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Nach dem Ende des Lockdowns haben sich doppelt so viele Frauen wegen sexueller Gewalt an die Zürcher Beratungsstelle gewandt wie noch vor der Coronakrise. Bild: shutterstock

Seit dem Ende des Lockdowns steigen in Zürich die Fälle von sexueller Gewalt an Frauen

In Zürich suchen seit dem Ende des Lockdowns vermehrt Frauen Hilfe, die im Ausgang sexuell angegriffen wurden. Die Fallzahlen haben sich laut der Frauenberatung verdoppelt.



Für Corina Elmer, Geschäftsleiterin der Frauenberatung Sexuelle Gewalt, sind die Zahlen besorgniserregend: Seit den Lockdown-Lockerungen Anfang Juni haben sich 43 Frauen bei der Zürcher Beratungsstelle gemeldet, weil sie Opfer einer Vergewaltigung, sexueller Nötigung oder Schändung wurden. Das ist ein sprunghafter Anstieg der Beratungen im Vergleich zu den Vormonaten.

Problematisch ist für Elmer, dass die Zahlen von jetzt nicht nur höher sind als jene während des Lockdowns, als sämtliche Restaurants, Bars oder Clubs geschlossen waren und das Nachtleben komplett still stand. «Ein Anstieg nach dem Lockdown war zu erwarten», sagt sie. Doch die Anzahl der neuen Fälle vom Juni ist doppelt so hoch wie diejenige in den Monaten vor Corona.

Neuaufnahmen Frauenberatung sexuelle Gewalt 2020

In der Statistik auffällig ist auch, dass die gemeldeten Fälle von häuslicher Gewalt in den eigenen vier Wänden im Unterschied zu den Fällen von sexueller Gewalt viel tiefer sind. Zwischen 20 bis 30 Frauen pro Monat haben sich seit Beginn 2019 wegen häuslicher Gewalt an die Frauenberatung gewandt. Auch während des Lockdowns blieb diese Zahl – anders als von den Beraterinnen befürchtet – stabil. Elmer gibt jedoch zu bedenken, dies könne insbesondere daran liegen, dass viele Frauen während des Lockdowns gar nicht die Möglichkeit hatten, zu Hause unbemerkt zu telefonieren.

«Der Lockdown führte bei diesen Frauen dazu, dass sie das Erlebte nicht mehr ertragen konnten. Es hat die Belastung vergrössert, darum haben sie sich bei uns gemeldet.»

Corina Elmer, Geschäftsführerin Frauenberatung Sexuelle Gewalt

Auch nach dem Lockdown bleiben die Fallzahlen, bei denen es um häusliche Gewalt geht, konstant, während sich bei der sexuellen Gewalt ein trauriger Trend bemerkbar macht. Dieser halte auch im Juli weiter an, sagt Elmer. Bis Mitte des Monats wandten sich 24 Frauen, die von sexueller Gewalt betroffen waren, an die Beratungsstelle – so viele also wie normalerweise innerhalb eines gesamten Monats.

Ein schweizweites Phänomen sind die erhöhten Zahlen nicht. Elmer hat sich bei anderen Fachstellen umgehört, die mit von Gewalt betroffenen Frauen arbeiten. «Es scheint vorerst ein Problem in Zürich zu sein», sagt sie. Abschliessend zu beurteilen, woran der Anstieg liegt, sei schwierig. Einer der Gründe dürfte sein, dass ein Teil der Frauen, die sich im Juni meldeten, bereits vor oder während Coronakrise Opfer einer sexuellen Gewalttat wurden. «Der Lockdown führte bei diesen Frauen dazu, dass sie das Erlebte nicht mehr ertragen konnten. Es hat die Belastung vergrössert, darum haben sie sich bei uns gemeldet», so Elmer.

«Im Lockdown sank die Zahl der Anzeigen. Jetzt bewegt sie sich wieder auf demselben Niveau wie vorher.»

