zeitungen hofft die SP auf jährliche Zuwendungen der Bank Credit Suisse über 200'000 Franken, auf eine Spende der Axa Winterthur über knapp 40'000 Franken und 45'000 Franken pro Jahr von der Fluggesellschaft Swiss. Die SP-Delegierten sollen im Dezember über die Regelung befinden. Gemäss einer Analyse von Media Focus konnten SVP und FDP im Wahljahr 2015 je 10.5 respektive 9 Millionen Franken in bezahlte Wahlwerbung stecken. Bei der SP waren es nur 2.5 Millionen.

Hinweise auf Korruption bei FIFA-Wahl

Ging bei der FIFA-Wahl alles mit rechten Dingen zu und her? Neo-FIFA-Präsident Infantino und Kandidat Prinz Salman (im Hintergrund).<br data-editable="remove">
Ging bei der FIFA-Wahl alles mit rechten Dingen zu und her? Neo-FIFA-Präsident Infantino und Kandidat Prinz Salman (im Hintergrund).
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Noch vor der Wahl des neuen FIFA-Präsidenten hatte die Ermittlungsabteilung der Ethikkommission am Donnerstag Hinweise auf mögliche Korruption. «Wir untersuchen den Fall», sagte ein Sprecher gegenüber der Zeitung «Le Matin Dimanche». Offenbar hätten die «beunruhigenden» Gerüchte am selben Tag in den Gängen des Hotels, in denen die Vertreter des afrikanischen Verbandes untergebracht waren, die Runde gemacht. Demnach sei es zu systematischen Verteilungen von Umschlägen mit Geld gekommen, mit denen Stimmen von Unentschiedenen zugunsten des bahrainischen Scheichs Salman bin Ibrahim al-Khalifa gesichert werden sollten.

Ex-Novartis-CEO ist zurück in der Schweiz

Der frühere CEO des Pharmakonzerns Novartis, Daniel Vasella, ist zurück in der Schweiz. In einem Interview mit dem «SonntagsBlick» sagte Vasella, er sei froh, wieder bei den Kindern in der Schweiz zu sein und zahle hier auch Steuern. Er habe seinen früheren Arbeitgeber Novartis gebeten, sein Büro nach Rotkreuz ZG zu verlegen, damit er nicht nach Basel müsse. Laut der «Zentralschweiz am Sonntag» wohnt Vasella wieder in seiner Villa in Risch ZG. Von dort hatte er sich Ende Januar 2013 abgemeldet. Vasella wurde 1996 Novartis-Chef. Von 1999 bis 2010 hatte er als Konzernchef und Präsident ein Doppelmandat inne.

SVP-Brand will nicht mehr als 15'000 Asylbewerber 

15'000 Asylbewerber seien «vernünftig», so SVP-Nationalrat Heinz Brand.<br data-editable="remove">
15'000 Asylbewerber seien «vernünftig», so SVP-Nationalrat Heinz Brand.
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Die Schweiz soll jährlich nicht mehr als 15'000 Asylbewerber aufnehmen. Dieses Höchstzahl erachtet der Bündner SVP-Nationalrat Heinz Brand als «vernünftig», wie er dem «SonntagsBlick» sagt. Jüngst hatte Österreich entschieden, im laufenden Jahr nur noch 37'500 Asylanträge anzunehmen. Wieso die Schweizer Obergrenze um mehr als die Hälfte tiefer liegen soll, begründet Brand damit, dass die Schweiz in den letzten Jahren insgesamt stärker belastet worden sei als Deutschland und Österreich. CVP-Parteipräsidentschaftsanwärter Gerhard Pfister hatte diese Woche eine Obergrenze von 25'000 Asylgesuchen pro Jahr gefordert.

Sprachkurse bereits vor dem Kindergarteneintritt

Der Basler Regierungsrat und Präsident der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK), Christoph Eymann, fordert die schweizweite Einführung der frühen Sprachförderung, wie sie im Kanton Basel-Stadt praktiziert wird. Mit obligatorischen Sprachkursen vor dem Kindergarteneintritt solle die Zahl der verhaltensauffälligen Kinder reduziert werden, schreibt die «NZZ am Sonntag». Kinder aus fremdsprachigen Familien, die kaum Deutsch sprechen, sollen ein Jahr vor Kindergarteneintritt mittels Umfrage erfasst und danach an mindestens zwei halben Tagen pro Woche zur Deutschförderung in eine Spielgruppe, eine Kindertagesstätte oder eine Tagesfamilie geschickt werden.

Paketflut aus China

Die Schweizer Post hat im vergangenen Jahr rund 2.5 Millionen Kleinpakete aus China ausgeliefert. Das waren rund doppelt so viele wie im Vorjahr, wie «Zentralschweiz und Ostschweiz am Sonntag» berichten. Laut Patrick Kessler, Direktor des Verbands des Schweizerischen Versandhandels, bestellen Schweizer Konsumenten immer häufiger elektronischen Kleinkram in China. Warenlieferungen im Wert von weniger als 62 Franken sind zoll- und mehrwertsteuerfrei. Auch das Porto ist günstiger als im Inlandverkehr. Einerseits gelten im internationalen Postverkehr Pakete, die bis zu fünf Zentimeter dick und weniger als zwei Kilogramm schwer sind als Brief. Anderseits gilt China in der UNO als Entwicklungsland und erhält daher im internationalen Postverkehr Rabatte. (sda)

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