Schweiz
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Hans Geiger, Professor Universitaet Zuerich, spricht waehrend einer Medienkonferenz des ueberparteilichen Komitees

Hans Geiger, emeritierter Professor an der Universität Zuerich, während einer Medienkonferenz zur Ecopop-Initiative. Bild: KEYSTONE

Zuwanderungs-Debatte

Mr. Ecopop, Hans Geiger: «Schon heute ist jeder zweite Einwanderer keine Arbeitskraft»

Der emeritierte Wirtschaftsprofessor Hans Geiger kämpft für Ecopop. Im Interview sagt er, warum die Personenfreizügigkeit Arbeitnehmern nichts bringt. 

stefan schmid / aargauer zeitung



Ein Artikel der

Herr Geiger, am Mittwochabend hat nun auch die Aargauer SVP nach Ihrem Auftritt die Ja-Parole beschlossen. Sind Sie der neue Thomas Minder der Zuwanderungsgegner? 
Hans Geiger: Ich bin ein Bewunderer von Thomas Minder, doch ich habe nicht so blaue Augen. (Lacht.) 

Wohnen Sie auch in einem Einfamilienhaus mit Umschwung und plädieren nun dafür, man solle endlich die Landschaft schützen?
Ich wohne im Limmattal in einem Zweifamilienhaus, das 400 Jahre alt ist. Insofern habe ich ein reines Gewissen. Ich war tüchtig und hatte Glück im Leben. Es geht mir gut. Dafür muss ich mich nicht schämen.

Hans Geiger

Der heute 71-Jährige verantwortete einst bei der Schweizerischen Kreditanstalt das Kreditgeschäft in Europa und Afrika. Von 1997 bis 2008 war er Professor am Institut für schweizerisches Bankwesen der Uni Zürich. Seit 1979 ist er Mitglied der SVP.

Es ist ein legitimer Traum, ein eigenes Haus zu besitzen. Daran ist nichts falsch. Dennoch ist es notwendig, verdichtet zu bauen.

Auffallend viele Einfamilienhausbesitzer, die zur Zersiedelung der Schweiz beigetragen haben, beklagen sich über den Verlust des Grünlandes. 
Es ist ein legitimer Traum, ein eigenes Haus zu besitzen. Daran ist nichts falsch. Dennoch ist es notwendig, verdichtet zu bauen. 

Man will von Wohlstand und Wachstum profitieren und gleichzeitig ein Paradies präservieren. Das funktioniert nicht. 
Die Schweiz ist eine Oase. Uns geht es viel besser als den meisten anderen Ländern. Da ist es völlig normal, dass es zahlreiche Menschen in diese Oase zieht. Aber es hat hier nicht unendlich viel Platz. Wir müssen haushälterischer mit dem Boden umgehen. Eine Nettozuwanderung von über 80 000 pro Jahr ist einfach zu stark. 

Wir könnten die Unternehmenssteuern erhöhen und die kantonalen Wirtschaftsförderer abschaffen. Das vernichtet Arbeitsplätze und senkt damit nachhaltig die Zuwanderung. 
Ich bin für tiefe Steuern für alle. Steuerliche Anreize nur für ausländische Firmen lehne ich ab. Wir haben tatsächlich Spielraum, eine künstliche Attraktivität zu verringern. Doch wir müssen realistisch bleiben: Die Steuern sind nur ein Faktor unter vielen. Firmen wie Google kommen nicht wegen tiefer Steuern nach Zürich. Hier waren die Nähe zur ETH oder zum IBM-Forschungszentrum und die gute Infrastruktur ausschlaggebend. 

Ecopop will die Zuwanderung massiv beschränken. Aus wirtschaftlicher Sicht ist das ein Schuss ins eigene Bein. 
Nein. Heute verlassen jährlich fast 100 000 Personen die Schweiz. Mit Ecopop könnten weiterhin fast 117 000 Personen einwandern. Das reicht bei weitem aus, um die Bedürfnisse der Wirtschaft nach Fachkräften zu befriedigen. 

