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Gemeindepräsident von Crans-Montana tritt teilweise in den Ausstand

Gemeindepräsident von Crans-Montana tritt teilweise in den Ausstand

10.03.2026, 17:0510.03.2026, 17:16

Der Gemeindepräsident von Crans-Montana VS, Nicolas Féraud, bleibt im Amt. Der FDP-Politiker wird sich ab sofort aber nicht mehr in das Dossier der Brandkatastrophe einmischen. Der Gemeinderat von Crans-Montana hat die Ermittlungen gegen Féraud zur Kenntnis genommen.

KEYPIX - Nicolas Feraud, Mayor of Crans-Montana, speaks to a journalist during an interview, in Crans-Montana, Switzerland, Monday, January 26, 2026. 40 people mostly teenagers lost their lives and 11 ...
Nicolas Féraud bleibt zunächst im Amt.Bild: keystone

Féraud ist ab sofort nicht mehr mit Entscheidungen rund um die Aufarbeitung der Brandkatastrophe in der Neujahrsnacht betraut. Er trete in dieser Sache in den Ausstand, nehme ansonsten seine Aufgaben als Gemeindepräsident weiter wahr, teilte der Gemeinderat nach einer Krisensitzung am Dienstag mit.

Der Beschluss erfolgte, weil die Staatsanwaltschaft gut zwei Monate nach der Tragödie mit 41 Toten und mehr als 115 Verletzten Ermittlungen gegen Féraud aufgenommen hat. Sie führt ein Strafverfahren unter anderem wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung.

Im Raum steht die Frage, ob Féraud seine Aufsichtspflicht verletzt hat. Er hatte kurz nach dem Brand eingeräumt, dass die Gemeinde die jährlich vorgeschriebene Brandschutzkontrolle in der Unglücksbar «Le Constellation» seit 2019 nicht mehr durchgeführt hatte.

Zu Beginn der Krisensitzung vom Dienstag informierte Féraud den Gemeinderat offiziell über die Ermittlungen gegen ihn. Er schlug vor, für den weiteren Verlauf der Sitzung in den Ausstand zu treten.

Um die Bearbeitung der mit der Tragödie verbundenen Angelegenheiten sicherzustellen, hat die Exekutive den für Wirtschaft und Freizeit zuständigen Gemeinderat Sébastien Rey zu seinem Nachfolger ernannt. Féraud nimmt seit diesem Dienstag nicht mehr an den Krisensitzungen im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe teil.

Der Ausstand Férauds für alle Aspekte im Zusammenhang mit der Bewältigung der Folgen des Brandes gilt mit sofortiger Wirkung und solange er unter Verdacht steht. Als Präsident der Gemeinde Crans-Montana behalte Féraud alle seine Befugnisse für die Führung der laufenden Geschäfte, hiess es in der Mitteilung der Gemeinde.

«Ich habe damit gerechnet, im Rahmen dieser Untersuchung von der Staatsanwaltschaft angehört zu werden», räumte Féraud ein. Eine solche Tragödie werfe unweigerlich viele Fragen auf. Er werde uneingeschränkt mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten, damit die Fakten festgestellt werden könnten. (hkl/sda)

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20 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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SpitaloFatalo
10.03.2026 17:31registriert März 2020
Wie viel einfacher hätte es dieser Mann haben können. An der ersten PK sagen: leider wurde nicht kontrolliert, das ist ein Versäumnis, als Gemeindepräsident trage ich dafür die Verantwortung.
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001328.9cb45ed3@apple
10.03.2026 17:50registriert Februar 2025
Wichtig ist einfach, dass man keine Beweise sichert und erstmal alle auf freiem Fuss bleiben. Der Bund schickt mal Geld an die mehrheitlich reichen Familien, stellt aber keine Bedingungen an die Verantwortlichen. Die Banken haben herausgefunden was auf den ersten Blick sofort erkennbar war und die Meldestelle für Geldwäscherei eingeschaltet, diese hat nun 3 Monate später auch reagiert.

Man möge sich nur denken, was man gefunden hätte am 1. Januar.
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merli80
10.03.2026 21:37registriert April 2018
Keine Ahnung wie es euch ging, aber wurden nicht viele Vorurteile, die man ggü. den Walliser Behörden so hat, bei diesem Fall bestätigt? Irgendwie hat man gehofft, es würde anders laufen in diesem Filz-Kanton, leider wurde einmal mehr bestätigt, dass die Vorbehalte nicht aus der Luft gegriffen sind.
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