Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Angst vor Radikalisierung: Warum die Schule von Therwil den Handschlag-Dispens erteilte

Die Debatte um die Händedruck-Verweigerer im Therwiler Sekundarschulhaus Känelmatt wird national breitgetreten. Vor allem Rektor Jürg Lauener gerät unter Beschuss. Nun ist ein Brief der Therwiler Schulleitung an den Kanton von vergangenem Dezember aufgetaucht, in dem sie ihren Entscheid rechtfertigt und vom Kanton die Erstellung eines juristischen Gutachtens verlangt.

Michael Nittnaus / bz Basellandschaftliche Zeitung



Bild

Ein Ausschnitt des Briefes an das kantonale Volksschul-Amt und den Präsidialausschuss.
bild: bz baselland

Die öffentliche Empörung über den Entscheid der Sekundarschule Therwil, den beiden muslimischen Teenagern zu erlauben, keiner Lehrperson mehr die Hand zu geben, reisst nicht ab. Immer stärker unter Beschuss gerät dabei Rektor Jürg Lauener. Er wird als «Zauderer» («Basler Zeitung») und führungsschwache Person dargestellt, der nicht deutlich genug Schweizer Werte verteidigt habe und auf den Kanton und sein Rechtsgutachten angewiesen sei. Bestens in dieses Bild passt, dass Lauener und die ganze Schulverwaltung in Therwil seit vorgestern auf Tauchstation sind und weder auf Anrufe noch Mailanfragen reagieren.

«Ich denke nicht, dass wir da klein beigegeben haben»: Jürg Lauener, Rektor der Sekundarschule Therwil

Video: kaltura.com

Der bz liegt nun allerdings ein Brief vor, der aufzeigt, wie schwierig die Situation für die Schulleitung wirklich war, und dass ein simpler Händedruck-Zwang nicht umzusetzen gewesen wäre. Im Schreiben vom 4. Dezember des vergangenen Jahres schildern Lauener und die beiden Konrektoren Jean-Daniel Schlegel und Michael Horn dem Baselbieter Amt für Volksschulen (AVS) sowie dem Präsidialausschuss der Schulleitungskonferenzen (PAS) erstmals ausführlich den Fall und wie sie auf die umstrittene Lösung gekommen sind. Zudem bitten sie bereits da um eine «juristische Expertise».

Radikalisierung befürchtet

Aus dem Brief geht hervor, dass die beiden muslimischen Schüler «ungefähr seit den vergangenen Herbstferien» ihren Lehrerinnen den Händedruck verweigern und dies religiös begründen. Gemäss «Blick», der Facebook-Posts ausgewertet hat, ist einer der beiden Brüder fasziniert vom «Islamischen Staat» («IS») und von Hasspredigern (siehe Artikel unten). Aber erst durch den Brief wird nun klar, dass «die Familie bzw. der Vater dieser beiden Jugendlichen den Schulen schon seit Jahren wegen extremen religiösen Auffassungen bekannt ist» (siehe Ausschnitt rechts). Die Jugendlichen selbst hätten ihren «plötzlichen Gesinnungswandel» damit erklärt, durch Predigten im Internet auf das Berührungsverbot gekommen zu sein. «Die Befürchtung einer Radikalisierung ist natürlich sogleich bei Lehrpersonen und Schulleitung aufgetaucht», heisst es.

Nicht zuletzt dies machte den Fall für die Schule äusserst anspruchsvoll. In der Folge führten Lehrer und Schulleitung mehrere Gespräche mit der Familie und korrespondierten auch brieflich. Aus dem Schreiben vom 4. Dezember geht weiter hervor, dass intensiv versucht wurde, der Familie die wichtige Bedeutung des Händedrucks klar zu machen, einerseits als Ritual bei Begrüssung und Abschied, andererseits: «Die einseitige Verweigerung des Händedrucks gegenüber Lehrerinnen diskriminiert diese faktisch gegenüber den Lehrern, selbst wenn das Verhalten der Schüler nicht diskriminierend im Sinne von abwertend gemeint ist.» Zudem wurden die Jugendlichen darauf hingewiesen, dass sie beim Übergang von der Schule in die Berufswelt mit Schwierigkeiten rechnen müssten, etwa wegen weiblichen Vorgesetzten, Mitarbeiterinnen oder Kundinnen.

