Schweiz
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ARCHIV - ZUR KONFERENZ GEGEN ARMUT, WELCHE HEUTE DIENSTAG, 22. NOVEMBER 2016 IN BIEL STATTFINDET, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG -  [Symbolic Image, Staged Picture, Model Released] A girl is sitting on the floor at home and counts his money, photographed on March 10, 2016 in Lucerne, Canton of Lucerne. (KEYSTONE/Christof Schuerpf)

[Gestellte Aufnahme, Symbolbild, Model Released] Ein Kind sitzt zu Hause am Boden und zaehlt sein Geld, fotografiert am 10. Maerz 2016 in Luzern. (KEYSTONE/Christof Schuerpf)

Hohe Krankenkassenprämien sind in der Schweiz einer der häufigsten Gründe für Schulden. Bild: KEYSTONE

Tausende erhalten in der Schweiz keine Prämienverbilligung – obwohl sie Anspruch hätten

Schuldenfalle Krankenkasse: Tausende in der Schweiz beziehen keine Prämienverbilligung, obschon sie darauf Anspruch hätten. Soziale Institutionen sagen: Das System funktioniert so nicht mehr.



Hohe Krankenkassenprämien sind in der Schweiz der zweithäufigste Grund für Schulden – direkt nach den Steuern. Gerät eine versicherte Person wegen nicht bezahlter Rechnungen in einen Teufelskreis, landet sie nicht selten in der Schuldenfalle und endet schliesslich in der Armut.

Um die Belastung durch die Krankenkassenprämien abzufedern, schaffte der Bund 1994 ein Instrument: Die Prämienverbilligung. Menschen mit tiefen Einkommen sollte damit unter die Arme gegriffen werden. Theoretisch. In der Realität zeigt sich allerdings, dass das System erhebliche Mängel aufweist.

Viele wissen nicht, dass sie Anspruch auf Unterstützung haben

Denn viele Versicherte, die Anspruch auf eine Prämienverbilligung haben, machen diesen nicht geltend. Oftmals handelt es sich bei diesen Personen just um solche, die sowieso schon finanziell schlecht dastehen und den Zustupf bitter nötig hätten.

Mitarbeiter von sozialen Institutionen beobachten dieses Problem schon lange. Stephan Hochuli, Co-Leiter im Kafi Klick, ein Internetcafé und Anlaufstelle für armutsbetroffene Menschen in Zürich, sagt: «Immer wieder muss ich unseren Besucherinnen und Besuchern erklären, dass sie ein Anrecht auf eine individuelle Prämienverbilligung haben. Oftmals wissen sie nicht einmal, was das genau ist.»

«Wer nicht weiss, dass er das zu Gute hat, bekommt nichts.»

Asya Adir, Sozialwerk Pfarrer Sieber

Ähnliche Erfahrungen machen die Mitarbeiter von Caritas. Sandra Rauch, Sprecherin von Caritas Zürich, sagt: «Leider beziehen nicht alle eine Prämienverbilligung, die Anspruch darauf haben. Gründe dafür sind zum Beispiel Scham oder fehlendes Wissen.» Es sei kompliziert, weil sich die Praxis von Kanton zu Kanton unterscheide.

Auch zu Asya Adir kommen immer wieder Menschen in die Beratung, die nicht wissen, dass sie eine Prämienverbilligung beantragen können. Sie leitet die Sozialberatung des Sozialwerks Pfarrer Sieber. «Manche Kantone schicken noch nicht einmal ein Antragsformular nach Hause. Wer nicht weiss, dass er das zu Gute hat, bekommt nichts – eine extreme Belastung für das Budget.»

