DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Pierre Berger, JUVENT employee in charge of security and maintenance stand on a wind turbine of 150m overall height at the JUVENT power plant on the Mont-Soleil in Saint-Imier, Switzerland on Wednesday May 10, 2017. The Swiss people will be voting on the

Wind-Turbine bei Saint-Imier.  Bild: KEYSTONE

Heute wird abgestimmt: Das Stimmvolk stellt Weichen in der Energiepolitik



Das Stimmvolk entscheidet heute über das Energiegesetz. Sagt es Ja, wird der Bau neuer Atomkraftwerke verboten, und die erneuerbaren Energien werden stärker gefördert. Daneben kommen in 16 Kantonen 32 Sachvorlagen zur Abstimmung.

Das revidierte Energiegesetz ist eine Folge der Atomkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011. Der Bundesrat und das Parlament hatten kurz nach dem Unfall beschlossen, dass in der Schweiz keine neuen Atomkraftwerke gebaut werden sollen.

Mit der Energiestrategie 2050 wurden anschliessend die Weichen gestellt für eine Energieversorgung, die mit weniger Atomstrom und weniger fossiler Energie auskommt. Nun kann sich das Stimmvolk dazu äussern. Mit dem Nein zur Atomausstiegsinitiative im Herbst hat es entschieden, dass die Laufzeit der bestehenden AKW nicht beschränkt werden soll. Heute kann es über ein Verbot für den Bau neuer AKW und die Förderung erneuerbarer Energien entscheiden.

Mehr Geld für Erneuerbare

Bei einem Ja würde für die Förderung von Strom aus Sonne oder Wind mehr Geld zur Verfügung stehen. Gleichzeitig würden die Subventionen befristet. Ein Teil der Gelder ist für die Unterstützung bestehender Grosswasserkraftwerke reserviert. Vorangetrieben würden auch Gebäudesanierungen.

Gegen das Energiegesetz hat die SVP das Referendum ergriffen. Unterstützt wurde sie von Teilen der FDP und der Wirtschaft. In den Umfragen sprach sich eine Mehrheit für die Vorlage aus, doch schmolz der Vorsprung der Befürworter zuletzt.

Schule und KESB

In kantonalen Abstimmungen geht es einmal mehr um die Bildungspolitik: Im Kanton Zürich wird über eine Volksinitiative abgestimmt, die nur eine Fremdsprache an der Primarschule verlangt.

Im Kanton Solothurn steht der Lehrplan 21 zur Diskussion. Dort wird über eine Volksinitiative mit dem Titel «Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21» abgestimmt. Im Kanton Schwyz verlangt eine Volksinitiative, dass künftig die Gemeinden und nicht mehr der Kanton für die KESB zuständig sind.

Weitere Themen sind beispielsweise im Wallis das umstrittene Raumplanungsgesetz, im Tessin eine Kehrichtsackgebühr und in Genf die Tarife des öffentlichen Verkehrs. Im Kanton Bern kommt es nach einem Referendum der SVP zu einer Abstimmung über den Asylsozialhilfe-Kredit. (sda)

Alles, was du zu den heutigen Abstimmungen wissen musst:

Mörgeli macht auf Twitter den Energie-Affen – die Reaktionen darauf sind elektrisierend

Link zum Artikel

Fiala redet und redet – doch Girod macht in nur 40 Sekunden alles klar

Link zum Artikel

Gülsha, Giacobbo und Co: Diese Tweets sorgten im Abstimmungskampf zur #ES2050 für Furore

Link zum Artikel

Das grosse Energiequiz – wenn du weniger als 5 richtig hast, heisst's Lichterlöschen

Link zum Artikel

Sauber, aber kompliziert: Die 5 Probleme bei der Energiewende

Link zum Artikel

Warum wir den Deutschen für die Energiewende dankbar sein müssen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Motorradfahrer bei Kollision mit Auto auf Oberalpstrasse verletzt

Bei der Kollision zwischen einem Motorrad und einem Auto auf der Oberalpstrasse ist am Dienstagnachmittag der Töfffahrer verletzt worden. Er hatte die Herrschaft über seine Maschine verloren, wie die Kantonspolizei Graubünden am Mittwoch mitteilte.

Der 38-jährige Motorradlenker fuhr nach 13.30 Uhr vom Oberalp Hospiz kommend über die Passstrasse in Richtung Disentis. Bei der Örtlichkeit Surpalits oberhalb Tschamut verlor er in einer Rechtskurve die Herrschaft über seine Maschine, stürzte und …

Artikel lesen
Link zum Artikel