Schulleitung redet über Ängste

Auch die Lehrerschaft sei informiert worden. Dabei hätten sich «einige Lehrpersonen sehr engagiert geäussert, dass dieses Verhalten nicht zu tolerieren sei». Die Schulleitung hielt darauf am abschliessenden Gespräch Ende November fest, «dass eine Ungleichbehandlung der Lehrpersonen (nach dem Kriterium Geschlecht) für uns auf keinen Fall tolerierbar sei». Dennoch wollten die beiden Teenager «aufgrund ihrer starken religiösen Überzeugung nicht von ihrem Verhalten abweichen». So sei man schliesslich zum aktuell geltenden Kompromiss gekommen, dass die beiden Schüler «die Lehrpersonen mit Namen zu begrüssen haben, unter Anwendung einer Respekt und Anstand ausdrückenden Form, ohne Berührung».

Im Brief finden sich mehrere Formulierungen, die ausdrücken, dass der Kompromiss von der Schulleitung nicht angestrebt wurde. So nennt sie ihn eine «Schein-Lösung» und dass man mit der Situation nicht zufrieden sei. Auch verleiht sie ihrem Unbehagen Ausdruck, indem sie fragt, «was denn wohl als Nächstes kommt»: Dass die Schüler von einer unverschleierten Lehrerin keine Anweisungen mehr akzeptierten oder sich weigerten, überhaupt von einer Frau unterrichtet zu werden? Oder dass sie Dispensationen forderten, um täglich fünfmal beten zu können? Die «Schein-Lösung» hatte aus Sicht der Schulleitung vor allem etwas Gutes: «Die Befürchtung einer Radikalisierung (im Sinne von Gewaltbereitschaft) konnte vorerst zerstreut werden», schreibt sie.

Wie die Schulleitung zu diesem Schluss kommt, bleibt vorerst offen. Ebenfalls kann nicht beantwortet werden, was die Schule in den vergangenen Jahren mit dem Wissen um den ultrareligiösen Vater gemacht hat. Bei auffälligen Schülern – oder auch bei auffälligem Umfeld – ist es eigentlich Usus, einen Jugendsachbearbeiter der Polizei zu konsultieren. Um diese Fragen zu klären, müssten Lauener und sein Team nun dringend wieder auftauchen. (bzbasel.ch)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

66
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
66Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • andersen 07.04.2016 17:09
    Highlight Highlight 1/2

    Also, die muslimische Kinder sollen wissen, dass niemand auf sie böse sind, sie soll wissen WARUM, niemand auf sie böse sind.
    Der wahren Lehrer ist nicht der mit dem meisten Wissen, sondern jener, der die meisten anderen dazu bringt, über Wissen zu verfügen.
  • andersen 07.04.2016 17:05
    Highlight Highlight 1/1
    In der Schweiz wird ja niemanden in der Schule geschlagen oder gefoltert.
    In Indien gab es ein Junge(er gehört zu die Unberührten, mit dem man in Indien nicht spricht), er wollte zur Schule und wurde umgebracht.
    Also, das Schulsystem bietet für die Kinder ein gute Gelegenheit, weiter zu kommen und Lernen.
    Grad für muslimische Mädchen ist es wichtig, dass sie eine Ausbildung hat, weil sonst wird sie noch als Kind oft früh verheiratet, bekommen früh Kinder und oft können sie für die Kinder nicht selber sorgen.
    Das passiert oft in die arabische Länder.