Ein unbekannt grosses Problem

Wie viele Menschen in der Schweiz Anspruch auf eine Prämienverbilligung haben, diese aber nicht beziehen, ist unbekannt. Schweizweite Zahlen zum Anspruch von Prämienverbilligung existieren nicht. Der Bund erfasst in seiner Statistik einzig die Zahl der tatsächlichen Bezüger. Im Jahr 2017 erhielten demnach 2,2 Millionen Personen eine Prämienverbilligung. Davon waren 710'000 Personen Bezüger von Ergänzungsleistungen oder Sozialhilfe, sprich sie mussten keinen Antrag auf Prämienverbilligung stellen, sondern die Zahlung wurde direkt über die entsprechende Kasse abgerechnet. Das ist insofern relevant, weil diese Personen nicht von dem komplizierten Antragsverfahren betroffen sind.

Eine Umfrage von watson zeigt, dass selbst die einzelnen Sozialversicherungsämter kaum wissen, wie viele Personen im Kanton theoretisch Anspruch auf Prämienverbilligung hätten. Nur einzelne Kantone erfassen diese Zahlen und gewähren so zumindest ein bisschen Einblick in die Tragweite des Problems.

Anmerkung: Die aufgeführten Zahlen beziehen sich nur auf Personen, die 2017 weder Sozialhilfe noch Ergänzungsleistungen bezogen haben. quelle: watson

So ermittelte der Kanton Schwyz für das Jahr 2017 35'553 Personen, die anspruchsberechtigt waren. Tatsächlich eine Prämienverbilligung erhalten haben 26'122 Personen. Das heisst, 27 Prozent aller Personen, die theoretisch Anspruch auf eine Prämienverbilligung hatten, erhielten keine.

«Ein Teil hat wohl das Formular nicht abgeschickt.»

Ausgleichskasse Kanton Schwyz

Auf die Frage, warum sich die Zahl der Anspruchsberechtigten nicht mit jener der effektiv ausgerichteten Prämienverbilligungen deckt, heisst es bei der Ausgleichskasse des Kantons Schwyz: «Ein Teil hat wohl das Formular nicht abgeschickt, bei einem weiteren haben sich die Steuerdaten verändert, vielleicht gab es einen Todesfall, vielleicht sind sie weggezogen. Das sind alles Faktoren, die es zu berücksichtigen gibt.»

Je nach Kanton sind die Hürden höher

Die Erfahrungen der Sozialberater ähneln sich: Der Zugang zur Prämienverbilligung wird durch hohe Hürden erschwert. Einer der Gründe dafür ist der typisch schweizerische Föderalismus. Zwar ist die Prämienverbilligung über das nationale Krankenversicherungsgesetz geregelt. Doch wie dieses ausgestaltet wird, liegt in der Hand der Kantone. Sie können entscheiden, wer zu solchen Beiträgen berechtigt ist, wie hoch diese sein sollen und wie kompliziert das Antragsverfahren ist.

In einigen Kantonen läuft das Verfahren automatisch ab. Anhand der Steuerdaten wird geprüft, ob die versicherte Person Anspruch auf Prämienverbilligung hat oder nicht. In den Kantonen Basel-Stadt, Luzern und Graubünden muss selbstständig aktiv werden, wer eine Prämienverbilligung beantragen will. Andere Kantone benachrichtigen die Versicherten individuell mit einem Formular, das diese ausfüllen und einreichen müssen.

Prämienverbilligung in der Schweiz nach Kanton

So unterschiedlich informieren die Kantone über die Prämienverbilligung. grafik: watson, quelle: Bundesamt für gesundheit

Doch selbst in den Kantonen, wo die Versicherten individuell über die Prämienverbilligung benachrichtigt werden, bestehen Lücken. Rauch von Caritas Zürich sagt: «Im Kanton Zürich erhalten Personen mit tiefen Einkommen aufgrund ihrer Steuerveranlagung ein Antragsformular auf individuelle Prämienverbilligung. Personen, deren Einkommenssituation sich plötzlich verschlechtert, müssen jedoch selbst aktiv werden.» Die Bearbeitung könne mehrere Monate dauern. In dieser Zeit müssten die bisherigen Prämien weiter bezahlt werden. «Für die Armutsprävention sind dies grosse administrative Hürden», so Rauch.

