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Wetter sorgt für hohe Lawinengefahr: Diese Regionen sind betroffen

Der mit Neuschnee bedeckte Pilatus, am Samstag, 3. Januar 2026 in Luzern. (KEYSTONE/Andreas Becker)
In den Bergen liegt kaum Schnee und trotzdem herrscht Lawinengefahr.Bild: keystone

Kaum Schnee und trotzdem «sehr kritische Lawinensituation» – das steckt dahinter

04.02.2026, 07:2904.02.2026, 07:29

Im Flachland ist der Winter aktuell nur temperaturmässig zu spüren, sonst scheint vielerorts die Sonne. In den Alpen aber liegt nur wenig Schnee. Dieser sorgt für eine erhöhte Lawinengefahr, wie diese Karte zeigt:

Die Lawinensituation in der Schweiz ist in der ersten Februarwoche kritisch.
Im gesamten Alpenraum herrscht Lawinengefahr.Bild: meteoschweiz
Korrektur
In einer ersten Version dieser Story stand, dass in den Alpen viel Schnee liegt. Das entspricht nicht den Tatsachen und dieser Fehler tut uns leid. Die Grund für die erhöhte Lawinengefahr ist nicht die Schneemenge, sondern der Aufbau der Schneedecke. (leo)

Nur wenig Schnee und trotzdem hohe Lawinengefahr? Der Grund liegt im Aufbau des Untergrundes. «Dünne Schneedecken begünstigen die Bildung von Schwachschichten, da sich die Schneekristalle rasch zu kantigen Formen umwandeln. Fällt darauf neuer Schnee oder wird Schnee durch den Wind verfrachtet, entsteht die gefährliche Schichtkombination: eine kompakte Schicht an der Oberfläche (Schneebrett) auf einem weichen Untergrund (Schwachschicht)», schreibt der Lawinenwarndienst SLF.

In Graubünden – besonders im Engadin – herrscht teilweise gar die zweithöchste Warnstufe. Der Bund spricht von einer «sehr kritischen Lawinensituation». Und weiter: «Spontane und oft auch sehr grosse Lawinen sind wahrscheinlich. An vielen Steilhängen können Lawinen leicht ausgelöst werden. Fernauslösungen sind typisch. Wummgeräusche und Risse sind häufig.»

Schneesportlerinnen und -sportler sind angehalten, auf den Pisten zu bleiben und abseits besonders steile Hänge zu meiden. Da in den nächsten Tagen in diesen Regionen weiterhin mit Neuschnee zu rechnen ist, dürfte sich die Situation nicht massgeblich entschärfen.

Schnee in den Alpen, Sonne im Flachland

A woman enjoys the sun over the sea of fog on the Bachtel mountain, on Saturday, December 23, 2017, above Hinwil, Switzerland. (KEYSTONE/Christian Merz)..Eine Spaziergaengerin geniesst die Sonne ueber ...
Über der Nebeldecke winkt die Sonne.Bild: KEYSTONE

Die Woche begann im Flachland sonnig – und zur Freude vieler wird dies auch so weitergehen. «Am Mittwoch liegt im Flachland gebietsweise Nebel, sonst teilt sich die Sonne den Himmel mit ausgedehnten hohen und mittelhohen Wolkenfeldern», schreibt MeteoNews in einem Blogbeitrag.

Erst für den Freitag werden kurzzeitige Niederschläge erwartet, der Samstag dürfte hingegen bereits wieder sonnig werden. Dann sollten Sonnenanbeterinnen und -anbeter nochmals das Maximum herausholen, denn aktuell sehen die Prognosen für die nächste Woche eher nass aus, wie MeteoNews zeigt.

Bereits den Sonntag dürften wir laut diesen Vorhersagen unter einer dicken Wolkendecke verbringen. Ab Dienstag folgen dann Regen und Schnee – eventuell sogar bis ins Flachland. (leo)

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Katze watet durch den Schnee
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Katze watet durch den Schnee
Bild: Imgur
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Die beliebtesten Kommentare
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Sojaschnitzel
03.02.2026 13:03registriert Januar 2022
"In den Alpen aber liegt Schnee. Sehr viel Schnee, wie ein Blick auf die aktuelle Lawinensituation zeigt" 🤨 Zusammenhänge wie Vorhänge, die Lawinensituation sagt gar nichts über die (momentan geringe) Schneehöhe aus
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