Schweiz
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Protest gegen Asylregime: Person zündet sich vor Bundeshaus an



Brandspuren auf dem Bundesplatz vor dem Bundeshaus in Bern, nachdem sich eine Person an einer Demonstration gegen die Asylpolitik selbst angezuendet hatte, am Montag, 20. Juli 2020. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Brandspuren auf dem Bundesplatz in Bern. Bild: keystone

Im Rahmen einer Kundgebung gegen Asyl-Rückkehrzentren im Kanton Bern hat sich am Montagnachmittag vor dem Bundeshaus ein Mann selbst angezündet. Er wurde mit der Ambulanz verletzt ins Spital gebracht.

Wie Dominik Jäggi von der Berner Kantonspolizei auf Anfrage sagte, wurde der Mann nicht lebensbedrohlich verletzt. Er habe sich die Verletzungen laut aktuellen Erkenntnissen selbst zugefügt.

Der Polizei-Mediensprecher bestätigte mit diesen Aussagen eine auf Twitter verbreitete Meldung des Megafons der Berner Reitschule. Das ist die Zeitung des autonomen Kulturzentrums in der Stadt Bern.

Laut einem Teilnehmer der Kundgebung handelt es sich beim Opfer um einen Iraner, der mit einem abschlägigen Asylentscheid in einem Rückkehrzentrum im Kanton Bern lebt. Das sagte dieser Teilnehmer, der nach eigenen Angaben auch aus dem Iran stammt, auf Anfrage. Die Aktion zeige, unter welchem Druck Personen mit abgelehntem Asylentscheid lebten.

Brandspuren auf dem Bundesplatz, nachdem sich eine Person an einer Demonstration gegen die Asylpolitik selbst anzündete.

Der Mann stammte aus dem Iran und hatte einen abschlägigen Asylentscheid. Bild: sda

Demo war angekündigt

Eine Gruppe namens «Stopp Isolation» hatte am vergangenen Freitag die Kundgebung angekündigt. Dies, nachdem die Sicherheitsdirektion des Kantons Bern einen Brief an sie veröffentlicht hatte. In diesem Brief verteidigte die für Asylfragen im Kanton Bern verantwortliche Direktion die neuen Rückkehrzentren als demokratisch legitimiert.

Häufig kooperierten die in diesen Zentren lebenden Personen mit abgewiesenem Asylgesuch nicht mit den Behörden - beispielsweise, indem sie ihre Identität nicht offenlegten.

Die in den kantonalen Rückkehrzentren untergebrachten und betreuten Personen hätten sich der Pflicht widersetzt, die Schweiz zu verlassen. Dass diese Personen im Heimatland nicht verfolgt würden, hätten die zuständigen Bundesbehörden geprüft und verbindlich festgestellt.

Die Gruppe «Stopp Isolation» und die sie unterstützende Organisation «Migrant Solidarity Network» reagierten am Freitag laut einer Mitteilung «empört» auf das Schreiben.

Statt Nothilfe in den Rückkehrzentren brauche es Arbeitsbewilligungen und Lockerungen bei der Bewilligung von Härtefallgesuchen. Die neuen Rückkehrzentren seien «offene Gefängnisse am Rand der Gesellschaft».

Von Behörden empfangen worden

Mitglieder der Gruppe «Stopp Isolation» – das heisst: Personen aus den Rückkehrzentren – waren Anfang Juli von den Berner Asylbehörden und von Vertretern des Staatssekretariats für Migration (SEM) empfangen worden.

Dies, nachdem rund 60 abgewiesene Asylsuchende als Protest gegen die drei Rückkehrzentren im Kanton Bern und die dortigen Bedingungen eine Nacht in der Berner Reitschule verbracht hatten.

Die Berner Asylbehörden stellten damals eine formelle Antwort auf die Forderungen der Protestierenden in Aussicht – die Antwort vom vergangenen Freitag.

