Schweiz
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So geschickt verknüpft die SVP die Coronakrise mit der Begrenzungsinitiative



SVP-Vertreter haben die Unterschriften zur Begrenzungsinitiative am 31. August 2018 in Bern eingereicht: Jetzt versucht die Partei, mit der Coronakrise für ihre Initiative zu werben. (Archiv)

Die SVP versucht, mit der Coronakrise für ihre Begrenzungsinitiative zu werben. Bild: KEYSTONE

Die SVP und die Auns treten aufs Gaspedal und nutzen die Corona-Pandemie, um für die Annahme der Begrenzungsinitiative (BGI) zu werben. Auf Seite der Initiativ-Gegner ist es hingegen ruhig geworden. Politologin Cloé Jans bezweifelt jedoch, dass die SVP von der neuen Ausrichtung ihrer Kampagne profitieren kann.

Geschickt verbindet die SVP die Verbreitung des Coronavirus' mit dem Thema Grenzschutz und der Personenfreizügigkeit. So schrieb etwa SVP-Fraktionspräsident Thomas Aeschi (ZG) vergangene Woche im Kurzbotschaftendienst Twitter, es sei kein Zufall, dass die Grenzkantone Tessin, Genf, Waadt und Basel-Stadt am stärksten vom Covid-19 betroffen seien. Denn «noch immer sind die Grenzen nicht geschlossen».

Auch vergangenen Dienstag, als die Partei eine Lockerung der Massnahmen zur Eindämmung der Coronakrise nach dem 19. April forderte, verlangte sie strenge Grenzkontrollen.

Etwas offensichtlicher kommuniziert hingegen die Auns, die Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz. Sie regte sich kürzlich via Twitter über von Deutschland blockierte Schutzmasken auf und warb für die Begrenzungsinitiative. Im gleichen Tweet publizierte sie zudem ein Foto mit der «Blick»-Schlagzeile: «Das Coronavirus breitet sich weltweit aus und legt auch die Schweiz lahm.»

Martullo-Blocher mit Schutzmaske

Cloé Jans, Politologin beim Forschungsinstitut gfs.bern, bestätigt den Eindruck, die SVP werbe mit der Coronakrise für ihre Begrenzungsinitiative. «Sie versucht es zumindest, denn sie hat nichts zu verlieren», sagt Jans der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Denn bis vor der Corona-Epidemie galt die Volksinitiative für eine massvolle Zuwanderung, wie die BGI offiziell heisst, als wenig chancenreich, da sie praktisch von allen Parteien, vom Bundesrat, dem eidgenössischen Parlament, den Kantonen und wichtigen Verbänden abgelehnt wird.

Ihre Kampagne habe die SVP gut der Corona-Aktualität angepasst, findet Jans. Schon früh habe etwa Thomas Aeschi die Schliessung der Grenzen gefordert.

Gleichzeitig habe sich SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher (GR) mit ihrer Schutzmaske im Nationalrat effektvoll in Szene gesetzt. «Vielleicht war das keine Absicht, aber dies hat ein einprägsames Bild geliefert, dank dem sich Zuwanderung und Coronakrise in den Köpfen der Menschen einfach miteinander verknüpfen liessen.»

Wirtschaftsthema dürfte dominieren

Doch die Politologin glaubt nicht daran, dass die neuen Argumente der BGI-Befürworter bei den Stimmberechtigen verfangen werden. Denn europapolitische Abstimmungen seien in der Schweiz in der Regel wirtschaftspolitische Abstimmungen.

«Mit Blick auf die wirtschaftlich schwierigen Zeiten, die nach der Corona-Pandemie auf uns zukommen werden, ist es wenig wahrscheinlich, dass die Stimmberechtigen sich für die Begrenzungsinitiative aussprechen werden», sagte sie. Die Menschen fürchteten um ihre Arbeitsplätze, «da stimmen sie nicht noch ja und gehen damit ein zusätzliches Risiko ein», sagt die Politologin.

Ausserdem ist Jans davon überzeugt, dass die Stimmberechtigten angesichts der aktuellen Problemen wenig Verständnis für Abstimmungskampagnen haben. Gerade am Beispiel von Wahlkämpfen in den USA sieht man, dass «das Politisieren mit Tragödien» sehr schnell zum Bumerang werden könne, sagt sie.