Die Auswanderungszahlen schwanken von Jahr zu Jahr. Man weiss im Januar nicht, wie viele Leute das Land bis Dezember verlassen werden. So können Sie auch nicht planen, wie viele Personen sich neu niederlassen dürfen. Ecopop ist ein untaugliches Bürokratie-Monster.
Dafür hat Ecopop vorgesorgt. Die Nettoeinwanderung muss im Durchschnitt von drei Jahren bei maximal 17 000 Personen liegen. Abweichungen in einem Jahr werden im nächsten ausgeglichen. Die Initiative ist klar und einfach, das fasziniert mich. 

Der parteilose Staenderat Thomas Minder, links, spricht neben Andreas Thommen, Geschaeftsfuehrer Ecopop, Hans Geiger, Eremitierter Professort Uni Zuerich, und Erika Haeusermann, Kantonsraetin SG, von links nach rechts, waehrend einer Medienkonferenz des ueberparteilichen Komitees

Der parteilose Ständerat Thomas Minder (links) spricht neben Andreas Thommen, Geschäftsführer Ecopop, Hans Geiger, emeritierter Professor Uni Zürich, und Erika Häusermann, Kantonsrätin SG, während einer Medienkonferenz des überparteilichen Komitees «Ja zu Ecopop» zur Ecopop-Initiative. Bild: KEYSTONE

Aktuell beträgt die Nettozuwanderung mehr als 80 000. Mit Ecopop dürften sehr viele davon nicht mehr kommen. 
Schon heute ist jeder zweite Einwanderer keine Arbeitskraft. Von diesen Zuwanderern brauchen wir tatsächlich weniger. 

Einfacher gesagt als getan: Denken Sie an die ausländischen Ehefrauen von reichen Schweizern. Oder an die Familien von Arbeitskräften, die ein Recht auf Niederlassung haben. Auch bei den Flüchtlingen kann die Schweiz nicht auf null runter. 
Dann muss halt die Wirtschaft Mass halten. Die Personenfreizügigkeit ist ein wunderbares Instrument für Manager und Unternehmer. Sie können unbeschränkt billige Arbeitskräfte rekrutieren. Als Manager würde ich das auch toll finden. Doch aus der Sicht der Arbeitnehmer und Konsumenten geht die Rechnung nicht auf. Sie bezahlen den Preis mit tieferen Löhnen, steigenden Mieten, Landverbrauch und vollgestopften Zügen. 

Es muss uns gelingen, ein Wachstum zu generieren, das nicht ausschliesslich durch Zuwanderung angetrieben wird

Das ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist, dass es der Schweiz so gut geht wie keinem anderen Land: kaum Arbeitslosigkeit, geringe Staatsverschuldung, steigende Löhne. Wir beschäftigen uns mit einem Luxusproblem. 
Deutschland geht es auch gut bei viel weniger Zuwanderung. Es muss uns gelingen, ein Wachstum zu generieren, das nicht ausschliesslich durch Zuwanderung angetrieben wird. Nehmen wir die boomende Bauwirtschaft. Hier holen wir ausländische Fachkräfte ins Land, um neue Häuser und Wohnungen für immer mehr Zuwanderer zu bauen. Ein absurder Kreislauf. 

Ihr Beispiel ist unvollständig. Immer mehr Schweizer beanspruchen immer mehr Wohnraum. Der Flächenbedarf steigt. Die Pendlerströme nehmen zu. Nach wie vor träumen viele vom Haus im Grünen. Es ist zu simpel, für alles die Zuwanderer verantwortlich zu machen.
Einverstanden. Aber sie verschärfen die Probleme massiv. Ich sage ja nicht: Die Schweiz braucht keine Zuwanderer mehr. Es dürfen weiterhin über 100 000 kommen, wenn die Auswanderung so konstant hoch bleibt wie in den vergangenen 10 Jahren. Aber wir müssen die Zuwanderung drosseln. Das machen andere erfolgreiche Länder wie Kanada oder Australien auch. 