«Die Prämienverbilligung erfüllt ihren Zweck immer weniger.»

Martin Jucker, Caritas Schweiz

Verena Della Picca von der Gewerkschaft Basis 21 kritisiert, dass die Antragssteller von sich aus aktiv werden müssen, obwohl sie per Gesetz Anrecht auf das Geld hätten. Sie sagt: «Vor allem migrantische Personen, die nicht gut genug Deutsch können, wissen nicht, dass sie eine Prämienverbilligung beantragen können.» Besonders stossend findet Della Picca, dass in manchen Kantonen, wie beispielsweise Solothurn, die Prämienverbilligung nach Ablauf einer entsprechenden Frist nicht mehr bezogen werden kann.

Neben dem Kanton Solothurn gibt es solche Eingabefristen in den meisten Kantonen. Nach Ablauf der Frist ist eine Gesuchseingabe nicht mehr möglich oder nicht mehr rückwirkend auf das gesamte Jahr. Nur in den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Land, Graubünden und Aargau können die Anträge jederzeit eingereicht werden.

Klagen drohen, Massnahmen sind gefordert

«Die Prämienverbilligung erfüllt ihren Zweck, nämlich Haushalte knapp über der Armutsgrenze zu entlasten, immer weniger», sagt Martin Jucker von der Caritas Schweiz. Kurze Fristen und mangelnde Informationen führten nicht nur zu Ungleichbehandlung, sondern brächten jährlich zahlreiche Menschen nahe der Armutsgrenze um ihr Recht auf Unterstützung.

Zusätzlich gravierend sei, dass die Prämienverbilligungen in den meisten Kantonen in den letzten Jahren gesunken seien. «Schweizweit wurden 2017 weniger Prämienverbilligungen ausbezahlt als noch vor sechs Jahren. Diese Entwicklung steht im Widerspruch zu den steigenden Krankenkassenprämien», so Jucker.

Tatsächlich passen die Kantone ihre Beiträge den steigenden Prämien nicht mehr an. Im Zuge kantonaler Sparmasssnahmen wurde der Beitrag an die Prämienverbilligung vielerorts gar gekürzt. So sehr, dass nun einigen Kantonen Klagen drohen. Bereits vom Bundesgericht gerügt wurde dieses Jahr der Kanton Luzern. Es entschied, dass die Einsparungen bei den Prämienverbilligungen zu hoch ausfielen.

Jucker fordert, das System müsse korrigiert werden. Beispielsweise indem die maximale Haushaltsbelastung abgestuft nach Einkommen gesetzlich fixiert wird. Asya Adir vom Sozialwerk Pfarrer Sieber würde es zudem begrüssen, wenn die Gemeinden verpflichtet wären, die Versicherten anständig über ihre Rechte zu orientieren.

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176Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Luzifer Morgenstern 18.07.2019 00:38
    Highlight Highlight Die Zahlen (Steuern, Löhne, Haushalt, etc.) sind ja schon vorhanden.

    Könnte man da die Aufgabe nicht an die Versicherer überwälzen?

    Wenn die so scharf sind auf gute Neukunden, dann könnte man ihnen doch auch diese Pflicht aufbürden. Dann kriegen sie ihr Geld von den jungen, gesunden Menschen nur noch, wenn sie sich für eine gute Kundenbetreuung engagieren.