Aus all diesen Gründen glaubt die Politologin nicht daran, dass die momentane mediale Zurückhaltung der Gegner der Begrenzungsinitiative ihnen Schaden wird.

Kampagne absichtlich sistiert

Ähnlich sieht es auch Oliver Steimann vom Wirtschaftsdachverband Economiesuisse, der für die Wirtschaft die Nein-Kampagne zur Begrenzungsinitiative leitet. «Wir sind überzeugt, dass es nicht opportun ist, in der aktuelle Situation Abstimmungskampf gegen die Initiative zu führen.» Das käme bei den Leuten nicht gut an.

Daher habe Economiesuisse bewusst die Nein-Kampagne sistiert. «Wir werden wieder aktiv werden, wenn sich die Lage beruhigt hat», sagt Steimann weiter.

Dass Economiesuisse damit gegenüber den BGI-Befürwortern ins Hintertreffen gelangen würde, glaubt er nicht. Denn «die aktuellen Beschränkungen rufen uns wieder ins Bewusstsein, welche Vorteile offene Grenzen bieten», sagt Steimann und verweist unter anderem auf die vielen italienischen, deutschen und französischen Grenzgänger, die im Schweizer Gesundheitssystem arbeiten. (cki/sda)

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SVP-Abstimmungsplakate

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 03.04.2020 06:09
    Highlight Highlight Schutz, so relativ er sein mag, bietet nach wie vor nur der Nationalstaat, und fast jeder normale «Europäer» weiss das. So hat die Corona-Krise nur alte Verhaltensmuster bestätigt. Der Franzose schaut nach Paris, der Deutsche nach Berlin, der Spanier nach Madrid. Niemand interessiert, was die Brüsseler Autoritäten vorhaben.
    Die EU, ihre Vorläufer sind einst in liberalem Geiste geschaffen worden, um Hindernisse abzubauen und die Zusammenarbeit zwischen den Staaten zu erleichtern. Das funktioniert bei schönem Wetter, wenn es sowieso rundläuft. Sonst aber regen sich die nationalen Instinkte.
  • Lowend 03.04.2020 01:34
    Highlight Highlight Widerlich, widerlicher, $VP/AUNS.

