Schweiz
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Zürcher Polizist schiesst elfmal auf Äthiopier – Behörden müssen wieder ermitteln



Die Zürcher Staatsanwaltschaft muss die Untersuchung gegen einen Stadtpolizisten weiterführen, der im Dezember 2015 elf Schüsse auf einen Mann abgab, welcher mit einem Fleischmesser in der Hand auf ihn zuging. Dies hat das Bundesgericht entschieden.

Bild

Am Tatort hat die Polizei die Lage der Patronenhülsen markiert. Screenshot: srf

Das zur Tatzeit 42-jährige Opfer war einer Streife der Stadtpolizei Zürich aufgefallen, weil es ein 25 Zentimeter langes Fleischmesser in der Hand hatte. Zusammen mit einer weiteren Streife – insgesamt waren fünf Polizisten vor Ort – sollte der aus Äthiopien stammende Mann angehalten und kontrolliert werden.

Der Äthiopier ging auf einen der Polizisten los und soll «kill me, kill me» gesagt haben. Zwei der Polizisten gaben in der Folge insgesamt 13 Schüsse ab, wobei das Opfer von sechs Kugeln getroffen wurde. Es erlitt lebensbedrohende Verletzungen.

Judith Hödel, Sprecherin Stadtpolizei Zürich, nach dem Vorfall:

«Unklare Beweislage»

Gegen jenen Polizisten, der elf Schüsse abgab, soll die Strafuntersuchung gemäss einem am Freitag veröffentlichten Urteil des Bundesgerichts weitergeführt werden. Die Lausanner Richter haben eine Beschwerde des Äthiopiers gutgeheissen.

Die Staatsanwaltschaft Zürich stellte das Strafverfahren gegen die beiden Polizisten im März vergangenen Jahres ein. Das Obergericht Zürich wies eine Beschwerde des Äthiopiers gegen diese Verfügung ab.

Wie die Lausanner Richter festhalten, lässt sich anhand der «vorliegend offensichtlich unklaren Beweislage» nicht beurteilen, ob der Schusswaffeneinsatz des Hauptschützen rechtmässig war. Das Zürcher Obergericht habe die bestehenden Verdachtsmomente mittels Hypothesen verworfen.

Aus dem Urteil des Bundesgerichts geht hervor, dass der Polizist gemäss eigenen Angaben zweimal in den Torsobereich des Opfers schoss. Daraufhin sei er zurückgewichen, mit dem Rücken gegen die Stossstange des Streifenwagens gestossen und rückwärts zu Boden gefallen. Dann habe er nochmals geschossen, als sich der Mann mit dem Messer «irgendwie über ihn gebeugt habe». In der Folge sei es zu einem Gerangel gekommen.

Das Bundesgericht schreibt, es erscheine fraglich, dass der Polizist in diesem Gerangel weitere Schüsse abgegeben habe, da die Schussdistanz bei allen Schüssen mindestens einen halben Meter betragen haben müsse.

Schuldunfähiges Opfer

Gegen den Äthiopier wurde ebenfalls eine Strafuntersuchung eingeleitet. Das Bezirksgericht Zürich sprach ihn im Dezember 2016 vom Vorwurf der versuchten schweren Körperverletzung frei.

Der Mann leidet an einer schizophrenen Psychose und war zum Tatzeitpunkt schuldunfähig. Das Bezirksgericht ordnete – wie dies die Staatsanwaltschaft beantragt hatte – eine ambulante Therapie an. (sda)

