Nebelfelder
DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Schweiz
Bern

Einsatz an Miss-Schweiz-Wahl bleibt für Berner Polizisten ohne Folgen

Einsatz an Miss-Schweiz-Wahl bleibt für Berner Polizisten ohne Folgen

31.03.2015, 10:00

Nach einer Polizeiaktion am Rande der Miss-Schweiz-Wahlen in Bern hat die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung gegen fünf Mitarbeitende der Berner Kantonspolizei eingestellt. Die Staatsanwaltschaft gelangte zum Schluss, dass die Polizisten rechtens gehandelt hatten.

Vor der Wahl war es auf dem Bundesplatz noch ruhig. Luca Haenni steht neben den drei Moderatorinnen Tamara Sedmak, Melanie Freymond und Nina Havel dem Roten Teppich.
Vor der Wahl war es auf dem Bundesplatz noch ruhig. Luca Haenni steht neben den drei Moderatorinnen Tamara Sedmak, Melanie Freymond und Nina Havel dem Roten Teppich.Bild: KEYSTONE

Sowohl gestützt auf die Strafprozessordnung als auch auf das kantonale Polizeigesetz waren die Polizisten ermächtigt, Teilnehmer einer unbewilligten Kundgebung anzuhalten und für weitere Abklärungen auf die Polizeiwache zu bringen, schreibt die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland in einer Mitteilung vom Dienstag.

Die frisch gewählteMiss Schweiz Laetitia Guarino nach der Wahl.
Die frisch gewählteMiss Schweiz Laetitia Guarino nach der Wahl.Bild: KEYSTONE

Für rechtens hält sie auch, dass sich die Aktivisten in sogenannten «Aussackungsräumen» der Polizeiwache aus Sicherheitsgründen entkleiden mussten. Die Einschätzung der Gefährlichkeit der Aktivistinnen und Aktivisten lag nach Ansicht der Staatsanwaltschaft im pflichtgemässen Ermessen der Polizisten. Die Einstellung der Untersuchung kann innert zehn Tagen angefochten werden und ist somit noch nicht rechtskräftig.

Am Rande der Miss-Schweiz-Wahl auf dem Berner Bundesplatz im vergangenen Herbst kam es zu einer Störaktion. Demonstranten kritisierten unter anderem den Sexismus und die Zurschaustellung der Frau bei der Missenwahl. Die Polizei nahm 20 Personen fest, darunter sieben Jugendliche. Die zumeist jungen Leute wurden mehrere Stunden festgehalten. Der Einsatz wurde heftig kritisiert.

Bild
Bild: KEYSTONE

Das Polizeikommando liess daraufhin den Einsatz von der Staatsanwaltschaft untersuchen. Unterdessen wurde bekannt, dass die Miss-Schweiz-Wahlen 2015 nicht mehr in Bern, sondern in Basel stattfinden werden.

(sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Das könnte dich auch noch interessieren:

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Heikle Daten im Sexmilieu: Zürcher Justizdirektion spricht heute zum Festplatten-Fiasko

Das Datenleck der Zürcher Justizdirektion hat in den vergangenen Tagen einigen Wirbel ausgelöst. Heute Dienstag will Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP) über das weitere Vorgehen informieren.

Zur Story