Schweiz
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Von wegen Gleichberechtigung: Frauen haben immer noch markant tiefere Altersrenten als Männer



Frauen müssen im Alter mit deutlich niedrigeren Renten auskommen als Männer. Besonders krass ist das Gefälle in der beruflichen Vorsorge. Ein Bericht des Bundes fordert deshalb zusätzliche Massnahmen.

ZUM THEMA GELD STELLEN WIR IHNEN HEUTE, DONNERSTAG, 1. OKTOBER 2015, FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- An elderly woman withdraws money from a cash dispenser, photographed in Zurich, Switzerland, on September 22, 2015. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Eine aeltere Frau bezieht Geld an einem Bankautomaten, aufgenommen am 22. September 2015 in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Frauen sind bei der Rente benachteiligt. Bild: KEYSTONE

Im Schnitt sind die Renten der Frauen in der Schweiz 37 Prozent tiefer als jene der Männer. Das entspricht fast 20'000 Franken pro Jahr, wie ein am Dienstag publizierter Bericht des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) und des Gleichstellungsbüros des Bundes zeigt.

In der EU ist die Geschlechterkluft mit 40 Prozent noch etwas grösser. Je nach Sozialwerk unterscheidet sich das Rentengefälle stark. Macht es bei der AHV lediglich 3 Prozent aus, so beträgt es in der zweiten Säule über 60 Prozent. Als Grund dafür nennt die Studie die unterschiedlichen Erwerbsbiografien von Frauen und Männern.

Traditionelle Rollenteilung

Die untersuchte Rentnergeneration (zwischen 2002 und 2012 pensioniert) lebte hauptsächlich nach der traditionellen Aufgabenteilung. Männer waren voll berufstätig, Frauen kümmerten sich um Haushalt und Kinder. Falls die Frauen mitverdienten, hatten sie wegen der oft kürzeren Dauer und des geringeren Umfangs der Erwerbstätigkeit viel tiefere Vorsorgeleistungen als die Männer.

Hinzu kommt, dass Frauen bis 1995 ihr Vorsorgekapital bei Heirat vorzeitig beziehen konnten, was deren Rentenansprüche ebenfalls reduzierte. Bei verheirateten Frauen und Männern ist das Rentengefälle denn auch markant grösser (47 Prozent) als bei Geschiedenen und Verwitweten (28 Prozent). Kein Unterschied konnte bei den ledigen Personen festgestellt werden.

Tiefgreifende Veränderungen nötig

Mit der im Parlament hängigen Reform der Altersvorsorge sollen einige Schwächen des heutigen Systems korrigiert werden. So sind in der obligatorischen beruflichen Vorsorge Massnahmen für einen besseren Vorsorgeschutz von Teilzeitbeschäftigten und von Personen mit tiefen Löhnen vorgesehen.

Damit sich Frauen und Männer gleichermassen beruflich engagieren können, sind gemäss dem Bericht auch genügend Kinderbetreuungsplätze zu einem erschwinglichen Preis erforderlich. Erst kürzlich hat der Bundesrat dafür dem Parlament 100 Millionen Franken beantragt.

Institutionellen Reformen allein reichen gemäss dem Bericht aber nicht aus, um den Geschlechtsunterschied bei den Renten vollständig zu beseitigen. Es müssten noch tiefergreifende Veränderungen in Betracht gezogen werden, um «dem in Unternehmen und Gesellschaft vorherrschenden stereotypen Rollenbild» entgegenzuwirken, heisst es. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • swissPHANTOM 13.07.2016 19:35
    Highlight Highlight Der einzige Grund weshalb die Frauen weniger Rente haben, ist dass sie durchschnittlich weniger einbezahlen!

    Demnach wäre ja nur ungerecht dass Frauen, aus natürlichen und naturbedingten Gegebenheiten die babys kriegen und deshalb,eine gewisse Zeit nicht an arbeiten können.

    Das BGE wäre da die Lösung gewesen.