Marc Surber, Sprecher Stadtpolizei Zürich

Weiter vermutet sie, dass mit der Öffnung der Bars viele junge Leute wieder unterwegs waren und dann aufgrund der Sperrstunde ab Mitternacht bei jemandem zu Hause weiterfeierten, wo es dann zu Übergriffen kam. «Es ist ein Trugschluss, dass Frauen im dunklen Park von Männern angegriffen werden. Die Mehrheit solcher Taten findet in privaten Räumen statt», sagt Elmer. Zuletzt kann sich die Geschäftsleiterin der Frauenberatung auch eine Veränderung auf der Täterseite vorstellen. «Möglicherweise ist nach dem Lockdown eine Art Damm gebrochen und einige Männer nehmen sich, was ihnen vermeintlich zusteht.»

Bei der Stadtpolizei Zürich stellt man keinen Anstieg der Anzeigen im Bereich der sexuellen Gewalt fest. Mediensprecher Marc Surber sagt: «Im Lockdown sank die Zahl der Anzeigen. Jetzt bewegt sie sich wieder auf demselben Niveau wie vorher.» Dass die Zahl der tatsächlichen sexuellen Übergriffe nicht mit der Zahl der Anzeigen korreliert, ist ein altes Problem. Viele Frauen zeigen die Täter nach einem Vorfall nicht an. Auch die Statistik der Frauenberatung dürfte nur ein Teil der begangenen Gewalttaten auflisten. «Die Dunkelziffer ist immer um ein Vielfaches höher», sagt Elmer.

