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Das Drogengepäck mit kolumbianischem Kokain. bild: zvg

Mit 600 Kilogramm Kokain geschnappt: Drogenlord wehrt sich in Basel gegen die Auslieferung

Michael «Mike» Dokovic ist der Polizei mit 600 Kilogramm Kokain in die Falle gelaufen. Er hat sich zu sicher gefühlt.

Christian Mensch / ch media



Seit Mai sitzt Michel Dokovic in Basler Untersuchungshaft. Der 59-Jährige Montenegriner war mit zwei weiteren Personen verhaftet worden, als er 21 Koffer verlud, die 603 Kilogramm Kokain enthielten. Die Drogen waren zuvor mit einem Privatjet von Südamerika via Südfrankreich zum Euro-Airport (EAP) geflogen worden.

Dokovic ist ein kriminelles Schwergewicht, das mit einem Dutzend Namen in den Datenbanken der Strafverfolgungsbehörden vermerkt ist. Geboren als Iljmija Frljučkić hinterliess er seine Spuren ebenso in den USA, in Costa Rica, Belgien, Frankreich, den Niederlanden wie in Tschechien. Den Drogenhandel organisierte er zuletzt aus einer Villa in einem Vorort von Zagreb.

ZUR JAHRES-MK VOM EUROAIRPORT BASEL-MUELHAUSEN, STELLEN WIR IHNEN HEUTE, 18. JANUAR 2018, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - The EuroAirport in Basel, on Wednesday, December 7, 2016. One person died on Wednesday evening as a small aircraft crashed at Basel-Muelhausen airport. The operation on the EuroAiport (EAP) was stopped after the accident. The private machine crashed during the landing on the main track (north-south) and caught fire. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Der EuroAirport in Basel, am Mittwoch, 7. Dezember 2016. Beim Absturz eines Kleinflugzeugs auf dem Flughafen Basel-Muelhausen ist am Mittwochabend eine Person ums Leben gekommen. Der Betrieb auf dem EuroAiport (EAP) wurde nach dem Unfall eingestellt. Eine Privatmaschine stuerzte bei der Landung auf der Hauptpiste Nord-Sued ab und fing Feuer. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Die Drogen waren zuvor mit einem Privatjet von Südamerika via Südfrankreich zum Euro-Airport (EAP) geflogen worden. Bild: KEYSTONE

Kroatien hat mittlerweile Auslieferungsgesuche gestellt. Doch einem vereinfachten Verfahren haben die Anwälte nicht zugestimmt. Nun ist das Bundesamt für Justiz für ein ordentliches Verfahren zuständig. In dieser Zeit bleiben Dokovic und seine Kumpane in Haft; das Basler Zwangsmassnahmengericht hat die Untersuchungshaft verlängert, wie Peter Gill, Sprecher der Basler Staatsanwaltschaft, bestätigt.

Dokovic ist in Basel in eine Falle geraten, die ihm im Rahmen einer multinationalen Polizeiaktion gestellt worden ist. Die Drogen wurden nicht auf dem EAP sichergestellt, sondern erst, als der Boss persönlich die Übergabe in einer Garage überwachte. Einer der Piloten, ein 35-jähriger Kroate, brachte das Gepäck, ein 46-jähriger Tscheche stand als Kurier für den Weitertransport bereit, als der Zugriff erfolgte.

Das kroatische Medium «Jutarnji List» hatte Einsicht in die Polizeiakten und schildert die Vorgeschichte. Konkrete Verdachtsmomente gegen Dokovic hätten sich ergeben, als im vergangenen Oktober am Grenzübergang Bregana zwischen Slowenien und Kroatien ein Mercedes mit französischem Kennzeichen angehalten wurde und Polizeihunde im verschweissten, doppelten Boden eine Million Euro in bar fanden. Im Auto sass die Freundin von Dokovic. Das Geld wurde beschlagnahmt. Dokovic musste eine Geldstrafe zahlen. Er meinte, der Transport sei in eine Zufallskontrolle geraten; er rechnete nicht damit, ab diesem Zeitpunkt überwacht zu werden.

Dokovic prahlte mit seinen Drogentransporten

Am Telefon sprach Dokovic offen über sein Drogengeschäft. «Zwanzig, dreissig solcher Transporte» habe er schon organisiert. Er beschrieb, wie er Stewardessen und Passagiere anheuerte, um die Jets glaubwürdig als Business-Charter abheben zu lassen. Gemäss gleicher Quelle hatte sich Dokovic für südamerikanische Kartelle zu einem bevorzugten Partner hochgearbeitet. Er konnte sich hochwertiges kolumbianisches Kokain besorgen, weil er angeblich über genügend Barmittel verfügte und schon bei Übernahme die Hälfte bezahlte. Den Rest beglich er nach dem Weiterverkauf.