Die Juso Schweiz zeigten sich in einer Reaktion von Montagabend «entsetzt ab der Szene, die sich mitten in Bern vor dem Bundeshaus abspielte».

Die Situation von Asylsuchenden in der Schweiz «und gerade auch in Bern» sei «nicht haltbar» und müsse sich «sofort ändern», heisst es in einer Mitteilung der Jungsozialistinnen und -sozialisten. Ausserdem müssten die Berner Behörden «sofort aufklären, weshalb die Sanitätskräfte so lange gezögert haben». (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Demetria 22.07.2020 12:30
    Highlight Highlight Ich würde jetzt gerne sagen ich wäre überrascht, dass jemand so verzweifelt ist sich anzuzünden oder dass die Bevölkerung Blitze verteilt, wenn jemand mit dem Mann Mitgefühl hat. Dieses kleine Bünzliland scheint wirklich nur für Psychopaten und Egoisten gemacht zu sein. Es ist nicht zu fassen. Hat so ein bisschen was von der Turman-Show, so ein scheinbares Paradies das mit jedem Jahr mehr creepy wird, bis die Doppelmoral und künstliche Idylle fast nicht mehr zum Aushalten ist. Progressive Ideen in die Urne werfen nützt eh nix, weil die Alten in der Überzahl sind. Verflucht ich will hier raus.
  • s.leser 22.07.2020 08:55
    Highlight Highlight Meine Tante ist seit 1990 in der Schweiz.
    Irgendjemand hat ein Fehler gemacht und seit 30 Jahren besitzt Sie immer noch den Status vorläufig aufgenommener Flüchtling, was sie in Ihrem Alltag sehr einschränkt
    Auf den behördlichen Institutionen will niemand den Fehler sehen, geschweige die Problematik in Angriff nehmen. Ein Anwalt kann Sie sich mit Ihren Vermögen nicht leisten.
    Wir Schweizer Bürger müssen uns eingestehen, dass unsere Behören nicht immer sooo super und kompetent sind und Fehler passieren und ihre Aussagen nicht immer so stimmen, wie angegeben
    Gute Besserung an die verletze Person
  • Amarillo 21.07.2020 17:45
    Highlight Highlight Im Gegensatz zu anderen Fällen, in welchem auch kein Asylgrund vorliegt, hat der Iraner das Pech, dass eine Rückreise in die Heimat möglich ist. Andere Staaten, vor allem auf dem afrikanischen Kontinent, wollen von ihren Landsleuten, welche kein Asyl erhalten, hingegen nichts mehr wissen. Ausser natürlich, sie überweisen Geld. Womit ein wesentlicher Grund genannt wäre, weshalb eine Rückreise verwehrt wird. Wenn man sich die hauptsächlichen Herkunftsländer der abgelehnten Asylbewerber ansieht, kommt man etwas ins Grübeln. Aber eben, ob Asyl oder nicht ist Wurst, wenn die Rückreise geblockt wird
    • s.leser 22.07.2020 08:46
      Highlight Highlight Iran ist ein diktatorischer Staat.
      Während im Land Demonstrationen erschossen wurde, hat man in der Schweiz ein Bericht geschrieben wie vorbildlich der Iran einen amerikanischen Gefangenen freilässt.
      Sehr einstiege Berichterstattung.
      Damit will ich aussagen, dass es immer zwei Seiten gibt und nicht immer ist unsere mediale Berichterstattung korrekt.

      Für Menschen die aus dem Iran fliehen und zurück geschickt werden, sind die Konsequenzen sehr unberechenbar.

