Schweiz
Australien

Schweiz und Australien führen den automatischen Informationsaustausch ein

Gegen Steuerhinterziehung

Schweiz und Australien führen den automatischen Informationsaustausch ein

03.03.2015, 02:5803.03.2015, 09:42

Die Schweiz und Australien sind sich offenbar einig. In Steuersachen möchten die beiden Länder gegenseitig den automatischen Informationsaustausch einführen. Sie haben am Dienstag in Canberra eine entsprechende gemeinsame Erklärung unterzeichnet, wie das Eidg. Finanzdepartement (EFD) mitteilte.

Mit dem automatischen Informationsaustausch soll die grenzüberschreitende Steuerhinterziehung verhindert werden. Es handle sich um die erste Erklärung dieser Art, welche die Schweiz mit einem Partnerstaat abschliesse.

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, Vorsteherin des Finanzdepartements.
Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, Vorsteherin des Finanzdepartements.Bild: KEYSTONE

Neben der EU und den USA verhandelt die Schweiz mit einzelnen weiteren Ländern über den Informationsaustausch. Voraussetzung sind etwa enge Wirtschaftsbeziehungen und mögliche Regularisierungen für Steuerpflichtige. Australien entspreche diesem Profil, heisst es in der Mitteilung.

Ab 2018 soll es losgehen 

Die beiden Länder wollen die notwendigen Daten ab 2017 erheben und ab 2018 austauschen. Zuvor gelte es, die nötigen Rechtsgrundlagen zu schaffen. So wird das EFD eine Vernehmlassungsvorlage vorbereiten. Die eidgenössischen Räte müssen den entsprechenden Bundesbeschluss noch genehmigen.

Die Erklärung hält fest, dass beide Länder über ausreichende Vertraulichkeitsbestimmungen in Steuersachen verfügen. Australien stellt zudem ein Regulierungsverfahren für seine Steuerpflichtigen bereit und ist willens, über eine Verbesserung des Marktzutritts für Schweizer Finanzdienstleister zu diskutieren.

Rechtlich gesehen basiert der Informationsaustausch auf dem internationalen Standard, den die OECD entwickelt hat. Anlässlich des Global Forums vom vergangenen Oktober in Berlin haben sich fast 100 Staaten zur Übernahme des Standards und dem ersten Informationsaustausch auf dieser Basis ab 2017 oder 2018 bekannt. (feb/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Happyend nach «079»-Sexismus-Vorwurf: Lo & Leduc und Funiciello veröffentlichen Song «142»
Mit der Aussage, der Song «079» von Lo & Leduc sei sexistisch, erntete SP-Nationalrätin Tamara Funiciello 2018 viel Kritik. Jetzt haben sich die Berner Rapper und die Politikerin zusammengetan, um ein neues Hilfsangebot bekannt zu machen.
Im Sommer 2018 passiert viel. Die Schweiz ächzt unter einer extremen Hitzewelle. Aus allen Radios und Boxen dröhnt der Sommerhit «079» von Lo & Leduc. Und in Genf passt eine Gruppe Männer fünf Frauen vor einem Nachtlokal ab und verprügelt sie auf brutalste Weise. Eine Frau verletzen sie dabei so schwer, dass diese zehn Tage im Koma liegt.
Zur Story