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Metzger Christoph Jenzer möchte, dass weniger Fleisch im Abfall landet. bild: Kenneth nars/chmedia

Gammel oder nicht? Dieser Metzger setzt eine gute, aber illegale Idee gegen Food Waste um

Zwei Baselbieter Metzger lehnen sich auf: Sie wollen Food Waste vermeiden, doch ihr Vorgehen ist illegal. Die Lebensmittelkontrolle zeigt Verständnis.

Michel Ecklin / ch media



Metzger Christoph Jenzer ist wütend. «Das Gesetz ist ein Witz», schimpft der Inhaber eines traditionellen Fleischverarbeitungsbetriebs in Arlesheim. Er meint die Bundesvorschrift, die ihn unmittelbar nach der Produktion zwingt zu entscheiden, ob seine Fleischwaren frisch oder gefroren verkaufen werden. Hat er zum Beispiel für ein Grümpeli zu viel frische Würste produziert, weil es unerwartet geregnet hat, steht er vor einem Berg an Waren.

Einfrieren darf er sie nicht. In solchen Fällen sind Metzger oft gezwungen, Waren wegzuwerfen. Für Jenzer ist aber das Bekämpfen von Food Waste ein Anliegen, im Sinne des Klimaschutzes. Deshalb versieht er seit einiger Zeit seine Produkte mit zwei Verfallsdaten: Eines zeigt wie üblich an, bis wann die Ware «zu verbrauchen», ein anderes, bis wann es «gefroren bei – 20 Grad haltbar» ist. Damit verfolgt Jenzer eine doppelte Absicht.

Willkommene Hilfe für den Konsumenten

Einerseits verhindern die beiden Daten Food Waste betriebsintern, wenn der Metzger seine Ware nicht innert nützlicher Frist los wird. Sie erleichtern ihm das nachträgliche Einfrieren. Dann ist bereits das Haltbarkeitsdatum für den gefrorenen Zustand auf dem Produkt vermerkt, wie vorgeschrieben. Andererseits sind die zwei Daten eine Hilfe für Konsumenten, die zu viel eingekauft haben und ihr Produkt einfrieren anstatt wegschmeissen wollen. Sie wissen dann sowohl, wann der letzte Zeitpunkt fürs Einfrieren ist, als auch bis wann die Ware im Tiefkühler haltbar ist.

Seine Lösung habe mit gesundem Menschenverstand zu tun, ist Jenzer überzeugt. Nur widerspricht sie den Vorschriften zur Etikettierung und dem Grundsatz, dass von Anfang an entweder für Frisch- oder für Gefrorenverkauf produziert werden muss. Doch Jenzer ist nicht der einzige, der über die Gesetzgebung schimpft. Für «widersinnig» hält sie Martin Zimmermann, der Präsident des Metzgermeisterverbands beider Basel und Inhaber einer Metzgerei in Gelterkinden.

Zimmermann räumt offen ein, dass er in Notsituation Fleisch zuerst einfriert und danach wieder aufgetaut an Endkunden liefert. Dies aber nur auf Verlangen und «unter klarer Angabe für den Verbraucher». Das betrifft zum Beispiel Teile wie Schweinshälse, die im Winter anfallen, aber im Sommer gebraucht werden. Wie viele Metzger in der Region gleich wie er handeln, kann Zimmermann nicht sagen. «Aber man kann fast nicht überleben, ohne es zu tun», ist er überzeugt. «Entweder man handelt korrekt, wirft viel weg und ist nach zwei Jahren Konkurs. Oder man muss die Preise um 10 Prozent erhöhen, wenn man nicht in einem Graubereich handeln will.» In einer Gesellschaft, die viel Wert auf Moral und Ethik lege, müsse man Food Waste beachten, findet er. «Und auch wirtschaftlich geht die aktuelle Gesetzgebung nicht auf.»

Eigentlich finden alle die Praxis gut

Hat Zimmermann keine Angst vor Lebensmittelkontrollen? «Doch, ich bin mit einem Bein fast schon im Gefängnis», sagt er, fügt aber an: «Die Inspektoren verstehen unser Problem und wollen wie wir auch kein Food Waste.»

Auch was Christoph Jenzer erlebt hat, bestätigt diese Vermutung. Das Amt rügte ihn zwar in einer Verfügung wegen der Doppeldatierung und forderte eine Korrektur. «Aber man sagte mir, dass man eigentlich gut finde, was ich mache, und dass die jetzige Regelung unlogisch ist», sagt der Betroffene.

Das Amt zeigte ihm sogar einen Weg für eine Lösung des Problems auf. Rolf Wirz, Sprecher der kantonalen Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion, sagt: «Herr Jenzer und unsere Kontrolleure haben unterschiedliche Interpretationen des Gesetzes betreffend Lebensmitteldeklaration.» Man sei deshalb interessiert daran, dass mit einer Einsprache eine saubere juristische Klärung stattfinde und Rechtssicherheit hergestellt werde. Und Wirz betont: «Das haben wir Herrn Jenzer auch so gesagt.»