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134Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dirk Leinher 17.07.2020 07:35
    Highlight Highlight Der gesamte Lockdown und die erweiterten Massnahmen sind ein gewaltiges psychosoziales Experiment, das unkalkulierbare Auswirkungen auf alle Bereiche der Gesellschaft hat. Was ist mit den Selbstmordraten, was mit den Auswirkungen aufgeschobener Operationen, Vereinsamung von Menschen? Wie wirkt sich das Maskentragen auf die Gefühlslage der Menschen aus? Nach dem Motto: "ein Lächeln sagt mehr als tausend Worte". Es gibt sehr viele Fragen die wir nicht nur den Epidemiologen überlassen dürfen, denn es sind enorme psychosoziale Wechselwirkungen zu berücksichtigen.
  • Sandlerkönig Eberhard 16.07.2020 17:36
    Highlight Highlight Was ist denn im September/Oktober passiert? Da schlagen die Balken ja auch ziemlich aus, häusliche Gewalt ist fast das Doppelte vom Juni. Hat jemand eine Erklärung?
    Mir kommt nur der Start der Hockeysaison in den Sinn, aber das kann es ja wohl nicht sein, ansonsten müsste ich mich sehr für meine „Mit-Fans“ schämen...
    • Sandlerkönig Eberhard 16.07.2020 21:19
      Highlight Highlight Mir sind Herzen und Blitze eigentlich ziemlich egal, aber in diesem Fall verstehe ich es echt nicht. Ich möchte WIRKLICH wissen, was im September/Oktober geschehen ist. Schaut euch doch die Graphik an, ihr drolligen kleinen Blitzer. Und was im September nebst dem Zahltag und meinen Lieben für mich wichtig ist, ist nun mal Hockey. Ist das jetzt für irgendjemanden ein Problem oder was läuft hier falsch?
    • Dirk Leinher 18.07.2020 08:43
      Highlight Highlight @sandlerkönig
      Für das gewünschte Narrativ, dass Corona nicht zu Ende gehen darf bis wir die Impfung von Gates haben, sind solch sachliche Fragen eben unewrwünscht. Ansonsten kann ich auch keinen Grund sehen weshalb geblitzt wird. Auch bei meinem Kommentar oben scheinen 1/3 doch tatsächlich gegenteiliger Meinung zu sein, aber Argumente haben die Trolle offensichtlich nicht.
  • Autokorrektur 16.07.2020 16:34
    Highlight Highlight Hypothese: die Meldungen steigen, weil während der Pandemie vermehrt auf das Thema aufmerksam gemacht wurde und sich dadurch mehr Leute bewusst wurden, dass sie sich melden dürfen. Korrektur des Titels: nicht die Anzahl Fälle steigt, sondern die Anzahl Meldungen.
  • Töfflirocker1970 16.07.2020 15:58
    Highlight Highlight Da bin ich mir nicht sicher, ob es mit dem Lockdown zu tun hat.
    Von den Typen laufen einfach zu Viele frei herum.
  • Notabik 16.07.2020 15:00
    Highlight Highlight ab Mitternacht bei jemandem zu Hause weiterfeierten, wo es dann zu Übergriffen kam? Aber feiert man nicht, um das Leben zu feiern und sich dabei gut zu fühlen? In diesem Kontext kann ich mir fast nicht vorstellen, dass Herr Schweizer, Frau Schweizer so etwas Schreckliches antut!
    • Notabik 16.07.2020 18:08
      Highlight Highlight Befürworten die zahlreichen Blitzer Gewalt gegen Frauen und/ oder assoziieren sie Party nicht mit etwas Positivem?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 17.07.2020 12:31
      Highlight Highlight Brauchst du eine Liste von Schweizer, die Sexualstraftäter sind?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 17.07.2020 15:25
      Highlight Highlight Ich glaube es liegt eher an deiner Aussage, dass kein Schweizer so etwas tut.
      Anstatt jammern ist eher reflektieren angesagt.
  • De-Saint-Ex 16.07.2020 14:07
    Highlight Highlight So traurig dies ist... wirklich überraschend kommt‘s ja wohl nicht. Als es in den 70ern autofreie Sonntage gab, genossen viele das Rollschuh- und Velofahren auf den Autobahnen... andere (wenige) tickten aber völlig aus. Mag sein, dass dies nur meine Wahrnehmung ist, aber ich finde generell, dass die Stimmung in der Bevölkerung um einiges gereizter und aggro ist, als vor Corona und „Lockdown“. Und da in meinen Augen sexuelle Gewalt in erster Linie das ausüben von Macht und Kontrolle aus einem Gefühl der Frustration und Minderwertigkeit heraus ist, ist der Zeitpunkt wohl leider kaum zufällig.
  • slick 16.07.2020 13:26
    Highlight Highlight "Dass die Zahl der tatsächlichen sexuellen Übergriffe nicht mit der Zahl der Anzeigen korreliert, ist ein altes Problem."

