DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Verhaftung an der ETH Zürich: Mutmasslicher Hacker in flagranti erwischt

19.02.2016, 10:5419.02.2016, 12:30

Die Zürcher Kantonspolizei hat einen mutmasslichen Hacker verhaftet, der mit fremden Zugangsdaten in das Netzwerk der ETH Zürich eingedrungen ist. Der Student wurde in flagranti erwischt und sitzt in Untersuchungshaft.

Daten-Diebstahl an der ETH Zürich.<br data-editable="remove">
Daten-Diebstahl an der ETH Zürich.
Bild: Wikipedia

Der Beschuldigte hatte sich während einigen Tagen in das ETH-Netzwerk eingeloggt, über das System Software bestellt und sensible Daten heruntergeladen, wie die Oberstaatsanwaltschaft am Freitag mitteilte. Dank schnellem Eingreifen und der guten Zusammenarbeit von Staatsanwaltschaft, Polizei und ETH habe der Hacker bereits zehn Tage nach der Anzeige durch die ETH festgenommen werden können.

In flagranti erwischt

Der ETH-Studierende sei in flagranti an seinem Computer erwischt worden. Das Zwangsmassnahmengericht hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft am 12. Februar die Untersuchungshaft angeordnet.

Die ETH hatte am 26. Januar die unrechtmässigen Manipulationen festgestellt und danach beim Kompetenzzentrum Cybercrime der Staatsanwaltschaft Anzeige gegen Unbekannt eingereicht. Danach seien unverzüglich Sicherheitsmassnahmen in die Wege geleitet worden, um das ETH Netzwerk vor weiteren Zugriffen zu schützen, schreibt die ETH in einer Mitteilung.

Sie will nun die Situation analysieren und das unerlaubte Vorgehen rekonstruieren. Aus den Erkenntnissen werde sie anschliessend die nötigen Konsequenzen ableiten und umsetzen.

Welche Strafe droht dem Hacker?

Es gibt verschiedene Straftatbestände, die bei «Hacking» in Frage kommen, insbesondere: Unbefugte Datenbeschaffung, unbefugtes Eindringen in ein Datenverarbeitungssystem und Datenbeschädigung.

«Bei einem Ersttäter droht bei einer Verurteilung eine Geld- oder Freiheitsstrafe, deren Vollzug aufgeschoben wird («bedingte Strafe»), sagt Rechtsanwalt Martin Steiger auf Anfrage. Ausserdem sei eine Busse wahrscheinlich, die bezahlt werden muss, und es werden dem Verurteilten die Verfahrenskosten auferlegt.

(oli/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

9 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9
Studie zeigt: So hart treffen die Teuerung und drohende Energieprobleme Senioren

Senioren sind laut einer neuen Studie von Pro Senectute zunehmend von Armut betroffen. Die aktuelle Teuerung und der drohende Energienotstand erschwerten die ohnehin schon angespannte Situation, teilte die Fachorganisation für Altersfagen mit.

Zur Story