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Kanton Appenzell Innerrhoden verteilt hochsensible Daten

USB-Stick vertauscht: Kanton Appenzell Innerrhoden verteilt hochsensible Daten

01.04.2026, 10:5701.04.2026, 12:52

Ein Mitarbeiter der Verwaltung des Kantons Appenzell Innerrhoden hat versehentlich einen USB-Stick mit schützenswerten Daten an einen Journalisten der «Appenzeller Zeitung» abgegeben. Diese berichtet von teils hochsensiblen Informationen wie Löhne und Schulden.

Ein Mitarbeiter hat versehentlich einen USB-Stick vertauscht.
Ein Mitarbeiter hat versehentlich einen USB-Stick vertauscht.Bild: Shutterstock

Der Vorfall ereignete sich an der Präsentation der Staatsrechnung, wie der Kanton Appenzell Innerrhoden am Mittwoch in einer Mitteilung schrieb. Dabei gab ein Mitarbeiter der Verwaltung auch einen USB-Stick mit einer PowerPoint-Präsentation ab.

Versehentlich wurde dabei ein USB-Stick mit schützenswerten Personendaten an einen Journalisten abgegeben. Darauf waren laut Mitteilung unter anderem Daten über Inkasso, Bildung, Personal und polizeiliche Massnahmen enthalten. «Dazu zählen Informationen zu Personen mit finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Kanton.»

Die «Appenzeller Zeitung» berichtet in ihrer Ausgabe vom Mittwoch, sie sei durch diese Datenpanne des Kantons an mehr als 150 Dokumente gelangt. Darin seien Informationen über Löhne, Betreibungen oder Personen, die der Kanton auf die Fahndungsliste der Polizei setzte, enthalten. Ausserdem seien auf 159 Seiten etwa Firmen, Privatpersonen und Behörden aufgelistet, die dem Kanton gesamthaft 2,7 Millionen Franken schulden würden. Eine andere Liste enthalte Namen und Wohnadressen der Studierenden, die vom Kanton ein Darlehen beziehen.

Die Daten seien für die externe Revisionsstelle erstellt worden, schrieb der Kanton in seiner Mitteilung. Da diese aus Datenschutzgründen keinen Zugriff auf das kantonale Netzwerk habe, erfolge die Datenübergabe über einen Datenträger.

Der Kanton habe den Datenträger nach kurzer Zeit zurückerhalten. In der Mitteilung hiess es: «Das Medienunternehmen hat bestätigt, dass keine Daten kopiert, gespeichert oder weitergegeben wurden.»

Der Vorfall sei auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen. Die Innerrhoder Regierung beabsichtige, den fehlbaren Mitarbeiter unter Androhung einer Kündigung im Wiederholungsfall zu ermahnen und ihm rechtliches Gehör zu gewähren. Dies bestätigte der Kanton Appenzell Innerrhoden auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA und versicherte, dass es sich nicht um einen 1. April-Scherz handle. (hkl/sda)

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62 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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roger_dodger
01.04.2026 11:27registriert Februar 2016
Somit ein Verstoss gegen Art. 8 des Datenschutzgesetzes. Die Daten hätten schon gar nicht ungeschützt (unverschlüsselt) auf einem USB-Stick gespeichert werden dürfen. Bei natürlichen Personen hätten dies jetzt zu einem Strafverfahren geführt aber da drückt man mal schnell ein Auge zu.
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Hans -würkli- Nötig
01.04.2026 11:15registriert Juli 2015
Behörde und IT mal wieder. Noch nie etwas von Verschlüsselung gehört?
Gibts da keine Vorgaben dazu?

Wenns im Kanton schon so läuft, wie übel muss es dann erst in den Gemeinden mit nur Milizpersonal sein?
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Randy Orton
01.04.2026 12:38registriert April 2016
Es ist bereits illegal, diese hochsensiblen Daten auf einem USB-Stick zu speichern. Das muss Konsequenzen haben und sicher nicht nur eine Verwarnung mit sich ziehen.
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