    Das ist einfach nur falsch. Gemeint war wohl, dass nicht jeder Übergriff angezeigt wird. Die Korrelation ist wohl nahezu 1 und homoskedastisch, alles andere soll man mir bitte erklären.
    • Lebenundlebenlassen 16.07.2020 14:51
      Highlight Highlight Hä?
    • Daniel Caduff 16.07.2020 16:04
      Highlight Highlight Gerade weil nicht jeder Übergriff angezeigt wird, besteht eben keine Korrelation. - Was wiederum eine blosse Vermutung ist, da sich die Abwesenheit einer Korrelation per Definition nicht beweisen lässt.
    • Dazu 16.07.2020 16:22
      Highlight Highlight @lebenundlebenlassen: was slick glaube ich sagen will ist, dass Korralation in diesem Sinne falsch verwendet wurde. In Statistiken wird von negativer Korrelation (je mehr desto weniger) oder von positiver Korrelation (je mehr desto mehr) gesprochen. Hier macht dies aber keinen Sinn "die tatsächlichen Übergriffe" mit den Anzeigen in irgendeine Korralation zu setzen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cosmopolitikus 16.07.2020 13:10
    Highlight Highlight Es ist nicht nur eine höchst primitive Denkweise, wenn Täter sich holen, was ihnen (vermeintlich) zusteht, sondern zeugt auch von fehlendem Realitätssinn und mangelndem Reflexionsverhalten. Einen Menschen besitzen zu wollen ist schon ein krankhafter Gedanke, diesen auch noch zu benutzen, als wäre es eine Ware, grenzt an Grössenwahn.
    Ich wünschte mir eine Gesellschaft, wo das Recht auf Unversehrtheit, von allen Seiten akzeptiert und gewahrt wird!
  • skisandtrail 16.07.2020 12:48
    Highlight Highlight Traurig, erhalte ich teilweise langsam Recht in solchen Dingen. Vor ein paar Wochen war die Hölle los, als ich noch sagte, dass der Lockdown viel mehr Schaden anrichtet als alle meinen. Gewalttaten, psychischer Stress, Depressionen usw... aber das wollte niemand hören, weil das bisdchen zu Hause sein ja niemandem schadet 🙄😔
    • JasCar 16.07.2020 18:03
      Highlight Highlight Man(n) darf nich dem Lockdown die Schuld daran geben, wenn man sich nicht im Griff hat. Auch während dieser Zeit war es möglich, sich Hilfe zu holen, wenn man mit sich selbst nicht mehr klar kommt.
      Natürlich ist es eine sehr schwierige Situation, viele sind verunsichert, ob nun gesundheitlich, im Job oder im Familienleben. Das ist aber kein Grund, den Lockdown zu verteufeln. Der war nötig und hat schlimmeres verhindert.
      Männer und Frauen, lasst euch helfen, es ist keine Schande Hilfe anzunehmen. Hebet eu Sorg.
    • lilie 16.07.2020 18:04
      Highlight Highlight @skisandtrails: Offenbar war ja das Zuhausebleiben auch nicht das Problem, sondern das Wiederrausgehen...
  • Ana64 16.07.2020 12:25
    Highlight Highlight Es hat doch früher geheissen dass eben wegen Lockdown gibt es viel mehr Gewalt gegen Frauen. Also was ist jetzt?
    • lilie 16.07.2020 18:04
      Highlight Highlight @Ana: Ist (offenbar) nicht eingetreten.
  • The Rogue 16.07.2020 12:12
    Highlight Highlight Bei der Frauenberatung steigen die Fallzahlen, bei den Anzahl Anzeigen bei der Polizei aber nicht..
    Kann mir das jemand erklären?

    Der Anteil "Häusliche Gewalt" ist aber gleichzeitig auf einem Rekordtief...
    De Facto nur in Zürich, das heisst man kann daraus kaum Schlüsse über Gründe und Ursachen ziehen. Evtl einfach nur ein Ausreisser, dieser Monat?

    http:// G
    • The Pinkhair 16.07.2020 16:13
      Highlight Highlight das liegt wohl hauptsächlich daran, dass solche delikte selten zur anzeige gelangen. man hört ja auch als frau oft, dass man bei der polizei mit solchen delikten nicht ernstgenommen wird (ob das so ist, kann ich nicht beurteilen). daher denke ich, das sich viele frauen lieber einer beratungsstelle anvertrauen als der polizei.
  • NumeIch 16.07.2020 11:07
    Highlight Highlight Diese Männer sind alles feige Waschlappen.
  • Mat_BL 16.07.2020 11:00
    Highlight Highlight Wenn schon andere Fachstellen dies nicht bestätigen können, sollte man als Journalist mal zuerst darüber nachdenken, ob die These im Titel - dass der Lockdown mit dem Ansteigen der Fälle wirklich etwas zu tun hat - zuerst mal überdenken.

    Korrelation ist keine Kausalität!