(Urteil 6B_1183/2018 vom 25.03.2019)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zat 05.04.2019 23:26
    Highlight Highlight Ob der Schusswaffengebrauch mit elf Schüssen gerechtfertigt war kann ich als Laie nicht beurteilen. Es geht wohl auch darum zu prüfen, ob die Aussagen des Polizisten stimmen, z.B. Gerangel oder nicht. Das zu untersuchen finde ich soweit richtig. Aber ich finde, eine Distanz von einem halben Meter zu einem Angreifer mit Fleischermesser ist nun wirklich nicht mehr viel!
  • Hans de Ueli 05.04.2019 17:30
    Highlight Highlight Vielen Dank an die Polizisten! Sie haben durch ihr Handeln Schlimmeres verhindert. Gut möglich, dass der Mann unschuldige Passanten hätte Töten können.
  • dmark 05.04.2019 16:51
    Highlight Highlight Hmm, das waren eindeutig 10 Schuss zu viel...
    • Reudiger 05.04.2019 17:19
      Highlight Highlight Ich bezweifle, dass du schon jemals eine Schusswaffe benützt hast. Andernfalls wüsstest du, dass man bei Schussabgaben, nicht 1-2 Versuchsschüsse abgibt und dann mal abwartet. Wenn der Täter dann nicht aufgehalten wird, ist es zu spät.
    • dmark 06.04.2019 12:12
      Highlight Highlight @Reudiger:
      Naja, ich habe u.a.dem Staat gedient und kann sehr wohl mit Schusswaffen umgehen.
      Was ich zum Ausdruck bringen wollte ist, dass ein Schuss ausreicht, um einen Angreifer "permanent ausser Gefecht" zu setzen. Vielleicht noch ein Zweiter, wenn er zu arg zappelt...aber 11 und der kann sogar noch den Polizisten verklagen?
      Hoffe mal, dass da die Justitz auf Seiten des Polizisten steht - ich hätte zwischen die Augen gezielt.
    • Ueli der Knecht 06.04.2019 12:49
      Highlight Highlight dmark: Zwischen die Augen ging in diesem Fall nicht, weil er (gemäss ballistischen Gutachten) von hinten angeschossen wurde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • johnnyenglish 05.04.2019 16:25
    Highlight Highlight Ja, lägg mir am Tschööpli. Da geht ein Mann mit einer schizophrenen Psychose mit einem 25 cm Fleischermesser auf einen Polizisten los, und Ihr diskutiert darüber, ob es nun gerechtfertigt sein soll, dass der sich nicht ohne Gegenwehr abschlachten lässt? Das muss man sich echt mal geben.
    • Dark Circle 05.04.2019 23:12
      Highlight Highlight Ich glaube es geht nicht um die Nutzung der Waffe an sich, sondern um die 11 Schüsse...
    • johnnyenglish 06.04.2019 10:23
      Highlight Highlight Es ist reichlich dekadent sich dieser Frage in den Kommentarspalten anzunehmen. Meinst du da zählt einer die Schüsse die er abgibt in einer Situation, die für ihn vermeintlich tödlich enden kann? #keyboardwarriors
    • Ueli der Knecht 06.04.2019 12:59
      Highlight Highlight johnnyenglish: Es geht auch darum, dass der Mann dreimal von hinten angeschossen wurde, was der Notwehr-Version diametral widerspricht. sie jedenfalls nicht bestätigt. Das Bundesgericht hat daher die Rechtmässigkeit des Schusswaffengebrauchs und die Schutzbehauptungen der Polizisten (die sich ausserdem nicht mehr richtig erinnern können) grundsätzlich in Zweifel gezogen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutbürgerin 05.04.2019 15:53
    Highlight Highlight Warum lernen unsere Polizisten nicht Krav Maga? Wegen einem Messer muss man nicht unbedingt gleich schiessen.
    • Lienat 05.04.2019 23:16
      Highlight Highlight Deinem Kommentar nach zu urteilen gehe ich davon aus, dass Du Nahkampf nur aus dem Film kennst.

      Messerangriffe abwehren ist eines der schwierigsten Themen in der Selbstverteidigung, wenn nicht das schwierigste überhaupt. Selbst ein Profi, der ein Vielfaches mehr Übung hat als ein Polizist, braucht eine gehörige Portion Glück um eine Messerattacke zu überleben.
    • Ueli der Knecht 06.04.2019 13:02
      Highlight Highlight Mutbürgerin: Bei solchen Fällen ist es besser, eine sichere Distanz zum Angreifer herzustellen, und diesen sicheren Abstand zu halten. ich teile aber deine Meinung, dass der Schusswaffeneinsatz nicht notwendig war, umsomehr die Gutachten den Schluss nahelegen, dass die Schüsse von hinten auf den Mann abgegeben wurden (was kaum einer Notwehr-Situation entspricht).
  • Lienat 05.04.2019 15:46
    Highlight Highlight Ein Angriff mit einem Messer ist lebensbedrohlich. Damit ist die Schussabgabe verhältnismässig.