  • demokrit 07.04.2016 13:31
    Highlight Highlight Liebe Therwiler. Macht doch einfach ein Gefährdungsmeldung an die KESB. Die Regeln das dann "professionell", sehr bürokratisch und unter Kostenfolge an die Familie. Im besten Fall zieht diese renitente Familie - spätestens unter Androhung einer Fremdplatzierung - in ein anderes Land.
  • boris78 07.04.2016 13:22
    Highlight Highlight sorry leute aber das hier ähnelt einer hexenjagd! ich meine es gibt ja noch andere Religionen hier die zum teil verbieten mit einer Frau zu sprechen oder gar mit ihr z.b. in einem Flugzeug zu reisen.. über das wird kein bashing betrieben. man sollte das respektieren solange es niemanden schadet!
    • Euklid 07.04.2016 14:20
      Highlight Highlight Du verteidigst also einen IS-Sympathisant. Sehr Interessant.
    • stiberium 07.04.2016 14:56
      Highlight Highlight Er verteidigt die Religionsfreiheit wenn überhaupt. Eigentlich sagt er uns wie lächerlich es ist aus diesem Fall in Therwil nun solch ein Büro aufzumachen, da es dies schon seit Langem gibt hier. Entweder du hast keine Ahnung Euklid oder einfach Spass am provozieren. Nicht weit entfenrt von einem Extremisten.
    • Euklid 07.04.2016 18:00
      Highlight Highlight Fällt also das Verbreiten von IS-Videos mit "Alle Muslime liken" unter Religionsfreiheit? Interessante These. Nicht-Handgeben fällt unter Religionsfreiheit? Was sind denn alle anderen Muslime, die jedem die Hand geben? Etwa keine Muslime? Wie wärs, wenn sie erstmal mehr Aufmerksamkeit auf Ihre Rechtschreibung legen würden, bevor Sie mich in die Nähe von Extremisten rücken.
  • dracului 07.04.2016 13:13
    Highlight Highlight Das SVP-Blatt "BAZ" mag finden, dass Herr Lauener Führungsschwächen zeigte und ein Zauderer sei (gemäss Duden: zu vorsichtig sein und zu lange warten, bis man etwas tut od. sich entscheidet). Sehe ich persönlich gar nicht: Einerseits hat er etwas ganz Essenzielles für eine Führungskraft geleistet: Er hat einen Entscheid herbeigeführt und kann andererseits klar die Dimensionen und Nachvollziehbarkeit des Entscheids erläutern, steht dazu und ist sogar bereit diesen gegebenenfalls zu revidieren. Mehr Führungsarbeit als viele Manager in diesem Land leisten und kriegt noch nicht mal Bonus dafür!
  • Deepflyer 07.04.2016 13:10
    Highlight Highlight Blicken wir doch in einem Jahr noch mal nach Therwil. Möglicherweise wird dann 5xpro Tag in Richtung Mekka gebetet?
  • Einstein56 07.04.2016 11:51
    Highlight Highlight Aber hallo Leute: wie alt seid Ihr? Die meisten wohl über 30. Seit über 20 Jahren gibt man an der Volksschule dem Lehrer die Hand. Auch in der Sek. Und wenn ich das Deutsch hier anschaue, sind wenige Ex-Gymnasiasten darunter ... Dort sind die Schüler vielen Lehrern eh egal.
    • Yelina 07.04.2016 18:07
      Highlight Highlight Ich bin 31 und kann mich nicht erinnern, dem Lehrer je die Hand geschüttelt zu haben (weder Primar noch später in der Sek/ORST), ausser am ersten und letzten Schultag.
  • Einstein56 07.04.2016 11:45
    Highlight Highlight Andere Frage: Sind das die ersten grösseren Probleme, die die Schule Therwil suboptimal gelöst hat? Eben.
  • Shabina 07.04.2016 11:34
    Highlight Highlight Die ganze Familie gehört ausgeschaft, bzw, der Flüchtlingsstatus aberkannt. Wer sich nicht mal minimal anpassen möchte, soll gehen. Ich finde es eine Frechheit, in ein fremdes Land zu gehen, Hilfe, Bildung, Schutz usw. zu erhalten und sich dann so aufzuführen. Was würde geschehen wenn man in ihrem Heimatland zB. eine Moschee im kurzen Rock besuchen würde? Soche Menschen werden sicher nicht an Leib und Leben verfolgt!
    • Sapere Aude 07.04.2016 12:11
      Highlight Highlight Ich glaube das einzige was wir wissen ist, dass die Familie streng religiös ist. Welchen Aufenthaltstatus die Familie hat ist glaub ich nicht bekannt. Die Forderung ist zwar verständlich, wir wollen das Problem möglichst schnell loswerden. Es könnte durchaus sein, dass die Familie über das Schweizer Bürgerrecht verfügen.
    • Holly 07.04.2016 12:30
      Highlight Highlight In welchem Gesetz steht, dass man Menschen mit Handschlag begrüssen muss?
      In vielen Krankenhäusern und öffentlichen Stellen steht zum Beispiel die Bitte auf Handschlag zu verzichten wegen Ansteckungsgefahr!

