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Das Oberengadin: Hierhin sind viele Schweizer Feriengäste in den Sommerferien geflüchtet.
Das Oberengadin: Hierhin sind viele Schweizer Feriengäste in den Sommerferien geflüchtet.
Bild: shutterstock

Diese Schweizer Ferienregionen sind die Corona-Verlierer – aber es gibt auch grosse Sieger

Die Coronakrise hat der Schweizer Hotellerie insgesamt stark zugesetzt. Doch die heute veröffentlichten Zahlen der Branche zeigen: Während die Städte stark litten, konnten die ländlichen Regionen sogar vom Pandemiesommer profitieren.
05.10.2020, 19:3709.03.2021, 11:39
Lea Senn
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Entwicklung der Übernachtungen

In den Lockdown-Monaten März und April brachen die Hotelübernachtungen in der Schweiz zusammen. So verzeichnete man beispielsweise im April schweizweit 92 Prozent weniger Übernachtungen als im Vorjahr. Danach zeigte der Trend wieder Monat für Monat aufwärts.

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Doch wie die aktuellen Zahlen für den August zeigen, hat sich diese positive Dynamik im Verlauf der Sommermonate nicht fortgesetzt. Im Juni lag der Rückgang gegenüber dem Vorjahr bei 62 Prozent, im Juli noch bei -26 Prozent. Der August schlug mit einem Minus von 28 Prozent gegenüber Vorjahr zu Buche.

Logiernächte im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr

Bild: watson

Herkunft der Gäste

Ein Grossteil der Übernachtungen entfiel auch im Monat August auf Schweizer Gäste. Mit 2,2 Millionen wurden mehr als zwei Drittel der Hotelbetten mit heimischen Gästen gefüllt. Dieser Anstieg um knapp 16 Prozent reichte aber nicht aus, um den Rückgang bei den ausländischen Touristen auszugleichen, wo die Nachfrage im August um 60 Prozent einbrach.

Während beispielsweise «nur» rund ein Fünftel weniger Franzosen bei uns Ferien machten als üblich, blieben interkontinentale Touristen fast gänzlich aus.

In diesen Ländern nahm die Anzahl der Touristen am deutlichsten ab (durch Antippen eines Landes erhältst du detaillierte Zahlen):

Auswirkungen auf die Ferienregionen

Die Verlierer

Mehr einheimische Gäste und kaum mehr Gäste aus dem Ausland – dieser Trend hat auch in den Sommermonaten klare Verlierer hervorgebracht: die städtischen Zentren. So büssten Zürich (-77%), Genf (-75%), Luzern (-66%), Basel (-63%), Bern (-59%) klar überdurchschnittlich ein.

Die Gewinner

Profitieren konnten im Sommer dagegen einige Randregionen, die bislang nicht so stark im Fokus der touristischen Begehrlichkeiten standen. Im Kanton Graubünden verzeichnete etwa das italienischsprachige Bergell eine Zuwachsrate von beachtlichen 53 Prozent gegenüber dem Vorsommer. Auch die Unterengadiner Gemeinden Scuol, Zernez sowie das Val Müstair konnten deutlich zweistellig zulegen.

Im Tessin schwingt die Region Vallemaggia oben aus und auch in der jurassischen Region Freiberge lagen die Übernachtungszahlen deutlich über dem Vorjahr. Zu den Gewinnern im Corona-Sommer zählen zudem Gemeinden in den Kantonen Appenzell Innerrhoden und Glarus.

Die folgende Karte zeigt die Veränderung der Hotelübernachtungen im Vergleich zum letztjährigen Sommer. Durch Antippen einer Gemeinde erhältst du zusätzliche Details:

(mit Material der sda)

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