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Impfoffensive startet am 8. November – das hat der Bundesrat heute entschieden

03.11.2021, 14:0003.11.2021, 14:43

Nationale Impfwoche

Bild: keystone

Die Impfung bleibt das wirksamste Mittel, um die Pandemie in der Schweiz zu beenden. Bund und Kantone führen deshalb eine Impfoffensive durch, um möglichst viele Personen über die Vorteile der Impfung zu informieren.

  • Erstens veranstalten sie vom 8. bis 14. November unter dem Motto «Gemeinsam aus der Pandemie» eine nationale Impfwoche.
  • Zweitens ermöglichen in den nächsten Wochen zusätzliche Impfmobile einen niederschwelligen Zugang zur Impfung in der ganzen Schweiz.
  • Drittens werden Beraterinnen und Berater alle, die möchten, direkt mit Informationen über die Impfung versorgen.

Ab dem 7. November werden sich über 80 Persönlichkeiten aus Sport, Kultur, Wirtschaft und Politik in Inseraten für die Impfwoche einsetzen. Die Webseite impfwoche.ch enthält Informationen zur Impfwoche, zur Covid-19-Impfung und Links zu den Veranstaltungen in den Kantonen.

Im Rahmen der Impfwoche findet auch die Informations- und Konzerttour «Back on Tour» mit Konzerten in Thun (8.11.), Lausanne (9.11.), Sion (10.11.), St. Gallen (12.11.) und Luzern (13.11.) statt. Die Tour mit Stefanie Heinzmann, Danitsa, Stress, Dabu, Kunz sowie den Special Guests Baschi, Anna Rossinelli und Sophie Hunger wird am 8. November von Bundespräsident Guy Parmelin auf dem Bundesplatz lanciert. Die Konzerte werden mit Impfberatung und Impfmöglichkeiten begleitet. Die Zuschauerzahl ist auf 500 Personen begrenzt. Die Konzerte finden draussen statt, es besteht keine Zertifikatspflicht. Kostenlose Tickets können ab sofort über die Website der Impfwoche bezogen werden.

Zusätzliche mobile Beratungs- und Impfstellen

Bild: keystone

Zahlreiche mobile Beratungs- und Impfstellen, wie beispielsweise Impfbusse, werden während der Impfwoche und in den folgenden Wochen in den Kantonen zirkulieren. Damit erhalten noch nicht geimpfte Personen einfach Zugang zu einer Beratung und allenfalls einer spontanen Impfung. Noch unentschlossene Personen können sich individuell beraten lassen.

Beratungspersonen unterstützen die Menschen zudem dabei, ein Impfzentrum zu finden, eine Ärztin oder einen Arzt zu kontaktieren oder eine Übersetzerin oder einen Übersetzer hinzuzuziehen. Es ist noch nicht bekannt, wie viele zusätzliche mobile Stellen und wie viele Beratungspersonen in den nächsten Wochen zum Einsatz kommen werden. Noch haben nicht alle Kantone ihre Pläne vorgestellt.

Kosten von maximal 96 Millionen Franken

Für den Bund fallen durch die Impfoffensive Kosten von maximal 96 Millionen Franken an. Im Vergleich dazu: Für kostenlose Tests für Covid-Zertifikate würden pro Woche bis zu 50 Millionen Franken anfallen. Eine hohe Impfrate bietet zudem einen hohen gesundheitspolitischen und wirtschaftlichen Nutzen: Im Schnitt kann pro 50 Impfungen eine Hospitalisierung und pro 150 Impfungen eine Belegung auf der Intensivstation vermieden werden. Hinzu kommt, dass durch die Vermeidung von Schliessungen weitere Kosten gespart werden können, insbesondere in der Gastronomie und Hotellerie, in Fitnesszentren oder in der Unterhaltungsindustrie.

Tiefe Impfrate

Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern verzeichnet die Schweiz mit 73 Prozent vollständig geimpften Personen ab 12 Jahren eine tiefe Impfrate. Die Impfung bleibt für den Bund und die Kantone das beste und schnellste Mittel für den Ausstieg aus der Covid-19-Pandemie.

Nur mit einer deutlich höheren Impfrate kann die Bevölkerung ausreichend immunisiert und vor schweren Erkrankungen geschützt sowie eine Überlastung des Gesundheitswesens verhindert werden. Nach dem heutigen Kenntnisstand sollte diese Impfrate – für die Deltavariante und ohne Einrechnung der bereits genesenen Personen – bei den über 65-Jährigen bei ca. 93% und bei den 18- bis 65-Jährigen bei 80% liegen.

Fragile epidemiologische Situation

Bild: KEYSTONE

Die epidemiologische Situation bleibt fragil. Die Impfquote ist derzeit zu tief und die Impfgeschwindigkeit zu langsam, um in der kalten Jahreszeit eine weitere, starke Infektionswelle verhindern zu können. Nachdem die Fallzahlen in den letzten Wochen abgenommen haben, hat sich der Trend wieder gewendet. Dies war vor dem Hintergrund der sinkenden Temperaturen, dem Ende der Herbstferien, der nach wie vor ungenügenden Immunitätslage und der viel ansteckenderen Deltavariante zu erwarten. Wie stark und rasch die Hospitalisierungen in den nächsten Wochen zunehmen werden, kann gegenwärtig nicht verlässlich prognostiziert werden. Die steigenden Fallzahlen dürften sich aber mit Verzögerung auch wieder auf die Anzahl der Spitaleinweisungen sowie die benötigten Kapazitäten auf Intensivpflegestationen auswirken.

(aeg)

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