Schweiz
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Tödlicher Unfall in Baden: Zugbegleiter wird in Türe eingeklemmt



Bei einem tragischen Arbeitsunfall ist in der Nacht auf Sonntag bei der Zugsabfertigung eines Interregios in Baden AG ein 54-jähriger Chef Kundenbegleitung tödlich verletzt worden. Der Zugchef wurde bei einer Türe eingeklemmt und mitgeschleift.

Die Leitung von SBB Personenverkehr habe unabhängig von den kommenden Untersuchungsergebnissen entschieden, die Abfertigungsprozesse sofort zu überprüfen, schreiben die SBB in ihrem Medienblog.

Auch würden die Wagentüren des entsprechenden Zugtyps einer vertieften Nachkontrolle unterzogen. Es handelt sich gemäss SBB-Medienstelle um den sogenannten einstöckigen Einheitswagen IV ohne Niederflureinstieg.

Zum tödlichen Arbeitsunfall um 00.10 Uhr kam es, als der Interregio Basel - Zürich aus dem Bahnhof Baden abfuhr, wie aus dem Vorbericht der unabhängigen Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) vom Donnerstag hervorgeht.

Die Untersuchungen der SUST und der entsprechenden Stellen der SBB dauern an. «Der Vorfall trifft uns sehr und verpflichtet uns weiter, bei der Sicherheit keine Kompromisse einzugehen», schreiben die SBB. (mlu/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Veganivor 08.08.2019 20:13
    Highlight Highlight Dass ein Zug abfahren kann mit einem in der Türe eingeklemmten Menschen ist ein grober Designfehler.
    Jeder Aufzug erkennt, wenn etwas in der Türe eingeklemmt ist und öffnet sofort wieder und fährt nicht ab, bevor nicht die Türen nicht ordnungsgemäss geschlossen werden konnten.
    Bei den Eisenbahnwagons sollte es unbedingt genau gleich gemacht werden.
    Man müsste die SBB, bzw. den Eisenbahnwaggonhersteller im Rahmen der Produktehaftpflicht auf Schadenersatz verklagen.
  • DerRaucher 08.08.2019 16:13
    Highlight Highlight EW IV Reihe wurde 1981 das erste mal ausgeliefert. Der Wagon war dieses Types. Man zahlt sich dumm und dämlich wenn man in der Schweiz Bahn Fahren will, bekommt aber fast 40 Jahre altes Rollmaterial. Klar wurde gewartet und erneuert in den Wagen selbst, aber sowas ist für mich in einem der reichsten Ländern der Welt einfach nicht mehr Zeitgemäss.
    • Blitzmagnet 08.08.2019 18:07
      Highlight Highlight Noch trauroger finde ich, dass die Sitze im EW4 bequemer sind als das bockharte steile Zeug in neueren Wagen
    • danmaster333 08.08.2019 23:05
      Highlight Highlight Also ich persönlich sitze sehr gerne in den EW IV. Bequeme Sitze, Ablageflächen wo wirklich etwas Platz hat, gut klimatisiert und man wird nicht so durchgeschüttelt wie z.B. im neuen Bombardier. Einzig die Türen mit den nicht Perronhohen Zugängen (Treppen) sind wirklich nicht mehr zeitgemäss.
  • MarGo 08.08.2019 15:39
    Highlight Highlight «Der Vorfall trifft uns sehr und verpflichtet uns weiter, bei der Sicherheit keine Kompromisse einzugehen»

    "Die Wagen seien älteren Datums, stammten aus den Jahren 1985 bis 1990. «Die Komposition verfügt über kein System, das die Abfahrt verhindert, wenn die Türe nicht geschlossen ist. Alle neuen Fahrzeuge verfügen über eine solche Traktionssperre», sagte Thürler dem Newsportal.