Dynamik erfuhren die Ermittlungen, als die Hongkonger Polizei im April dreimal zuschlug und insgesamt 420 Kilogramm Kokain sicherstellte. Einen direkten Zusammenhang zu Dokovic ergibt sich aus den vorliegenden Informationen zwar nicht, doch die internationalen Ermittler fokussierten nun auf seinen nächsten Transport, als 600 Kilogramm Kokain via Uruguay, Nizza und Basel auf den Markt gebracht werden sollten. Was «Jutarnji List» auch weiss: Neben den Drogen seien in Basel auch grosse Mengen an Banknoten verschiedener Währung, zehn Luxusarmbanduhren, gefälschte Dokumente, neun Handys, vier Waffen und ein Schalldämpfer sowie eine kleine Menge Marihuana sichergestellt worden. (bzbasel.ch)

Die dümmsten Koks-Schmuggel-Aktionen der Schweiz

Tauchboot mit acht Tonnen Kokain gestoppt

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22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Filzstift 27.08.2019 12:49
    Highlight Highlight Sein Pech, dass er kein Anwalt ist.
  • Sk8/Di3 27.08.2019 11:04
    Highlight Highlight Hey "Mike" ruf den Luzi an, der boxt dich da raus!

    Tipps wie man 1 Mio Euro über die Grenze schafft, kann dir der Luzi auch geben.

    Schon spannend, dies Parallelen in den zwei Fällen. Tja Mike nächstes Mal flieg ü er Bern Belp. In Bern ist man mit solchen Delikten nicht so streng wie in Basel.
  • Dario4Play 27.08.2019 08:45
    Highlight Highlight Ich bin wirklich links, aber solche kriminellen sollten abgeschoben werden. Bitte begründet eure Blitze
    • Bosshard Matthias 28.08.2019 07:08
      Highlight Highlight Das ist es genau was mich extrem stört an den
      linken niemand darf das gesetzt so auslegen wie es einem gerade in den kram passt aber genau das wird gemacht und dazu gejammert das macht sie für mich so unwählbar obwohl es manchmal auch gute Ansätze gäbe.
  • peeti 27.08.2019 08:36
    Highlight Highlight Ich weiss, “Drogenlord” hat sich offensichtlich als neues Wort bei uns eingeschlichen. Aber wieso nicht zur Abwechslung mal Drugkönig oder Drogenchief? 😜
    • Blitzmagnet 27.08.2019 09:35
      Highlight Highlight Oder Drugfürst XD
    • Binnennomade 27.08.2019 22:47
      Highlight Highlight Roi des drogues? 🤔
    • peeti 28.08.2019 00:26
      Highlight Highlight Wenn schon König des drogues oder Rou des Drogen😉 es geht ja um die dämliche Vermischung von zwei Sprachen innerhalb des gleichen Wort.
  • Rufus Teague 27.08.2019 07:44
    Highlight Highlight Vielleicht wollte er nur Missstände aufdecken und das Kokain dann der Polizei übergeben...
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 27.08.2019 07:58
      Highlight Highlight Das wird wohl der neue Runninggag auf Watson. 😂
    • glass9876 27.08.2019 08:30
      Highlight Highlight Er habe es am Tag zuvor in der Berner Altstadt bei einem Strassenhändler gekauft... :-D
    • Forest 27.08.2019 08:31
      Highlight Highlight Da hätte wohl 1g gereicht 😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • Natürlich 27.08.2019 07:28
    Highlight Highlight Auf jeden Fall heftige Geschichte.

    Ich mein, die finden eine Million Euro in deinem Wagen, spätestens dann hätten doch die „Paranoia“ -Alarmglocken schrillen müssen.
    Dass einer der x-Tausend Kilos verschiebt einfach so locker redet.

    Ich hatte jeweils schon Angst das Wort Gras in den Mund zu nehmen wenn ich meinen Cannabisdealer anrief😄
  • Stema 27.08.2019 07:11
    Highlight Highlight “Michael «Mike» Dokovic ist der Polizei mit 600 Kilogramm Kokain der Polizei in die Falle gelaufen.”

    Da war die Polizei sicher froh, dass sie ihre 600 Kilogramm Kokain wieder zurückhaben :)
  • EvilBetty 27.08.2019 06:54
    Highlight Highlight «Lockvogelkauf»
  • Keller101 27.08.2019 06:49
    Highlight Highlight Ja, da braucht es schon einen ausgefuchsten Kriminalisten, um misstrauisch zu werden, wenn ein Kroate, ein Tscheche und ein Italiener 21 Koffer aus einem Privatjet laden 😂😂
    • wasps 27.08.2019 09:01
      Highlight Highlight Der ist gut 👍
  • N. Y. P. 27.08.2019 06:02
    Highlight Highlight Dokovic ist in Basel in eine Falle* geraten, die ihm im Rahmen einer multinationalen Polizeiaktion gestellt worden ist.

    *Luzi Stamm, steckst du dahinter ?

    Hast du 600 kg geordert ?

    #7siech
    • Der Teufel auf der Bettkante 27.08.2019 08:28
      Highlight Highlight Womit aber seine 47.50 CHF pro Gramm eher wieder teuer erscheinen.
    • Arneis 27.08.2019 09:38
      Highlight Highlight Best comment this year award
  • wasps 27.08.2019 05:59
    Highlight Highlight Was für ein Früchtchen.

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