    (Im Elsass gab es in den 60/70er Jahren weniger Störche als zuvor, dann gleichzeitig sank die Geburtenrate der Frauen! Alles klar woher die Kinder kommen?)
    • SaraSera 16.07.2020 13:39
      Highlight Highlight @Mat_BL: Die Kausalität stellt nicht die JournalitIN her, sondern die Expertinnen an der Front.
    • Bündn0r 16.07.2020 15:13
      Highlight Highlight Die Experten müssen grandios sein! Aus so wenig Daten eine Kausalität beweisen zu können, ist nicht selbstverständlich.
      Oder ist es wohl doch nur eine medial gepushter Erklärungsversuch einer Fachperson?
    • Daniel Caduff 16.07.2020 16:00
      Highlight Highlight @SaraSera

      Tun sie das wirklich?

      "Abschliessend zu beurteilen, woran der Anstieg liegt, sei schwierig."

      "Weiter VERMUTET sie, dass mit der Öffnung der Bars [...]"

      "Einer der Gründe DÜRFTE sein [...]"

      "MÖGLICHERWEISE ist nach dem Lockdown [...]"

      Sorry, Kausalität im Konjunktiv gibt es nicht.

      Versteh mich nicht falsch, ich finde das Thema wichtig und die postulierte Kausalität plausibel. Als Leser bevorzuge ich aber Artikel, die nicht nur Fragen aufwerfen, sondern Antworten geben.

      Gerade der Unterschied ZH/CH wäre interessant. Oder die Frage, wieso die Fallzahl im Okt 19 so hoch war.



  • Baumi72 16.07.2020 10:58
    Highlight Highlight Ein weiterer Gewichtsstein auf die Verhältnismässigkeits-Waage
  • Erwin 16.07.2020 10:52
    Highlight Highlight Kein Wunder bdi dieser rot grünen Politik, die wollen sozial sein und machen aber genau das Gegenteil, sie schötzennall die verbrecher per Gesetz viel besser als alle erlichen Bürger/Innen.
    Wieso dass solche immer noch gewählt werden, kann ich nicht nachvollziehen
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 16.07.2020 11:07
      Highlight Highlight Gibt's da auch Fakten zum Mimimi oder bleibt's einfach dabei dass du auf dein Feindbild einprügelst?

      Schau lieber Mal nach Bern und informiere dich, welche Parteien da die Mehrheit haben.
    • Renate Bühler 16.07.2020 11:26
      Highlight Highlight Demokratie, kennsch?
    • MasterPain 16.07.2020 11:33
      Highlight Highlight ...
      Play Icon
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mr. Spock 16.07.2020 10:51
    Highlight Highlight Könnte es einen Zusammenhang damit geben, dass das horizontale Gewerbe nicht tätig sein darf? Evtl. entläd sich der angestaute sexuelle Frust, welcher vorher ausgelebt werden konnte nun auf diese Art?
    • Sommersprosse 16.07.2020 12:01
      Highlight Highlight Prostitution ist keine Prävention gegen Vergewaltigung. Die Motive sind vollkommen unterschiedlich. Es geht nicht um die sexuelle Befriedigung, sondern um das Ausüben von Macht. Das sieht man daran, dass auch Sexarbeiter*innen vergewaltigt werden.
    • lilie 16.07.2020 12:39
      Highlight Highlight @Spock: Prostitution wurde doch relativ früh wieder erlaubt, auch, um illegaler und damit keiner unkontrollierter Tätigkeit in diesem Bereich Vorschub geleistet wird.
    • Mr. Spock 16.07.2020 18:23
      Highlight Highlight @Yella: war mit Nichten meine Absicht! Geht ja im Artikel nicht per se um Vergewaltigung sondern um sexuelle Übergriffe. Diese könnten meiner Meinung nach durch den angestauten Frust begünstigt werden. @Sommersprosse: wie erwähnt gehts nicht per se um Vergewaltigung im Artikel. Und nein Prostitution ist sicher keine Prävention davon. Doch wer einmal an einer Afterparty war, der weiss sexueller Frust kann bei manchen ziemliche Aggressionen auslösen und daher halte ich den Zusammenhang zwischen sexuellen Übergriffen (nicht gleichgesetzt mit Vergewaltigung) und fehlendem Ventil für plausibel.

