Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Hochwasser fuehrende Aare im in der Matte nach erneuten heftigen Regenfaellen am Dienstag, 29. Juli 2014, in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Hochwasser in der Aare beim Mattequartier. Wann tritt der Fluss über die Ufer? Bild: KEYSTONE

«Herr der Schleusen»

Berner Schleusenwart: «Wir arbeiten rund um die Uhr, da kommt man an seine Grenzen»

Er wird auch als «Herr der Schleusen» bezeichnet: Bernhard Wehren, Leiter der Seeregulierung beim Kanton Bern. Zurzeit muss er mit seinem Team die Lage stündlich neu beurteilen.

Herr Wehren, wie regulieren Sie eigentlich die Schleusen? Am Schreibtisch? 
Bernhard Wehren:
 Wir regulieren den Thuner-, den Brienzer- und den Bielersee zentral hier von Bern aus, sozusagen aus der Schaltzentrale.  

Wer entscheidet, wann die Schleusen geöffnet werden, und ob die Berner, die Solothurner oder die Aargauer die Füsse im Wasser haben?
Wir handeln nach Reguliervorgaben. Die Abflussmengen sind genau festgelegt und zwischen den Kantonen Aargau, Solothurn und Bern vereinbart. 

Bernhard Wehren, Fachbereichsleiter Seeregulierung Kanton Bern

Bild: zvg

Bernhard Wehren

Der Hydrologe Bernhard Wehren leitet die Sektion Seeregulierung im Kanton Bern. (egg)

Wie oft müssen Sie zurzeit in die Seeregulierung eingreifen?
Praktisch stündlich. Wir entscheiden immer wieder neu. Wir haben die Manöver in den letzten Tagen und Wochen mehrmals gemacht und die Schleusen je nach Lage geöffnet und wieder geschlossen.

Das ist stressig...
Ja, zurzeit arbeiten wir rund um die Uhr und brauchen entsprechend viele Leute. Wir sind immer beschäftigt. Da kommt man an die Grenzen. 

Wie aussergewöhnlich war der Juli im Vergleich mit anderen Jahren?
Es kam sehr viel Wasser, und es kam immer wieder. Es regnete immer wieder stark und wir mussten versuchen, diese Wellen von Wasser kontrolliert abzugeben.

Feuerwehrleute montieren mobile Hochwasserschutzdaemme gegen ein drohendes Ueberschwemmen der Aare am Samstag, 12. Juli 2014 im Matte-Marziliquartier in Bern.  (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Mobile Hochwasserschutzdämme im Matte-Marziliquartier in Bern. Bild: KEYSTONE

Wie funktioniert das?
Wir sind einerseits dafür verantwortlich, die Seen im Berner Oberland auf einem Niveau zu halten, damit genügend Platz für neues Wasser darin vorhanden ist. Andererseits müssen wir die Abflüsse wie die Aare im Auge behalten, damit diese nicht in Bern oder im Mittelland über die Ufer tritt. 

Wie prekär ist die Situation im Berner Oberland und in Bern zurzeit?
Seit längerer Zeit sind alle Schleusen offen, wir haben einen maximalen Abfluss und deshalb fliesst auch sehr viel Wasser in der Aare bei Bern ab. Die Fliessgewässer reagieren zurzeit immer schneller, weil die Böden durch die wiederholten Niederschläge gesättigt sind.

Was bedeutet das?
Wir lassen soviel Wasser wie möglich ablaufen. Dennoch befinden wir uns noch im unkritischen Bereich. Jede Phase, in der kein neues Wasser nachfliesst, ist für uns wichtig, damit wir die Seen wieder entlasten können.

Was ist genau das Problem im Berner Oberland und in der Region Bern?
Der Thunersee hat zwei Besonderheiten: Erstens hat er im Verhältnis zu seinem Einzugsgebiet die kleinste Seefläche in der Schweiz. Zweitens ist sein Pegelspielraum von 50 Zentimetern der kleinste im ganzen Land. Das hat zur Folge, dass der Thunersee sehr schnell reagiert – und wir auch sehr schnell reagieren müssen.



Das könnte dich auch interessieren:

Das sind die besten Rekruten der besten Armee der Welt

Link zum Artikel

9 «Ratschlag»-Klassiker, die du dir in Zukunft einfach mal sparen kannst

Link zum Artikel

Christian Wasserfallen nicht mehr FDP-Vize – wegen der Klimafrage?