    Frauen wären dann aber noch immer Frauen und würden dann immernoch die Kinder austragen, daran kann auch die Politik nichts ändern.😃

  • Firefly 12.07.2016 16:34
    Highlight Highlight Die momentane Situation wird wohl dazu führen, dass immer weniger Frauen gewillt sind die traditionelle Rollenteilung zu leben (falls sie denn von ihren Nachteilen wissen). Wer also für eine Gleichstellung des traditionellen Familienmodelles in Bezug auf andere Modelle ist, sollte diesen Artikel begrüssen und gewillt sein, die Situation zu verbessern, ob Frau oder Mann.
  • BeWi 12.07.2016 15:39
    Highlight Highlight Ein Lösungsansatz: Gründung einer Familien AG, Anschluss an eine BVG, die Frau anstellen (oder den Mann) und einen Lohn bezahlen. Aber ja, das kostet dann auch Verwaltungsgebühren und Versicherungsleistungen. Auch ist administrativ aufwändig aber im Alter ist dann auch etwas auf der hohen Kante. Letzten Endes ist es ja auch ein Übereinkommen zwischen den Ehe-Leuten. Einfacher sind 3a Konten für beide, da kann ja dann jährlich einbezahlt werden und am Schluss über eine Versicherung eine Leibrente abgeschlossen werden. Die zahlt dann auch bis zum Tode.
    • Gaspadin 12.07.2016 16:38
      Highlight Highlight Endlich einnal ein kreativer Vorschlag, bravo!
  • BeWi 12.07.2016 15:17
    Highlight Highlight Ich sehe die Problematik, aber bitte, das hat wirklich nichts mit Gleichberechtigung zu tun. Ist für beide ja gleich, ein linearer Abzug vom Lohn. Und der Arbeitgeber zahlt die Hälfte. Man müsste mal die Selbständig-Erwerbenden ansehen, keine BVG vorgeschrieben. Wenn die dann nicht schön in die 3a einzahlen ist dann einfach nichts mehr da bei der Pensionierung.
  • BeWi 12.07.2016 15:13
    Highlight Highlight Was ist das nun wieder für ein polemischer Artikel! Wie schon andere geschrieben haben: was ums Himmels Willen hat das mit Gleichberechtigung zu tun? Ich habe ein Kollege, der hat mit 52 schon mehr als 1.5Mio in der Pensionskasse, ich nicht! Na schreie ich jetzt nach Gleichberechtigung? Der hat einfach mehr verdient als ich, ganz einfach. Und ja, wenn schon Gleichberechtigung, dann bitte das Pensionsalter anpassen. Übrigens bis vor kurzem bei einer Scheidung: Frau ab 50 - nicht mehr vermittelbar - Mann zahlt... Das wurde zumindest im neuen Scheidungsrecht korrigiert, immerhin.
  • klugundweise 12.07.2016 14:45
    Highlight Highlight Wann kommt endlich die Durchsetzungsinitiative für die seit Jahrzenten in der Verfassung festgeschriebene Gleichberechtigung ??!!
    • Stachanowist 12.07.2016 15:09
      Highlight Highlight Da müssen Sie schon etwas expliziter werden.

      Definition von Gleichberechtigung:

      "Gleichberechtigung bezeichnet die Gleichheit verschiedener Rechtssubjekte in einem bestimmten Rechtssystem."

      Wo sehen Sie die Gleichberechtigung nicht erfüllt in der Schweiz? Mal abgesehen von der Dienstpflicht und dem Pensionsalter natürlich?

      Interessiere mich für die Beispiele. Danke.
    • klugundweise 12.07.2016 16:09
      Highlight Highlight Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.
      Chancengleichheit in Wirtschaft und Politik.
      Gleiche Aufteilung der (unbezahlten) sozialen Gemeinleistungen (von Kindererziehung bis Altenpflege).
      etc.
    • Stachanowist 12.07.2016 16:24
      Highlight Highlight 1. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

      Den können Sie einklagen - wenn Sie ein anderes Geschlecht haben als Ihr/e Mitarbeiter/in.

      Wenn zwei gleich qualifizierte Arbeitskräfte für dieselbe Arbeit unterschiedliche Löhne bekommen, aber dasselbe Geschlecht haben, lässt sich der Lohn nicht einklagen.

      Wo sehen Sie hier die Diskriminierung der Frau durch das Gesetz?