    Mehr fällt mir bei einem Wahlkampf auf Kosten der Gesundheit nicht mehr ein, ausser dass dies auch die Typen sind, die die Bevölkerung trotz Ansteckungsgefahr wieder zur Arbeit schicken wollen, damit ihre Dividenden und Profite weiter sprudeln.
  • Pfefferkopf 02.04.2020 23:53
    Highlight Highlight Auch der Glaube, dass die "Eidgenossen" jene sind, die in der Schweiz die Wirtschaft am Leben erhalten, ist naiv. Gerade in der Forschung und Entwicklung arbeiten bis zu 85% Ausländer! Würden diese Leute wegfallen, kann sich doch jeder selber ausmalen was das für unseren Fortschritt bedeuten würde. Wir hätten mit den Produkten keine Chance mehr auf dem internationalen Markt. Glaubt ihr ernsthaft eine Wirtschaft lebt nur von Bauern? Wenn ihr eine solche Wirtschaft wollt, dann geht nach Malawi. Auch die schwere Arbeit auf dem Bau oder an den Maschinen verrichten mehrheitlich Ausländer. SO NAIV.
  • leu84 02.04.2020 21:50
    Highlight Highlight Herr Aeschi hat wohl Skikoller. Jetzt, hätte es genug Platz am Skilift und die Skigebiete sind zu. Gebt ihm ein paar Skier und er soll ein paar Runden drehen bis die Latten glühen. ;)
  • rodolofo 02.04.2020 19:22
    Highlight Highlight Ich fände es sehr gut, wenn Wutbürger konsequent Schutzmasken tragen, so wie das Martullo-Blocher vorbildlich praktiziert.
    Da rechte Wutbürger immer besonders heftig und laut sprechen, schleudern sie auch entsprechend viele Tröpfchen in ihre nähere Umgebung!
    So können sie ihre MitbürgerInnen mit Viren, aber auch mit braunem Gedankengut infizieren.
    Gegen das braune Gedankengut helfen die Masken allerdings nicht. Auch Grenzschliessungen helfen nichts, da sich SVP'ler ja bereits im Inland festgesetzt haben, so dass sie uns mit ständig wiederkehrenden Kampagnen-Wellen plagen, wie gerade dieser...
  • Pafeld 02.04.2020 18:36
    Highlight Highlight Wird Zeit, dass jemand Aeschi mal öffentlich dazu auffordert, ganz genau zu erklären, wie genau die freie Wohnortwahl innerhalb Europas basierend auf dem Arbeitsplatz mit einer Pandemie zusammenhängen soll. Und ihm gefälligst auch anständig über den Mund fährt, wenn wieder nur dieser Dünnpfiff als offizielles Statement rauskommt.
    Populisten erledigt man nicht, indem man sie ruhig und sachlich widerlegt. Sondern indem man sie öffentlich für ihre Ignoranz, Dreistigkeit und den gefährlichen Quatsch blossstellt, den sie in einer Selbstverständlichkeit verbreiten.
  • Payaso 02.04.2020 18:28
    Highlight Highlight Charakterlumpen nannte man früher diejenigen, die aus solchen Notsituationen auch noch Profit schlagen wollten.
    Dann sollten halt die Bauern, die diese Opportunisten wählen, zukünftig ihre Ernte ohne die günstigen Erntehelfer aus dem Ausland einbringen.
    Dann sollen alle Wähler dieser Sekte zukünftig ihren betagten Angehörigen selber den Hintern abwischen, weil es an unterbezahlten ausländischen Pflegepersonal fehlt.
    Dann soll halt die Ems Chemie zukünftig ihre Produktion auf Schutzmaterialien umstellen, weil durch den Wegfall der Bilateralen der freie Warenverkehr nicht mehr gewährleistet ist.
  • Back in Time 02.04.2020 18:27
    Highlight Highlight Die 'Begrenzungsinitiative' würde eine solche Pandemie gar nicht beeinflussen. Denn auch wenn die Zuwanderung begrenzt würde, würden trotzdem noch täglich viele Menschen ein- und ausreisen. Businessleute, Touristen und viele mehr. Daher aus meiner Sicht völlig dämlich von der SVP, damit zu argumentieren.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 02.04.2020 18:54
      Highlight Highlight Die letzten wirklich intelligenten Argumenten die von der SVP kamen, stammen noch aus der Ära bevor Blocher sich die Partei gekauft hat.
    • _kokolorix 02.04.2020 19:18
      Highlight Highlight Die Argumente der SVP waren schon immer dämlich. Noch dämlicher scheinen allerdings ihre Wähler zu sein, immerhin knapp ¹/₆ der eingeborenen Schweizer. Das sollte uns zu denken geben...
    • rodolofo 02.04.2020 20:09
      Highlight Highlight 1/6 ?
      Ohne Kinder-Soldaten gerechnet?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pfefferkopf 02.04.2020 18:23
    Highlight Highlight Sowieso während der spanischen Grippe gab es noch keine Globalisierung, trotzdem raffte diese Millionen Menschen auf der ganzen Welt hin. Dank der Globalisierung kommen wir schnell zu Medikamenten, haben ein sehr breites Wissen und können schnell handeln. Diese mühsamen, undankbaren und eingebildeten SVP Menschen. Wääääk.
    • GreendayBoy88 02.04.2020 20:07
      Highlight Highlight Vor der spanischen Grippe gab es den 1. Weltkrieg. Soldaten aus aller Welt kämpften in Europa und kehrten danach wieder heim.
    • cdrom 02.04.2020 21:34
      Highlight Highlight Das mit den Medikamenten werden wir noch sehen. Indien fährt grad die Produktion runter...
    • Klaus07 02.04.2020 21:52
      Highlight Highlight @GrrendayBoy88, @Olle Hexe
      Die erste Welle der Spanischen Grippe begann im Frühjahr 1918. Die zweite Welle (Herbstwelle) Mitte August 2018 und die dritte Welle ab Mai 1919. der erste Weltkrieg endete am 11. November 1918.
      Man nimmt an, dass das Virus vom US Bundesstaat Kansas (Haskell County) durch die Truppenbewegungen der American Expeditionary Forces weltweit verbreitet wurde.
      Globalisierung gab es damals schon, in einer etwas anderen Form als der Tourismus von Heute.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pfefferkopf 02.04.2020 18:20
    Highlight Highlight Die Postsendungen werden von Ausländer gebracht, im Altersheim werden meine Grosseltern (leider SVPler) von Doppelbürgerinnen und Ausländerinnen betreut. Mein Müll wird von Ausländern abgeholt. Die Pizza wird mir von einem kurdischen Lieferanten gebracht. Die meisten Lagermitarbeiter sind Ausländer. Mein Ärztin ist aus Finnland. Aber die rassistische Partei muss wieder hetzen. Ich kann nicht auf unsere Ausländer verzichten, aber auf diese mühsamen Wüstlinge definitiv. Ich weiss nicht, was im Hirn falsch gelaufen ist, um so ein Problem mit Ausländern zu haben.
    • _kokolorix 02.04.2020 21:22
      Highlight Highlight Die haben überhaupt kein Problem mit Ausländern, aber sie brauchen eine klar abgrenzbare Minderheit, die hier nicht wählen darf und denen sie alle Probleme zuschreiben können, welche ihre Klientel verursachen, damit ihre Stammwähler nicht merken, dass sie verarscht werden.
      Ein reines Ablenkungsmanöver. Weil es für die Reichen grad so gut läuft, möchte man eigentlich nichts Grundlegendes ändern. Darum macht man sehr viel Lärm, bringt völlig unrealistische Initiativen, welche, wenn sie abgelehnt werden, die Opferrolle der SVP befeuern.
      Faschisten halt.
    • cdrom 02.04.2020 21:45
      Highlight Highlight Und wer pflegt die Grosseltern der Pflegerin die deine Grosseltern pflegt?
      Und was ist mit uns ü50 die keinen Job finden weil die Masseneinwanderungsinitiative do genial umgesetzt wurde?
      Ich habe übrigens nichts gegen Ausländer. Es ist lediglich eine Frage der Anzahl und der Zeit.

