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«Wie ein kleines Wunder»

Verletztem Höhlenforscher geht es «hervorragend»: «Er wusste sogar, dass WM ist»

20.06.2014, 12:5820.06.2014, 13:15
Johann Westhauser hat die aufwendige Bergung sehr gut überstanden. 
Johann Westhauser hat die aufwendige Bergung sehr gut überstanden. 
Bild: EPA/DPA

Dem aus der Riesending-Schachthöhle in Bayern befreiten Höhlenforscher geht es unerwartet gut. In einer Videobotschaft aus der Intensivstation der Unfallklinik Murnau dankte er seinen Rettern. Nach Angaben der Ärzte befindet sich der Patient angesichts der hinter ihm liegenden Strapazen in einem «hervorragenden Zustand».

Es sei eine «weitgehende Wiederherstellung» des an einem Schädel-Hirn-Trauma leidenden Patienten zu erwarten, sagte der ärztliche Direktor der Klinik Murnau, Volker Bühren, am Freitag vor Journalisten. Der 52-jährige Höhlenforscher liegt dort seit Donnerstag auf der Intensivstation. 

Er war direkt nach seiner Rettung aus der Höhle in das Murnauer Spital gebracht worden. Mediziner der Klinik waren bereits während der Bergung in die Einsatzleitung eingebunden.

Der Höhlengänger war am Pfingstsonntag in 1000 Metern Tiefe von einem Steinschlag getroffen worden. Mehr als 700 Einsatzkräfte nahmen an der tagelangen Bergung des Patienten aus der Höhle teil. Beteiligt waren auch rund 20 Höhlenrettungsexperten aus der Schweiz.

Der Verlauf bei dem Verletzten hätte trotz der eingeschränkten Behandlungsmöglichkeiten in der Höhle und der sehr belastenden Bergung auch auf einer Intensivstation nicht besser sein können, sagte Bühren. Das sei so etwas wie ein «kleines Wunder».

Den Angaben der Mediziner zufolge erlitt der Mann bei seinem Unfall ein Schädel-Hirn-Trauma mit einer Hirnblutung, was Auswirkungen auf seine motorischen Fähigkeiten hat. Das sei aber nur auf die Schwellungen zurückzuführen, in der betroffenen Hirnregion sei nichts zerstört, betonte Bühren. 

«Er wusste auch, dass Fussballweltmeisterschaft ist», sagte Bühren. Der Forscher interessiere sich allerdings nicht für Fussball, ergänzte der ärztliche Direktor des Spitals: «Die Ergebnisse wollte er nicht wissen.»

Insgesamt sei von einer Genesungs- und Rehabilitationszeit von drei bis sechs Monaten auszugehen, sagte Bühren. Der Patient habe bereits am Donnerstag drei Stunden lang Besuch von seiner Familie erhalten, sein Zustand habe sich seit der Ankunft in der Klinik immer weiter verbessert. (rar/sda)

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