Schweiz
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Impression vom Foodsaver Jam, einem oeffentlichen Gemueseruesten und Kochen von geretteten Lebensmitteln, fotografiert auf dem Barfuesserplatz in Basel, am Montag, 2. Mai 2016. Jeder kann mitjammen, also ruesten, kochen, essen oder musizieren. Die ueberschuessigen Lebensmittel kommen von Produzenten und Detailhaendlern aus der Region Basel. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Insbesondere frisches Gemüse landet oft im Müll. Bild: KEYSTONE

Thema Food

Diese App hat knapp 200'000 Menüs vor der Mülltonne gerettet

Brot, Sushi, Gemüse: Ein Drittel aller Lebensmittel landet im Abfall. Die App «To Good To Go» will das ändern. Jetzt liegen erstmals Daten vor, die zeigen, in welcher Schweizer Stadt die App am meisten Lebensmittel rettet.



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Schweizweit werden 2.31 Millionen Tonnen Essen pro Jahr verschwendet. Das entspricht einer Ladung von 140'000 Lastwagen. Die grössten Food Waste-Sünder sind die privaten Haushalte. Sie verursachen rund 45 Prozent des Abfalls. Mit etwas Abstand folgen die Verarbeitung (30%) und die Landwirtschaft (13%). Die Gastronomie, Gross- und Detailhandel sind zusammen für 12 Prozent verantwortlich.

«Zurzeit gibt es einen enormen Boom von lokalen Initiativen, die das Essen vor der Tonne retten wollen», so Karin Spori, Geschäftsleiterin des Vereins foodwaste.ch. Das sei sehr erfreulich, so Spori. «Aber lokale Initiativen reichen noch lange nicht. Es muss sich etwas im System ändern.» Bis 2030 muss die Schweiz ihren Food Waste halbieren. Dazu hat sie sich als UN-Mitglied verpflichtet.

Eine Initiative, die nicht nur lokal agiert, ist die App «Too Good To Go». Entwickelt in Dänemark, wurde sie im Juni 2018 in der Schweiz lanciert. Die Entwickler haben sich zum Ziel gesetzt, überschüssiges Essen, das «zu gut zum Wegwerfen» ist, günstig an den Endkunden zu verkaufen.

So funktioniert «Too Good To Go»

Nach dem Download der App werden dem User Restaurants und Shops in der Nähe angezeigt. Dort kann das Essen eine halbe Stunde vor Betriebsschluss abgeholt werden. Bezahlt wird das Essen via App. Eine Mahlzeit kostet durchschnittlich 6.90 Franken.

In der Schweiz bieten mehr als 400 Restaurants, Shops und Bäckereien ihren täglichen Lebensmittelüberschuss auf «Too Good To Go» an. Profitieren tun dabei beide Seiten – die Betriebe müssen kein übriges Essen wegschmeissen und die Kunden erhalten eine Mahlzeit zu extrem günstigen Konditionen.

So viele Mahlzeiten wurden seit Beginn in der Schweiz gerettet:

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Kooperationen hat die App in zahlreichen Schweizer Städten. Spitzenreiter ist Zürich. Dort wurden bislang fast 50'000 Mahlzeiten gerettet. Dicht dahinter folgen Waadt und Genf.

Nach knapp einem Jahr zieht Country Managerin Lucie Rein ein erstes Fazit: «Bis dato haben wir 193'756 Mahlzeiten gerettet – und es kommen täglich 1’000 - 1'500 Mahlzeiten dazu. Wir sind stolz und glücklich, wie sich unsere Bewegung zur Lebensmittelrettung in der Schweiz entwickelt hat.»

Doch auch Rein betont, dass damit noch lange nicht alles getan ist. Um Food Waste zu verhindern, müsse man bei sich selbst beginnen. «Richtig einkaufen, optimal lagern und kreativ mit Überresten sein sind extrem wichtig», so Rein.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sonsopkoms 31.03.2019 17:58
    Highlight Highlight Wir nutzen die App auch gerne und oft. Tolle Sache!
  • seventhinkingsteps 30.03.2019 19:31
    Highlight Highlight Habe die App auch schon ein paar mal verwendet, wirklich gute Idee.

