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Gesellschaft & Politik

Jetzt wird's richtig teuer – Bundesrat verabschiedet zusätzliches Rüstungsprogramm

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Bild: KEYSTONE

Jetzt wird's richtig teuer – Bundesrat verabschiedet zusätzliches Rüstungsprogramm

Das Rüstungsprogramm 2015 liegt bereits beim Parlament. Es umfasst Beschaffungen im Umfang von 542 Millionen Franken. Nun legt der Bundesrat ein zusätzliches, teureres Rüstungsprogramm vor.
12.08.2015, 15:3413.08.2015, 08:11

Das Zusatzprogramm umfasst Rüstungsvorhaben im Umfang von 874 Millionen Franken, wie das Verteidigungsdepartement (VBS) mitteilte. Das zusätzliche Programm hat mit dem Nein des Stimmvolks zum Kauf der Gripen-Kampfflugzeuge zu tun.

Das Parlament wollte den Bundesrat nach der Abstimmung beauftragen, mit den Gripen-Geldern umgehend anderes Armeematerial zu kaufen. Da es nicht genügend reife Beschaffungsvorhaben gab, verzichteten die Räte aber schliesslich auf diesen Auftrag. Bundesrat Ueli Maurer kündigte an, dass der Bundesrat in der zweiten Jahreshälfte ein zusätzliches Rüstungsprogramm vorlegen würde.

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Am Mittwoch hat der Bundesrat die Botschaft zuhanden des Parlaments verabschiedet. Er beantragt den Räten die Beschaffung von vier Rüstungsvorhaben. 

  • 118 Millionen Franken will der Bundesrat in den Ersatz von Komponenten der mobilen Kommunikation investieren. Die heute im Einsatz stehenden Telekommunikationsmittel näherten sich ihrem Nutzungsende, schreibt das VBS.
  • Für 100 Millionen Franken soll die Armee Munition kaufen, um die Bestände zu ergänzen. Die Beschaffung der Sturmgewehrmunition entspreche seit 2001 nicht dem jährlichen Verbrauch, hält das VBS dazu fest. Aus technischen Gründen sei zudem der Zünder der Handgranate 85 zu ersetzen.
  • Weiter soll das 35-mm-Mittelkaliber-Fliegerabwehrsystem länger genutzt werden können, damit bis zur Einführung eines Nachfolgesystems keine Lücke entsteht. Dazu sind Umrüstungen nötig. Für das Nutzungsverlängerungsprogramm will der Bundesrat 98 Millionen Franken investieren.  
  • 558 Millionen Franken kostet schliesslich die Werterhaltung von geländegängigen leichten Lastwagen.

(sda)

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20 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Fallbär
12.08.2015 17:24registriert Januar 2015
Der Munitionsverbrauch seit 2001 unvollständig gedeckt? Wir mussten in der RS (2004/5) ohne ausbildnerischen Grund mehrmals etliche Magazine Munition verballern. Begründung der Vorgesetzten: "Wir müssen das verbrauchen, sonst bekommen wir nächstes Jahr zu wenig Munition". Ich habe dasselbe auch von anderen RS gehört.
Am besten dafür bei der Bildung sparen -.-
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The Host
12.08.2015 17:00registriert Juli 2015
"558 Millionen Franken kostet schliesslich die Werterhaltung von geländegängigen leichten Lastwagen."... ehm okey, was sind das genau für Lastwagen; solche wie in den Transfomersfilmen?
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Regisseur Marc Forster: «Ich würde gerne einmal etwas in der Schweiz drehen»
Der Regisseur erzählt im Gespräch, warum er in seinem neuen Film ausgerechnet den netten Tom Hanks als Grantler besetzt hat. Und er sagt, was es bräuchte, um einen Blockbuster wie «The Lord of the Rings» in den Schweizer Bergen zu drehen.

Sie sind in Deutschland geboren, als Kind in die Schweiz gezogen, dort im Internat gewesen und mit Anfang 20 in die USA ausgewandert. Was bedeutet Heimat für Sie? Wo fühlen Sie sich zu Hause?
Marc Forster: Meine ursprüngliche Heimat war Davos. Dort bin ich zur Grundschule gegangen, dort habe ich mich in die Berge und die Natur verliebt, dort aufzuwachsen, war ein Traum. Nach der Matura bin ich in die USA ausgewandert, war zuerst in New York, dann in Los Angeles. Ich habe Kalifornien wahnsinnig gerne, aber ich würde nicht sagen, dass das meine Heimat ist. Während ich Filme drehe, bin ich schliesslich meist woanders auf der Welt und nur zwei, drei Monate hier. Insofern sehe ich in meinem Herzen immer noch die Schweiz als Heimat an.​

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