    Ich meine, Fehler wären bei so einem System so schnell in allen Medien, dass es unheimlich weh tut.
    • RedWing19 18.07.2019 18:30
      Highlight Highlight Gesunde, junge Menschen „rentieren“ für die KK seit dem Finanzausgleich nicht mehr wirklich. Wie mehr gesunde, junge eine KK hat, desto mehr bezahlen sie in den Risikoausgleich zur Umverteilung an die anderen KK‘s.
  • Fever333 17.07.2019 21:27
    Highlight Highlight Viele bekommen die verbilligungen nicht mehr weil si im konkubinat leben.man wird behandelt als wär man verheiratet obwohl man getrennte kassen hat.
  • davej 17.07.2019 19:23
    Highlight Highlight Immer mehr Kantone müssen Sparmassnahmen einleiten. Weil immer weniger Steuergeld rein kommt. Warum? Die Reichen und die Konzerne senken Jahr für Jahr, in dem sie in die Politik investieren oder gleich selber beitreten ( $VP). Selber Schuld. Die Schweiz wird immer ärmer. Bald ist es wie in den USA - Bildung und Gesundheit nur für Reiche. Ein hoch auf die Privatisierungspolitik...
  • Thom Mulder 17.07.2019 19:07
    Highlight Highlight Unser Gesundheitssystem kostet soviel, weil die Pharma, Ärzte, Kassen und all ihre Verbündeten in der Politik sich bedienen wo es nur geht. Was glaubt Ihr weshalb niemand richtig etwas gegen die hohen Kosten tut? Die, die etwas tun könnten, profitieren davon. Darum.
  • tito 17.07.2019 18:43
    Highlight Highlight St. Gallen macht es besonders gemein: Der Antrag kann jetzt nur noch 3 Monate lang gestellt werden (früher 12 Monate), ohne Begründung warum. Hier hat die SP zwei Regierungsräte, für die sind solche Machenschaften anscheinend kein Problem, jedenfalls haben sie sich dazu noch nie zu Wort gemeldet, auch nicht über den besonders starken Rückgang an Begünstigten im Kanton SG.
  • RETO1 17.07.2019 18:00
    Highlight Highlight viel zu viele bezahlen überhaupt keine Prämien
  • Booker 17.07.2019 17:45
    Highlight Highlight In einigen Kantonen kommen die Subventionen automatisch, in ändern müssen sie beantragt werden. In gewissen Kantonen haben über 20% der Prämienzahler Anrecht ! Da stimmt doch etwas mit dem System nicht, welch enormer administrativer Aufwand!
  • mrgoku 17.07.2019 17:31
    Highlight Highlight mimimi "teurer, schlimmer,etc"...

    passiert tut nichts weil niemand cojones hat
  • loquito 17.07.2019 16:45
    Highlight Highlight Kranken-kasse= krankes System. Statt in Prävention wird in Behandlungen investiert. Weshalb eine Geburt (4000) bezahlt, eine Vasektomie (900) nicht. Weshalb krankheiten bezahlt werden, Vitamine aber nicht etc. sagt schon alles. Gewinn muss auch noch erwirtschaftet werden, dibidenden aubezahlt und die Armen wollen dann schauen. Krassestes Beispiel ist ein Arbeitskollege, der hat mir steinhart vorgerechnet ab wievielen Tausend Aktien man mehr Dovidende kriegt als man Prämien einbezahlt.... Wers hat derhat dann gratis Kk... Und deahalb muss hier der Staat und eine Eonheitskasse her...
    • RedWing19 17.07.2019 19:24
      Highlight Highlight „Und deshalb muss hier der Staat und eine Einheitskasse her...“

