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Energie

Schweiz erzeugt weniger Strom aus Wasserkraft als im Vorjahr

Blick auf Stausee und Zervreilahorn (2898 Meter ueber Meer), aufgenommen am Dienstag, 11. August 2015, in Vals. Der Berg wird auch als "Matterhorn Graubuendens" bezeichnet, und ist auf der F ...
Die mittlere zu erwartende Energieproduktion lag bei 37'162 Gigawattstunden pro Jahr (GWh/a), wie das Bundesamt für Energie am Montag mitteilte.Bild: KEYSTONE

Schweiz erzeugt weniger Strom aus Wasserkraft als im Vorjahr – die Gründe

04.05.2026, 13:4304.05.2026, 15:43

Die Stromproduktion aus Schweizer Wasserkraft ist 2025 trotz zusätzlichen Anlagen leicht gesunken. Unter anderem wegen Unwetterschäden und geringer Zuflüsse sank die mittlere Produktionserwartung gegenüber dem Vorjahr um 188 Gigawattstunden.

Die mittlere zu erwartende Energieproduktion lag bei 37'162 Gigawattstunden pro Jahr (GWh/a), wie das Bundesamt für Energie am Montag mitteilte. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 37'350 Gigawattstunden. Zwölf Zentralen befanden sich im Umbau, sechs im Bau.

Das Bundesamt für Energie führt diesen Rückgang in erster Linie auf niedrige Zuflüsse und Datenaktualisierungen zurück. Zudem seien zwei Zentralen im Wallis nach dem schweren Unwetter von 2024 weiterhin ausser Betrieb. Allein der Ausfall des Kraftwerks in Susten-Chippis habe die Produktionserwartung um 215 Gigawattstunden reduziert.

Der Kanton mit der grössten erwarteten Produktion blieb dennoch das Wallis mit 10'469 Gigawattstunden pro Jahr (GWh/a), gefolgt von Graubünden (7919 GWh/a), dem Tessin (3485 GWh/a) und Bern (3424 GWh/a).

Zubau von drei Kraftwerken

Die Zahl der Kraftwerke mit einer Leistung von über 300 Kilowatt sei von 703 auf 706 gestiegen, was zu einem Produktionsausbau von rund 50 GWh/a führte. Den grössten Anteil daran hatte die Inbetriebnahme des Laufkraftwerks Sousbach im bernischen Lauterbrunnen. Auch die nach einem Bergsturz 2017 wiederaufgebaute Anlage in Bondo GR sei wieder in Betrieb.

Das geltende Energiegesetz besagt, dass die durchschnittliche jährliche Wasserkraftproduktion in der Schweiz bis 2035 auf 37'900 Gigawattstunden ansteigen muss. Für das Monitoring wird allerdings der Verbrauch der Zubringerpumpen von der Energieproduktion abgezogen und die Produktion der kleinen Wasserkraftwerke addiert. Nach dieser Messart ergab sich für das Jahr 2025 eine durchschnittliche Produktion von 36'724 Gigawattstunden.

Vergangenes Jahr wurden laut der Mitteilung rund 58,5 Prozent des inländischen Stroms mit Wasserkraft erzeugt. (sda)

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