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Galenica-Tochter schliesst Produktion in Interlaken

Galenica-Tochter schliesst Produktion in Interlaken

24.02.2026, 08:0124.02.2026, 08:01

Der Gesundheitskonzern Galenica schliesst die pharmazeutische Produktion Bichsel in Interlaken bis spätestens Ende 2026. Bis zu 170 Jobs sind betroffen.

ZUR AUFSPALTUNG DES PHARMA- UND APOTHEKENKONZERNS GALENICA UND DEM ABGANG VON VR-PRAESIDENT ETIENNE JORNOD STELLEN WIR IHNEN AM DIENSTAG, 1. DEZEMBER 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Das Lo ...
Bei der Schliessung seien bis zu 170 Stellen betroffen.Bild: KEYSTONE

Grund für den Schritt sei die die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Verschiedene Massnahmen zur Steigerung der Ertragslage hätten über die letzten Jahre keine ausreichende Wirkung erzielt. Bichsel gehört seit 2019 zum Galenica-Netzwerk.

Bichsel konzentriert sich künftig vollständig auf Home-Care-Dienstleistungen. Die Tochter betreut schon heute im Auftrag von Spitex-Organisationen und Pflegeeinrichtungen Patientinnen und Patienten in deren Zuhause.

Auch bei der Apotheke in Interlaken gibt es Veränderungen: Die «Grosse Apotheke Dr. G. Bichsel» wird per 1. März 2026 in «Amavita Apotheke Bichsel Interlaken» umbenannt.

Konsultationsverfahren gestartet

Es wurde ein Konsultationsverfahren eingeleitet. Sollten Entlassungen unvermeidlich sein, kommt ein Sozialplan zur Anwendung. Zudem würden Möglichkeiten für eine Weiterbeschäftigung innerhalb des Galenica-Netzwerks geprüft.

Der Einkauf wird in einer Amavita Apotheke an der Kasse abgewickelt, fotografiert am 24. Januar 2020 in einer Filiale in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Der Abschluss des Konsultationsverfahrens wird gemäss Angaben Mitte März 2026 erwartet. (Symbolbild)Bild: KEYSTONE

Der Abschluss des Konsultationsverfahrens wird gemäss Angaben Mitte März 2026 erwartet. Der endgültige Entscheid zur Schliessung sowie die definitive Zahl der betroffenen Stellen hängen vom Ausgang dieses Verfahrens ab.

Einmalkosten von bis zu 40 Millionen

Die Schliessung der Produktionssparte dürfte einmalige Sonderkosten von rund 35 bis 40 Millionen Franken verursachen, erklärte Galenica. Davon entfielen voraussichtlich 17 bis 19 Millionen auf Wertberichtigungen von Warenlagern sowie Produktions- und weiteren Sachanlagen.

Nach der vollständigen Aufgabe des Geschäftsbereichs per Ende 2026 rechnet Galenica jedoch mit einer nachhaltigen Verbesserung der Gewinnsituation: Der adjustierte operative Gewinn der Gruppe werde sich dadurch um rund 3 Millionen Franken pro Jahr erhöhen. (sda/awp)

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