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Models werfen Besitzer von Zürcher Modelagentur sexuelle Belästigung vor

Männermodels werfen Besitzer von Zürcher Modelagentur sexuelle Belästigung vor

09.06.2020, 07:3401.12.2020, 14:27

Dem Besitzer einer Zürcher Männermodelagentur wird sexuelle Belästigung und die Ausnützung seiner Machtposition vorgeworfen. Ein mittlerweile gelöschter Instagram-Kanal postete Chatverläufe, die zwischen dem Besitzer und männlichen Models stattgefunden haben sollen.

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screenshot instagram

In den Chatverläufen wird die Machtposition extrem ausgenützt. «Zeig alles now, Front and side, Show you are hot and horny, das macht top model aus», steht etwa in einem Chat. Falls der Chatpartner nicht liefert, heisst es «Show me you want or bye bye».

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screenshot instagram

Nicht nur Chatverläufe sollen die Belästigung zeigen, es kommen auch mutmassliche Opfer zu Wort. Einer schreibt beispielsweise, dass der Besitzer der Modelagentur ihn getroffen habe und dann verlangt habe, dass sich das Model ausziehen solle. Er wolle ihn küssen und überall berühren.

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Gegenüber «Blick» sagt ein Zürcher Model, dass der Agenturbesitzer ihn zu Oralsex gezwungen habe, ein Mann aus Luzern wirft dem Agenturbesitzer vor, er sei von ihm vergewaltigt worden, als er 17 Jahre alt gewesen war.

Kenny Leemann, der Ex der ehemaligen Bachelorette Andrina Santoro, sagt gegenüber «20 Minuten», dass auch er von dem Agenturbesitzer sexuell belästigt worden sei – kurz vor seinem 18. Geburtstag.

«Während eines Fotoshootings verschwand er mit mir in eine Putzkammer. Dort betatschte er mich. Ich wusste nicht, was ich machen soll», sagt Leemann zu «20 Minuten». Danach habe er sich nicht mehr bei dem Agenturbesitzer gemeldet.

Anwalt bestreitet Vorwürfe

Der Agenturbesitzer hat einen Anwalt eingeschaltet. Dieser bestreitet gegenüber «20 Minuten» die Vorwürfe. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich ermittelt, es gab eine Anzeige gegen den Agenturbesitzer wegen sexueller Nötigung und sexueller Belästigung. Sprecher Erich Wenzinger: «Bis zu einer rechtskräftigen Beurteilung des Vorgefallenen gilt die Unschuldsvermutung.»

Mutmassliche Opfer von Sexualstraftaten werden gebeten, sich direkt bei der Polizei zu melden, heisst es bei der Kantonspolizei Zürich. (jaw)

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