    Weitere Antworten anzeigen
  • freeLCT 16.07.2020 10:46
    Highlight Highlight Ihr macht eine Verbindung zum Lockdown und postet dazu eine Statistik in welcher mit aller Offensichtlichkeit zu entnehmen ist, dass der Lockdown keine Einwirkung auf die Anzahl häuslicher Gewalt hatte (ausser der "Lockdown" begann erst im Juli und nicht im März).

    Props für diesen.
    • SaraSera 16.07.2020 10:56
      Highlight Highlight @freeLCT: Nicht ganz. Laut der Statistik hatte der Lockdown keine Auswirkungen auf die Fallzahlen bei der Frauenberatung. Das ist nicht dasselbe.
    • freeLCT 16.07.2020 11:31
      Highlight Highlight @SaraSera:

      Mir schon klar, aber diese Erkenntnis deckt sich nicht mit dem Bezug zum Lockdown, welcher im Artikel vermittelt wird.

      Der Lockdown ist irrelevant.
      Müsste eine andere Ursache geben. Ich kenne diese nicht, aber ich probiere auch keinen Zusammenhang herzustellen.
    • Silent_Revolution 16.07.2020 12:27
      Highlight Highlight Wenn die Fälle kurz nach dem Lockdown zunehmen, muss man schon sehr naiv sein, um den Zusammenhang zu verkennen.

      Ich habe damals schon geschrieben, dass insbesondere bei Gewalt in Partnerschaften, das Opfer meist nicht gleich nach der ersten Tat, in der ersten Woche Hilfe aufsuchen wird. Das passiert oft erst Monate, manchmal Jahre danach oder auch gar nie.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno Wüthrich 16.07.2020 10:41
    Highlight Highlight Zürich hat aktuell 434'000 Einwohner. Wenn ich das drittle (je 1/3 Frauen, Männer und Kinder), komme ich auf 134'000 Frauen. 43 Frauen entsprechen aufgerundet 0,03 Prozent. 20 Frauen entsprechen 0,014 Prozent. Selbst wenn die Dunkelziffer zehn mal höher liegt, befinden wir uns immer noch deutlich unter einem halben Prozent.

    Der Anstieg von 0,014 auf 0,03 Prozent ist tatsächlich mehr als eine Verdoppelung. Jeder einzelne Fall ist einer zu viel. Ich will dies keinesfalls verniedlichen. Aber mir scheint wichtig, aufzuzeigen, in welchen Prozentbereichen wir uns bewegen.
    • invisible 16.07.2020 11:05
      Highlight Highlight Warum ist das wichtig?
    • Autokorrektur 16.07.2020 11:29
      Highlight Highlight Du willst es nicht verharmlosen und tust es doch.
    • eysd 16.07.2020 11:45
      Highlight Highlight da musst du schon mehr teilen als nur nach Geschlecht. Die Zahlen hanen mehr Kraft wenn klar wird wo und wem(besonders Alter) die Taten meist widerfahren
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hoci 16.07.2020 10:41
    Highlight Highlight Frauen sollten die Männer konsequent anzeigen+die nötige Betreung erhalten.
    1) dazu müssten aber erst Mal alle Polizisten geschult werden, den viele Frauen werden weg gewiesen.
    2) das Sexualstraftecht endlich so angepasst werden, dass die Töter auch bestraft werden+ zwar mit Jahren o. Bewährung.
    3) juristen geschult bzw. Solche, die Vergewaltiger schützen/ laufen lassen entfernen (vor allem solche die selber Töter waren +nichts gelernt haben).
    4) endlich eine Kampagne gegen Vergewaltigung starten. Nur ein explizites ja ist einvernehmlich.
    5) Mehr Selbstverteidugungskurse für Frauen
    Hilft!

