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Diese 7 Verkehrsregeln ändern auf nächstes Jahr – die Cars gehören zu den Verlierern 



Im neuen Jahr gelten neue Verkehrsregeln auf Autobahnen und Velostreifen. Wer beispielsweise auf einer dreispurigen Autobahn die Spur ganz links benutzen will, muss künftig mehr als Tempo 100 fahren können.

Bisher galt auf der Überholspur eine mögliche Mindestgeschwindigkeit von 80 km/h. Mit der Änderung der Verkehrsregelverordnung und der Signalisationsverordnung will der Bundesrat den Verkehrsfluss verbessern. Damit werden Reisecars von der linken Spur verbannt. Auch andere Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 100 km/h dürfen nur noch die mittlere und rechte Spur benutzen.

ARCHIV --- Reisecars des Billiganbieters Meinfernbus auf dem Busbahnhof hinter dem Zuercher Hauptbahnhof am Donnerstag, 29. November 2012. Ab heute fahren Reisewillige zu Tiefpreisen nach Frankfurt. Die Schweizer Reisecar-Unternehmen sehen sich gegenüber dem oeffentlichen Verkehr (OeV) benachteiligt. In einem am Dienstag, 14. Oktober 2014 vorgestellten Bericht verlangen sie die Liberalisierung des Marktes für Fernbusse, wie dies etwa in Deutschland seit zwei Jahren der Fall ist. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Für solche Gefährte ist die dritte Spur Vergangenheit. 
Bild: KEYSTONE

«Diese neue Regel bedeutet aber nicht, dass die Autofahrer nun immer mit mindestens 100 Stundenkilometern auf der dritten Spur fahren müssen», warnt das Vergleichsportal Verivox Schweiz am Montag. Das Tempo sei der Verkehrssituation anzupassen und die signalisierte Höchstgeschwindigkeit sei einzuhalten.

Andere Verkehrsregeln hat der Bundesrat angepasst und einige ganz gestrichen. So darf generell nur noch dann rückwärts gefahren werden, wenn wenden oder weiterfahren nicht möglich ist. Der Bundesrat begründet dies mit der überdurchschnittlich hohen Anzahl tödlicher Unfälle, die beim Rückwärtsfahren passieren.

Beringen SH, 22. Dezember 2015, 11:00 Uhr: Ein 79-Jähriger wollte auf einem Parkplatz die 86-jährige Beifahrerin aussteigen lassen, da drehte der Motor aus noch ungeklärten Gründen hoch und der Fahrzeuglenker schoss  mit seinem Auto rückwärts einen Abhang hinunter in Richtung der Bahngleise. Die Beifahrerin wurde dabei durch die offenstehende Beifahrertür zu Boden geworfen. Der Fahrzeuglenker kam schliesslich mit seinem Auto auf dem Bahngleis zum Stehen.  (Bild: Kapo Schaffhausen)

Oft endet rückwärtsfahren nicht gut.
Bild: Kapo schaffhausen 

Zudem dürfen in Zukunft auch dreirädrige Fahrräder und Radfahrer mit Anhänger den Velostreifen benutzen.

Demonstrierende Velofahrer fahren unter dem Motto

Er darf ab nächstem Jahr auf den Velostreifen.
Bild: KEYSTONE

Nicht mehr gebüsst wird das Loslassen der Pedale beim Fahren. «Diese 20 Franken bleiben im Portemonnaie, auch wenn der Polizist einen mit baumelnden Füssen vorbeifahren sieht», schreibt Verivox. Freihändiges Fahren wird jedoch noch immer mit 20 Franken gebüsst.

Ein Mann liegt auf einer Bank neben seinem Fahrrad am Zuerichsee in Zuerich, am Freitag, 10. Oktober 2014. (KEYSTONE/Anthony Anex).

2016 müssen die Füsse nicht mehr unbedingt auf den Pedalen sein. Die Hände aber weiterhin am Lenker. 
bild: KEYSTONE

Abgeschafft wird auch die Regel für Fussgängerkolonnen, weil es solche kaum mehr gibt. Bislang mussten solche Kolonnen das Trottoir benutzen oder am rechten Fahrbahnrand gehen. Längere Kolonnen mussten unterteilt werden, um das Überholen zu erleichtern.

Ueber hundert Reiter und Fussgaenger geniessen bei schoenstem Fruehlingswetter den traditionellen Auffahrtsumritt von Beromuenster, am Donnerstag, 14. Mai 2015, in Beromuenster. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Fussgängerkolonnen gibt es nur noch an Anlässen wie dem Ausfahrtsumritt von Beromünster.
Bild: KEYSTONE

Aufgehoben wird auch die Vorschrift, dass Gegenstände mit Spitzen, Kanten oder Schneiden vorsichtig zu tragen und nötigenfalls mit Schutzhüllen zu versehen sind. Dies entspreche nicht mehr dem heutigen Verkehrsverhalten.

Bild

Was alles unter Gegenstände mit Spitzen fällt, wissen wir nicht. Gehört die Mistgabel wohl dazu?
bild: shutterstock

Die Signale «Einfahrt von rechts» und «Einfahrt von links» auf Autobahnen werden abgeschafft, weil sie kaum mehr im Gebrauch sind. Die Verkehrsregelverordnung ist seit 1962 in Kraft, die Signalisationsverordnung seit 1979.

Ein Plakat

Bild: KEYSTONE

Seither habe sich die Situation auf den Strassen markant verändert, schreibt der Bundesrat. Die beschlossenen Änderungen betreffen insgesamt rund 50 Artikel. (feb/sda)

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