Schweiz
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Nach dem Freitod eines Briten in der Schweiz diskutiert die Insel wieder über Sterbehilfe



Ein 54-jähriger Brite mit einem unheilbaren Krebstumor an der Wirbelsäule ist mit Hilfe der Schweizer Organisation Dignitas aus dem Leben geschieden. Weil Jeffrey Spector aus der Stadt Lytham St.Annes Angst vor einer Lähmung hatte, setzte er seinem Sein in Zürich selbst ein Ende, berichtet der Telegraph. «Verurteilt mich nicht», forderte der Geschäftsmann vor dem letzten Gang in das «berüchtigte» Hospital. 

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Werber Jeffrey Spector  (ganz rechts) isst in Zürich letzmals mit seiner Familie. 16 Stunden später nahm er sich mit Hilfe von Dignitas das Leben. bild: warren smith

Vor sechs Jahren hatten Ärzte den Krebs entdeckt. «Die Nachricht hat uns natürlich erschüttert», heisst es in einer Erklärung der Familie. «Als klar wurde, dass Jeffreys Zustand nicht heilbar war, kontaktierte er Dignitas, denn ihm war absolut klar, dass er sein Leben in Würde beenden wollte. Insbesondere war Jeffrey klar, dass er kein Leben führen wollte, in dem er gelähmt und darauf angewiesen ist, dass seine Familie sich um ihn kümmert.»

Am Mittwoch, dem 20. Mai, ist der Brite nach Zürich gefahren, wo er zwei Tage danach starb. Den Termin hatte er zuvor verschieben müssen, weil seine Tochter wichtige Prüfungen hatte. Doch dann blieb dem Mann keine weitere Zeit mehr: Er musste im engsten Kreise Abschied nehmen und hinterlässt neben Witwe Elaine, mit der er 23 Jahre lang verheiratet war, drei Töchter: Keleigh (21), Courtney (19) und Camryn (15).

Nachdem auch die Daily Mail und der Guardian von dem Fall berichtet haben, steht Sterbehilfe auf der Insel wieder in der Diskussion. Seit der Gründung von Dignitas 1998 sollen rund 300 Briten das entsprechende Angebot in der Schweiz in Anspruch genommen haben. 

(phi)

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