    • Hillary Clinton 16.07.2020 11:03
      Highlight Highlight Als Frau (Durchschnitt) musst du schon über Jahre Boxen, Thai- oder Kickboxen betreiben das du eine reale Chance gegen einen untrainierten (Durchschnitt) Mann hasst....
    • Bounty7 16.07.2020 11:47
      Highlight Highlight Wie wäre es für Kurse für Männer wie man sich anständig verhält. Ich muss in einen Selbstverteidigungskurs weil sich Mann nicht korrekt verhalten kann... so wrong on so many levels.
    • Lami23 16.07.2020 12:04
      Highlight Highlight "Viele Frauen werden weg gewiesen". Wie kommst du darauf?
      Juristen müssen jeden schützen, dass ist ihr Job. Und das ist auch wichtig in einem Rechtsstaat.

      Mit dem Rest gehe ich einig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • GraveDigger 16.07.2020 10:38
    Highlight Highlight Nicht nur gegen Frauen.. Die Zündschnur die zu einer Eskalation führt ist im allgemeinen recht kurz geworden.
  • Menel 16.07.2020 10:36
    Highlight Highlight «Ein Anstieg nach dem Lockdown war zu erwarten»

    Finde diesen Satz unglaublich traurig. Es war zu erwarten; als würde man über Schnee im Winter sprechen.

    «Möglicherweise ist nach dem Lockdown eine Art Damm gebrochen und einige Männer nehmen sich, was ihnen vermeintlich zusteht.»

    Was in ihrem Leben hat ihnen vermittelt, dass ihnen ein anderer Mensch zusteht?

    • smartash 16.07.2020 10:56
      Highlight Highlight Die Realität ist sehr oft sehr traurig....

      „Was in ihrem Leben hat ihnen vermittelt, dass ihnen ein anderer Mensch zusteht?“

      Antwort: Die Welt, die Realität, die Gesellschaft

      Solange selbstbezogene Egomanen es so weit bringen, Erfolg haben und Anerkennung genießen, werden sich viele auch so verhalten als ob sie das Recht hätten sich alles zu nehmen
    • Klaus & Klaus 16.07.2020 11:05
      Highlight Highlight Wieso einige Männer glauben, dass ihnen diese oder jene Frau zusteht? Rechtfertigen kann man das nicht, aber evtl halbwegs begründen mit:

      -Erziehung (Elternhaus)
      -Hormone
      -Gruppendynamik
      -andere Kulturen, wo Frauen weniger Wert sind
    • MasterPain 16.07.2020 11:39
      Highlight Highlight Guck dich mal in Incel Foren um ... haarsträubend...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Locutus70 16.07.2020 10:28
    Highlight Highlight Schlimm genug für jede Frau sowas mit zu machen. Schäbig sehr schäbig finde ich es, dies mit dem Lockdown in Verbindung zu bringen.
    Aber was schreibt man nicht alles für ein paar Klicks zusammen.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 16.07.2020 11:08
      Highlight Highlight Schliesst du von dir auf andere?
    • invisible 16.07.2020 11:09
      Highlight Highlight Und das ist schäbig weil..... ? Ehrlich gemeinte Frage.
    • Daniel Caduff 16.07.2020 13:15
      Highlight Highlight Der Artikel ist eine Herausforderung für Datenfetischisten. Streng genommen, wird nirgends gesagt, dass zwischen dem Lockdown und der Zunahme der Meldungen ein Kausalzusammenhang besteht. - Aber natürlich wird es absichtlich suggeriert, nur um es ein paar Sätze weiter wieder zu relativieren... "Ein schweizweites Phänomen sind die erhöhten Zahlen nicht".

      Die Aussage "Seit Mitte Juni haben sich die Anfragen verdoppelt" wäre genauso richtig, aber weniger suggestiv. Bei meiner Formulierung würde wohl niemand einen Zusammenhang mit dem Monat Juni herstellen....
  • ChillDaHood 16.07.2020 10:11
    Highlight Highlight Ich bin nicht sicher, ob die "Datenlage" wirklich den Schluss zulässt, dass es schlimmer wurde nach dem Lockdown.

