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Schon lange nicht mehr gesehen: die E-Trottis der US-Firma Lime. bild: roland schmid/bz basel

Nach Unfallserie: Lime lässt E-Trotti-Kunden auf ihrem Guthaben sitzen

Die Software-Probleme des Verleihers von E-Scootern sind laut einem Sprecher behoben. Die Rückkehr der Trottis nach Basel und Zürich lässt trotzdem auf sich warten – und das verärgert Nutzer mit ausstehendem Guthaben.

Rahel Koerfgen / ch media



Sie verschwanden so rassig, wie sie in Zürich und Basel im vergangenen Sommer aufgetaucht waren: die E-Trottis von Lime.

Anfang dieses Jahres zog Unternehmen nach watson-Recherchen sämtliche 500 Schweizer Trottinette, die in Zürich und Basel stationiert waren, aus dem Verkehr. Dies, nachdem mehrere Fahrer wegen blockierten Bremsen verunfallt waren. Man wolle die Software sämtlicher Fahrzeuge überprüfen, teilte Lime mit. Im Frühjahr 2019, so die Ankündigung, würde Lime mit den Leih-Trottis auf den Schweizer Markt zurückkehren.

Nun ist der Frühling längst vorbei, doch die Trottinette mit dem giftgrünen Akku sind nirgends zu sehen. Und es blieb auch lange unklar, wann und ob die Trottis wieder zurückkehren werden. Auf der Schweizer Website von Lime steht unter «News» lediglich geschrieben, man sei «guter Dinge», bald wieder auf den Strassen von Zürich und Basel unterwegs zu sein. Ein Statement vom 14. Januar 2019.

Was passiert mit dem Guthaben?

An sich sollten die Lime-Scooters in Basel und Zürich nicht vermisst werden. Längst ist die Konkurrenz aktiv geworden und hat sich einen Platz auf den Strassen erobert. Insgesamt verkehren derzeit 400 E-Scooter in Basel, gut 2000 in Zürich. Von den deutschen Anbietern «Tier» und «Circ» oder der US-Firma «Bird» . Zwei weitere Unternehmen mit Namen «Seven» (Schweiz) und «Voi» (Schweden) loten derzeit aus, wo in der Schweiz sie mit den Trottinetten auftreten wollen. «Voi» sucht bereits nach Personal für den Platz Basel.

Die Alternativen wären also da. Doch Lime-Kunden nützt das nicht viel. Diverse Betroffene berichten der bz basel, dass sie noch im Januar Guthaben über 20, 50 oder gar 100 Franken auf ihrem Lime-Konto mit der Kreditkarte geladen hätten – und keine Ahnung, ob dies ihnen jemals rückerstattet würde, falls Lime entgegen der Ankündigung den Schweizer Markt doch aufgeben sollte. Eine Nutzerin sagt: «Ich habe schon mehrere Male versucht, Lime Schweiz per E-Mail zu kontaktieren, um Infos darüber zu erhalten, wie ich an mein Geld komme.» Eine Antwort sei ausgeblieben.

epa07083630 A couple uses a phone application to rent electric scooters of US company Lime in Paris, France, 10 October 2018. A free float of electric vehicle service is available to users in Paris.  EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON

Wann die Lime-Scooter wieder auf Schweizer Strassen rollen, ist unklar. Bild: EPA/EPA

Auf Anfrage der bz erfolgt dann doch eine Reaktion. Ein Sprecher von Lime Schweiz sagt, die Rückerstattung der Guthaben könne via hilfe@limebike.com oder via Facebook oder Twitter angefordert werden. Warum gewisse Betroffene bis heute auf entsprechende Antworten warten, lässt er offen. Auch, warum die Überprüfung der Software der Leih-Trottis so lange dauert. Er schreibt: «Wir sind überzeugt, dass das Problem behoben wurde. Es wurden eine Reihe von Updates für die Firmware entwickelt, die inzwischen auf allen E-Trottis installiert sind.»

Lime lässt sich Zeit mit Relaunch

Die Probleme sind behoben, doch die E-Scooter von Lime sind in Basel und Zürich nirgends zu sehen. Eine Begründung dazu lässt der Sprecher ebenso unbeantwortet, und zitiert Lime-Geschäftsführer Estuardo Escobar: «Wir sind dabei, unseren Relaunch vorzubereiten. Dafür nehmen wir uns so viel Zeit wie notwendig.» Auf die Frage ob die Rückkehr noch in diesem Sommer, Herbst oder erst im kommenden Jahr stattfinde, bat der Sprecher um Verständnis, er könne derzeit nicht mehr dazu sagen.

