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Cyberangriffe auf Sicherheitsdispositiv der Ukraine-Konferenz

Cyberangriffe auf Sicherheitsdispositiv der Ukraine-Konferenz

20.06.2024, 17:0321.06.2024, 21:50
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Nach der hochkarätigen Ukraine-Friedenskonferenz auf dem Bürgenstock NW wird bekannt: Gegen das Sicherheitsdispositiv des internationalen Staatsgipfels sind nach Angaben des Bundes mehrere mutmassliche Cyberangriffe verübt worden.

epa11415705 Ukraine's Head of the presidential Office of Ukraine Andriy Yermak (C) makes his way with security and police during the Summit on Peace in Ukraine in Stansstad near Lucerne, Switzerl ...
Der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes Andriy Yermak (Mitte) am Bürgenstock-Friedensgipfel unterwegs mit Sicherheitskräften und der Polizei.Bild: keystone

Massnahmen seien schnell getroffen worden, teilte das Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) in einem Bericht am Donnerstag mit. Über Details schwieg sich die Behörde aus. Über die Angriffe werde vorerst keine weitere Auskunft erteilt.

Die Angriffe hätten aufgrund der Massnahmen die Durchführung der Konferenz nicht gefährden können, hiess es. An dem Gipfel über Schritte für einen Frieden im Ukraine-Krieg nahmen über 40 Staats- und Regierungschefs teil. Mehrere tausend Polizisten und Armeepersonen standen im Einsatz.

Bereits vor der Konferenz vom Wochenende waren Cyberangriffe auf Webseiten bekannt geworden. Die prorussische Hacker-Gruppe «Noname057(16)» verübte laut dem Bund vor einer Woche auf Webseiten von 22 Behörden und Organisationen Angriffe. Diese hatten zum Ziel, die Seiten lahmzulegen. Die Angriffe führten zu kleineren Störungen von IT-Infrastrukturen, darunter beim Zoll.

Vor der Konferenz fand ein mutmasslicher Cyberangriff gegen Mitarbeitende der Sanitätsnotrufzentrale des Kantons Luzern statt. Unbekannte wollten mit gefälschten E-Mails an Zugangsdaten gelangen. Mitarbeitende erkannten den Angriff und meldeten ihn dem Cyberlageverbund des Bundes. Er wurde frühzeitig abgewendet.

Daneben kam es zu Einbruchsversuchen in die IT-Systeme von Nid- und Obwalden durch Trittbrettfahrer, die nichts mit der Sicherheitskonferenz zu tun hatten. Die Täter hatten es auf die E-Mail-Systeme der Kantone abgesehen. Die Einbruchsversuche blieben erfolglos. (saw/sda)

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