    Pfefferspray ist in diesem Fall nicht geeignet. Dieser wirkt verzögert und nicht immer (3-5% Non-Responders, wenn Drogen im Spiel sind deutlich mehr). Und bis man das feststellen kann, ist es zu spät, um noch die Pistole zu ziehen. Selbstschutz geht vor.

    Taser wäre eine Möglichkeit, aber dann müsste der erste Schuss sitzen. Wie schwer das ist, sieht man am vorliegenden Fall.

    Richtig ist, dass der Fall untersucht wird. Falsch ist, dass er nach vier Jahren immer noch nicht abgeschlossen ist.
    • Pepper 05.04.2019 16:31
      Highlight Highlight Ich bin eigentlich kein Klugscheisser, aber nur OC (natürlicher Pfeffer) wirkt verzögert PAVA (synthetischer Pfeffer) wirkt dagegen sofort. Aber du hast Recht, Pfefferspray ist in diesem Fall absolut ungeeignet :)
    • SgtRambooo 05.04.2019 20:29
      Highlight Highlight Ich denke hierbei gehts eher darum ob nicht einer oder drei Schüsse gereicht hätten man darf nicht vergessen jeder Schuss der danebe geht kann sich zu nem abpraller entwickeln und nen Unschuldigen treffen...

    • Ueli der Knecht 06.04.2019 13:03
      Highlight Highlight auch zu berücksichtigen, dass die Schüsse offenbar (gemäss forensischen Gutachten) von hinten auf den Mann abgegeben wurden.
  • herrkern (1) 05.04.2019 15:32
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • DemonCore 05.04.2019 15:51
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Lienat 05.04.2019 23:58
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    • DemonCore 06.04.2019 15:41
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
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  • Das schnabeltier 05.04.2019 15:28
    Highlight Highlight ... und noch ein Grund mehr weshalb eine Bodycam schlicht und eifach zur heutigen Grundausstattung der Polizei gehört. Sowohl zum Schutze der Polizei als auch der "Opfer" vor langwierigen & beweiskargen Verfahren.

    Im Weiteren.. -ohne mich Auszukennen-... denke ich, ist eine Trefferquote von unter 50% beim Gebrauch der Waffe durch einen ausgeblideten Polizisten.. "naja wie soll ich säge nöd so guet".
    • Ueli der Knecht 06.04.2019 13:07
      Highlight Highlight Eine Bodycam würde im vorliegenden Fall vermutlich die forensischen Gutachten und Expertenmeinungen bestätigen, wonach die von den (sich nur noch teilweise erinnerungsfähigen) Polizisten erzählte Tatversion nicht plausibel ist (denn die Schussabgabe erfolgte von hinten).