Dieser liess sich das nicht zwei Mal sagen. Er wird demnächst Einsprache gegen die Verfügung erheben. «Wir werden die Sache weiterziehen, damit es schweizweit eine einheitliche Lösung gibt», kündet er an. Für ihn ist klar: Die heutige Regelung gehört abgeändert. Das Verbot, Fleisch nachträglich einzufrieren, habe man nach diversen Gammelfleischskandalen eingeführt, aus Sorgen um die Gesundheit der Konsumenten. «Die Zeiten haben sich aber geändert», findet er jetzt. «Wir haben die Verantwortung für die Gesundheit, aber auch fürs Klima.» (bzbasel.ch)

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30Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Magd 09.09.2019 18:48
    Highlight Highlight Vielleicht geht er straffrei aus. Der lustigste Artikel im LMG finde ich immer noch

    Art. 64 Abs. 5. - Haben die Vollzugsbehörden Informationen unter Berufung auf die Unterstützungs- und Auskunftspflicht nach Artikel 29 Absatz 1 erlangt, so dürfen diese Informationen gegen die betreffende Person in einem Strafverfahren nur verwendet werden, wenn die Person zustimmt oder die Informationen auch ohne ihre Mitwirkung hätten erlangt werden können.

    Er kann am Schluss wenn er geschickt war selbst entscheiden, ob die Beweise gegen ihn verwendet werden dürfen. Das ist der Freipass wenn man hiiilft.
  • Decke 09.09.2019 11:13
    Highlight Highlight Es ist wie in vielen Fällen so eine Sache. Sobald mann wieder darf werden halb oder schon abgelaufene Waren eingefroren und anschliessend wieder frisch mariniert verkauft. (So geschehen bei Coop ca. 2013) es wird nur funktionieren wenn alle Fleischverarbeitenden Menschen ohne Schummeln/Gewinnoptimierung arbeiten. Und ja, ihr wisst alle wie das ist. Mann darf als Laden auch keine Waren verschenken die bald oder schon abgelaufen sind da es einen blühenden Handel geben wird, sehen wir auch in Krisengebieten etc. Darum muss der Mensch leider per Gesetzt ‚gezwungen‘ werden korrekt zu Handeln. Leider
  • e.marono@sunrise.ch 09.09.2019 09:21
    Highlight Highlight Weil chinesisches Fleisch im Bell in Basel ankommt, ist es verunreinigt, wie lange wir chinesisches Fleisch essen, das als Schweizer Fleisch verkauft wird?
  • e.marono@sunrise.ch 09.09.2019 09:12
    Highlight Highlight Die Lebensmittelverordnung, es ist in Ordnung, aber heute essen wir das gemeinste Fleisch, das vor vierzig Jahren von Lebensmittelunternehmen zerstört wurde. Fleisch sollte nicht von Lebensmittelketten verkauft werden. Fleisch wird vom Metzger verkauft und wir werden besseres Fleisch essen.
  • e.marono@sunrise.ch 09.09.2019 08:49
    Highlight Highlight Das Problem des Fleisches ist, dass die Lebensmittelunternehmen das Fleisch nicht wegwerfen. Mit diesem Fleisch machen sie die Würste und je feiner sie sind, desto mehr Fett und Klutamat haben sie, und sie verjüngen das Fleisch mit Ammoniaksäuren, so dass sie wieder die gleiche Farbe haben
  • e.marono@sunrise.ch 09.09.2019 08:35
    Highlight Highlight Dieser Metzger hat Recht, es ist besser, ein gefrorenes Fleisch zu essen als ein verdorbenes Fleisch, weil er es nicht verkaufen kann. Dies geschieht in vielen Lebensmittelunternehmen
  • Magd 09.09.2019 01:42
    Highlight Highlight 2/2. Was unschön ist, beim BLV aber oft und immer wieder nötig, ist dass der Kantonschemiker den Metzger via Verfügung und BVGer versucht zu unterstützen. Ich gehe davon aus sie geben ihm auch Tipps dafür. Es ist bei weitem nicht das Einzige Manko im nLMG. Der unantastbare Direktor Strupler vom BAG sollte mal von seinem hohen Ross runterkommen und seinen BLVer etwas mehr Kompetenz und auch Realitätssinn eingestehen. Das BLV könnte diesen Unsinn mit einer einzigen Verfügung Schweiz weit erledigen, stattdessen muss der arme Metzger sein Geld raushauen. Irre, wer soll den was dagegen haben.
    • Veganivor 09.09.2019 09:41
      Highlight Highlight Der Metzger ist ganz selber schuld, wenn er wegen einer Überproduktion Verluste einfährt.
      Er hätte schlicht weniger gierig sein sollen und weniger produzieren. Dann gäbe es auch weniger bis nichts wegzuschmeissen.
    • Magd 09.09.2019 12:42
      Highlight Highlight Ja klar, der schlachtet deshalb nächsten Montag nur ne halbe Sau, weil am Weekend darauf beim Grümpi vielleicht schlecht Wetter ist.

