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Mit Jobangebot und Facebook-Botschaft: Wie sich ein Berner Quartierlädeli gegen sprayende Anarchisten wehrt



Das Berner Biolädeli «Lola» im Lorraine-Quartier liefert sich seit zwei Wochen einen Schlagabtausch mit unbekannten Sprayern, oder, in den Worten des Ladens, mit «dummen, undifferenzierten, antikapitalistischen Feiglingen». Wäre da nicht das Fensterputzen, wäre der Streit, der sich über zwei Runden zieht (zumindest bis jetzt, Stand Freitag, 6. März), ziemlich unterhaltsam. 

Runde 1

Lola

Bild:facebook

Am 22. Februar sprayten Unbekannte die Worte «Kapital zerschlagen» an die Scheiben des Bioladens. 

Der Lorraineladen schlägt zurück

Lola

Bild: facebook

Über Facebook wehrt sich der Lorraineladen noch am selben Tag gegen die Spray-Attacke. Der erwähnte Geschäftsauftrag: Der Quartierladen wird von einer Stiftung getragen und bietet Menschen mit Suchtproblemen Arbeitsplätze. 

An wen geht Runde 1?

Doch das wollen die Sprayer offenbar nicht gelten lassen. 

Runde 2

Lola

«Ist eine Integration in den Arbeitsmarkt antikapitalistisch? Leider Nein!» Bild: facebook

Kann ich mir eure Produkte leisten? Leider Nein!

«Kann ich mir eure Produkte leisten? Leider Nein!» Bild: facebook

Lola

«Und: Kann Mensch sich Gewissen kaufen? Leider Nein! Hasta Siempre, anonyme Sprayerinnen.» Bild: facebook

Der Lorraineladen schlägt zurück

Darauf holt der Lorraineladen zum zweiten Gegenschlag aus. Nicht nur dumm und undifferenziert, sondern auch inkonsequent seien sie, die «antikapitalistischen Feiglinge», da sie offenbar auf der kapitalistischen Plattform Facebook rumlungern würden.

Doch der Lorraineladen schlägt nicht nur zurück, sondern bietet auch Hand. Es sei eine Stelle frei, die kapitalistischer Lohn und Rabatt auf die Einkäufe biete, da sich die Sprayerin die Produkte ja nicht leisten könne. Für weitere Botschaften werde ein leeres Papier an die Scheibe geklebt. 

Lola

Bild: facebook

An wen geht Runde 2?

Der Post ist mittlerweile gelöscht. Falls die Sprayer antworten, oder sich tatsächlich beim Laden bewerben – watson bleibt dran. 

google maps

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