Projekt fuer eine Einfamilienhaus Ueberbauung an sonniger Hanglage in Igis im Churer Rheintal, am Samstag, 24. Maerz 2012. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Projekt für eine Einfamilienhaus Überbauung an sonniger Hanglage in Igis im Churer Rheintal – verdichtetes Bauen ist auch für Hans Geiger notwendig. Bild: KEYSTONE

Diese Länder sind nicht wie die Schweiz wirtschaftlich und kulturell aufs Engste mit Nachbarn verbunden. Die Schweiz ist eines der am meisten integrierten Länder in Europa. Ecopop aber bringt die bilateralen Verträge zu Fall. 
Das stimmt nicht. 

Die Initiative verpflichtet den Bundesrat, nach vier Jahren nötigenfalls die Personenfreizügigkeit zu kündigen. In diesem Fall werden die bilateralen Verträge I automatisch hinfällig. 
Juristisch haben Sie recht. Doch politisch sieht der Fall anders aus. Die Bilateralen I sind viel zu wichtig für die EU. Italien und Deutschland haben ein fundamentales Interesse etwa am Landverkehrsabkommen. Diese Staaten werden die Bilateralen niemals kündigen. 

Das müssen sie auch nicht. Die Verträge werden automatisch hinfällig.
Nein. Die EU wird diesen Prozess aus Eigeninteresse stoppen. Brüssel ist an einem möglichst guten Verhältnis zur Schweiz, ihrem drittwichtigsten Handelspartner, interessiert. Wir haben ein Handelsbilanzdefizit mit der EU zwischen 20 und 30 Milliarden Franken. Einem solchen Kunden kündigt man die Freundschaft nicht. 

Was hat die Beschränkung der Zuwanderung in die Schweiz mit der Geburtenkontrolle in Afrika zu tun? 
Auf den ersten Blick nichts. Doch auf den zweiten sehr wohl. Das weltweite Bevölkerungswachstum geht uns alle an. Als ich auf die Welt kam, zählte man gut zwei Milliarden Menschen auf der Erde. Heute sind wir bei über sieben Milliarden. Die UNO geht bis 2050 von zwölf Milliarden aus. Es ist entscheidend, etwas gegen diese masslose Zunahme zu unternehmen.

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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 02.11.2014 11:07
    Highlight Highlight Freiwillige Familienplanung muss umfassend in die Gesundheitspolitik für Entwicklungsländer eingebaut werden. Es geht nicht primär um Kondome.

    Jährlich sind 80 Millionen oder ein Drittel aller Schwangerschaften ungewollt. Mit mehr Mitteln für freiwillige Familienplanung kann Frauen zu ihrem existenziellen Recht auf Selbstbestimmung, auf Zugang zu Information und zu allen Methoden der Empfängnisverhütung verholfen werden.
  • Schneider Alex 02.11.2014 11:06
    Highlight Highlight Verdichtung ist gut, um den Kulturlandverbrauch, die Energie- und Pendlerkosten pro Kopf zu senken. Aber alle übrigen Umweltprobleme, welche mit einer hohen Bevölkerungszahl zusammenhängen, lassen sich dadurch nicht vermeiden. Mehr Menschen steigern den Ressourcenverbrauch (Wasser, Energie, Baumaterialien) und erfordern den gleichzeitigen Ausbau von bereits stark ausgelasteten Verkehrs- und übrigen Infrastrukturanlagen. Damit kommen die öffentlichen Haushalte unter Druck.

