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Nach der Bundesrätin und dem Fussvolk rollen heute erstmals Autos über den neuen Betonkoloss von Freiburg

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Bild: KEYSTONE
Poyabrücke

Nach der Bundesrätin und dem Fussvolk rollen heute erstmals Autos über den neuen Betonkoloss von Freiburg

Die Poyabrücke, das neue Symbol der Stadt Freiburg, ist am Sonntag für den Verkehr freigegeben worden
12.10.2014, 09:5512.10.2014, 10:18

Sechs Jahre nach Baubeginn fuhren heute die ersten Fahrzeuge über die Poyabrücke in Freiburg. Die offizielle Einweihung des Vorzeigebauwerks fand bereits am Freitag durch Bundesrätin Doris Leuthard statt.

16'000 Kubikmeter Beton wurden verbaut und 2800 Tonnen Armierung. Die Stahlkonstruktion wiegt gut 3500 Tonnen.

Schon von weitem stechen die beiden Pylonen ins Auge, die in den Boden verankert wurden und 110 Meter hoch sind. Der mittlere Abschnitt der Brücke hat mit 196 Metern die längste Spannweite in der Schweiz.

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Poyabrücke in Freiburg offiziell eröffnet
Der mittlere Abschnitt der Brücke hat mit 196 Metern die längste Spannweite in der Schweiz.
quelle: keystone / jean-christophe bott
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Brückenbau als Symbol für Freiburg

«Brücken zu bauen, ist in der Schweiz wichtig – es ist sogar notwendig», sagte Leuthard während ihrer Einweihungsrede. Besonders der Kanton Freiburg sei ein tragendes Bindeglied: mit seiner Zweisprachigkeit und mit seinem Hauptort, der Brückenstadt Freiburg.

«Mit der Poyabrücke können die Einwohner der Stadt wieder atmen.» Das spektakuläre Bauwerk über dem Saanetal soll die Freiburger Altstadt vom Durchgangsverkehr entlasten.

Die 852 Meter lange Brücke wird mit einem unterirdischen Teilstück von 272 Metern Länge ergänzt. Ausserdem ist eine Spur für Fahrradfahrer und Fussgänger reserviert.

Lange Geschichte

Erste Studien für eine neue Saane-Überquerung gehen auf das Jahr 1959 zurück. Doch erst vier Jahrzehnte später lag ein erstes konkretes Projekt vor, das an Bedenken von Denkmalschützern und an neuen Sicherheitsbestimmungen scheiterte.

Das überarbeitete Projekt kam im September 2006 vors Volk. Eine Vierfünftel-Mehrheit gab den Kantonsanteil von 58 Millionen Franken frei. Die Gesamtkosten wurden damals mit 120 Millionen Franken angegeben; die Differenz sollte der Bund zahlen.

Screenshot der Live-Webcam: Die Kosten für die Brücke haben sich fast verdoppelt.
Screenshot der Live-Webcam: Die Kosten für die Brücke haben sich fast verdoppelt.screenshot: swisswebcam

Kostensteigerung untersucht

Die Kostenschätzung stützte sich allerdings auf ein unfertiges Vorprojekt. Das definitive Projekt liess die Kosten ansteigen, dazu kam die Teuerung nach Baukostenindex. 2010 entschied man sich zudem für eine aufwendige Projektänderung: Der unterirdische Kreisel im Quartier St.Leonhard verschlang nochmals fast 30 Millionen Franken.

Heute geht man von Baukosten von 211 Millionen Franken aus. Eine Parlamentarische Untersuchungskommission nahm die Kostensteigerung um fast einen Fünftel unter die Lupe. Zeitdruck, Projektänderungen und eine chaotische Organisation hätten zu den Mehrkosten geführt, hielt sie in ihrem Schlussbericht vom vergangenen Juni fest. (pru/sda)

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