      2. Chancengleichheit in Wirtschaft und Politik, gleiche Aufteilung der sozialen Gemeinleistungen

      Beide Punkte werden in der Schweiz durch Gesetze weder behindert noch durchgesetzt, haben also nichts mit Gleichberechtigung zu tun.
    Weitere Antworten anzeigen
  • john waynee 12.07.2016 14:43
    Highlight Highlight Die Frau wurde bis anhin auch wenn sie gearbeitet hat das Leben lang von ihrem Mann unterstützt. Dies korrekterweise, da sie meist den Haushalt und die Erziehung der Kinder übernommen hat. Durch die "modernen" Gesellschaftsmodelle inklusive inflationäre Scheidungsrate hat dieses Erfolgsmodell nun schon bald ausgedient. Lustigerweise wurde die Emanzipation der Frau zu ihrem Nachteil vollzogen und nochmals leider haben selbige dies bis heute nicht gemerkt.-
    • cannon1886 12.07.2016 14:51
      Highlight Highlight Ich lebe trotzdem lieber in einem modernen Gesellschaftsmodell, als mich von meinem Mann finanzieren zu lassen und alleine für Kinder und Haushalt zu schauen. "Erfolgsmodell" hin oder her.
    • Citation Needed 12.07.2016 14:55
      Highlight Highlight Erfolgsmodell? Haha. Der ist gut. Zur Emanzipation: der Artikel bezieht den Standpunkt, dass diese eben nicht vollzogen wurde, bzw. noch einiges bis zur Gleichberechtigung zu tun bleibt. DANN wären auch die Nachteile weg, die vorwiegend noch Nachwirkungen vom 'Erfolgsmodell' sind.
      Ich habe keine Kinder und darum ist für mich die Emanzipation in fast jeder Hinsicht ein Vorteil.
    • john waynee 12.07.2016 15:07
      Highlight Highlight pbj1886 man hat euch auch lange genug eingehämmert, dass die Frau nur glücklich werden kann wenn sie "sich selbst verwirklicht". Dass damit gemeint war, dass die Wirtschaft vom Arbeitspotential der Frauen profitieren will haben wenige verstanden. Die Verwerfungen der Gesellschaft sind die logische Konsequenz dieses Gesinnungswandels.-
  • Denk nach 12.07.2016 14:42
    Highlight Highlight Sie dürfen gerne alle Vorsorgereglemente der schweizer Pensionskassen lesen, die einzige Nichtgleichberechtigung finden Sie im Bereich Pensionsalter für Frauen. Wieso schreibt nie jemand darüber, dass weiter die unterschiedliche Lebenserwartung zu einer quersubventionierung zu Gunsten der Frauen führt?

    Ich stimme den vorhergehenden Kommentaren zu, man kriegt was man zahlt. Zumindest aktuell noch...
    • Citation Needed 12.07.2016 15:50
      Highlight Highlight Die Gründe, warum Frauen oft in schlechter bezahlten Jobs landen oder Erwerbsausfälle haben stehen wirklich nicht im Vorsorgereglement.
      Dennoch gibt es sie.
      Oder musste sich je ein Vater die Losung: Kinder oder Karriere anhören? Heute vielleicht schon, früher fragte man das nur die Frau, leider zu recht, weil beides kaum realisierbar war, bzw- die Kinder- und Familienaufgaben fast ausschliesslich der Frauenrolle zugeschrieben waren.
  • seventhinkingsteps 12.07.2016 14:42
    Highlight Highlight
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  • E7#9 12.07.2016 14:16
    Highlight Highlight Bei einem Ehepaar, bei dem der Mann ein Leben lang das Einkommen sichert, ist es nur logisch, dass die Einkommens-Rollenteilung so fortgesetzt wird. Wenn der Mann stirbt tritt ja die Wittwenrente in Kraft. Deshalb gibt es sie ja. Ich verstehe das Problem nicht. Soll die Rente (oder sogar der Lohn) einer verheirateten Person zur Hälfte automatisch an den Ehepartner gehen? Das wäre eine Möglichkeit. Ich fände das jedoch eine komische Lösung. Überall forciert man ja die Aufhebung dieser Rollenteilung. In solchen Fällen löst sich dieser Umstand von selbst.
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 12.07.2016 15:08
      Highlight Highlight Nicht alle sind verheiratet oder in Partnerschaft lebend. Und nicht alle haben Ende Monat genug Kohle um in 3.Säule einzuzahlen.
      Männer wie Frauen, die sich entscheiden, zugunsten der Familie nicht 100% zu arbeiten.
  • Stachanowist 12.07.2016 14:13
    Highlight Highlight Mit GleichbeRECHTigung hat das nichts zu tun. Denn ein juristisches Problem ist es nicht - die Lohngleichheit ist einklagbar und die AHV bemisst sich nicht nach Geschlechtsteilen, sondern nach der eingezahlten Summe.

