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Der Bundesrat erklärt, warum er ein Sexportal unterstützt



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Der Bund subventioniert einen Verein, der ein Sexportal betreibt. Dabei geht es um Prävention, wie der Bundesrat in seiner am Dienstag veröffentlichten Antwort auf eine Interpellation schreibt.

Erkundigt hat sich EVP-Nationalrätin Marianne Streiff (BE). Sie sieht angesichts der auf dem Portal angebotenen Sexualpraktiken mit ungeschütztem Austausch von Körperflüssigkeiten einen eklatanten Widerspruch zu Prävention.

Weiter fragt Streiff, ob der Bund ausschliessen könne, dass auf dem staatlich finanzierten Sexportal Opfer von Menschenhandel angeboten würden. Sie will ausserdem wissen, welche Massnahmen der Bundesrat plane, um die Missstände zu beseitigen und Projekte künftig besser zu evaluieren.

Der Bundesrat hält fest, er habe Verständnis für die kritische Haltung der Interpellantin. Der Bund subventioniere den Verein Aspasie und das von ihm betriebene Netzwerk, dessen Ziel der Schutz vor Ansteckungen mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen sei.

Beispielsweise würden Sexarbeitende bei der Registrierung auf der Webseite auf Präventionsinformationen hingewiesen. Neben dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) unterstützt auch das Bundesamt für Polizei (fedpol) den Verein. Hier ist das Ziel, die Sexarbeitenden für die Gefährdung durch Straftaten zu sensibilisieren.

Das fedpol und das BAG überprüften Unterstützungsanträge gründlich, betont der Bundesrat. Für Finanzhilfen müssten die Kriterien erfüllt sein. Beitragsempfängerinnen und -empfänger müssten ausserdem eine Schlussbericht einreichen, in dem sie Rechenschaft ablegten. Er sehe keinen Anlass, die Prozesse und Zuständigkeiten zu ändern.

Die Unterstützung des Bundes für das Sexportal hatte der «SonntagsBlick» publik gemacht. Auf dem Portal können Prostituierte ihr Inserat mit einem vorgefertigten Formular online stellen. Freier haben die Möglichkeit, Sexarbeiterinnen nach Vorlieben auszuwählen. (sda)

Ein intimer Blick in die Bordellzimmer dieser Welt

Grosi spritzt in Basel Prostituierte weg

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    Alle Leser-Kommentare
  • Emil22 12.06.2019 09:53
    Highlight Highlight Sehe nicht ganz den Grund, warum der Bund dieses Portal unterstützt, nicht aber ein Portal für Handwerker, Buchhalter oder Velohändler. Hey, es ist schlicht ein Gewerbe! Sie machen - legal - Geld damit, so sollen sie auch für die Gestehungskosten aufkommen. Es gibt genügend privatfinanzierte Alternativen. Es handelt sich bei weitem nicht ausschliesslich um misshandelte Opfer, die nicht über die Präventionsmassnahmen Bescheid wüssten.
  • Ziblizabli 11.06.2019 17:29
    Highlight Highlight Und wie ist die URL?
    • john benz 11.06.2019 20:02
      Highlight Highlight Fragst für einen Freund, gäll? ;-)
  • Thom Mulder 11.06.2019 16:20
    Highlight Highlight Das finde ich eine tolle Sache. Unterstützung statt Verbote. So hilft man dem Gewerbe endlich aus der Schmuddelecke raus zu kommen. Das hat es nämlich nicht verdient, als sicherlich ältestes Gewerbe der Geschichte. Und so erhalten die SexarbeiterInnen auch viel mehr Sicherheit und Fairness.
    • Score 11.06.2019 18:18
      Highlight Highlight Jetzt mal ganz ehrlich, warum soll etwas gut sein weil es das älteste ist? Nur weil es immer wiedeholt wird ist es nicht wahrer... Und mir fällt gerade nichts ein wo das überhaupt zutrifft (vielleicht beim Wein? 🤗)
      Auf jeden Fall ist das KEIN Argument für etwas. Sonst können wir auch Folter wieder einführen, das Frauenstimmrecht abschaffen und die Kinder zur arbeit schicken... 😉
    • bebby 12.06.2019 06:11
      Highlight Highlight @Score: und was sind denn die Alternativen? Das Internet?
  • inmi 11.06.2019 16:03
    Highlight Highlight Generell unterstützt der Staat so viele unnötige Sachen. Das Leben wäre besser wenn sich der Staat auf wichtige Dinge (Polizei, Gesundheit, Soziales für diejenigen, dies brauchen) beschränken würde. Milliarden mehr in den Händen der Menschen.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 11.06.2019 13:53
    Highlight Highlight Was ich die viel interessantere Frage finde als die moralinsaure Empörung der EVP; weshalb die Seite auf Englisch, Italienisch, Spanisch, Ungarisch und Romaisch aufgerufen werden kann, nicht jedoch auf Deutsch...
    • Kong 11.06.2019 21:10
      Highlight Highlight Vermutlich weil es ein Verein ist? Meines Wissens werden offizielle Bundessachen immer in allen Landessprachen angeboten (bzw. müssen).

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