      Herkunftsland Iran ist und bleibt gefährlich für Geflohene!
  • Kastigator 21.07.2020 16:39
    Highlight Highlight Wann macht watson endlich den Blitzknopf weg? Hier hat ganz offensichtlich die SVP ihre Drückerkolonne losgeschickt. Das ist übel.
    • Lichtblau550 22.07.2020 17:32
      Highlight Highlight Drückerkolonne. Gefällt mir.
  • Kastigator 21.07.2020 16:35
    Highlight Highlight Die SVP hat offenbar wieder ihre Blitzdrückerkolonne losgeschickt. Ich denke nicht, dass die Watson-Stammleserschaft sich derart stolz öffentlich mit ihrer Kaltherzigkeit brüsten würde.
  • Ian Cognito 21.07.2020 15:54
    Highlight Highlight Dass diese cüplitrinkenden Pseudolinken immer noch nicht zwischen abgewiesenen Asylbewerber und Asylsuchenden unterscheiden können hilft der Diskussion unheimlich... NICHT

    Ich meine, ich bin auch ein starker Kritiker dieses Systems, aber um das zu können, sollte man zumindest die rechtlichen Grundlagen verstehen oder sowas

    Da braucht man sich auch nicht wundern, wenn diese Doppelmoral mittlerweile auch der bildungsfernste SVPler durchschaut
    • RicoH 21.07.2020 17:38
      Highlight Highlight Kannst du uns auch erhellen, was du unter "cüplitrinkenden Pseudolinken" verstehst?
    • Ian Cognito 21.07.2020 18:02
      Highlight Highlight In casu die JuSo mit dem letzten Satz im Artikel. In diesem spricht sie von Asylsuchenden, um diese kann es aber gar nicht gehen, da es die Protesten sich anscheinend gegen "Rückkehrzentren" wenden, in diesen leben einfach per Definition keine Asylsuchenden.
      Aber die SP ist kaum je besser im Gegenteil..
      Anstatt richtige Argumente höre ich von diesen Gruppen eigentlich immer nur: Meeh, Asylsystem! Böse! Rassistisch! Wenns gut kommt, kommen dann noch unerfüllbare/dumme Forderungen. Und das hilft einfach keinem einzigen Migranten sondern nur ihrem eigenen Ego!
  • Patrini 21.07.2020 14:17
    Highlight Highlight Anhand der Blitzli auf den solidarischen Nachrichten sieht man ja mal ganz gut was gewisse Leute von der Menschlichkeit und Einfühlsamkeit halten...Grusig
  • leverage 21.07.2020 07:56
    Highlight Highlight Meine Mutter betreut seit gut 20 Jahren ehrenamtlich Asylsichende. Sie erlebt immer wieder, dass die Ämter grob fahrlässig entscheiden. Dafür gibt es zwar rechtsmittel die oft auch funktionieren, aber zu behaupten, dass alle ohne Gefahr in ihr Land zurückkehren können ist eine Farce. Dafür haben die Zuständigen auch einfach viel zu wenig Zeit.

    Und dann gibt es leider auch Fälle, wo der Asylsuchende in sein Land zurück will, aber das Land ihn nicht reinlässt. Aus der Schweiz müssten sie raus, aber das Heimatland behauptet, dass sei keiner ihrer Bürger. Ich kenne 2 solche Fälle.
    • Panna cotta 21.07.2020 14:15
      Highlight Highlight Aktuell 68 Blitzerlis finden, dass du das falsch siehst und dass deine Mutter auch nach 20 Jahren keine Ahnung hat. Oder was auch immer die finden.
    • Glaedr 21.07.2020 19:48
      Highlight Highlight @Panna/leverage
      weshalb genau soll den jemand der nur einen kleinen Einblick hat mehr Ahnung haben als die Ämter die einen viel grösseren Einblick haben?
      Die nette Dame betreut lediglich die Asylsuchenden, heisst sie bekommt nur das mit was die erzählen.
      Die Frage ist jetzt
      Vertraut man den Ämtern oder Leuten die lediglich ein paar Beispiele kennen und voreingenommen sind?
      Der Staat kann es nie allen recht machen es gibt immer Leute die sagen das war falsch siehe Lockdown Gegner.
      Die blitze sind wohl eher weil sie ihre Mutter über die Ämter stellen
    • Effersone 22.07.2020 00:18
      Highlight Highlight Vorneweg, ich habe höchsten Respekt für Menschen, welche sich ehrenamtlich für das Wohl anderer einsetzen. Aber auf grundlage welcher Informationsquelle kann deine Mutter beurteilen, ob das Amt grob fahrlässig entscheidet?
  • banda69 21.07.2020 07:50
    Highlight Highlight Lohnt sich anszuschauen:

