DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Un drone vole pilote par une personne lors d'une presentation par la Poste d'une livraison de paquets a l'aide de drones ce mardi 7 juillet 2015 a Bas-Vully. La Poste suisse, Swiss WorldCargo, (la division de fret aerien de Swiss) et Matternet, (un fabricant de drones base en Californie), ont lance un projet commun afin de tester l'utilisation de drones pour la livraison des paquets. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Versuchsdrone der Post.
Bild: KEYSTONE

Ob Pizza-Lieferung oder Anschlag auf AKW: Bund sieht bei zivilen Drohnen keinen Handlungsbedarf



Die zivilen Drohnen am Himmel stellen eine neue Herausforderung dar. Deren gesetzliche Regulierung hat mit der technischen Entwicklung nicht Schritt halten können, wie das Bundesamt für Zivilluftfahrt in einem Bericht festhält.

Laut dem Bericht «Zivile Drohnen in der Schweiz», den das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) im Internet publiziert hat, bewegen sich derzeit rund 20'000 zivile unbemannte Luftfahrzeuge am Himmel über der Schweiz. Und die Zahl wird angesichts der technischen Entwicklung weiter steigen.

«Dringend benötigte Medikamente bei schlechter Sicht mit einer Drohne in eine Alphütte zu transportieren, wird gesellschaftlich wohl anders bewertet als ein Pizza-Lieferdienst per Drohne in der Stadt»

Im Sinne einer Gesamtschau skizziert der Bericht nun eine Drohnenstrategie und gibt erste Empfehlungen ab.

Ausspionieren der Kernkraftwerke

Die Arbeitsgruppe, die den Bericht verfasst hat, kommt dabei unter anderem zum Schluss, dass Drohnen zwar - wie viele andere Fluggeräte, Fahrzeuge und Technologien auch - zu kriminellen Zwecken eingesetzt werden könnten. Sie geht allerdings nur von einer «mässigen Bedrohung» aus. Es würden keine grundsätzlich neuen Gefahren geschaffen.

Laut Bericht ist es etwa denkbar, «dass Aktivisten oder Terroristen ein Kernkraftwerk oder andere kritische Infrastrukturen aus der Luft mit Drohnen relativ einfach observieren können, um Aktionen vorzubereiten».

«Ob sich eine Flugverbotszone bei ernsthaft böswilligen Absichten beim heutigen Stand der Technik durchsetzen liesse, ist offen.»

Aus Sicht des Eidg. Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI) wäre deshalb in einem bestimmten Umkreis von Kraftwerken die Einrichtung einer Luftsäule mit einem Flugverbot wünschenswert.

Die Verfasser des Berichts halten eine solche Regelung derzeit jedoch nicht für sinnvoll: «Ob sich eine solche Flugverbotszone bei ernsthaft böswilligen Absichten beim heutigen Stand der Technik durchsetzen liesse, ist offen.» Zudem sei das Auskundschaften einer Kernkraftanlage, ob nun mit einer Drohne oder auf anderem Wege, ohnehin strafbar.

Es sei aber denkbar, dass in naher Zukunft ausgereifte Systeme zur Drohnenabwehr entwickelt würden. Dann sei deren Regulierung und Zulassung notwendig. Heutige Störsender seien verboten und würden die WLAN-Netze in der Umgebung zerhacken.

Pizza-Lieferungen in der Stadt

In Zukunft könnten Drohnen auch für den Transport von Gütern zum Einsatz kommen. In welchem Ausmass, ist unklar: «Dringend benötigte Medikamente bei schlechter Sicht mit einer Drohne in eine Alphütte zu transportieren, wird gesellschaftlich wohl anders bewertet als ein Pizza-Lieferdienst per Drohne in der Stadt», hält das BAZL fest.

Das Bundesamt will nun die weitere Entwicklung abwarten. Sollte sich dereinst ein Regelungsbedarf ergeben, will das BAZL die Vorgaben bezüglich Luftraum, Geräteanforderungen sowie Start- und Landepunkte konkretisieren.

2015 war das Jahr der Drohnen

Datenschutz

Derzeit ebenfalls keinen Handlungsbedarf sieht der Bericht unter anderem in Hinblick auf den Datenschutz, den Lärm- und Umweltschutz oder Haftungsfragen. Die bisherigen Regelungen würden ausreichen.

So könnten beispielsweise Drohnen zwar einfach mit Kameras ausgerüstet werden. «Die heutigen Vorgaben des Datenschutzes haben auch für den Betrieb ziviler Drohnen vollumfänglich Geltung.» So ist das Filmen von erkennbaren Personen nur mit deren Einwilligung oder aufgrund eines überwiegenden Interesses gestattet. (whr/sda)

Multicopter «Airdog» ausprobiert

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Tom Lüthi, das logische Desaster in der gnadenlosesten aller Sportarten

Tom Lüthi ist nicht mehr viel besser als in seiner ersten Saison vor 19 Jahren. Alles andere als dieses Desaster wäre gegen die ewigen, unerbittlichen Gesetze seines Sportes. Und gereicht ihm doch zur Ehre.

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Tom Lüthi (34) steht jetzt auf Augenhöhe mit Valentino Rossi (42), dem Grössten der Geschichte.

Die schlechte Nachricht: beide sind soeben in Katar am Samstag im Qualifying auf Platz 21 gefahren und am Sonntag im Rennen ohne Punkte geblieben.

Nur den Titanen des Mannschaftsportes ist es vergönnt, als Helden in die Abendröte ihres Ruhmes zu reiten. Und unter Applaus und der Forderung nach einer Zugabe von der Bühne abzutreten.

Torhüter Dino …

Artikel lesen
Link zum Artikel