Schweiz

Werden Schweizer Häftlinge in Zukunft «exportiert»?

Freiheitsstrafe im Ausland

Werden Schweizer Häftlinge in Zukunft «exportiert»?

14.03.2014, 20:3914.03.2014, 21:05

Die Probleme mit überbelegten Gefängnissen könnten umgangen werden, indem Insassen ihre Freiheitsstrafe im Ausland verbüssen. Über diese Idee wird in der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) nachgedacht.

«Weshalb sollten wir es nicht ausnützen, dass in umliegenden Ländern Gefängnisse halb leer sind», fragte sich am Freitagabend Charles Juillard, Präsident der Justizdirektorenkonferenz der Romandie und des Tessins (CLDJP) in der Sendung «19:30» des Westschweizer Fernsehens RTS.

Er erwähnte dabei Süddeutschland. Die KKJPD sei daran, die gesetzlichen Aspekte eines solchen Vorgehens zu prüfen. Der Genfer Sicherheitsdirektor Pierre Maudet nannte die Idee im Fernsehbeitrag «verführerisch».

In seinem Kanton ist besonders das Gefängnis Champ-Dollon überbelegt. Gegen 850 Häftlinge teilen sich dort 376 Plätze. Nach Angaben von RTS hat das Bundesamt für Justiz bisher keine formelle Anfrage der KKJPD in der Angelegenheit erhalten. (aeg/sda)

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