    Aber wie richtig gesagt, das grundlegende Problem hinter Foodwaste ist der Kapitalismus bzw. der Fakt, dass zu viel produziertes Essen wegwerfen weniger Kosten verursacht als Profit der ausbleibt weil zu wenig produziert wurde.
  • Aglaya 30.03.2019 18:22
    Highlight Highlight 2.31 Mio Tonnen verschwendete Lebensmittel, davon 45% in Privathaushalten. Bei 8 Mio Einwohnern ergibt das rund 130kg pro Person und Jahr. Wer schmeisst mehr als 2kg Essen pro Woche weg? Bei einer vierköpfigen Familie wären das ja fast 10kg pro Woche?!
    • Schwaflichopf 30.03.2019 21:30
      Highlight Highlight Mit den Zahlen die oben im Artikel verwendet werden wäre es sogar fast ein Kilo pro Kopf pro Tag. Sorry, aber das ist doch übertrieben.
    • Zat 31.03.2019 11:28
      Highlight Highlight Naja, in diesem Bereich sind auch Altersheime, Spitäler, teilweise Kantinen, Schul-Mittagstische etc. eingerechnet. Alles Bereiche, in denen man genügend Essen zur Verfügung stellen muss, aber oft im Voraus nicht genau weiss, wieviel es braucht. Da kommen wöchentlich schnell ein paar Kilos zusammen.
    • Aglaya 31.03.2019 11:32
      Highlight Highlight Zat, gehen diese Betriebe wirklich unter "Privathaushalt"? Ich fände diese Einordnung sehr unpassend.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mulle 30.03.2019 16:57
    Highlight Highlight Ich liebe die App! Es hat immer was tolles dabei, was sonst im Müll landen würde. Und genial finde ich auch, dass man immer eigene Behälter mitbringen kann und dies sogar gerne gesehen wird. In LU & NW funktioniert es prima! Ein Lob an die Restaurants / Läden in unserer Region, welche dies mitmachen 😊👍🏻
  • Chriguchris 30.03.2019 16:53
    Highlight Highlight Ich benutze die App schon länger und bin etwas zwiegespalten was die Sinnhaftigkeit betrifft. Erfüllt sie ihren eigentlichen Zweck(was hoffentlich meistens der Fall ist), und rettet ansonsten verschwendetes Essen ist das top. Nur ist es leider nicht immer so. Mehrfach wurde mir in teilnehmenden Lokalen bestätigt, dass sie solche Portionen zusätzlich zu ihrer normalen Produktion erzeugen und teilweise gleich zu Anfang auf die Seite stellen, weil sie sonst nicht die Qualität garantieren könnten.
    Persönlich finde ich dies sehr schade denn es torpediert die gute und sinnvolle Idee der App.
    • VAVAV 30.03.2019 17:49
      Highlight Highlight Diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Bei einem mexikanischen Stand erhielt ich keine Reste, von den sonst sehr schmackhaften Gerichten, sondern eine extra zubereitete Käse-Piadina mit etwas Salat. Das billigste was er zubereiten konnte. Dazu war er noch sehr genervt, da zu dieser Zeit auch noch regulär zahlende Kunden anstanden. Ich fand die Situation sehr unangenehm, als würde ich den Standbetreiber abzocken. Bei Manor Food bekam ich zwar recht viel, aber die Auswahl war recht unausgewogen, im Sack waren drei Camembert. Mit Bäckereien hatte ich aber bisher ganz gute Erfahrungen.
    • Fly Baby 31.03.2019 10:12
      Highlight Highlight @Vavav da ist er wieder, er will Auswahl bei Lebensmittel die sonst in der Tonne landen, momol.
  • Miikee 30.03.2019 16:49
    Highlight Highlight Ich nutze es auch regelmässig. Wohne in der Stadt und mit dem Tram oder zu Fuss sind alle gut erreichbar.
    Ich hoffe einfach, da tut sich nicht ein zweites Geschäft auf für die Restaurantbetreiber, im Sinne, kochen wir noch ein wenig mehr, dann reicht es auch noch für das TgTg Clientele. Das wäre schade.
  • Heb 30.03.2019 16:08
    Highlight Highlight Coole App und danke für den Artikel, der Artikel wäre noch besser mit ein bisschen aktuelleren Zahlen.
    Benutzer Bild
  • Xonic 30.03.2019 16:00
    Highlight Highlight Viel effizienter wäre eine Erziehungskampagne, dass Lebensmittel nicht sofort giftig werden wenn das MHD überschritten ist.

