Schweiz
Fribourg

Neue Details zum Postautobrand von Kerzers bekannt: Neun Personen im Bus

Polizei veröffentlicht neue Informationen zu Kerzers

16.03.2026, 15:2416.03.2026, 16:58

Die Kantonspolizei Freiburg hat am Montag neue Details zum tödlichen Postautobrand von Kerzers veröffentlicht. So teilten die Behörden mit, dass sich zum Zeitpunkt des Brandes neun Personen im Fahrzeug befunden hätten: der mutmassliche Täter, der Busfahrer und sieben Passagiere.

KEYPIX - Ein Postauto faehrt an Blumen und Kerzen vorbei, an der Stelle, an der ein Postauto in Brand geriet, am Sonntag, 15. Maerz 2026, im Zentrum von Kerzers im Kanton Freiburg. Laut der Freiburger ...
Die Polizei veröffentlichte am Montag neue Informationen zu Kerzers.Bild: keystone

Drei der Passagiere schafften es verletzt aus dem Bus, darunter eine 56-jährige Frau. Sie befindet sich weiterhin in kritischem Zustand. Zwei Personen, die ausserhalb des Busses versucht hatten, den Opfern zu helfen, wurden zudem leicht verletzt.

Ebenfalls wurde die Frage geklärt, warum sich die zwei Passagiertüren nicht sofort öffneten. «Da das Feuer während der Fahrt ausbrach, konnten sich die Türen erst beim vollständigen Halt des Busses öffnen», heisst es in der Medienmitteilung. Somit öffneten sich die Türen erst, als das Fahrzeug zum Stillstand kam.

Mutmasslicher Täter handelte allein

Der mutmassliche Täter Roger K habe allein gehandelt, zeigen die Ermittlungen. Die tieferen Gründe, die ihn zu dieser Tat mit fatalen Folgen für mehrere Personen bewogen und gleichzeitig seinem eigenen Leben ein Ende setzten, sind laut Polizeiangaben zum jetzigen Zeitpunkt unbekannt. Es werde von einem erweiterten Suizid ausgegangen.

Der Mann war der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) des Kantons Bern bekannt, wo er unter Beistandschaft für administrative Aufgaben stand. «Es gab keine Anzeichen dafür, dass er eine Gefahr für sich selbst oder andere darstellte», schreibt die Kantonspolizei weiter. Er sei der Polizei jedoch wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz bekannt gewesen.

Laut Polizeiangaben haben bisher über 150 Personen psychologische Unterstützung durch das Care-Team erhalten. Dieses steht den Angehörigen und allen vom Ereignis betroffenen Personen telefonisch weiterhin zur Verfügung. Deaktiviert wurde inzwischen jedoch die Hotline die am Brand-Abend eingerichtet worden war.

Die Betroffenheit nach dem schweren Brand ist weiterhin gross. Zahlreiche Postauto-Fahrerinnen und -Fahrer gedachten mit einer freiwilligen Schweigeminute der Opfer. Sie hielten ihre Fahrzeuge an und taten ihre Solidarität mit dem Dreiklanghorn oder der Hupe kund. Die Idee für die Gedenkminute stammte aus den Reihen des Fahrpersonals. (dab/hkl/sda)

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Postauto-Brand in Kerzers FR
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Postauto-Brand in Kerzers FR

Am Mittwochmittag informierten die Behörden über den Postauto-Brand in Kerzers FR.

quelle: keystone / cyril zingaro
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Guy Parmelin gedenkt den Opfern in Kerzers
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47 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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SpitaloFatalo
16.03.2026 18:04registriert März 2020
„Erweiterter Suizid“. Ich dachte, dass man den Begriff seit 20 Jahren nicht mehr verwendet. Es war Suizid. Alle anderen hat er getötet.
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Diego de la Vega
16.03.2026 18:30registriert Februar 2026
„Erweiterter Suizid“ ist der Begriff, den die Polizei verwendet. Für mich passt er hier nicht. Die Passagiere waren Fremde. Er hat sie nicht „mitgenommen“, sondern ihren Tod in Kauf genommen oder sie als Mittel benutzt. Das hat einen anderen Namen: Mord.
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Chalbsbratwurst
16.03.2026 17:12registriert Juli 2020
"Es werde von einem erweiterten Suizid ausgegangen."

Hat uns nicht gerade kürzlich jemand in einem Artikel erklärt. dass das kein erweiterter Suizied sondern Mord war?

Bei einem erweiterten Suizied hätte er doch Familienmitglieder mit in den Tod reissen müssen, wenn ich das noch richtig im Kopf habe.

Aber ja... am Ergebnis ändert es nichts egal was es war...
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