      Der Staat ist bereits da. Dieser gibt die Leistungen vor. Dieser gibt vor, wie viel die Prämien erhöht werden müssen, die KK haben da kaum Spielraum. Die KK sind lediglich die ausführenden Organe des Staates. Oder denkst du, mit einer Einheitskasse ändert plötzlich der Leistungskatalog?
    • loplop717 18.07.2019 00:30
      Highlight Highlight Vitamine Kosten Praktisch nichts und sind eher Essen als Medikamente. Sollen die Krankekassen etwa auch Früchte bezahlen?
    • Exodus 18.07.2019 00:38
      Highlight Highlight @loquito
      Die Vasektomie ist die sicherste Verhütungsmethode,
      aber sie schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten!
      Deswegen übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Vasektomie normalerweise nicht.
      Bei Gelegenheitssex müssen Männer auf ein Kondom zurückgreifen (auch wenn sie sterilisiert sind)!
  • Grossmaul 17.07.2019 16:32
    Highlight Highlight Das Gesundheitsdepartment funktioniert fast noch analog unf wehrt sich seit Jahren vehement gegen ein sinnvolleres System. Da reicht nicht mal mehr ein Update... Ein etwas verjüngtes Team würde auch nicht schaden. Bei der telefonischen Kommunikation hat man Bilder von Menschen mit Karteikarten und Ärmelschonern vor dem geistigen Augen.
    Es stinkt jedoch der Fisch vom Kopf her - die Sesselkleber werden eine heillos veraltete Administration hinterlassen, wenn sie dereinst pensioniert werden.
  • Spi 17.07.2019 16:19
    Highlight Highlight Meine Partnerin erhält jährlich ein Antragsformular für Prämienverbilligung, obwohl unser gemeinsames Einkommen völlig problemlos für die Krankenkassenprämien für unsere Kinder ausreichen zudem fragen wir uns wirklich etwas, ob selbst bei ihrem steuerbaren Einkommen wirklich eine Prämienverbilligung nötig ist. Das Problem liegt aber grundsätzlich im System, welches Paare im Konkubinat nicht berücksichtigt. Ja, sie gehört auch zu denen, die ihren Anspruch nicht anmeldet, weil sie das schlicht nicht annehmen will.
  • Mr. Stärneföifi 17.07.2019 16:13
    Highlight Highlight Jups, und wenn du im Aargau mehr als 2 Jahre mit jemandem zusammen wohnst (ob Partner/in oder nicht spielt keine Rolle) wird sein/ihr Einkommen auf deines drauf gerechnet. Auch wenn getrennte Konten/Kassen da sind, nennen die das Konkubinat - jeder, wie‘s ihm grad am besten geht.. 😑 Ein Witz.
    • Fever333 17.07.2019 21:31
      Highlight Highlight Ja genau so ist es bei mir auch
  • Mad8610 17.07.2019 16:03
    Highlight Highlight Ich kenne ein Paar mit zwei Kindern, Bruttoeinkommen min 140’000 mit einem schönen Haus und sie bekommen Prämienverbilligung! Sie leben sehr gut und gehen 2 bis 3 Mal im Jahr in die Ferien Das funktioniert im Kanton Zürich, da sie hohen Schulden auf dem Haus haben und nach allen Abzügen bei der Steuererklärung ist das Nettoeinkommen schön klein.
    • Spi 18.07.2019 16:25
      Highlight Highlight Sorry, aber da sind mir Sicherheit andere Gründe dafür verantwortlich. Beim heutigen Zins-Niveau ist der Eigenmietwert (wird zumindest aktuell noch beim Einkommen drauf geschlagen) sicherlich höher als die Abzüge durch den Hypozins. Wie ich oben geschrieben habe, ist das vermutlich ein unverheiratetes Paar - hier hat das System einen üblen Bock drin.
  • Alnothur 17.07.2019 15:51
    Highlight Highlight "Es sei kompliziert, weil sich die Praxis von Kanton zu Kanton unterscheide." - kann mir den Satz jemand erklären? Wenn ich in Bern wohne, wird es für mich nicht komplizierter, weil es im Graubünden anders funktioniert; es ist mir sogar egal...
  • Linksanwalt 17.07.2019 13:57
    Highlight Highlight Die Krankenkasse wird früher oder später sowieso zum Luxusgut, wer soll sich das noch leisten können, wenn sie ständig teurer werden?
    • Tjuck 17.07.2019 15:10
      Highlight Highlight Dann ist sie eben nicht mehr obligatorisch. Dann haben nur noch die eine Krankenversicherung, die es sich leisten können. Dann haben wir halt Verhältnisse wie in den USA, wo Arme einfach verrecken. Oder weniger pathetisch ausgedrückt: eine Zweiklassenmedizin.
    • Kruk 17.07.2019 16:35
      Highlight Highlight Wenn bei den nächsten Wahlen keine Wende einsetzt, dann könnten wir wirklich schon bald so weit sein.
  • Shaha 17.07.2019 13:57
    Highlight Highlight Die Anspruchberechtigung bezieht sich (im Aargau) auf das letzte definitiv veranlagte steuerbare Einkommen, das somit mind. 1-2 Jahre zurückliegt und inzwischen möglicherweise nicht mehr aktuell ist. Ein Antrag auf Anpassung wegen verändertem Einkommen ist zwar möglich, jedoch nur bei sehr grossen Veränderungen. Und auch dann dauert es bis zu einem Jahr, bis die Anpassung vorgenommen wurde. Lässt sich die Steuerbehörde Zeit mit der Veranlagung (Quellensteuer im Aargau momentan bis zu 2 Jahre), wird auch keine Prämienverbillgung berechnet.
  • Fairness 17.07.2019 13:54
    Highlight Highlight Einzelpersonen sind generell schwerst benachteiligt. Sie zahlen am meisten Steuern, tragen die teuren Mieten allein, haben kaum irgendwo Vergünstigungen. Da wird immer nur für Familien etwas gemacht. Geht irgendwie auch nicht.
    • vescovo 17.07.2019 14:24
      Highlight Highlight Hat zwar nichts mit dem Thema zu tun, aber eine Gesellschaft braucht Kinder. Im Alter werden auch Sie von den Jungen profitieren, die von anderen grossgezogen und durchgefüttert wurden.
    • Pümpernüssler 17.07.2019 14:35
      Highlight Highlight @vescovo bei der überbevölkerung heutzutage stimmt das nicht mehr so ganz
    • Tjuck 17.07.2019 15:11
      Highlight Highlight Kinder kosten nichts, oder was?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Reinrassiger Mischling SG 85 17.07.2019 13:30
    Highlight Highlight Am sozialsten wären nettoeinkommensabhängige Prämien. Dazu sollte man Zusatzversicherungen allen zugänglich machen, denn wer schon krank ist hat bereits Bedarf und könnte sich teure Behandlungen nicht leisten und könnte dadurch nicht genesen....
    • Kruk 17.07.2019 16:39
      Highlight Highlight Eigentlich ja, aber nettoEinkommensabhängig? Du weisst wer dann gar keine Prämien mehr bezahlen wird, oder?
    • murrayB 17.07.2019 19:52
      Highlight Highlight Zur Erinnerung: 50% der Kosten sind im Gesundheitswesen bereits einkommensabhängig finanziert...