    Das Problem liegt darin, dass Frauen immer noch nicht gleich viel und in gleich gut bezahlten Jobs arbeiten wie Männer - aus diversen Gründen, die nicht immer allein in der Unterdrückung der Frau durch den Mann gefunden werden können.

    Mit Gleichberechtigung hat das aber nichts zu tun - der Titel ist schlicht falsch. Frauen haben in der Schweiz in allen Belangen gleiche Rechte.
  • H1o 12.07.2016 14:09
    Highlight Highlight wie soll man auch mit einem niedrigeren Lohn wie Männer eine gleiche Altersrente bekommen?

    BSP:
    1. Ein Facharbeiter bekommt halt meist mehr als ein Gebäudereiniger - sprich der Job ist ausschlaggebend (auch voll bzw. teilzeit spielen hier eine rolle).
    2. Und wenn prozentual weniger Frauen (aus der Sicht des Staates und scheinbar dieser Rechnung) "arbeiten" (weil sie z.B. auf die Kinder aufpassen), bleibt für die restlichen Frauen sogar bei gleichem Lohn eine im Schnitt geringere Altersrente als bei den Männern..

    Wer mehr einzahlt (so sagt es zumindest die Theorie) bekommt mehr...
  • Asmodeus 12.07.2016 13:57
    Highlight Highlight Der wichtigste Satz ist der folgende:

    "Kein Unterschied konnte bei den ledigen Personen festgestellt werden."

    Anders gesagt. Wer sein ganzes Leben lang einbezahlt erhält gleichviel. Wer weniger einzahlt erhält weniger.

    Ich unterstütze die Aussage, dass wir mehr Kinderbetreungsplätze brauchen und generell Reformen benötigen damit Arbeit und Kinder gleichermassen gemanaged werden können.

    Aber von 37% weniger Rente zu schreiben nur um dann in einem kleinen Absatz zu erwähnen, dass dies daran liegt, dass viel weniger lang einbezahlt wurde, ist doch etwas reisserisch.
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 12.07.2016 14:52
      Highlight Highlight Mehr Kitaplätze begrüsse ichdas Problem wird aber nicht gelöst. Es gibt Mütter, die wollen nicht 100% arbeiten.
    • Asmodeus 12.07.2016 15:24
      Highlight Highlight Es gibt auch Väter die wollen nicht 100% arbeiten.