    Aber vielleicht ist das auch nur die Hoffnung, die aus mir spricht. Auf jeden Fall lese ich, dass die Polizei nichts registriert, und Frau Elmer relativiert, sagt, dass andere Fachstellen das nicht registrieren würden, bevor sie dann mutmasst.

    Was für mich als einziges unbestritten ist, ist, dass sich bei der Frauenberatung sexuelle Gewalt im Juni doppelt so viele Frauen gemeldet haben, wie im Mai oder im Juni letzten Jahres.
    • Daniel Caduff 16.07.2020 13:22
      Highlight Highlight Das ist auch der einzige Rückschluss, der sich auf Basis der präsentierten Daten zweifelsfrei bestätigen lässt. Der Rest ist leider nichts anderes als Skandalisierung und Spekulation.
  • JoeThrasher 16.07.2020 10:08
    Highlight Highlight Die Strafen müssen in dem Bereich härter ausfallen. Wer sich an Frauen, Kinder oder beeinträchtigte vergreift sollt nicht auf milde Urteile hoffen. Auch sollten Leute nicht wegschauen sondern Zivilcourage zeigen. Es langt ja teilweise schon andere darauf aufmerksam zu machen und die Polizei rufen.
    • Hoci 16.07.2020 10:43
      Highlight Highlight Schon 9 Blitzer...Vergewaltiger wollen wohl möglichst weiterhin strafrei ihr Unwesen treiben. 9 sind unter den watson lesern. Andere Interpretation hab ich nicht.
    • Walter Sahli 16.07.2020 10:48
      Highlight Highlight Nicht die Härte der Strafen verhindert Taten, sondern eine hohe Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden. Ausserdem ist gerade bei Sexualdelikten die Beweisführung sehr schwierig - schliesslich steht sehr oft Wort gegen Wort.
    • Atavar 16.07.2020 11:09
      Highlight Highlight Härtere Strafen schützen nur wenig (und nur kurzfristig). Besserer Schutz: die Gefahr, erwischt zu werden.

      Wir müssen hinschauen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • smartash 16.07.2020 10:07
    Highlight Highlight und was ist zwischen September und Oktober passiert? Da steigt die Anzahl der Fälle von häuslicher Gewalt auf das doppelte an....
    • ostpol76 16.07.2020 13:55
      Highlight Highlight Pssst, nicht so laut. Sonst würde jeder merken das die These an den Haaren herbei gezogen ist.

      Ich glaube eher dass es mehr Fälle gibt weil die Stechmücken
      zu dieser Zeit besonders aktiv waren. Viellicht kann man sich da auch einen Zusammenhang zusammenreimen.
  • Asmodeus 16.07.2020 10:02
    Highlight Highlight Das war leider abzusehen. Die Kerle die sich selbst nicht unter Kontrolle haben waren nun monatelang quasi gezwungen sich anständig zu benehmen.

    Das holen sie jetzt nach.

    Und da damit zu rechnen ist, dass die Clubs bald wieder zu gehen, rechne ich noch mit einer grösseren Welle. Leider.
    • Nelson Muntz 16.07.2020 10:50
      Highlight Highlight leider wahr... es ist einfach bedenklich, wie sich gewisse Kerle benehmen. Widerliches Pack!
    • Daniel Caduff 16.07.2020 13:25
      Highlight Highlight Wieso dann nur in Zürich? Sind wir so viel schlimmer als der Rest der Schweiz?
    • Asmodeus 16.07.2020 13:47
      Highlight Highlight Kurze Antwort: Ja

      Lange Antwort. Zürich hat imho die grösste Club- und Drogendichte in der Schweiz. Logischerweise hast Du dann dort auch die meisten Probleme.
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