      Naja, was solls. Bezahlen tuts eh der Mittelstand und profitieren die Superreichen.

      Einmal mehr
      Die breite Masse ist nur beschränkt aufnahmefähig. Das Verständtnis klein. Und das Vergessen dafür gross.
    • Pfefferkopf 02.04.2020 23:37
      Highlight Highlight Wer würde die Alten pflegen, Du? Lustigerweise, weiss man, dass Schweizer/innen weder die Drecksarbeit machen noch die Chefposten/Forschungsstellen besetzen (es gab mal dazu eine Studie im Bulletin der CS). Wer würde diese Arbeit denn tun, wenn plötzlich die Grenzen geschlossen werden? Natürlich könnten wir uns eine solche hightech Medizin bei geschlossenen Grenzen gar nicht mehr leisten. Dann erübrigt sich das mit den freien Stellen auch. Die Ü50 Leute wären auch bei geschlossenen Grenzen nicht mehr gefragt, da sehr viele Jobs flöten gingen. http://ü
    Weitere Antworten anzeigen
  • cdrom 02.04.2020 17:55
    Highlight Highlight "Scheitert der Euro, dann scheitert Europa" hat Angela Merkel mal gesagt.
    Ende Jahr dürfte es den Euro nicht mehr geben.

    Somit ist die Begrenzumgsinitiative auch überflüssig...
    • Klaus07 02.04.2020 21:40
      Highlight Highlight Seit 21 Jahren stirbt der Euro mehrmals im Jahr.
      Für einen Todgeweihten lebt der Euro aber nich recht gut.

      Wenn die EU ihre Wirtschaft nach der Coronakrise rasch wieder auf fahrt bringen will, dann geht das nur als Gemeinschaft. So rasch stirbt die EU nicht.
  • Klaus07 02.04.2020 17:33
    Highlight Highlight Der Titel der Initiative ist schon gelogen! Verlogen wie immer die SVP!

    Das ist eine PFZ Kündigungs-Initiative!

