Schweiz
Auto

68'652 Mal zum Mond: Diese Distanz haben wir 2013 auf Schweizer Autobahnen zurückgelegt – raten Sie, wie lange wir dabei im Stau standen

Bild: KEYSTONE
Das Bundesamt für Strassen zieht Bilanz

68'652 Mal zum Mond: Diese Distanz haben wir 2013 auf Schweizer Autobahnen zurückgelegt – raten Sie, wie lange wir dabei im Stau standen

05.05.2014, 14:3205.05.2014, 15:49

658'515

Mal um die Erde: Das ist die Distanz, die auf Schweizer Nationalstrassen im letzten Jahr zurückgelegt worden ist. Diese 26,39 Milliarden Kilometer sind 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Das entspricht 68'652 Mal der Strecke zum Mond.

858

Tage sind die Schweizer Autofahrer letztes Jahr im Stau gestanden. Die Zahl der Staustunden stieg damit um 3,4 Prozent auf über 20'000 Stunden. Das ergibt 858 Tage oder 2 Jahre und 4 Monate Stauzeit – ein neuer Rekord. Schuld dafür sind zu drei Vierteln Verkehrsüberlastungen.

Die liebste Blechschlange der Schweizer: der alljährliche Osterstau in Richtung SüdenBild: KEYSTONE

2,5

Prozent macht der Anteil der Autobahnen am Schweizer Strassennetz aus.

42,7

Prozent des Verkehrs bewältigen die Autobahnen. Wegen des guten Netzes und der Attraktivität der Nationalstrassen würden sich immer mehr Fahrzeughalter entscheiden, statt auf der Kantonsstrasse auf der Nationalstrasse zu fahren, sagte Verkehrsministerin Doris Leuthard am Montag.

Die A1 bei Wangen an der Aare. Verkehrsministerin Leuthard bezeichnete die A1 zwischen den Verzweigungen Härkingen SO und Wiggertal AG als «Herzstück des Nationalstrassennetzes». Das rund neun Ki ...
Die A1 bei Wangen an der Aare. Verkehrsministerin Leuthard bezeichnete die A1 zwischen den Verzweigungen Härkingen SO und Wiggertal AG als «Herzstück des Nationalstrassennetzes». Das rund neun Kilometer lange Teilstück wird derzeit saniert und auf sechs Fahrspuren ausgebaut. Mit rund 80’000 Fahrzeugen pro Tag ist die Kapazitätsgrenze des Streckenabschnitts praktisch erreicht. Mit dem Ausbau auf drei Streifen pro Fahrtrichtung wird die Verkehrskapazität zukünftig auf 120’000 Fahrzeuge pro Tag erhöht. Dies entspricht dem prognostizierten Verkehrsaufkommen im Jahre 2030. Bild: KEYSTONE

3250

3250 Hafenkräne statt Investitionen in die Autobahnen? Gleich teuer wär's ...
3250 Hafenkräne statt Investitionen in die Autobahnen? Gleich teuer wär's ...Bild: KEYSTONE

Zürcher Hafenkräne könnten mit dem Geld gebaut werden, das der Bund im laufenden Jahr ins Nationalstrassennetz investiert – rund 1,95 Milliarden Franken. Davon fliessen 604 Millionen Franken in den Bau von neuen Abschnitten. Für den Ausbau und Unterhalt des bestehenden Netzes werden 1,25 Milliarden Franken eingesetzt. 100 Millionen Franken werden in Projekte zur Beseitigung von Engpässen investiert. Dieses Geld fliesst vor allem in den Sechs-Spur-Ausbau des Abschnitts Härkingen-Wiggertal. 

Leuthard will mit neuem Fonds Autobahnen-Kollaps verhindern
Wegen des guten Netzes und der Attraktivität der Nationalstrassen würden sich immer mehr Fahrzeughalter entscheiden, statt auf der Kantonsstrasse auf der Nationalstrasse zu fahren, sagte Verkehrsministerin Doris Leuthard am Montag. Die starke Verkehrsbelastung führe dazu, dass zusehends Schäden an den Nationalstrassen entstehen würden. Die Staustunden dürften nicht zunehmen, weil diese kosteten und die Umwelt belasteten. Die Bundesrätin unterstrich die Bedeutung leistungsfähiger Nationalstrassen. In der Strassenkasse liegt jedoch bald nicht mehr genug Geld, um das Autobahnnetz auszubauen. Darum will der Bundesrat einen Fonds für den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehr (NAF) schaffen. (sda/whr)

(mit Material der sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Fall zeigt, dass Schweiz funktioniert»: Politologe über F35-Debakel
Für die F-35-Jets gab es nie einen Fixpreis – anders als von alt Bundesrätin Viola Amherd behauptet. Der Nationalrat hat nun eine Rüge ausgesprochen, andere Konsequenzen sind nicht absehbar. Im Interview erklärt Politologe Marc Bühlmann, warum das Schweizer System kaum Folgen für politische Fehler vorsieht.
Herr Bühlmann, was sagt es über das politische System der Schweiz und seine Verantwortlichen, wenn sie den Vertrag für das teuerste Rüstungsgeschäft in der Landesgeschichte nicht mit Vieraugenprinzip prüfen, wie es im Bericht der Geschäftsprüfungskommission heisst?
Wir Menschen suchen gerne Schuldige, Personen, auf die man mit dem Finger zeigen kann, weil sie einen Vertrag unzureichend gelesen haben. Unser politisches System basiert allerdings nicht auf einzelnen Personen, sondern Institutionen – dem VBS, dem Bundesrat und dem Parlament zum Beispiel. Der Fall zeigt, dass die Institutionen in der Schweiz funktionieren müssen, auch wenn Einzelpersonen Fehler machen.
Zur Story