    Für mich ein Kompromiss und zwar aus finanziellen Gründen. Dieser hat gerade einem Mann das Leben genommen...
  • Quacksalber - Fehler beim bearbeiten der Anfrage 08.08.2019 15:33
    Highlight Highlight Ist mir selbst vor ein paar Jahren am Flughafen Zürich mit einem Velo in der Hand auch schon passiert. Ich war eingeklemmt und der Zug ist losgefahren. Passiert ist zum Glück ausser Kratzern an der Tür nichts und die Zugführer hat es im Sinne von, ich soll halt aufpassen, nicht interessiert. Die Türen scheinen nicht gesichert zu sein.
  • Pafeld 08.08.2019 13:20
    Highlight Highlight Bin mit dem selben Wagentyp gestern zum Flughafen gefahren. Mit zwei grossen Koffern. Das man am Flughafen mit grosser Wahrscheinlichkeit mit viel schwerem Gepäck ein- und aussteigen könnte, scheint der SBB zu hoch zu sein.
  • Baba 08.08.2019 11:46
    Highlight Highlight Dieser Unfall war gestern/vorgestern in der Kommentarspalte zum FV-Dosto auf 20 Min ein Thema. Mich irritiert, dass ich (bis jetzt auf watson) nirgends eine Meldung dazu gelesen habe 🤔.

    Ich lese immer häufiger (oder stelle es sogar selbst fest), dass das Material der SBB nicht mehr so gewartet wird, wie es mal war. "Früher" war das Rollmaterial im Schuss, dafür hat der SBB CEO keine fetten Boni eingestrichen. Heute scheint es umgekehrt. Schade!

    Meine allergrösste Hochachtung gilt den Bähnler*innen, die tagtäglich ihr Bestes geben, um uns gut und möglichst sicher von A nach B zu bringen.
    • Bündn0r 08.08.2019 14:21
      Highlight Highlight Der Umsatz der SBB beträgt rund 8.5 Mia CHF. Meyers Lohn 987442 CHF oder 0.012%.

      Die Höhe des Bonus hat schlicht keinen Einfluss auf die Höhe der für die Wartung vorhandenen finanziellen Mittel.
      Aber diese doofe Polemik bzw Populismus muss bei diesem Thema wohl immer kommen.
    • slick 08.08.2019 15:46
      Highlight Highlight Es geht wohl nicht um das Geld des Bonis, welches hätte investiert werden sollen. Doch die Höhe von Bonis sind in der Regel an KPIs (z.B Gewinn) gekoppelt, also gibts Anreize bei der Wartung zu sparen um höhere Boni zu kassieren. Ich denke, es war so gemeint.
    • JJTheBigDog 08.08.2019 16:00
      Highlight Highlight Naja, die entsprechenden Wagen hätten eigentlich schon längst ausrangiert werden sollen, bleiben aber nun länger im Verkehr, da es mit den neuen Zügen von Bombardier ja nicht so ganz klappt. Die entsprechenden Revisions-Arbeitenwas auch die Türen betrifft - wurden vor kurzem teilweise an eine externe Firma in Italien vergeben. Die hiesigen Entlassenen tauchen in keinem Zeitungsartikel auf, da eh nur temporär (bei SBB bis zu 16 Jahren). Derweil erzählt Andreas Meyer, wie gut doch ein Sabbatical tue und klopft sich ab dem gesparten Geld selbst auf die Schulter. Der Fisch stinkt vom Kopf
  • Baum68 08.08.2019 10:04
    Highlight Highlight Ja, es wird Untersucht.... Vor kurzem war ich von St. Gallen bis Lausanne unterwegs 14 Wagen zwei Kompositionen und nur ein Zugbegleiter.
    Viel Kraft der Familie . Mein Beileid
    • Astrogator 08.08.2019 10:16
      Highlight Highlight Und ich fahre schon den ganzen Morgen mit einer Komp herum mit zeitweise gestörter Türüberwachung, schon vor Wochen für den Unterhalt gemeldet.

      «Der Vorfall trifft uns sehr und verpflichtet uns weiter, bei der Sicherheit keine Kompromisse einzugehen»
      Nur Kosten darf es nichts...
    • Baba 08.08.2019 11:48
      Highlight Highlight Was zum 👿 gibt's bei Baum68' Post zu blitzen? Er scheint, wie Astrogator, Bähnler zu sein.

      Mühe mit Tatsachen 🤬?!?
    • thelastpanda 08.08.2019 12:31
      Highlight Highlight Bin der gleichen Meinung wie Zettie, mir wäre es neu, dass die SBB überhaupt dazu verpflichtet ist, einen Zugbegleiter (oder gar 2) einzusetzen. In vielen Regionalverbindungen ist dies nie der Fall. Solange man nicht mehr darüber weiss, kann man auch davon ausgehen, dass es sich um einen tragischen Unfall gehandelt hat, bei dem auch das Eingreifen von einem Kollegen nichts geholfen hat.
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