    „Auf dem Verhandlungsweg ist anzustreben, dass das Abkommen vom 21. Juni 19993 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit innerhalb von zwölf Monaten nach Annahme von Artikel 121b durch Volk und Stände ausser Kraft ist.
    Gelingt dies nicht, so kündigt der Bundesrat das Abkommen nach Absatz 1 innert weiteren 30 Tagen.
    • Sälüzäme 03.04.2020 01:06
      Highlight Highlight 19993? Das könen wir unbesorgt kündigen. 😂
      Spass bei Seite, die SVP braucht dringend Aufmerksamkeit, jetzt wo die Stammtische zu sind ist ihr jedes Mittel dazu recht, mag es noch so deplatziert sein. Denn gerade jetzt hat die PFZ der Schweiz extrem viel gebracht, das dürfen die Sünnelis aber nicht zugeben, zumal es die Bauern jetzt ohne "Ausländer" recht schwer haben werden. Mal schauen, vielleicht hat es bis zu den nächsten Wahlen auch eine "Durchseuchung" mit gesundem Menschenverstand gegeben.
      Die Hoffnung stirb zuletzt.
  • Joe Smith 02.04.2020 16:27
    Highlight Highlight Ob diese Verknüpfung wirklich so geschickt ist, wie der Titel suggeriert, oder ob die Leute nicht doch eher davon angewidert sind, werden wir ja dann sehen.
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 02.04.2020 16:20
    Highlight Highlight Herr Aeschi vergisst dabei, dass SH auch ein Grenzkanton ist und auch Thurgau und St.Gallen und diese 3 Kantone haben sehr tiefe Fallzahlen.
    • Fisherman 02.04.2020 18:50
      Highlight Highlight Herr Aeschi vergisst so einiges.
    • Lowend 03.04.2020 01:38
      Highlight Highlight Vergessen wir besser diesen Aeschi, zusammen mit den restlichen Populisten.
  • Yorik2010 02.04.2020 16:19
    Highlight Highlight Und wieder ein an den Haaren herbeigezogenes Argument für die Begrenzungsinitiative. Wann bekommt man von dieser SchweizVerhinderungsPartei endlich einmal vernünftige und intelligente Vorschläge serviert? Vermutlich ist das aber zuviel verlangt!
    • Fisherman 02.04.2020 18:52
      Highlight Highlight Die Nein-Sager-Partei hat seit 28 Jahren nichts konstruktives geliefert.
    • rodolofo 02.04.2020 19:33
      Highlight Highlight Die in letzter Zeit gestiegene Aktivität von SVP'lern zeigt, wie extrem nervös die sind, angesichts von Dynamiken, die sie nicht mehr kontrollieren können.
      Die Leute sehen in dieser Extremlage einer Pandemie, wie wichtig ein Staat ist, der nicht auf "Nachtwächter-Funktionen" und auf militärische Verteidigung reduziert, kaputtgespart und privatisiert wurde!
      Enorm wichtig: Das Gesundheitswesen!
      Enorm wichtig: Die Öffentlich-Rechtlichen Medien!
      Enorm wichtig: Staatliche Hilfen für die Notleidende Wirtschaft!
      Gleichzeitig können die Leute anhand der USA "SVP-Szenarios" sehr lehrreich beobachten...
  • PC Principal 02.04.2020 16:08
    Highlight Highlight Sogar in Nordkorea kann man anzweifeln, ob es wirklich keine Fälle gibt und die haben wirklich geschlossene Grenzen.
  • Maria Cardinale Lopez 02.04.2020 16:05
    Highlight Highlight Hallo
    Ich bin auch gegen diese Initiative. Bin aber der Meinung, dass gerade die SVP eine Annahme der Initiative am meisten schade würde. Sie bekommen keine billig arbeiter mehr usw. Deshalb werde ich trotz voll links sonst diese Initiative annehme.
    • Gwdion 02.04.2020 16:33
      Highlight Highlight Du bist gegen diese Initiative und willst Ja stimmen? Sehr verwirrend.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 02.04.2020 17:16
      Highlight Highlight Du glaubst doch nicht ernsthaft dass die Juristen der Sünnelisekte diesen Aspekt vergessen haben?
      Es wird weiterhin möglich sein billigste Arbeitskräfte zu importieren.
      Dass die Initiative gezielt dermaßen extrem ist, ist doch echt offensichtlich.
      Die SVP will sich wieder in der Opferrolle bewegen können und allen etwas vorjammern, wie böse doch alle anderen seien und dass sich die Linken gegen sie verschworen hätten.
      Diese Initiative ist nichts anderes als ein billige Propagandainstrument.
      Stoppt endlich mal den Missbrauch des Initiativrechts!
    • Gwdion 02.04.2020 17:33