      Im Gesetz steht, dass Mann und Frau gleichbehandelt werden. Das ist Fakt, die Schule ist also den Weg gegangen, der rechtlich abgesichert ist.


    • boris78 07.04.2016 13:32
      Highlight Highlight warum ist es so schlimm jmd nicht die hand zu geben wenn er/sie es nicht will?? das hat meiner Meinung nach nichts mit Respektlosigkeit zu tun. und falls man solche ausschaffen weil das eben Respektlos ist dann bitte auch all die anderen kinder die ihre lehrer mit Schimpfwörter beschimpfen den finger zeigen oder sonst irgendwas machen. ich glaube dann wären viele Schulen leer. also Leute hört bitte mit dieser hexenjagd auf... wir sind doch nicht im letzten Jahrhundert :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 07.04.2016 10:56
    Highlight Highlight Ich lese immer wieder; Religion ist Privatsache oder Ähnliches. Einverstanden, kann gut damit leben. Aber ist es wirklich so?
    Darum sei die Frage erlaubt:

    Wieso muss der Arbeitgeber dann zB den Mitarbeitern an Auffahrt einen bezahlten Feiertag einräumen?
    Wieso sind im Kanton SZ zusätzliche kirchliche Feiertage eingeräumt?
    Schon mal überlegt dass vielleicht ein Teil der nicht gläubigen an Auffahrt arbeiten möchte aber dafür lieber Midsommer feiern möchte (Sonnenwende)?
    • Trooper 07.04.2016 11:36
      Highlight Highlight Weil in der Schweiz keine komplette Trennung zwischen Kirche und Staat herrscht, weshalb wir als christliches Land an den christlichen Feiertagen frei haben. Aufgrund des Föderalismus können die Kantone noch weitere Feiertage bestimmen.

      Für (religiöse) Sonderwünsche gibt es ja auch Ferien die man beziehen kann.

