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Diphtherie-Erkrankte in Berner Asylzentrum wohlauf – keine neuen Fälle

05.08.2022, 12:0105.08.2022, 16:30
Das Bundesasylzentrum in Bern
Das Bundesasylzentrum in BernBild: keystone

Vier der acht an Diphtherie erkrankten Personen im Bundesasylzentrum (BAZ) in Bern konnten aus der Isolation entlassen werden. Der Gesundheitszustand der noch in Isolation verbleibenden Asylsuchenden ist gut.

Die Quarantäne für zwei Stockwerke wurde am Freitag aufgehoben, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) mitteilte. Die sich dort befindenden über 170 Asylsuchenden wurden negativ auf Rachendiphtherie getestet.

Auch die übrigen Bewohnenden des BAZ wurden getestet. Weil hier noch einige Resultate ausstehen, gilt weiterhin im ganzen Zentrum eine Maskentragepflicht. Weiterhin gilt für das Zentrum ein Zuweisungsstopp, es werden also vorläufig keine neuen Asylsuchenden aufgenommen.

Am Dienstag und Mittwoch waren mehrere Fälle von Diphtherie im Bundesasylzentrum im alten Zieglerspital in Bern bemerkt worden. Zwei Stockwerke mit insgesamt 175 Personen wurden unter Quarantäne gestellt. Die übrigen Bewohnerinnen und Bewohner des BAZ wurden mit deren Einverständnis gegen Diphtherie geimpft. In zwei Stockwerken, in denen eine Quarantäne verhängt worden war, wurde zusätzlich eine Antibiotika-Prophylaxe durchgeführt, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren.

Keine Gefahr für Bevölkerung

Für die Bevölkerung besteht nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) keine Gefahr. Dies, weil die Durchimpfungsquote gegen Diphtherie sehr hoch ist. Wie in anderen Industrieländern ist die Diphtherie in der Schweiz praktisch ausgemerzt. Den letzten Fall von Rachendiphtherie gab es laut BAG 1983.

Die weltweit verbreitete Diphtherie ist eine Infektionskrankheit, die durch ein Bakterium verursacht wird. Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt über Tröpfcheninfektion.

Es gibt zwei Arten der Krankheit: die respiratorische (Atemwege) und die kutane (Haut). Gefährlich ist die aktuelle im BAZ in Bern aufgetretene Atemwegs- oder Rachendiphtherie.

Sie kann Organe wie Herz, Leber oder Nieren sowie das Nervensystem dauerhaft schädigt. Die Krankheit kann auch tödlich verlaufen. Behandeln lässt sie sich mit einem Gegengift sowie Antibiotika.

Früher wurde die Diphtherie auch Halsbräune genannt, weil sich braune, lederartige Beläge in Kehlkopf und Luftröhre bilden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt sie noch als «Würgeengel der Kinder», da sie besonders im Kindesalter auftritt. (aeg/sda)

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