Schweiz
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ARCHIV - 23.10.2017, Schleswig-Holstein, Schwarzenbek: Eine Frau Laedt ein Elektroauto an einer Ladesaeule. (zu dpa «Studie: Zahl der E-Autos steigt weltweit deutlich

Bald soll man an allen Rastplätzen E-Autos laden können. Bild: dpa

So soll schnell ein flächendeckendes E-Tankstellen-Netz in der Schweiz entstehen

Vier schweizerische und ein niederländischer Anbieter teilen sich die Realisierung von E-Tankstellen auf 100 Rastplätzen. Das Ziel: Ein flächendeckendes Netz an E-Tankstellen innerhalb der nächsten zehn Jahre.



Nach vertiefter Prüfung der insgesamt acht eingegangenen Bewerbungen hat das Bundesamt für Strassen (Astra) die fünf Pakete zu jeweils 20 Raststätten an die Gottardo Fastcharge SA (Gofast), die Groupe e SA, Fastned B.V., Primeo Energie/Alpiq E-Mobility AG und Sobar Energy Switzerland GmbH vergeben, wie das Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Die Bewilligungen sind 30 Jahre gültig.

Rasch Netz aufbauen

Damit rasch ein flächendeckendes Netz an E-Tankstellen bereitsteht, hat das Astra die Bewilligungen für den Bau und Betrieb von E-Tankstellen nicht einzeln pro Rastplatz, sondern in fünf Paketen mit jeweils 20 Rastplätzen vergeben. Die Zuteilung erfolgte unter dem Vorbehalt von allfälligen Einsprachen oder Beschwerden der unterlegenen Bewerber.

Als nächstes will das Astra in den kommenden Wochen mit den ausgewählten Anbietern Gespräche führen, um gemeinsam die Reihenfolge der Realisierung festzulegen. Anschliessend werden die Stromanschlüsse bestellt.

In der Folge sind die Betreiber verpflichtet, innerhalb eines Jahres je fünf ihrer 20 Rastplätze mit E-Tankstellen auszurüsten. Spätestens in zehn Jahren müssen sämtliche Rastplätze mit E-Tankstellen ausgestattet sein.

Eine halbe Million Franken pro Rastplatz

Das Astra rechnet pro Rastplatz mit einem durchschnittlichen Aufwand für die Realisierung von rund einer halben Million Franken. Diese Investitionskosten werden den Betreibern über ein Entgelt verrechnet. Die Kosten für die Bereitstellung einer ausreichenden Stromleistung werden vom Astra vorfinanziert.

Gofast-Geschäftsführer Domenic Lanz freut sich laut einer Mitteilung über den Zuschlag für sein Unternehmen. Laut eigenen Angaben ist Gofast der grösste Schweizer Anbieter von ultraschnellen E-Tankstellen.

Das Start-up hat sich laut Lanz den ersten Rang in der Ausschreibung des Astra gesichert und kann aus den fünf Paketen auswählen. An den E-Tankstellen von Gofast lässt sich gemäss Faustregel in zehn Minuten elektrische Energie für 100 Kilometer Reichweite aufladen.

24 Rastplätze schon heute ausgerüstet

Auf 24 von insgesamt 59 Raststätten, die alle in kantonalem Eigentum sind, sind bereits heute Schnellladestationen vorhanden, wie das Astra schreibt. Rastplätze, die in der Regel nur mit Toiletten, Bänken und teilweise kleinen Imbissbuden ausgerüstet sind, gehören dem Bund.

Seit Anfang 2018 ist es rechtlich möglich, auf Autobahnrastplätzen elektrische Energie als Antriebsmittel anzubieten. Um den Marktanteil von Elektroautos zu fördern, hatte das Parlament die Rahmenbedingungen zur Erstellung eines leistungsstarken Netzes von Ladestationen entlang der Nationalstrassen geschaffen.

Zudem hat der Bund Ende 2018 zusammen mit Vertretern von Kantonen und Städten sowie der Elektritzitäts- und Mobilitätsbranche eine Roadmap zur Förderung der Elektromobilität unterzeichnet. (oli/sda)

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Video: srf/SDA SRF

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Suchlicht 07.03.2019 20:09
    Highlight Highlight Welche Ladeleistung sollen die denn haben?
  • andy y 07.03.2019 15:35
    Highlight Highlight Schnell und Schweiz im selben Satz ist ein absoluter Wiederspruch
  • Bangarang 07.03.2019 13:57
    Highlight Highlight E-Tankstelle? Ich dachte es heisst "Die Tankstelle"?

    D-Tankstelle wäre dann Diesel?
  • atlas 07.03.2019 13:43
    Highlight Highlight Find ich als EV Fahrer natürlich toll. Und das, obwohl ich bereits heute mit meinem 1.Gen Renault Zoe und knapp 130km Reichweite nicht das Gefühl habe es gäbe jetzt zuwenige Ladestationen.
    Spannend wird sein, was für eine Preispolitik angeboten wird. Hier wird es meiner Meinung nach in den kommenden Jahren noch grössere Konsolidierungen geben. Die Gebühren sind heute z.T. nicht nachvollziehbar teuer bis gratis.
  • Charlie B. 07.03.2019 12:26
    Highlight Highlight Wenn ich mir ein Elektroauto kaufe dann möchte ich es auch zuhause in der Tiefgarage oder draussen auf dem Parkplatz laden können ohne, dass ich ein Verlängerungskabel von meiner Wohnung bis zum Parkplatz verlegen muss.
    • sowhat 08.03.2019 15:55
      Highlight Highlight Machst du das denn mit deinem Benziner auch?
      Wir haben heute für die Stromer doch wirklich das Hauptproblem. Dass nicht genug Zapfsälen vorhanden sind.
  • Stormrider 07.03.2019 11:06
    Highlight Highlight Cool! Ein guter Schritt. In etwa 5 Jahren haben wir dann die Batterietechnologie welche ein Elektroauto auch sinnvoll macht, sowohl in Bezug auf Reichweite und auch CO2 Ausstoss in der Produktion, dann brauchen wir nur noch den Strom irgendwoher. Die schlecht durchdachte Energiestrategie von Doris wird ihn leider nicht liefern, also gibt es da noch etwas politische Arbeit, wenn sie es denn merken in Bern.

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