      Ich persönlich arbeite im Schichtdienst, da kann ich meine bezahlten Feiertage dann beziehen wenn es mir passt :D
    • FrancoL 07.04.2016 11:53
      Highlight Highlight @Trooper; Danke für den Hinweis, dachte auch es sei so wie Sie darstellen. Nur begreife ich dann nicht wieso der Glaube Privatsache sein soll, wenn er im öffentlichen Leben doch Regeln bewirkt (zB Feiertage)!
      Ich bin der Meinung dass es Privatsache ist ob man glaubt oder nicht dass aber unsere Gesellschaft ganz klar nur vom Christentum geprägt ist und darum DER GLAUBE nicht Privatsache ist.
    • Trooper 07.04.2016 13:15
      Highlight Highlight @FrancoL
      Nur weil unsere Gesellschaft christlich geprägt ist, heisst das noch lange nicht, dass der Staat oder die Gesellschaft Ihnen vorschreibt, was Sie glauben sollen, sondern, dass die Mehrheit diese Werte und Feiertage mehr oder weniger lebt, weshalb man an diesen Feiertagen frei hat. Was Sie aber mit diesen Tagen anfangen ist Ihnen absolut freigestellt, weshalb der Glaube eben wieder Privatsache ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • seventhinkingsteps 07.04.2016 10:28
    Highlight Highlight Das Problem sind nicht die jungen Muslime, wie die Interviews von Watson zeigen, sondern streng religiöse Eltern, die ein Interesse ihrer pubertärer Kinder an fundamentalistischen Auffassungen noch befürworten ind fördern. Ist ja auch super praktisch, dann muss man sich keine Gedanken mehr machen über Alkoholkonsum der Kinder oder ob der Sohn verhütet beim ersten Mal mit seiner Schweizer Freundin. Und wenn die Söhne nie an Partys gehen, "aus religiösen Gründen", werden sie sozial ausgegrenzt, hocken zu Hause am PC und flüchten sich noch mehr in Youtube-Videos von radikalen Typen. Toll.
    • seventhinkingsteps 07.04.2016 16:32
      Highlight Highlight Keine Ahnung, mir fällt spontan nichts ein, dass nicht in erster Linie die Kinder trifft. Gehst du nur auf die Kinder zu, isolierst du sie von den Eltern. Das kann unter Umständen kontraproduktiv sein und auch in die Radikalisierung führen.
  • Wilhelm Dingo 07.04.2016 10:16
    Highlight Highlight Was soll man da noch kommentieren? Mir kommt einfach nur die ... hoch ab den rücksichtlosen, extremistischen Eltern. Unsere Gesellschaft muss wieder lernen, mit extremen Strömungen umzugehen. Es gibt noch andere Extreme wie z.B. Scientologen, Evangelikale oder othodoxe Juden. Im Interesse des Kinder sollten privatschulen für solche Gruppen verboten sein.
  • benj_zh 07.04.2016 10:10
    Highlight Highlight Ich könnte kotzen wenn ich höhe die beiden wollten sich nicht fügen. Religion ist privatsache und hat in der schule nichts zu suchen. Wer sich nicht anpassen will soll einfach von der Schule gewiesen werden..
    • FrancoL 07.04.2016 10:24
      Highlight Highlight Na dann kotzen Sie ruhig weiter.
      Religion ist Privatsache? und wieso muss ich als Arbeitgeber dann zB meinen Angestellten an Auffahrt eine bezahlten Feiertag einräumen? Wieso sind im Kanton SZ zusätzliche Feiertage (kirchlich) eingeräumt?
    • Calvin Whatison 07.04.2016 11:02
      Highlight Highlight @francoL: Weil die Schweiz ein CHRISTLICHES Land ist, und diese Feiertage nicht nur in der Schweiz Bestand haben. Vermutlich ist der Kanton Schwyz ein Katholischer, daher noch mehr Feiertage. Diese Feiertage sind auch Gesetzlich aufgeführt.
    • FrancoL 07.04.2016 11:41
      Highlight Highlight @sugarbaby: Na was? denken ich wisse dies nicht? ich frage; wenn etwas Privatsache ist dann ist sie das auch wenn man ein Christ ist! Privat bleibt Privat! Also hat da diese allgemeine öffentlich getragene christliche Regelung nichts zu suchen weil sie eben privat ist.
      Tatsache ist, dass es eben NICHT so ganz privat ist! weil es eben eine christlich gefärbte und beeinflusste Staatsstruktur ist die wir in der Schweiz haben und man nun plötzlich das alles als PRIVAT ansehen will. Der Grund liegt auf der Hand!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Evian 07.04.2016 10:09
    Highlight Highlight Wir werden uns in Zukunft wohl oder übel vermehrt mit solcher Thematik beschäftigen müssen. Das ist erst der Anfang. Ich hoffe die Regierung knickt nicht zu sehr ein und steht für unsere Werte und unsere Kultur ein.
    • Holly 07.04.2016 12:56