(bzbasel.ch)

Streetart und Graffiti: Williamsburg, NY

Limebike

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    Alle Leser-Kommentare
  • Don Papa 17.07.2019 13:06
    Highlight Highlight Ich habe ein paar Monate in dem Business gearbeitet, mit mehreren Anbietern als die ersten wieder nach Basel kamen.

    Lime hat allgemein einen sehr schlechten Ruf: Die bezahlen weder ihre Partner noch die eigenen Angestellten (Mechaniker) pünktlich und in voller Höhe. Mit denen will in der Schweiz niemand mehr zusammenarbeiten.

    Wer jetzt glaubt das läge daran dass ihnen das Geld ausgeht der irrt sich: Im Januar hatten die Investorengelder von über einer halben Mia. Dollar. Allgemein ist bei diesen Firmen unglaublich viel Geld vorhanden.
  • Stambuoch 16.07.2019 14:01
    Highlight Highlight Nur in Basel und Zürich gibt es diese Trottis? Schwach von den Anbietern. Bern, Luzern oder Sankt Gallen wären auch sehr geeignet dafür.
    • Don Papa 17.07.2019 13:08
      Highlight Highlight Bern und Luzern verweigern die Bewilligung, sonst wären die Scooter schon seit Anfang Jahr dort. St. Gallen weis ich nicht.

      Bin aber ihrer Meinung, das Angebot wäre flächendeckend wünschenswert.
    • Stambuoch 17.07.2019 18:15
      Highlight Highlight @Don
      Danke für die Aufklärung, dies wusste ich nicht. Wieder etwas gelernt :)
  • Shikane 16.07.2019 12:20
    Highlight Highlight Es muss immer alles schneller und schneller gehen zu welchem Preis für die Umwelt und die Gesundheit scheissegal. Leute bewegt mal euren Arsch und geht zu Fuss ;-). Sieht eh deppig aus Trottifahren...
  • 3klang 16.07.2019 12:07
    Highlight Highlight Aufgrund der fehlenden Verfügbarkeit der Lime-Scooter habe ich im Frühling den offnen Restbetrag von Lime zurückgefordert und der wurde auch umgehend erstattet.

    Schade, dass diese Firma in Zürich gerade etwas den Anschluss verpasst. Als Vorreiter hätte ich ihnen etwas mehr geschäftlichen Erfolg gegönnt.
    • tinu77 16.07.2019 13:34
      Highlight Highlight Und Ihre Trottis waren mit 25km/h deutlich flotter als die lahmen Enten die jetzt rumstehen...
    • x4253 16.07.2019 15:08
      Highlight Highlight @tinu
      und somit nicht Strassentauglich. Die 20km/h sind Vorschrift.
  • Corahund 16.07.2019 11:34
    Highlight Highlight Es ist ok, dass sich die Rückkehr dieser Trottis für Trottel Plagegeister verzögert. Hoffentlich auf Nimmerwiedersehen.
  • Magnum44 16.07.2019 11:06
    Highlight Highlight Tja Kinder, genau deshalb sollte man immer Zug um Zug bezahlen. Gratistipp: jetzt das Geld zurückfordern, nicht erst wenn das Unternehmen insolvent ist.
  • Magnum 16.07.2019 10:46
    Highlight Highlight Willkommen im privatwirtschaftlichen Wildwuchs der hochspekulativen und auf raschem Wachstum zwecks Eliminierung kleinerer Mitbewerber basierenden Freefloating-Sharing-Ökonomie. Schon O-Bike hat eindrücklich vorgemacht, dass die wichtigste Währung in diesem Wirtschaftszweig heisse Luft ist, angereichert mit ein paar Catchwords wie "smart", "connected" oder "IoT".

    Man kann gerne über 11 Millionen Verlust bei Publibike seit der Lancierung 2017 klönen. Aber immerhin schafft Publibike in der Schweiz Arbeitsplätze - und ich meine nicht nur Charger. Und man kann Publibike in der Schweiz einklagen.
    • PC Principal 16.07.2019 11:08
      Highlight Highlight Was wäre denn genau der Vorteil, wenn das Geschäft staatlich wäre? Dass dann kleinere Anbieter nicht mehr eliminiert werten? Die würden dann ja direkt durch den Staat eliminiert. Wieso sollte das Staatsaufgabe sein? Ist es wirklich ein Grundbedürfnis?
    • Magnum 16.07.2019 11:56
      Highlight Highlight Es geht mir nicht primär um staatlich oder privatwirtschaftlich. Es geht mir um die folgenden zwei Fragen:
      1. Wird in der Schweiz ein Mehrwert geschaffen, und werden Arbeitsplätze geschaffen?
      2. Lässt sich ein Sharingoperator in der Schweiz juristisch belangen? Im aktuellen Fall mit Lime wäre dies nicht unwichtig aus Sicht vom Konsumentenschutz.

