Schweiz
Energie

Alte Brennelemente aus AKW Leibstadt ins Zwischenlager transportiert

Ersatzausruestung zur Sicherstellung der Kuehlung des Kernkraftwerkes Leibstadt wird eingeflogen, an der Gesamtnotfalluebung 2022, am Dienstag, 27. September 2022, in Leibstadt. Vom 27. bis 29. Septem ...
Notfallübung beim AKW Leibstadt im September 2022. Bild: keystone

Alte Brennelemente aus dem AKW Leibstadt nun im Zwischenlager – Sicherheit bleibt Thema

Das hochradioaktive Material sei sicher nach Würenlingen transportiert worden. Die Strahlenschutz-Situation im AKW selbst wird von der Atomaufsicht nur noch als «ausreichend» beurteilt.
21.12.2023, 14:49
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Aus dem Atomkraftwerk (AKW) Leibstadt im Kanton Aargau sind weitere drei Transport- und Lagerbehälter mit je 69 ausgedienten Brennelementen ins wenige Kilometer entfernte Zwischenlager Würenlingen transportiert worden. Für den Transfer auf der Strasse standen zugelassene Lastkraftwagen im Einsatz.

Die Transporte fanden seit September statt, wie die Zwilag AG am Donnerstag mitteilte. Nach Ankunft der Behälter in Würenlingen hätten umfangreiche Kontrollen in Sachen Strahlenschutz und Dichtheit stattgefunden.

Angeblich an alle Vorschriften gehalten

Im Anschluss seien die von den Behörden freigegebenen Behälter in der Behälterlagerhalle eingelagert worden. Alle Transporte und die Einlagerungsarbeiten seien unter der Aufsicht des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (Ensi) und der Internationalen Atomenergieagentur gestanden. Sämtliche nationalen und internationalen Vorschriften und Auflagen seien erfüllt, bzw. eingehalten worden.

Die Zwilag ist eine Aktiengesellschaft der Schweizer Kernkraftwerk-Betreibergesellschaften. Das Aktienkapital ist proportional zur thermischen Leistung der AKW aufgeteilt.

Zu wenig Angestellte

Die Zahl der Arbeitsstellen im AKW Leibstadt hatte zuletzt stark abgenommen. Inzwischen sei ein Aufbau für rund 50 Stellen im Gang, wurde Anfang Dezember berichtet. Das liege an einer Pensionierungswelle und weil das AKW mindestens bis 2045 Strom produzieren soll.

Die Atomaufsicht verlange nun unter anderem Abklärungen beim Strahlenschutz: Das Ensi habe vom AKW Leibstadt eine Abklärung gefordert, inwieweit der Personalbestand ausreiche, damit die Mitarbeitenden und die vorgesetzten Stellen ihre Kontrollaufgaben wahrnehmen können.

«Für den 24-Stunden-Betrieb während 365 Tagen im Jahr benötigt das AKW Leibstadt 36 Reaktoroperateure – respektive sechs Gruppen à sechs Fachkräfte. Ende 2022 verfügte es über 48 Schichtchefs und Reaktoroperateure. Pro Betriebsschicht sind acht solche Fachkräfte im Kommandoraum und in der Anlage im Dienst. Dazu ist ein Pikettingenieur vor Ort.»

Wegen der Situation beim Strahlenschutz bewertete das Ensi die Sicherheit des AKW Leibstadt «hinsichtlich des Zustands und Verhaltens von Mensch und Organisation als ausreichend». Im Vorjahr lautete die Bewertung noch auf «gut.

(dsc/sda)

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