    Kein Dichtestress? Warum ziehen denn so viele Zürcher jährlich in die ländlichen Regionen des Kantons Aargau?
  • Schneider Alex 02.11.2014 11:06
    Highlight Highlight Gemäss Arealstatistik des Bundes erfolgt heute rund 80% des Siedlungsflächenwachstums aufgrund des Bevölkerungswachstums. Mit dem neuen Raumplanungsgesetz kann bei starkem Bevölkerungswachstum weiterhin neues Bauland geschaffen werden, neu mit klaren Vorgaben in den kantonalen Richtplänen. Der Rückzug der Landschaftsinitiative war ein grosser Fehler!
  • Schneider Alex 02.11.2014 11:05
    Highlight Highlight Jedes Land ist für seine Umweltbilanz selbst verantwortlich (UNO-Umweltpolitik). Da wir die Einkommenshöhe und damit den Ressourcenverbrauch/Kopf nicht steuern können, bleibt nur noch die Steuerung der Zuwanderung.

    Begrenzung der Zuwanderung ist nicht fremdenfeindlich. Das machen auch grosse Staaten wie USA, Kanada und Australien ohne Fremdenfeindlichkeitsgeschrei. Klar ist aber auch, dass sich die Befindlichkeit der Bevölkerung nicht verleugnen lässt: Mit mehr Fremden im Land geht ein Stück Schweizer Identität und Heimatgefühl verloren.
  • Schneider Alex 02.11.2014 11:04
    Highlight Highlight Jedes Jahr 40'000 neue Wohnungen, 50'000 zusätzliche Autos, 410 Quadratmeter neue Siedlungsfläche für jede zugewanderte Person?

    Für Hochqualifizierte gäbe es genug Kontingente. Gemäss Bundesamt für Statistik nehmen pro Jahr maximal 20'000 neu Zugewanderte eine hochqualifizierte Stelle inklusive Medizin und Pflege an.

    Da ein Zuwanderer im Durchschnitt einen tieferen Lohn hat als ein Ansässiger, wird das AHV-Defizit durch die hohe Nettozuwanderung langfristig noch vergrössert.
  • Schneider Alex 02.11.2014 11:03
    Highlight Highlight ECOPOP: STOPP der Zubetonierung der Schweiz; 100'000 Zuwanderer sind genug!

    Mit der ECOPOP-Initiative wäre immer noch eine Brutto-Zuwanderung von ca. 100'000 Personen möglich. Das ist nur ein Drittel weniger als die heutigen 150'000. Auch mit ECOPOP hätte die Schweiz immer noch eine rund vier Mal höhere Bruttozuwanderung als die EU. Von Abschottung kann also keine Rede sein. Wir müssen die Quantität der Zuwanderung festlegen. Die Masseneinwanderungsinitiative (MEI) wird bei der Umsetzung bis zur Unkenntlichkeit verwässert werden.



  • Jol Bear 31.10.2014 16:07
    Highlight Highlight Die Älteren unter uns mögen sich vielleicht an Europop in den 70er Jahre erinnern. Später kamen Ethnopop, Countrypop und Afropop. Aus den 90er Jahren ist noch die Brit-Pop-Welle in bester Erinnerung. Und jetzt dieser unsägliche Hype um Ecopop. Da gibt's nur eine Schlussfolgerung: Die gute alte Popmusik ist einfach nicht totzukriegen.
  • Zeit_Genosse 31.10.2014 15:46
    Highlight Highlight Hier trifft Öko- und Eco-Romantik auf die unverzeiliche Realität. Die Ansinnen sind ja interessant und man soll sich dem nicht verschliessen. Doch jetzt mit Ecopop zu kommen ist gefährliche Zwängerei die einige Egos streichelt, die ihre Schäfchen längst im trocknen haben. Der Rest wird sich auf sehr unsichere Zeiten und weniger Geld in öffentlichen, unternehmerischen und privaten Kassen machen. Das heisst Rezession.
  • Albi Gabriel 31.10.2014 13:53
    Highlight Highlight Ecopop = feuchter Traum der Avocado-Grünen