      Zum Schutz der Bevölkerung vor Polizeiwillkür wären Bodycams ein adäquates Mittel.
  • Holunder 05.04.2019 15:11
    Highlight Highlight Ich bin der Meinung unsere Polizei wird zu hart angegangen und das Gesetz sollte unsere Polizei in solchen Situationen besser schützen. Wenn ich den Bericht richtig verstehe ist ja erwiesen das der Typ mit dem Messer auf den Polizisten los ging. Da halte ich es für sinnlos darüber zu diskutieren wie viele Schüsse angemessen gewesen wären. Insbesondere da der Angreifer ja offenbar überlebt hat! Das er sein Leben behalten konnte ist mehr als er erwarten durfte. Auch wenn er geistig Krank ist.
    Ich habe den Eindruck der Polizist hat einfach versucht zu überleben. Echt nicht zu beneiden der Job.
  • Freddie Quecksilber 05.04.2019 15:04
    Highlight Highlight USA: Verbrecher rennt weg und wird mit 13 Schüssen ermordet->Notwehr
    Schweiz: Verbrecher rennt auf xich zu mit einem Messer-> War es wirklich Notwehr?
  • DemonCore 05.04.2019 14:30
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Denk nach 05.04.2019 13:55
    Highlight Highlight Mit Fleischermesser auf Personen losgehen... Ich denke ich würde definitiv so oft schiessen bis er nicht mehr rennt, da interpretiere ich einfach einmal einen Mordversuch hinein. Und jeder der Ahnung von Selbstverteidigung hat, weiss auch wie unglaublich schwierig und gefährlich ein Angriff mit dem Messer ist. Die Verletzungsgefahr ist unheimlich hoch und ein Schnitt an der falschen Stelle ist tödlich (Hals, etc.) . Schusssichere Westen sind nicht automatisch auch Stichsicher.
    • Der Teufel auf der Bettkante 05.04.2019 14:25
      Highlight Highlight Blaulicht Leute verlangen immer mehr nach Stichwesten und nicht nach Schusswesten.
    • Ueli der Knecht 06.04.2019 14:07
      Highlight Highlight Du gehst von hypothetischen Annahmen aus, die mit den Gutachten der Forensiker und Experten nicht im Einklang sind. Die bestätigen nämlich nicht die Notwehrsituation, welche selbst von den Polizisten nicht mehr bestätigt werden kann (die können sich nämlich anscheinden nicht mehr erinnern, was genau geschah).

      Gemäss den ballistischen Gutachten und den Expertenberichten wurde der Mann dreimal von hinten getroffen. Insofern musst du nochmals über die Bücher und nochmals darüber nachdenken, und zwar ohne deine ganzen Prämissen, die aber nur aus der Luft gegriffene Hypothesen sind, Denk nach.
    • Denk nach 06.04.2019 14:33
      Highlight Highlight @Ueli: Spielt es eine Rolle für den, der vom Messer getroffen wird, wer den Angreifer vorher stoppt, und wie? Wie ist dir wahrscheinlich egal, wenn du sonst erstochen wirst... Stell dir mal vor es ist deine Frau ueli und du hast die Waffe... Und jetzt viel spass beim philosophieren und abwägen was richtig ist...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bangarang 05.04.2019 13:55
    Highlight Highlight Die Jungs haben 7 mal daneben geschossen? Police academy?
    • Albert J. Katzenellenbogen 05.04.2019 14:08
      Highlight Highlight Sie haben wohl keine allzu grosse Erfahrung in der Thematik?
    • DemonCore 05.04.2019 15:42
      Highlight Highlight Hier ein paar Zahlen aus US Polizeistatistiken, für diejenigen die meinen, ein Schusswechsel läuft so ab wie im Film:

      Die meisten Toten gibt es bei Distanzen unter 3m.

      Experten sind zwischen 1m und 5m nur 10% treffsicherer als Neulinge.

      Ein stehendes Ziel hat eine 85% Chance getroffen zu werden und eine 51% Chance in den Oberkörper getroffen zu werden.

      Ein Ziel in Bewegung hat eine 47% Chance getroffen zu werden und eine 11% Chance in den Oberkörper getroffen zu werden.
    • DemonCore 05.04.2019 15:57
      Highlight Highlight Ob man Waffenbesitz befürwortet oder nicht hat fast nichts mit der Diskussion zu tun. Ob man trifft in einer Stresssituation hat mit Physiologie und (wenig) mit Training zu tun, und die Wirkung im Ziel mit Physik. Aber es ist keine Tragödie schlimm genug, keine Thematik zu komplex, um nicht irgendwie die eigene Politik reinzuwürgen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • YesImAMillenial 05.04.2019 13:51
    Highlight Highlight gibt es eigentlich einen grund, weshalb schweizer polizisten keine taser tragen?
    • Albert J. Katzenellenbogen 05.04.2019 14:09
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Bangarang 05.04.2019 14:23
      Highlight Highlight Die Kapo wartet bis sie Laser kriegen ...
    • Der Teufel auf der Bettkante 05.04.2019 14:26
      Highlight Highlight Die haben einen Pawa - aber wenn der mit dem Messer kommt möchte ich auch nur mit dem ganz grossen Pawa (Demoversion) und nicht mit dem Minibüchse am Gürtel dort stehen. Überhaupt - ich bin froh gar nicht dort stehen zu müssen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Don Huber 05.04.2019 13:49
    Highlight Highlight In der Schweiz Polizist zu sein ist echt hart. Bei Verbrecherverfolgung mit Blaulicht zu schnell fahren gibts BUSSE für den Polizisten. Bei Schussabgabe wenn einer mit nem Messer kommt
    gibts Abklärungen für den Messertypen und wenn Pech bekommt der Strolch noch Recht....Ihr Polizisten tut mir echt leid...😪 wirklich !
    • Ueli der Knecht 05.04.2019 14:24
      Highlight Highlight Unsinn, Don Huber.