      Highlight Highlight Seit 20 Jahren versuchen Scientologen, Psychologen in Misskredit zu bringen und Psychopharmaka zu verunglimpfen. Auf tausenden von Webseiten verbreiten sie ihre Lügen und sorgen so dafür, dass viele auch nicht Scientology Eltern ihre Kinder nicht psychologisch behandeln lassen.
      In vielen N i c h t muslimischen Ländern dieser Welt, werden weibliche Föten abgetrieben, weil Frauen nichts "Wert" sind.
      Aber wenn Frauen wie Königinnen behandelt werden sollen und man ihnen nicht profan die Hand schüttelt (übrigens Etikette der Englischen Königin) dann empört man sich. 👍Schulleitung
  • Sapere Aude 07.04.2016 09:46
    Highlight Highlight Mir scheint die Schule hat richtig gehandelt. Mit einem Zwang hätte der Konflikt weiter eskalieren können und schliesslich muss der Schuldbetrieb aaufrechterhalten werden. Besorgniserregender das gesammte familiäre Umfeld. Mir scheint entschiedenes Handeln der Behörden entscheidend, evtl. ist sogar ein Entzug des Sorgerechts in Betracht zu ziehen. Woher die Radikalisierung kommt scheint nun klarer, sie kann schlussendlich nur unterbunden werden, wenn die Kinder dem Einfluss des Vaters entzogen werden.
    • stiberium 07.04.2016 10:35
      Highlight Highlight Klingt hart, ist aber meiner Meinung ein sehr guter Ansatz! Sollte den Eltern in etwa das selbe Gefühl vermitteln, welches wir haben wenn jemand den Handschlag verweigert. Die arme KESB ^^
    • Sapere Aude 07.04.2016 11:59
      Highlight Highlight In diesem Fall scheint der Vater das Problem zu sein und nicht die Kinder. Eigentlich hätten die Behörden schon wesentlich früher eingreiffen sollen und den Hassprediger aus dem Verkehr ziehen. Deshalb ist das Erzwingen des Handschlages auch so sinnlos Trader. Welche Begrüssungsform wir verwenden ist total irelevant. Das Beharren auf dieses rein willkürliche Ritual und dessen Befolung lässt die eigentliche Gefahr ausser Acht.
  • atomschlaf 07.04.2016 09:35
    Highlight Highlight Offensichtlich fehlt es hier an griffigen Sanktionsmöglichkeiten. Wir sollten die nötigen Rechtsgrundlagen schaffen, um derartige Querulanten inkl. Familie mittels eines einfachen und schnellen Verfahrens ausweisen zu können.
    • atomschlaf 07.04.2016 10:44
      Highlight Highlight @ivelischt: Nein, eben nicht alle ausschaffen, sondern solche Problemfälle.
      Hätte zudem mit hoher Wahrscheinlichkeit den Vorteil, dass es wesentlich weniger solcher Fälle gäbe, wenn mit ernsthaften Sanktionen gerechnet werden müsste.
    • atomschlaf 07.04.2016 10:48
      Highlight Highlight @Hoppla: Ja, das mag etwas hart und unverhältnismässig erscheinen, aber ich komme je länger je mehr zur Einsicht, dass solchen religiös motivierten Querulanten mit den bis anhin üblichen, eher weichen Sanktionen nicht beizukommen ist.
      Ausserdem zeigt ja gerade der aktuelle Fall, dass das Problem oft in der Familie liegt.
    • atomschlaf 07.04.2016 11:00
      Highlight Highlight @ivelischt/Hoppla: Ihr dürft gerne Eure Vorschläge bringen, wie mit solchen Leuten umzugehen wäre.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 321polorex123 07.04.2016 09:35
    Highlight Highlight Falls die damit durchkommen, hoffe ich, dass Schüler in der ganzen Schweiz (am besten an der gleichen Schule/im gleichen Kanton) gleich vorgehen.
    In der Schweiz haben Staat und Religion nichts miteinander zu tun. Wenn jemand "Sonderrechte" bekommt, gelten diese für alle.
    • Scaros_2 07.04.2016 09:47
      Highlight Highlight Heisst im Umkehrschluss es gibt keine Sonderrecht btw.
    • 321polorex123 07.04.2016 12:38
      Highlight Highlight @Sacros_2
      Klar, deshalb auch die Gänsefüschen...

Drogenschmuggler an Basler Grenze zu Frankreich gefasst

Zwei Drogenschmuggler sind an der Basler Grenze zu Frankreich von Mitarbeitern der Eidgenössischen Zollverwaltung gefasst worden. Sie hatten versucht, mit mehreren Kilogramm Ecstasy-Tabletten in die Schweiz einzureisen.

Die Festnahme fand am 16. Juli statt, wie die Eidgenössische Zollverwaltung am Mittwoch mitteilte. Die illegalen Drogen seien von einem Drogenspürhund entdeckt worden. Es habe sich um 7.5 Kilogramm Ecstasy-Tabletten gehandelt, die in einer Stossstange versteckt gewesen seien.

Die …

Artikel lesen
Link zum Artikel