    "Stateless", eine Netflix Miniserie, die das Leben von Menschen, die aus ihren Heimatländern flüchten mussten, beleuchtet. Basierend auf wahren Begebenheiten.
    Play Icon
    • Shabbazz 21.07.2020 13:18
      Highlight Highlight Mein Tipp: Capernaum

      Ein tragischer Film über die Kindheit im Libanon! Ein 12 jähriger verklagt seine Eltern, weil er geboren wurde...auch hier eine Wahre Geschichte!
      Play Icon
  • Turicum04 20.07.2020 22:40
    Highlight Highlight Es sind SCHUTZsuchende! Solche Leute muss man SCHÜTZEN und nicht abschieben!

    In ihren Heimatländer werden sie von unsozialen Zuständen bedroht. Hier in der Schweiz haben sie ein Anrecht auf mindestens gleichwertigen Lebensstyl wie wir. Geben wir ihnen einen Teil unseres Reichtums in Form einer Rente (Lohn).

    Es sind alles hochintelligente Leute und können auch in jeder Funktion bei uns eingesetzt werden. Wir können von ihnen noch viel lernen.
    • Super8 21.07.2020 14:02
      Highlight Highlight Das ist jetzt Sarkasmus, oder?
    • Mutzli 21.07.2020 19:51
      Highlight Highlight @Super8

      Turicum ist wohl ein rechter Troll der ganz plumpen Sorte. Taucht überall kurz auf und liefert eine Show ab, als eine Karikatur eines Linken, die direkt aus Glarners Kopf entsprungen sein könnte und verschwindet dann wieder.

      Funktioniert tragischerweise immer noch erstaunlich gut.
  • Linus Luchs 20.07.2020 21:45
    Highlight Highlight "Dass diese Personen im Heimatland nicht verfolgt würden, hätten die zuständigen Bundesbehörden geprüft und verbindlich festgestellt."

    Verbindlich? Verbindlich für wen? Seit wann richtet sich der Repressionsapparat im Iran, in Afghanistan oder in Äthiopien nach dem Urteil von Schweizer Beamten?

    Journalisten sollten nachdenken, bevor sie amtliche Verlautbarungen abschreiben.
    • Autokorrektur 20.07.2020 23:22
      Highlight Highlight Die Frage ist, ob so eine Verlautbarung auch haftbar macht; sprich: wenn eine Person nachweislich dennoch verfolgt wird, ob sie dann den Staat Schweiz verklagen kann. 🤔 Immerhin war die Zusage der Sicherheit ja "verbindlich".
    • Butschina 21.07.2020 04:51
      Highlight Highlight Nein, Journalisten sollen amtliche Verlautbarungen genau so wiedergeben wie sie von den Behörden geäussert oder geschrieben wurden. Alles andere würde das Bild verzerren. Man darf danach gerne kitisch über das zitierte berichten.
    • Borki 21.07.2020 09:49
      Highlight Highlight Verbindlich für den Schweizer Rechtsstaat. Aber von dem hält man ja ganz links aussen sowieso nicht viel. Oder nur, wenn er im eigenen Sinn entscheidet.