    (Falls du nicht weisst, was ein Avocado-Grüner ist, dann erinnere dich mal, was bei einer Avocado unter der dicken, schmierigen grünen Schicht hervorkommt...)
  • Jan Scheidegger 31.10.2014 13:01
    Highlight Highlight Stimme zu 99% zu. Nur sollten wir uns dringend überlegen, wie unsere Gesellschaft auch ohne ständiges Wachstum funktionieren kann. (Und das kann sie;)
  • Bonifatius 31.10.2014 12:58
    Highlight Highlight Die typischen verlogenen Argumente eines Ökonomen: 1. Häuschentraum ist legitim aber verdichtet wohnen sollte man schon auch. Ja, wer soll dann in den Blöcken wohnen wenn die Schweiz nur noch aus privilegierten Oasenbewohner und reichen Firmenchefs besteht? 2. Weniger Zuwanderung aber schön tiefe Steuern, dann auch zu noch behaupten die seien gar nicht so wesentlich für all die ausländischen Firmen. Dass diese ebenso den Boden und die Wohnungen verteuern wird natürlich verschwiegen. ETH? Schon mal die Herkunft der Professoren gecheckt? Wer die Infrastruktur baut?
  • DerWeise 31.10.2014 10:37
    Highlight Highlight "Es muss uns gelingen, ein Wachstum zu generieren, das nicht ausschliesslich durch Zuwanderung angetrieben wird"
    Enough said
    • Zeit_Genosse 31.10.2014 15:39
      Highlight Highlight Ein Wachstum ohne Zuwanderung heisst, dass die Wirtschaftsleistung mit weniger involvierten Menschen steigen muss. Rationalisierung, Einsatz von Robotik und digitalen Prozessen. Mehr Geburten (?!), Zurück zur Schwarzgeldstrategie, höhere Steuern, .... Irgendwie nicht wirklich.
    • Jan Scheidegger 31.10.2014 16:24
      Highlight Highlight die 4. industrielle revolution kommt sowieso. da werden viele dienstleistungsberufe ohnehin der automatisierung zum opfer fallen. und irgendwann – in nicht allzu ferner zeit – wird sowas wie ein grundeinkommen unumgänglich.
  • goschi 31.10.2014 10:26
    Highlight Highlight Und wieder das Kalkül darauf zu hoffen, dass die EU dann schon mitmacht, dabei hat die EU doch schon nach der MEI bewiesen, dass sie aktuell keine Toleranz für Sonderwege hat, zu gross wäre sonst der interne Druck für einzelne Länder (UK, Deutschland, usw) ebenfalls Sonderregeln zuzulassen.
    Ausserdem hat die EU mit dem verhalten gegenüber Russland durchaus bewiesen, dass sie bereit ist wirtschaftliche Konsequenzen zu akzeptieren, wenn es ums politische gesamtbild geht.
    Entsprechend ist ein Hoffen auf ein Einlenken der EU absolut naiv, fatal und desaströs!
    • oskar 31.10.2014 11:55
      Highlight Highlight genauso ist es. schön zusammengefasst
    • goschi 31.10.2014 12:24
      Highlight Highlight An all die Kritiker dieser Anicht.
      Natürlich würde ich mir auch eine nettere Welt wünschen, das ist aber einfach nicht die Realität.
      In der Realität ist die EU durch interne und extrene Geschehnisse und politische Mechaniken im Zugzwang und verhält sich entsprechend, sie kann nicht einfach ab von ihrer Rolle, das hat nichts mit Bösartigkeit zu tun, sondern einfach auch mit dem Gesamtbild.
      Die Welt ist nicht perfekt und wir sind auch auf unsere Nachbarn angewiesen, dies kann man nicht einfach ignorieren und auch wenn es einem nicht passt, muss man die Realität manchmal auch einfach akzeptieren.
    • nilson70 31.10.2014 13:41
      Highlight Highlight @Sewi: Die meisten EU Ländern wären tatsächlich froh ihre kostspielig ausgebildeten Aerzte/Pflegefachpersonen, Ingenieure etc. zurückzubekommen

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