Schweiz
Bern

Legendärer Unspunnenstein nach 19 Jahren im Jura wieder aufgetaucht?

Legendärer Unspunnenstein nach 19 Jahren im Jura wieder aufgetaucht?

Der fast 20 Jahre verschwundene und in Interlaken gestohlene Unspunnenstein, Symbol für die Spannungen zwischen Bern und dem Jura, ist möglicherweise wieder aufgetaucht. Laut einem Bericht der Zeitung «Le Quotidien Jurassien» könnte der Stein in der Region Jura vergraben sein.
03.10.2024, 09:1103.10.2024, 09:11

Ein möglicher Sensationsfund sorgt für leise Aufregung: Der legendäre Unspunnenstein, der 2005 aus der Lobby des Hotels Victoria-Jungfrau in Interlaken gestohlen wurde, könnte wieder aufgetaucht sein. Dies berichtet die jurassische Zeitung «Le Quotidien Jurassien». Ein Foto zeigt den teils vergrabenen Stein neben einer Zeitungsausgabe vom 26. August 2024. Man könne aber nicht mit Sicherheit sagen, dass es sich um den echten Stein handle.

Spektakuläre Geschichte des Unspunnenstein

Die Geschichte des Steins ist von Spannung geprägt. Bereits zweimal wurde er von jurassischen Separatisten, den Béliers, entwendet – erstmals 1984 und dann erneut 2005. Damals durchtrennten die Diebe die Sicherungskette mit einem Bolzenschneider und wickelten den 83,5 Kilogramm schweren Stein in ein Bettlaken, bevor er per Motorrad abtransportiert wurde.

Der Stein wurde zunächst in der Nähe von Interlaken vergraben und später in den Jura gebracht. Er wurde quasi zum Symbol für den Jahrzehnte andauernden Konflikt zwischen den Kantonen Bern und Jura. Ist das plötzliche Auftauchen des Steins ausgerechnet nach dem Übertritt der Gemeinde Moutier zum Kanton Jura ein Zufall? Zumindest die Berner Behörden sehen die «Jurafrage» damit als beendet.

Aufregung in Interlaken

Die Berner Zeitung hat beim erfolgreichen Steinstösser aus Interlaken Peter Michel nachgefragt, was dieser mögliche Fund des Unspunnensteins für ihn bedeute. Der langjährige Präsident des Turnvereins Interlaken schätzt den Fund als «spektakulär» ein. Er betont aber auch, dass er den Stein erst persönlich begutachten müsse, um dessen Echtheit zu bestätigen. «Seit Jahrzehnten ranken sich zahlreiche Gerüchte um das Schicksal des Steins, doch so konkrete Hinweise wie jetzt habe es noch nie gegeben, sagt Michel zur Zeitung. Ihn beschäftige die Geschichte seit 40 Jahren.

Michel hofft nun auf eine definitive Rückkehr des Steins. Er will ihn gemeinsam mit dem Vizepräsidenten des Vereins im Jura abholen und anschliessend in einem Museum ausstellen.

(mfu) (baerntoday.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Alle Schwingerkönige seit 1961
1 / 48
Alle Schwingerkönige der ESAF-Geschichte

2025 in Mollis: Armon Orlik.

quelle: keystone / gian ehrenzeller
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Das könnte dich auch noch interessieren:
Nach Datenleck bei 890'000 Ricardo-Konten: Jetzt schlagen die Betrüger per WhatsApp zu
Name, Adresse und Telefonnummer stimmen: Betrüger verschicken täuschend echte Phishing-Nachrichten. Ricardo warnt seine Kundschaft.
Die Nachricht wirkt auf den ersten Blick beunruhigend echt. Mit persönlicher Anrede beginnt eine WhatsApp-Nachricht, die von einer Schweizer Telefonnummer verschickt wurde. Angeblich sei bei einer Transaktion auf Ricardo eine «auffällige Aktivität» festgestellt worden. Darunter stehen die korrekte Wohnadresse des Empfängers und ein Link, über den die Kontoinformationen bestätigt werden sollen. Doch die Nachricht stammt nicht von Ricardo. Der Link führt ebenfalls nicht zur Plattform, sondern auf eine Internetadresse, die lediglich den Namen des Online-Marktplatzes enthält.
Zur Story