      Was deine Kritik am Journalismus angeht: Das ist eine SDA Meldung, die in indirekter Rede wiedergibt, was die Sicherheitsdirektion gesagt hat.
      Linus sollte nachdenken, bevor er Journalisten kritisiert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gubbe 20.07.2020 19:09
    Highlight Highlight Hatte der brennende Iraner den einen Pass, Visum, oder sonstige Schriften? Hat er auch genügend Geld, um sich ernähren und irgendwo nächtigen zu können? Dann hätte er 3 Monate bleiben können. Wie ist das umgekehrt, wenn ein Ausländer in den Iran geht? Wird er auch aufgenommen, erhält bescheidene Schlafgelegenheit usw. Sollte er ausgewiesen werden, darf er den trotzdem bleiben?
    • Shabbazz 21.07.2020 13:05
      Highlight Highlight Ob Flüchtlinge im Iran aufgenommen werden? Zur Info, Iran hat aktuell fast 1 Million Flüchtlinge im Land!!! Gemäss Wikipedia am 4 meisten aller Länder!
    • Super8 21.07.2020 14:06
      Highlight Highlight @Shabbazz: Versorgt werden die Flüchtlinge im Iran aber nicht von Iranern, sondern von Europäern.
    • Shabbazz 21.07.2020 14:21
      Highlight Highlight Sehr interessant, haben sie eine Quelle dazu? Ich hab mich kurz per google informiert, dort habe ich nur einen Bericht von nrc (Norwegian Refugee Council) gefunden zumThema, wo folgendes steht:
      "Iran receives minimal financial support for
      its role as a host country to Afghan refugees, and
      media interest is negligible" Bericht war von 2017.

    Weitere Antworten anzeigen
  • format C: 20.07.2020 17:58
    Highlight Highlight Wie gross muss die Verzweiflung sein, wenn sich jemand mit Benzin übergiesst und sich selbst anzündet? Schrecklich!
    • Panna cotta 21.07.2020 09:58
      Highlight Highlight Nach aktuellem Stand sind 141 Blitzerlis der Meinung, dass das nicht schrecklich ist und nichts mit Verzweiflung zu tun haben kann.🤦🏻‍♂️
    • De-Saint-Ex 21.07.2020 10:20
      Highlight Highlight Finden die, Stand jetzt, 162 Blitzer offensichtlich überhaupt nicht...
      Und ist diese Person tatsächlich aus dem Iran?
      Ich dachte, der Iran sei ein Schreckens-, Unrechtsstaat, der mit Sanktionen zugedeckt sei?
      Hat sich da was verändert? Hab ich was verpasst?
    • Dr. Johner 21.07.2020 10:41
      Highlight Highlight Für was genau stehen diese Blitze, was sollen sie ausdrücken? Ich chum nöd nah...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Me, my shelf and I 20.07.2020 17:56
    Highlight Highlight Die Opfer unserer asozialen Asylpolitik haben keine Stimme - sie werden Menschenrechtsfeindlich ohne Verfahren eingeknastet, schikaniert, müssen ihr trauriges Dasein in Bunkern fristen, dürfen ihre Gemeinden teilweise nicht verlassen, bekommen nichtmal das allernötigste zum menschenwürdigen Leben und haben keine Chance, Deutsch zu lernen.
    Währenddessen lobt die breite Bevölkerung das Schweizer Asylsystem über alle Wolken - Ohne nur den geringsten Schimmer der Realitäten der abgewiesenen Asylsuchenden zu haben.

    Viel Kraft an den, der heute unter diesem Druck einknickte. Wir sind bei dir!
    • Ian Cognito 21.07.2020 16:20
      Highlight Highlight Wer genau lobt das Schweizer Asylsystem??

      Deine Absicht ist vielleicht Edel, aber deine Aussage sehr undifferenziert und das hilft niemandem.
    • Me, my shelf and I 21.07.2020 18:42
      Highlight Highlight Ian Cognito
      Sehr viele Schweizer*innen. Bald sind wieder Erstaugustreden angesagt, dann wird wieder in den höchsten Tönen über unsere angeblich humanitären Traditionen gelogen^^
    • ostpol76 21.07.2020 22:06
      Highlight Highlight Wieso soll jemanden der Deutschkurs bezahlt werden, dessen Asylgesuch abgelehnt wurde?
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