DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Impfchef Berger laut Bericht entführt: Mutmasslicher Täter in Wallisellen erschossen

Der in Wallisellen ZH getötete 38-jährige Mann soll Impfchef Christoph Berger gekidnappt haben. Das bestätigen informierte Quellen in einem «Tamedia»-Bericht.
08.04.2022, 18:0308.04.2022, 23:16

Am Mittwochabend, 6. April, kam es zu einem Schusswechsel mit der Polizei in Wallisellen. Der involvierte Mann und seine Begleiterin starben. Der 38-jährige Deutsche wurde zuvor wegen einer Entführung in der Vorwoche gesucht.

Nun nimmt der Fall eine politisch brisante Wendung: Bei dem Opfer der Entführung soll es sich um Christoph Berger, Chef der Eidgenössischen Impfkomission (Ekif), gehandelt haben. Dies berichtet der «Tagesanzeiger» und beruft sich dabei auf informierte Quellen.

Die 28-jährige Schweizerin, die erschossen wurde, starb durch eine Kugel aus der Waffe des 38-jährigen Mannes in ihrer Begleitung. Dieser hat somit mutmasslich seine Begleiterin umgebracht. Die Polizei erschoss daraufhin den Mann, weil dieser bei seiner Festnahme «unvermittelt» das Feuer eröffnet habe.

Christoph Berger: soll entführt und mit Schusswaffen bedroht worden sein.
Christoph Berger: soll entführt und mit Schusswaffen bedroht worden sein.Bild: keystone

Offiziell bekannt ist Folgendes: Der Deutsche hat am 31. März mutmasslich einen Mann entführt und mit einer Waffe bedroht. Er liess sein Opfer aber noch in der gleichen Nacht gehen. Was für ein Motiv der 38-Jährige für diese Entführung hatte, ist offiziell noch unklar.

Dem Medienbericht zufolge sei der mutmassliche Täter ein «Waffennarr und Impfskeptiker» gewesen. Laut dem «Tagesanzeiger» hat die Polizei bei der Durchsuchung der Wohnung des Mannes diverse Waffen und entsprechende Munition sichergestellt. Auch soll der Mann in engem Kontakt mit Corona-Verschwörungstheoretikern und «Flat Earthlern» gestanden haben (Flat-Earth-Verschwörungsthese: Die Erde ist eine Scheibe).

Das ist in Wallisellen passiert:

Wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte, konnten das Institut für Rechtsmedizin und das Forensische Institut feststellen, dass die 28-jährige Frau durch eine Kugel aus der Waffe ihres 38-jährigen Begleiters starb. Beim 38-Jährigen handelte es sich um einen Deutschen, der in Wallisellen ZH wohnte.

Wie die Behörden bereits früher bekannt gaben, verhaftete die Polizei in einem Nachbarkanton zudem einen 34-jährigen Schweizer. Dieser soll mit einer Entführung vom 31. März zu tun haben, bei welcher der 38-Jährige der Entführer gewesen sein soll.

Die Schussabgabe durch die Polizei in Wallisellen wird nun ebenfalls untersucht. Dies sei in solchen Fällen üblich, schrieb die Staatsanwaltschaft. Weitere Angaben zu den Verstorbenen machen die Behörden nicht. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Weiterer Sieg für Spiess-Hegglin gegen Ringier: Verlag muss Zahlen liefern

Der «Blick» hat in mehreren Artikeln widerrechtlich die Persönlichkeit von Jolanda Spiess-Hegglin verletzt und damit Geld verdient. Das Zuger Kantonsgericht verpflichtet den Ringier-Verlag deswegen dazu, Informationen zu liefern, damit der mit den fraglichen Artikeln erzielte Gewinn abgeschätzt werden kann.

Zur Story