Link zum Artikel

Bund weitet Hitzewarnung aus ++ Der Sahara-Staub ist da ++ Erste Juni-Rekorde purzeln

Link zum Artikel

Das gab's noch nie: Schweizer Mathe-Genie startet als 15-Jähriger mit Master-Studium

Link zum Artikel

Fans raten GNTM-Gewinnerin Stefanie Giesinger zu grösseren Brüsten – aber ihr Konter sitzt

Link zum Artikel

«Die Schweiz ist eine Gold-Weltmacht – ein enormes Risiko»

Link zum Artikel

Turbo Jens ist alles, was du heute gesehen haben musst (wer hat den Typen eingestellt?)

Link zum Artikel

YouTuberin verwandelt Teslas Model 3 in Pick-up – und das Resultat ist grandios

Link zum Artikel

«Ab 30 kann Mann keine kurzen Hosen mehr tragen!» – watson-Chef klärt uns auf 🙄

Link zum Artikel

Diese Schweizer Fussballer haben noch keinen Vertrag für nächste Saison

Link zum Artikel

Herr Matthes, wie gross ist die Schadenfreude bei Nokia über Huaweis Trump-Schlamassel?

Link zum Artikel

Ein Streik kommt selten allein – so wollen die Frauen weitermachen

Link zum Artikel

Nach 27 Jahren kommt der Nachfolger der SMS – das musst du über RCS wissen

Link zum Artikel

Merkel beginnt bei Staatsbesuch plötzlich zu zittern – Entwarnung folgt kurz darauf

Link zum Artikel

Wegen Song: SRF-Ombudsmann rügt Radio SRF 3 

Link zum Artikel

Ohrfeige für Bundesanwalt vom Bundesstrafgericht – Lauber ist im FIFA-Fall befangen

Link zum Artikel

40 Millionen Liter Trinkwasser verschwunden? Das Rätsel von Tägerig ist gelöst

Link zum Artikel

OMG – wir haben Knoblauch unser ganzes Leben lang falsch geschält

Link zum Artikel

Warum Donald Trump 2020 wiedergewählt wird – und warum nicht

Link zum Artikel

Ein 3-jähriges Mädchen zerstört eine Fliege – das macht dann 56'000 Franken

Link zum Artikel

«Kann man sich in einen guten Freund verlieben?»

Link zum Artikel

79-Jährige mit zwei Promille auf Felgen unterwegs

Link zum Artikel

Federer vor Halle-Auftakt: «Rasen hat seine eigenen Regeln – vor allem für mich»

Link zum Artikel

We will always love you – vor 60 Jahren veröffentlichte Dolly ihre erste Single

Link zum Artikel

Fazit nach Frauenstreik: Hunderttausende Menschen protestierten für Gleichstellung

Link zum Artikel

«Er hat nicht unrecht» – das sagt Christoph Blocher zu SVP-Glarners Handy-Terror

Link zum Artikel

Du willst dein Handy sicherer machen? Dann solltest du diese 10 Regeln kennen

Link zum Artikel

FCB-Sportchef Streller tritt mit emotionalem SMS zurück: «Es bricht mir s’Herz»

Link zum Artikel

Trump hat sich im Persischen Golf verzockt

Link zum Artikel

5 Action-Heldinnen, die die Filmwelt ordentlich gerockt haben

Link zum Artikel

Preisgeld-Vergleich: So viel mehr kassieren Männer im Sport als Frauen

Link zum Artikel

14 Gründe, warum die Frauen heute streiken

Link zum Artikel

«Das stimmt einfach nicht» – Martullo-Blocher wird in der «Arena» vorgeführt

Link zum Artikel

Nach Handy-Terror: Betroffene Mutter rechnet mit SVP-Glarner ab – und wie

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

9 spannende Geisterstädte und ihre Geschichten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Bei Hitze im Auto eingeschlossen: Hund stirbt in Buochs (NW)

Für einen Hund, der am Samstag in Buochs NW in einem parkierten Auto eingeschlossen war, ist die Hilfe zu spät gekommen. Polizisten konnten den Sennenhund-Mischling zwar lebend befreien und zu einem Tierarzt bringen.

Doch das Tier konnte nicht gerettet werden, wie die Polizei des Kantons Nidwalden am Sonntag meldete. Drittpersonen bemerkten das Auto mit dem Hund am frühen Samstagabend und schlugen Alarm. Die Polizisten schlugen eine Scheibe am Auto ein und befreiten den hechelnden Hund aus dem …

Artikel lesen
Link zum Artikel