DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

12 Basler Schüler hacken 
E-Mail-Konten ihrer Lehrer, klauen Prüfungslösungen und stehen nun ohne Abschluss da

Schüler der WMS Basel haben die E-Mail-Konten ihrer Lehrer gehackt und flogen auf. Jetzt haben sie keinen Abschluss und ein Verfahren am Hals.
09.06.2015, 13:5409.06.2015, 14:13
Bild: Pawel Kopczynski/REUTERS

Auf noch unbekannte Weise verschafften sich 12 Schüler der Wirtschaftsmittelschule Basel Zugang zu den E-Mail-Konten ihrer Lehrer. Doch gerade die Lösungen waren es, welche sie auffliegen liessen, denn die Prüfungsresultate waren, sogar bei offen formulierten Fragen, identisch mit den Musterlösungen. 

Alle 12 Schüler sind geständig und lassen Ulrich Maier – Leiter Mittelschulen beim Erziehungsdepartement – hoffen, dass sie ihre Lektion gelernt haben, wie er gegenüber der Zeitung «20 Minuten» sagt. Vorläufig stehen die Schüler ohne Abschluss da. Weitere rechtliche Schritte werden geprüft. Gemäss Erziehungsdepartement dürfen die 12 Schüler die Prüfung in einem Jahr noch einmal absolvieren. 

Keylogger-Software kann gratis im Internet heruntergeladen werden

Erst in der vergangenen Woche ist ein Student der Fachhochschule St.Gallen dabei ertappt worden, wie er sich in den Computer eines Dozenten einloggte um Prüfungslösungen zu erhalten. Die Software dazu kann man sich gratis und problemlos im Internet herunterladen. 

Wie die WMS-Schüler vorgegangen sind, ist nicht bekannt, der Fall wird jedoch analysiert. Man erhofft sich dadurch präventive Massnahmen, die gegen Hacker eingesetzt werden können. Laut Professor Hannes Lubich von der Fachhochschule Nordwestschweiz, sollten Prüfungen und Lösungen verschlüsselt abgelegt werden. 

Man müsse dazu die Lehrpersonen instruieren. Hannes Lubich sagt dazu: «Sicherheit kostet, dauert und kann den Komfort eines Systems beeinflussen. Aber ohne Sicherheit balanciert man rasch an der Grenze zur Fahrlässigkeit.» (sus)

Die sieben eindrücklichsten Hacker-Attacken

1 / 10
Sieben eindrückliche Hacker-Attacken
quelle: jordan strauss/invision/ap/invision / jordan strauss
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
No Components found for watson.appWerbebox.
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Meisterspion Lucie
Rudolf Rössler war ein introvertierter Literat, der in Luzern einen Verlag leitete. Gleichzeitig versorgte er die Sowjets mit brisanten Informationen aus dem Führerhauptquartier. Die Geschichte des Meisterspions Lucie.

Am 16. Januar 1967 prangte der staatenlose Rudolf Rössler auf der Titelseite des Spiegel. Da war er schon seit neun Jahren verstorben, und so bescheiden, wie er gelebt hatte, war er beerdigt worden: in einem einfachen Grab in Kriens bei Luzern. Hätte er nicht ein bis heute verschlüsseltes Geheimnis dahin mitgenommen, kaum jemand hätte je wieder Notiz von diesem stillen Mann genommen, der unter dem Decknamen «Lucie» zum wertvollsten Informanten der Sowjetischen Generalität im Zweiten Weltkrieg avancierte.

Zur Story