      KEINER der Freefloating-Operators verdient Geld mit seinem Angebot. Die Dinger sind Datenstaubsauger, und das Geschäftsmodell lautet: Bewegungsmuster der Nutzer an Werbetreibende verkaufen. Deine Sache, ob Du das förderungswürdig findest.
    • 3klang 16.07.2019 12:54
      Highlight Highlight Limebike Switzerland AG ist eine in der Schweiz eingetragene Aktiengesellschaft in Wallisellen.

      Lässt sich relativ einfach feststellen über:
      www.zefix.ch
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 16.07.2019 10:35
    Highlight Highlight Ich hoffe vor allem auf die Rückkehr der Fahrräder. Diese waren echt noch praktisch und im Moment gibt es keinen weiteren Anbieter in dem Bereich (nicht E-Bike, günstig, free floating).
    • Stambuoch 16.07.2019 14:04
      Highlight Highlight In Basel haben wir mit "Pik e Bike" einen Free Floater für Fahrräder, welcher unter anderem von den Baselland Transport AG betrieben wird. Neu auch mit eScooter.
  • spaccatutto 16.07.2019 10:27
    Highlight Highlight Diese Probleme scheint Lime in Norwegen nicht zu haben. Ich bin grad in Oslo und die wohl schwieigste Challenge ist es, nicht über so ein Teil zu stolpern. An jeder Strassenecke steht mindestens ein Teil, mal am Boden, mal im Graben, mal hängt es an einem Baum. Wenn man mich fragt...eine Plage
    • DerRabe 16.07.2019 13:11
      Highlight Highlight War vor ein paar Wochen da. Ich teile Ihre Einschätzung zu 100%
    • Nony 16.07.2019 13:40
      Highlight Highlight Ist doch toll, dass die Nutzer ihre Abos jetzt in Oslo abfahren können. Auf diese Weise lernen sie wenigstens, dass Zürich und Basel nicht die einzigen grösseren Städte auf der Welt sind.
  • PC Principal 16.07.2019 10:21
    Highlight Highlight Ich habe noch 10 Franken Guthaben bei Lime. Ich hoffe auf eine Rückkehr vorallem deswegen, weil Konkurrenz das Geschäft belebt. Je mehr Anbieter, desto besser für die Kunden.
    • Magnum 16.07.2019 10:57
      Highlight Highlight Schöne Wirtschaftstheorie aus dem ersten Semester. In der Freefloating-Sharing-Economy heisst mehr Anbieter aber leider primär mehr Wildwuchs und mehr Darwinismus. Und wenn's dann wieder einen Anbieter erwischt, kannst Du Dich froh schätzen, wenn Dein Guthaben nur CHF 10.- beträgt und Du nicht auch noch ein Depot von über CHF 100.- hinterlegt hast.

      Es soll Leute geben, die aus Schaden klug werden. Und dann gibt es jene, die begeistert auf jeden Schrott springen, der per App mit einem Handy verbunden ist. Nachhaltigkeit geht anders - komplett anders.
    • PC Principal 16.07.2019 11:05
      Highlight Highlight Die Theorie ist absolut richtig. Ein Beispiel: die neueren Anbieter verzichten komplett auf Guthaben. Man bezahlt nur noch die Fahrten, die man tatsächlich fährt. Problem gelöst. Wenn es nur bei einem Anbieter (Lime)geblieben wäre, hätte man das Problem noch immer. Ausserdem sind die Preise bereits gesunken, weil es mehr Anbieter gibt. So, ganz genau so geht Nachhaltigkeit.
    • Magnum 16.07.2019 12:00
      Highlight Highlight Die Theorie wäre allenfalls richtig, wenn sie in einem Labor als Versuch ablaufen würde, ohne den Aspekt der externalisierten Kosten. Was die Freefloating-Anbieter praktizieren, ist Darwinismus und hat mit Nachhaltigkeit gar nichts zu tun. Erst recht, wenn der Durchschnittswert eines eScooters mit USD 240.- veranschlagt wird und seine Lebenserwartung im Einsatz UNTER einem Monat liegt. Das ist eine Ressourcenverschwendung bei gleichzeitiger Zumüllung des öffentlichen Raums.

      Mit scheint, dass sich Dir die Bedeutung des Begriffes "Nachhaltigkeit" nicht komplett erschliesst.
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