Schweiz
Blaulicht

Kinderpornografie: Waadtländer Polizei ermittelt wegen Handy-Video an Schule

Kinderpornografie: Waadtländer Polizei ermittelt wegen Handy-Video an Schule

03.06.2016, 17:0704.06.2016, 08:27

Die Waadtländer Polizei hat an einer Schule in der Agglomeration von Lausanne wegen eines Handy-Videos mit kinderpornografischen Inhalten eingreifen müssen. Der Streifen zirkulierte schon vor einem halben Jahr einmal in der Westschweiz.

Ein Lehrer der Schule in Crissier VD wurde auf den Film aufmerksam, worauf die Schulleiterin die Polizei alarmierte. Das Video zirkulierte in den 7. und 8. Klassen der Schule. «Wir nehmen die Angelegenheit sehr ernst», sagte am Freitag Jean-Christophe Sauterel, Mediensprecher der Waadtländer Kantonspolizei, der Nachrichtenagentur sda.

Er bestätigte damit einen Bericht von «20 minutes». Die Polizei rät Schülern, die den Film gesehen haben dazu, sich einem Erwachsenen anzuvertrauen. Das Video darf auf keinen Fall weiterverbreitet, geteilt oder behalten werden, sagte Sauterel.

Der Inhalt sei strafrechtlich relevant. Die Untersuchung soll zudem herausfinden, wo das Video gedreht wurde. Die Waadtländer Polizei vermutet, dass es im französischen Grenzgebiet erstellt worden sein könnte.

Die drei betroffenen Schulklassen erhielten unterdessen Besuch vom Rektor. Den Jugendlichen wurde in einem Brief an die Eltern psychologische Unterstützung angeboten. Sie könne am Montag die Angelegenheit mit Fachleuten ausdiskutieren. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Drama um einen abgeschossenen Wolf: Röstis Departement pfeift Christophe Darbellay zurück
Das Bundesamt für Umwelt legt Beschwerde ein gegen eine Abschussbewilligung im Wallis. Die Reaktion fällt harsch aus.
Die in der Schweiz emotional geführte Wolfsdebatte ist um ein abstruses Kapitel reicher. Am 3. Mai erlegten Wildhüter in Staldenried einen Wolf. Rund eine Woche zuvor hatte der Walliser Staatsrat Christophe Darbellay diesen zum Abschuss freigegeben. Jetzt wird dieser Fall zum Politikum: Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) hat bei der Walliser Regierung Beschwerde eingelegt, wie das Bundesamt online vermeldet.
Zur Story