      Highlight Highlight Ich glaube, Mr. Wayne ist entweder um die 12 Jahre alt und kann sowieso noch nicht abstimmen oder er befürwortet die Initiative und versucht mit einer billigen Masche, hier Verwirrung zu stiften. Oder er benötigt dringend Hilfe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raber 02.04.2020 16:01
    Highlight Highlight Nordkorea ist ja ohne Corna, scheinbar. Ansonsten ist das Virus auf der ganzen Welt verteilt. Tragisch wenn sich die SVP, Nordkorea als Vorbild nimmt. Wobei ich schon immer befürchtet habe, dass viele SVPler und ihre Wähler, einen gewissen Führerwahn besitzen.
    • Back in Time 02.04.2020 18:25
      Highlight Highlight Was Nordkorea betrifft: Man weiss schlicht nicht, ob es dort Coronafälle gibt und wenn ja, wieviele es sind.
    • _kokolorix 02.04.2020 19:25
      Highlight Highlight Wenn der Dicke sagt, es gibt kein Corona bei uns, dann gibt es eben kein Corona da. Wer was anderes behauptet wird einen Kopf kürzer gemacht. Ob das etwas mit der Realität zu tun hat, ist völlig egal. Schliesslich ist es auch egal, dass viele hunger leiden, Hauptsache man kann mit klapprigen Raketen provozieren und hat selbst genug zum verprassen
  • Ursus der Rächer 02.04.2020 15:46
    Highlight Highlight Die SVP sollte noch in die Initiative folgenden Gesetzestext übernehmen: „Das Virus hat sich an die Grenzen zu halten. Das Virus wird beim Einreiseversuch in die Schweiz zurückgewiesen.“
    • Hiker 02.04.2020 21:15
      Highlight Highlight 😂
  • Bambusbjörn aka Planet Escoria 02.04.2020 15:43
    Highlight Highlight Nichts neues.
    Nur der übliche billige Populismus und Opportunismus, wie man es von der SVP kennt.
    Der Beitrag von Ass weiter unten spricht übrigens einen äußerst unbequemen Aspekt an. Sehr lesenswert.
  • Hans Jürg 02.04.2020 15:41
    Highlight Highlight Komisches Argument von Aeschi. Denn auch der Thurgau und der Kanton Schaffhausen sind praktisch Corona-frei. Auch das sind Grenzkantone und der Einkaufstourismus über die Grenze war extrem hoch vor Corona.
    Aber hey: SVP und Argumente, das ist etwas, das einfach nicht zusammenpassen kann.
    • Fisherman 02.04.2020 18:49
      Highlight Highlight SVP und Logik - das hat noch nie gepasst.
  • aglio e olio 02.04.2020 15:39
    Highlight Highlight "es sei kein Zufall, dass die Grenzkantone Tessin, Genf, Waadt und Basel-Stadt am stärksten vom Covid-19 betroffen seien."
    Und die anderen Grenzkantone NE, JU, AG, ZH, SH, TG, SG, GB & VA? Habe ich einen vergessen?
    • aglio e olio 02.04.2020 17:03
      Highlight Highlight GR natürlich, nicht GB.
    • Trasher2 02.04.2020 17:47
      Highlight Highlight Solothurn!
    • BoomBap 02.04.2020 17:56
      Highlight Highlight Und VD, aber wir haben trotzdem geherzt. ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ass 02.04.2020 15:20
    Highlight Highlight Die Begrenzungsinitiative können wir nun ja testen. Die Bauern haben wegen den Einreisesperren mühe Arbeiter zum Spargelstechen zu finden. Mal schauen wieviele CH im Zwischenverdienst bereit sind Spargelstechen zu gehen.
    • Eron Thiersen 02.04.2020 16:14
      Highlight Highlight Das ganze hat mehr Seiten als nur schwarz oder weiss. Man kann natürlich den minimalen Lohn und die Ausbeutung von Ausländern auch fördern, damit wir günstiges Gemüse und Obst auf dem Tisch haben um danach satt und zufrieden in Zeiten von Corona Tatsachen nach Belieben falsch darzustellen. Beides ist nicht richtig.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 02.04.2020 16:39
      Highlight Highlight @Eron
      Tun die Wirtschaftskapitäne der SVP doch sonst auch.
      Glaubst du, die würden sich an ihre eigene Initiative halten und dann keine billigen ausländischen Arbeitskräfte mehr einstellen?
    • brudi 02.04.2020 18:16
      Highlight Highlight @eron
      Der Mindestlohn für Erntehelfer beträgt 3270 .-
      Gutes Geld für z.B. einen polnischen Arbeiter von Ausbeutung kann daher keine Rede sein.
      Ansonsten hast du mit den subventionierten Lebensmitteln recht
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