    Fun Fact: Lebensmittel kennen keine Uhr, die wissen nicht wann sie ablaufen müssen. Daher immer auf den Geruchs- und Geschmackssinn achten.

    Oder besser garnicht, dann hat es mehr 50% Artikel für mich. :D
    • Zat 31.03.2019 11:29
      Highlight Highlight Wobei die grössten Mengen bei Frischgemüse und Kartoffeln liegen gemäss Artikel. Die haben ja nunmal kein MHD.
    • Zat 31.03.2019 21:59
      Highlight Highlight Ups, mein Fehler, falsch kombiniert. Das ist nur der Anteil von der Produktion, von welcher mehrheitlich Gemüse und Kartoffeln entsorgt werden.
  • Coffeetime 30.03.2019 14:38
    Highlight Highlight Grundsätzlich gut, wenn man in der Nähe eines Betriebes wohnt, der mitmacht. Aber wenn wie bei mir zuerst min. 15 km gefahren werden muss, um zu einen Laden der mitmacht zu kommen, ist die Oekobilanz nicht die Beste... 🤔
  • rubinrot 30.03.2019 14:14
    Highlight Highlight Ich brauche die App auch oft und finde die Idee super.
    Allerdings frage ich mich manchmal, ob gewisse Restaurants dann anfangen mehr zu kochen, damit sie genug für tgtg haben oder quasi eine zweite Kundengruppe erreichen...
    • martinsteiger 30.03.2019 17:19
      Highlight Highlight Wenn man sich einige Angebote anschaut, dann wird tatsächlich eine zweite Kundengruppe angesprochen. Es werden nicht kurzfristig Resten verwertet, sondern die Angebote sind schon Stunden im Voraus ausverkauft. Beispiel: Yooji's am Bellevue in Zürich ist seit 17.15 Uhr ausverkauft, das Zeitfenster beginnt um 22.15 Uhr … Ähnlich bei anderen Yooji's-Filialen.
  • Schnymi 30.03.2019 13:50
    Highlight Highlight Tolle App, haben wir schon mehrmals gebraucht... :)
  • Hosenabe 30.03.2019 13:34
    Highlight Highlight Habe mal was in einer Bäckerei abgeholt... Die Angestellten hatten keine Ahnung davon und mussten zuerst mit der Chefin telefonieren... Nach 45 min war ich wieder draussen 😂😂😂
    Nichtsdestotrotz eine gute Sache!
    • Birdie 30.03.2019 15:17
      Highlight Highlight bei Vapiano ist mir das bisher auch jedes Mal passiert und es wird nur widerwillig was gegeben. Dort bekommt man dann aber auch echt was fürs Geld, also lohnt es sich erst dumm angemacht zu werden :)
  • Mamasita 30.03.2019 13:32
    Highlight Highlight Ich liebe TGTG! Benutze es ca. 1-2 mal pro Woche. Meistens für Gemüse/Früchte bei Migros oder auch bei Bäckereien für Patisserie, Brot, Salate, usw. Unglaublich wenn man sieht was man für 5.- alles erhält, resp. was sonst weggeworfen worden wäre. Die Ware ist geschmacklich und optisch noch immer 1A, also keinerlei Qualitätsverlust. Dafür ein gutes Gewissen und Geld gespart :-)
  • Alex1250 30.03.2019 13:19
    Highlight Highlight Ich habe noch nie von dieser App gehört, soeben habe ich sie installiert. Danke fùr diesen Artikel

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