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Bundesrat: US-Zoll-Frist vorerst vom Tisch

Bundespraesident Guy Parmelin spricht zur eidgenoessischen Abstimmung ueber die Aenderung des Zivildienstgesetzes vom kommenden 14. Juni, am Donnerstag, 26. Maerz 2026 in Bern. (KEYSTONE/Alessandro de ...
Bundespraesident Guy Parmelin.Bild: keystone

Zoll-Poker mit den USA: Frist vom 31. März laut Parmelin vom Tisch

Die Verhandlungen über tiefere US-Zölle ziehen sich in die Länge. Bundespräsident Guy Parmelin bestätigte am Rande der SVP-Delegiertenversammlung am Samstag, dass die angestrebte Einigung bis Ende März nicht zustande kommt.
28.03.2026, 13:5328.03.2026, 13:55

Der Zeitplan für ein Zoll-Abkommen mit Washington liegt in Trümmern. Was im November 2025 noch als greifbarer Erfolg (Senkung von 39 auf 15 Prozent) gefeiert wurde, ist heute wertlos. «Die Frist vom 31. März ist de facto hinfällig», bestätigte Bundespräsident Guy Parmelin am Samstag gegenüber dem italienischsprachigen Schweizer Fernsehsender RSI.

Grund für den Stillstand: Der US Supreme Court entzog der US-Administration am 20. Februar 2026 die rechtliche Grundlage für länderspezifische Zusatzzölle. Donald Trump reagierte prompt und aggressiv: Statt gezielter Abgaben gilt nun ein pauschaler «Übergangszoll» von 10 Prozent für alle Handelspartner – vorerst befristet bis Juli. Für die Schweizer Exportwirtschaft bedeutet das vor allem, dass sie sich weiter gedulden muss.

Nicht hinter EU

Um nicht hinter die EU oder Japan zurückzufallen, signalisiert der Bundesrat Zugeständnisse. Der Preis für einen Deal sei hoch: Die Schweiz stellt tiefere Zölle auf US-Agrarprodukte wie Rindfleisch und Geflügel in Aussicht.

Ein mögliches Abkommen muss durch das Parlament – und der Widerstand formiert sich bereits. In Fachkreisen gilt ein Referendum gegen die Agrar-Konzessionen als so gut wie sicher. (val)

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Donald Trump in der Schweiz
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Donald Trump in der Schweiz

Am Mittwochmittag ist der US-Präsident Donald Trump in Zürich gelandet.

quelle: keystone / evan vucci
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maruhu
28.03.2026 14:15registriert Januar 2021
Beendet endlich einmal das "verhandeln" mit der jetzigen US-Regierung, dieser Verein hält sich an keine Abmachunden mehr.
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Eisvogel
28.03.2026 14:15registriert Februar 2019
Nicht. Noch. Mehr. Zugeständnisse.

Es reicht, Herr Parmelin und Konsorten.
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Acai
28.03.2026 14:15registriert März 2017
Denke nicht, dass die Schweiz hier vordrängen sollte. Das Trump-Regime hat aktuell eh ganz andere Probleme. Und wenn die Midterms stattfinden, ist Trump danach am Ende.
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Bis zu zwölf Kilometer: Erneut langer Stau vor dem Gotthard-Nordportal
Auch am Samstag haben sich die Autos auf der Autobahn A2 vor dem Gotthard-Nordportal gestaut. Zu Spitzenzeiten am frühen Nachmittag kam es laut dem TCS zu einer bis zwölf Kilometer langen Blechlawine.
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