      Die optimale Verwertung ist immer anzustreben und das ist bei tierischen Produkten am wichtigsten.
  • Magd 09.09.2019 01:37
    Highlight Highlight Auch wenn der Metzger mit seinem Verhalten und seiner Meinung richtig liegt, ist das Problem folgendes. Der Kantonschemiker und seine Kontrolleure müssen sich ans LMG halten. Genau so wie der Metzger. Mit der Verfügung und dem Rekurs handeln sie grundsätzlich auch korrekt, nur wird das Bundesverwaltungsgericht und später auch das BG den Entscheid kassieren müssen, weil im LMG Art. 13 Abs. b) Die Aufbewahrungsart für Fleisch in der Deklaration gefordert wird. Kann mir höchstens vorstellen, dass er beide Aufbewahrungsarten klar kennzeichnet, dann kann man den Artikel mit etwas Gummi umgehen.
  • Avocados diaboli 08.09.2019 23:56
    Highlight Highlight Vielen Dank für diesen wichtigen Einsatz gegen Food Waste 💚
  • extrachrome 08.09.2019 22:31
    Highlight Highlight Guter mann das, dieser metzger!
    wär ja toll, wenn ein solches denken auch bei den grossverteilern einzug halten würde..!

    Und dies bitte früher als später, wenn man sieht, welche mengen in den einkaufszentren vor ladenschluss zum ent-sorgen eingesammelt werden. 🤦‍♂️
    • Alnothur 09.09.2019 00:19
      Highlight Highlight Schon bei der Produktion werden bemerkenswerte Mengen weggeschmissen. Ich kenne jemanden, der bei einem Annahmebetrieb arbeitet, der die Migros beliefert. Was da an Ware bei der Annahme abgelehnt wird, weil es ästhetisch nicht den Vorgaben entspricht ist abartig.
    • tzhkuda7 09.09.2019 04:07
      Highlight Highlight @Alnothur

      Bitte sag mir das dass wenigstens sonst noch eine Verwendung findet wie beispielsweise als Tierfutter was bei der Annahme alles durchfällt -.-
    • e.marono@sunrise.ch 09.09.2019 09:10
      Highlight Highlight Das Problem des Fleisches ist, dass die Lebensmittelunternehmen das Fleisch nicht wegwerfen. Mit diesem Fleisch machen sie die Würste und je feiner sie sind, desto mehr Fett und Klutamat haben sie, und sie verjüngen das Fleisch mit Ammoniaksäuren, so dass sie wieder die gleiche Farbe haben
    Weitere Antworten anzeigen
  • Veganivor 08.09.2019 21:58
    Highlight Highlight Der Metzger kann problemlos sowohl die Lebensmittlelverordnung einhalten, als auch die Verschwendung von Fleisch vermeiden.
    Der Metzger kann seine Überproduktion zu tieferen Preisen verkaufen, sobald er merkt, dass der Absatz bis zum Verfall nicht schnell genug läuft für einen restlosen Verkauf. Er kann z. B. zum Halben, zum Viertel oder zum Achtel des ursprünglichen Preises verkaufen, was den Absatz stark beschleunigt und er muss viel weniger oder nichts wegwerfen.
    Die Lebensmittelverordnung gibt es mit gutem Grund zum Schutz der Konsumenten. Die Schlamperei dieses Metzgers ist inakzeptabel.
    • MSpeaker 09.09.2019 00:07
      Highlight Highlight Richtig, er kann es sich aber vermutlich nicht leisten den Preis so zief zu senken. Und selbst das hilf nicht immer.

      Einfrieren schadet dem Produkt ja nicht. Und es ist für alle klar deklariert auch für den Konsumenten.

      Für mich ist dass das Gegenteil von einer Schlamperei
    • Coffeetime 09.09.2019 00:08
      Highlight Highlight Noch nie etwas gekocht und dann 2 Tage später die Reste eingefroren? Soweit die Kühlkette nicht unterbrochen wurde ist das kein Problem. Und somit sind die Produktionskosten auch weiterhin gedeckt.

      Immer billig ist nicht immer die beste Lösung.
    • Randalf 09.09.2019 00:15
      Highlight Highlight
      Arbeitest du für Mc Kinsey???
    Weitere Antworten anzeigen
  • zopfsalat 08.09.2019 21:30
    Highlight Highlight Da sind ja schon ganz viele gute Leute “auf beiden Seiten“ mit gesundem Menschenverstand involviert. Dann hoffen wir jetzt Mal dass nicht noch jemand ohne diesen den sich anbahnenden Fortschritt wieder vermasselt.
    • e.marono@sunrise.ch 09.09.2019 09:24
      Highlight Highlight Gesetze bringen nichts, wenn sie nicht durchgesetzt werden
  • Jessica3012 08.09.2019 21:11
    Highlight Highlight Bravo!
  • Finöggeli 08.09.2019 20:52
    Highlight Highlight Gute Idee. Umsetzen!


    Bis es rechtlich über die Bühne ist, komme ich dich mal im Gefängnis besuchen 😉

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