      Mit Martinshorn und Blaulicht darf jede notwendige Verkehrsregel-Übertretung gemacht werden, falls der Einsatz begründet (und nicht nur zum Plausch) ist.

      Jeder Bedrohung muss mit angemessenen Mitteln begegnet werden. Bei einer Bedrohung durch Stichwaffen, würde ein Einsatz von Pfefferspray ohne weiteres ausreichen. Umsomehr der "Messermann" deutlich zu erkennen gibt, dass er nicht aus Fremd- sondern aus Selbsttötungsabsicht handelt. Die Abgabe von elf Schüsse scheint daher nicht verhältnismässig. Die Schussabgaben gefährdeten vermutlich auch das Leben von Unbeteiligten.
    • Judge Dredd 05.04.2019 16:08
      Highlight Highlight @Ueli
      "Bei einer Bedrohung durch Stichwaffen, würde ein Einsatz von Pfefferspray ohne weiteres ausreichen"

      Bitte zeigen sie mir nur einen einzigen Experten der diese Theorie vertritt.

      "Umsomehr der "Messermann" deutlich zu erkennen gibt, dass er nicht aus Fremd- sondern aus Selbsttötungsabsicht handelt."

      Das Gericht ist zum Schluss gekommen, dass "der Messermann" nicht Schuldfähig ist da er an einer schizophrenen Psychose litt. Sie verlangen nun aber von den Polizisten, dass sich diese hätten darauf verlassen sollen, dass er "nur selbstgefährdet" ist, obwohl er auf sie los ging? Come on
    • keplan 05.04.2019 16:45
      Highlight Highlight @ueli du überschätz die wirkung von pfefferspray massiv, pfefferspray stoppt niemanden der angreiffen will. Deine Aussage ist lächerlich...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bazoo 05.04.2019 13:43
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • iHero 05.04.2019 13:42
    Highlight Highlight Don't bring a knife to a gun fight
  • Besserwisserer 05.04.2019 13:37
    Highlight Highlight An alle die jetzt schreiben, dass 13 Schüsse zu viel sind und einer oder zwei ausgereicht hätten. Ich will euch mal sehen, wenn jemand mit der Absicht euch zu verletzten oder sogar zu töten auf euch zu gerannt kommt. Bleibt ihr ruhig und könnt in aller Ruhe zielen? Finde die ganze Diskussion überflüssig. Der Polizist wird zum Täter gemacht, weil er sein und das Leben seiner Kameraden schützte.
    • espe 05.04.2019 14:16
      Highlight Highlight Es geht aber nicht um mich oder andere, sondern um einen Polizisten, der eine entsprechende Ausbildung hat. Aus dem Artikel lässt sich meines Erachtens sowieso zu wenig herauslesen um ein Urteil zu fällen. Aber das ist praktisch in allen Artikeln, die ein Gerichtsurteil behandeln der Fall.
      Grundsätzlich haben die Polizisten vermutlich richtig gehandelt den Äthiopier mit der Schusswaffe zu stoppen. Jedoch sollten sich Polizisten auch deeskalierend verhalten und die Situation mit möglichst wenig Gewalt beruhigen können.
    • Ueli der Knecht 05.04.2019 14:29
      Highlight Highlight Polizisten müssten für solche Fälle (suicide by cop) ausgebildet sein, und ein angemessenes Mittel wählen. Daher keinesfalls Schusswaffen sondern Pfefferspray (ein paar Syrer zeigten kürzlich in D, dass es auch mit Stühlen ginge). Im vorliegenden Fall ist der Einsatz von Schusswaffe fraglich. Die Abgabe von 13 Schüssen kann kaum noch als verhältnismässig gelten.
    • R. Peter 05.04.2019 14:46
      Highlight Highlight Zumaldet Angreifer auch nach zwei Treffern durchaus noch weitergehen kann...
    Weitere Antworten anzeigen
  • P. Meier 05.04.2019 13:26
    Highlight Highlight Wenn der Mann mit dem Messer auf die Polizisten zuging, ist für mich die Sachlage eigentlich klar. Ob es nun wirklich 13 Schüsse brauchte ist offen.
    • Conflux 05.04.2019 14:05
      Highlight Highlight Was jetzt? Ist die Sachlage für dich nun klar oder doch alles offen? Genau um diese Anzahl Schüsse geht es ja in der Sachlage.
    • Ueli der Knecht 05.04.2019 14:31
      Highlight Highlight Wenn der Polizist mit Pfefferspray und Schusswaffe bewaffnet ist, dann muss er diesem Fall den Pfefferspray wählen. Wenn kein Pfefferspray auf Mann war, dann muss man sich fragen, warum nicht?

