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Kerzen an der Lenzhardstrasse in Rupperswil in Rupperswil AG, aufgenommen am Donnerstag, 24. Dezember 2015. Nach der Bluttat an einer 48-jaehrige Frau, ihren Soehnen im Alter von 13 und 19 Jahren sowie der 21-jaehrigen Freundin des aelteren Sohnes im aargauischen Rupperswil vom vergangenen Montag bleiben noch immer viele Fragen offen. Die Aargauer Kantonspolizei verteilt heute in Wildegg und Rupperswil an Tankstellen, Grossverteilern und Laeden Flugblaetter mit dem Zeugenaufruf. Gesucht werden Zeugen, welche die 48-Jaehrige am Montagmorgen gesehen oder mit ihr gesprochen haben. Offenbar hatte die Frau an zwei Orten Bargeld abgehoben, bevor sie Opfer des Toetungsdelikts wurde. Bewohner der Gemeinde Rupperswil legten beim Haus, in dem die Toten aufgefunden worden waren, als Zeichen der Betroffenheit Blumen, Kerzen und Karten nieder. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Kerzen am Tatort in Rupperswil.
Bild: KEYSTONE

Waren die Mörder von Rupperswil Wiederholungstäter? «Davon muss man ausgehen»

Die Brutalität des vierfachen Tötungsdelikts in Rupperswil lässt Gerichtspsychiater Frank Urbaniok vermuten, dass die Täterschaft nicht zum ersten Mal ein derartiges Verbrechen beging. Und: Er geht explizit von mehreren Tätern aus.



«Bei einer solch ausgeprägten Brutalität muss man davon ausgehen, dass die Täter nicht zum ersten Mal in dieser Weise auffällig wurden», sagt der bekannte Forensiker Frank Urbaniok gegenüber TeleM1 zum Vierfachmord von Rupperswil. Und er er konkretisiert: «Es gibt eine grosse Chance, dass sie schon einmal in der einen oder anderen Form mit der Justiz im In- oder Ausland Kontakt hatten.»

Für ihn macht es deshalb auch Sinn, dass die Polizei nun auch mit Hilfe des internationalen Polizeinetzwerks Interpol nach Ähnlichkeiten bei Verbrechen im Ausland sucht.

Auch der Einsatz von Messern als Tatwaffe sei aussergewöhnlich. Urbaniok: «Es kann sein, dass die Täter keinen leichten Zugang zu Schusswaffen hatten, wie beispielsweise Jugendliche oder Raubtäter, die bisher keine Schusswaffen benutzt haben.»

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Forensiker Frank Urbaniok schliesst nicht aus, dass es sich bei den Mördern von Rupperswil um Jugendliche handelt.
screenshot: Tele m1

Für ihn ist es auch klar, dass an dem Mord an der 48-jährigen Carla Schauer, ihren beiden Söhnen und der Freundin des älteren Sohnes vom Montag 21. Dezember mehrere Täter beteiligt waren. Denkbar wäre beispielsweise, dass einer der Täter mit Carla Schauer zur Bank fuhr, um Geld abzuheben, während der andere bei den restlichen Opfern wartete.

Doch wenn das so gewesen wäre, warum nutzte die 48-Jährige diese Gelegenheit dann nicht, um Alarm zu schlagen?

Frank Urbaniok: «Menschen, die in eine solche Situation geraten, befinden sich in einer existenziellen Extremsituation. Da gibt es ganz viele Überlegungen, die einem durch den Kopf gehen.» Es sei da viel leichter von Aussen zu sagen, was man dann besser getan hätte. «In einer solchen Situation sind Ratschläge oder gar Vorwürfe völlig fehl am Platz», so Urbaniok. (az)

Brand von Einfamilienhaus in Rupperswil AG

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Vierfachmord von Rupperswil AG
quelle: keystone / alexandra wey
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