      Aber ja. Wir haben in der Schweiz das Problem, dass man sich mit einem Einkommen immer weniger gut Kinder leisten kann. Egal ob männlich oder weiblich.
    • Hoppla! 12.07.2016 15:40
      Highlight Highlight Ich bin weder Mutter noch Vater und möchte eigentlich auch nicht 100% arbeiten. Dass dies finanziell einen Einfluss hat finde ich eigentlich ganz logisch und legitim.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gaspadin 12.07.2016 13:54
    Highlight Highlight Man kriegt soviel Pensionskassenrente wie man einbezahlt hat. Was soll daran ungerecht sein?
    • genoni 12.07.2016 14:31
      Highlight Highlight Das Problem ist nicht, dass es ungerecht ist, sondern dass Frauen, die im Alter alleinstehend sind (z.B wegen Scheidung) finanziell einfach extrem schlecht dastehen. Dies obwohl sie gearbeitet haben, einfach unbezahlt. Ihre unbezahlte Arbeit wird ihnen ja eigentlich vom Ehemann "vergütet", indem er seinen Lohn mit ihr teilt. Wenn sich nun aber diese trennen, dann hat die Frau ein Leben lang gearbeitet, aber trotzdem nur eine Rente, die ihrem Lebensstandard überhaupt nicht entsprechen muss.
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 12.07.2016 14:40
      Highlight Highlight Ich find das nicht so einfach - die meisten Mütter in meinem Umfeld wollen nicht 100% arbeiten. Und Haus- und Familienarbeit wird nicht entlöhnt.
      Das passiert schnell mal. Und besonders Frauen. Man müsste durchgehend mindestens 70% arbeiten um gut weg zu kommen.
    • AdiB 12.07.2016 14:41
      Highlight Highlight @genoni, bei der scheidung bekommt die frau ihren anteil. bei uns arbeitete ein 70 jähriger im magazin, da seine frau sich mit 60 scheiden liess bekam sie die halbe rente des mannes und das haus. was sagst du zu dieser "gerechtigkeit"?
    Weitere Antworten anzeigen
  • John Smith 12.07.2016 13:47
    Highlight Highlight Vielleicht würde es ein Stück helfen wenn Frauen das gleiche Rentenalter hätten wie Männer anstatt ein Jahr früher in Rente gehen zu dürfen.
    • Schlumpfinchen 12.07.2016 14:15
      Highlight Highlight Ich bin absolut dafür, dass das Rentenalter der Frauen erhöht wird und ich bin eine Frau. Das er beschriebene Problem wird dies jedoch kaum lösen, da Frauen schon von Anfang an weniger einbezahlen können, wenn sie sich für Kinder und zuhause bleiben entscheidet.
  • wonderwhy 12.07.2016 13:32
    Highlight Highlight Also wenn ich das richtig verstehe, haben Frauen weniger als Männer, da diese weniger arbeiten. Da Vorsorge und Rente über den Lohn gerechnet und die Beiträge nicht nach Geschlechter getrennt werden, verstehe ich nicht was das mit mangelnder Gleichberechtigung zu tun hat? Eine Frau, die über Ihre ganze Laufbahn Vollzeit gearbeitet hat, erhält am Schluss nicht weniger. Ein Mann der nur halbtags arbeitet erhält natürlich, nicht gleich viel wie einer der Vollzeit arbeitet. Ich verstehe nicht wo der Handlungsbedarf liegt.
    • murphyslaw 12.07.2016 14:06
      Highlight Highlight Mutter und Hausfrau sein , gibt eben kein Geld... ;)
    • Schlumpfinchen 12.07.2016 14:08
      Highlight Highlight Weil Frauen sehr viel freiwillige und unentgeltliche Arbeit machen. Hausfrau und Mutter zu sein erfordert nicht weniger als einen Job zu erledigen, eher noch mehr, da es ein 24/7 Job ist. Auch kümmern sich vorallem Frauen um ältere Familienangehörige. Das tun sie alles, ohne Geld zu verdienen. Haben sie deshalb weniger Rechte auf eine gute Rente? Nein! Und ja, wir sprechen hier noch über die traditionelle Rollenverteilung, da diese bei der untersuchten Altersgruppe am häufigsten ist.
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 12.07.2016 14:46
      Highlight Highlight Ich versteh den Handlungsbedarf (siehe post weiter oben) - übrigens können auch Männer, Väter davon betroffen sein, sofern sie sich entscheiden, nicht 100% zu arbeiten um mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen.

    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 12.07.2016 13:31
    Highlight Highlight Wen wundert's. Die Gleichberechtigung ist vielmehr ein papierbüsi als ein papiertiger.

    John lennon: woman is the nigger of the world.

    Eine schande!
    • E7#9 12.07.2016 14:29
      Highlight Highlight Was schlägst du vor? Soll eine Frau, die wenige Jahre im Leben Erwerbstätig war, für ihre Arbeit um ein Vielfaches höher berentet werden als der Mann, damit sie im Alter gleich viel ausbezahlt bekommt? Wäre das für dich Gleichberechtigung? Eine Ehe ist eine Lebensgemeinschaft, das gilt natürlich auch für die Rente. Dort wo die Frau das Einkommen für die Familie generiert ist die Situation ja auch die Gegenteilige.
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 12.07.2016 14:57
      Highlight Highlight Ja E7#9, das soll sie. Wenn sie beispielsweise Familienfrau war.

160'000 statt 6 Millionen Franken: Rheinauer Versuch mit Grundeinkommen scheitert am Geld

In der Zürcher Gemeinde Rheinau sieht es nicht gut aus für den Versuch mit dem bedingungslosen Grundeinkommen: Bis zur Geld-Sammel-Deadline am 4. Dezember 2018 um 14.26 Uhr sind lediglich rund 160'000 Franken gespendet worden, angestrebt wurden 6,1 Millionen Franken.

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