      So oder so macht der Polizist keinen guten Eindruck.
    • nukular 05.04.2019 16:04
      Highlight Highlight @ueli der knecht
      Und was bringt pfefferspray?.. Der sprüht ca 5m weit.. Also da schiesse ich vorher, als dass ich den typen so weit zu mir kommen lasse...
    Weitere Antworten anzeigen
  • FancyFish - Stoppt Zensur! 05.04.2019 13:20
    Highlight Highlight In den USA würde man sowas „suicide by cop“ nennen
    • Lienat 05.04.2019 15:51
      Highlight Highlight Korrektur: "atempted suicide by cop"
    • Pana 05.04.2019 16:04
      Highlight Highlight Richtig. Wobei wenn man mehr als eine 3-monatige Ausbildung hätte, den Typen auch so verwunden könnte, dass dessen Wunsch nicht umgesetzt wird.
  • dä dingsbums 05.04.2019 13:13
    Highlight Highlight 13 Schüsse und er hat überlebt.

    Wenn das kein Glück ist.
    • Heinzbond 05.04.2019 13:20
      Highlight Highlight Selbst bei einer kleiner als 50% Trefferquote...

      Ich mache mir Sorgen, reichten zwei schüsse nicht um den Mann zu stoppen, und ich meine hier nicht töten.

      Und wen hatten die sieben anderen Kugeln treffen können?

      Auch wenn der Gebrauch der Dienst Waffe sicher geübt wird, ich habe dennoch fragen....
    • reaper54 05.04.2019 13:59
      Highlight Highlight @Heinzbond das echte Leben ist kein Hollywood Film 2 Schüsse reichen Niemals um eine rennende Person zu stoppen. Zudem würde ich gerne sehen wie ruhig Sie noch zielen und treffen können wenn jemand mit dem Messer auf Sie zurennt...
    • Na_Ja 05.04.2019 14:06
      Highlight Highlight Das mit den sieben anderen Kugeln frage ich mich auch. Ich möchte nicht angeschossen werden, weil ein Polizist mit der Hälfte der abgefeuerten Schüsse das eigentliche Ziel nicht trifft.
    Weitere Antworten anzeigen

Grosser Polizei-Einsatz in Zürich: Frau und Mann tot in Wohnung aufgefunden

Am Freitag wurden eine Frau und ein Mann tot in einer Wohnung im Zürcher Kreis 9 aufgefunden. Aufgrund der ersten Erkenntnisse geht die Stadtpolizei Zürich davon aus, dass der Mann erst die Frau und anschliessend sich selber getötet hatte.

Die Stadtpolizei wurde kurz nach 9 Uhr zu der Wohnung gerufen. Vor Ort trafen die Polizisten auf zwei leblose, betagte Personen, wie die Staatsanwaltschaft am Nachmittag mitteilte. Die Sanität konnte nur noch den Tod der beiden feststellen.

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