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78 Prozent der Schweizer Erwachsenen will Social-Media-Verbot für Kinder

Fast 80 Prozent der Schweizer Erwachsenen wollen Kindern Social Media verbieten

28.11.2024, 07:1128.11.2024, 07:32

In Australien dürfte bald ein Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren beschlossen werden. Wie eine repräsentative Umfrage des Instituts Leewas im Auftrag von «20 Minuten» und Tamedia zeigt, würde ein solcher Vorschlag auf in der Schweiz auf Anklang stossen: So sprechen sich 78 Prozent der Stimmberechtigten für ein gesetzliches Verbot von Social Media für unter 16-Jährige aus.

mädchen social media handy
Schon junge Kinder posieren regelmässig für Bilder auf Social Media.Bild: Shutterstock

Bei den Parlamentarierinnen und Parlamentariern stösst dieser Vorschlag auf unterschiedliche Meinungen. «Ich könnte mir sehr gut vorstellen, in diesem Bereich einen Vorstoss zu lancieren», sagt etwa Mitte-Nationalrätin Regina Durrer gegenüber «20 Minuten». Sie sei froh, dass eine grosse Bevölkerungsgruppe das Problem erkannt habe und bereit sei, zu reagieren.

SP-Nationalrat Matthias Aebischer spricht sich hingegen gegen ein Verbot aus. «Vielmehr müssen wir die Jugendlichen den sinnvollen Umgang mit Elektronikgeräten lehren», sagt er. Unterstützung erhält er dabei etwa aus der SVP. «Ein Verbot ist quatsch», so Nationalrat Mike Egger. Es sei keine staatliche Aufgabe, jungen Menschen die sozialen Medien zu verbieten. Dies liege in der Kompetenz der Eltern.

Der übermässige Gebrauch von sozialen Medien ist, wie diverse Studien zeigen, nicht ohne Risiken. So geht ein solcher regelmässig mit psychischen Belastungen wie Depressionen oder Angststörungen einher. Andere Studien heben aber auch positive Aspekte hervor – etwa dass sich Jugendliche online vernetzen oder soziale Unterstützung finden können.

In Australien rückt ein solches Verbot derweil immer näher. Das Repräsentantenhaus in Canberra billigte den Vorschlag am Mittwoch mit grosser Mehrheit. Nun fehlt nur noch die Zustimmung des Senats, die als äusserst wahrscheinlich gilt. Australien wäre das weltweit erste Land, das ein solches Verbot einführen würde. (dab)

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