      Das noch weiter erhöhen? Wieso? Macht Krebs einen Unterschied zwischen einem reichen oder armen? Nein, ich glaube nicht...
  • wolge 17.07.2019 13:14
    Highlight Highlight Umgekehrt erhalten viele eine Prämienverbilligung obwohl ihnen diese nicht zustehen würde.

    Beispiel Unverheiratete Paare: Verdient einer der zwei zu wenig erhält er eine Prämienverbilligung. Egal wie gut der Partner verdient und wie sehr er von diesem finanziert wird. Eine Ungleichbehandlung zu verheirateten...
    • Fever333 17.07.2019 21:37
      Highlight Highlight Wen man nicht verheiratet ist wil man ja selbständig sein und nicht vom partner abhängig aus diesem grund getrennte kassen.aber man bekommt als konkubinat keine verbilligung mehr wird so berechnet wie verheiratet und das ist nicht fair
    • Luzifer Morgenstern 18.07.2019 00:46
      Highlight Highlight Bei der Ehe teilt man sich dafür zuerst mal eine Progressionsstufe. Man ist also auf den ersten Blick stinkreich, wenn ein kinderloses Ehepaar zwei Einkommen hat. Und dann muss man trotzdem für zwei essen, zwei Kinotickets bezahlen etc.

      Die Heiratsstrafe sollte darum hier nicht Thema der Debatte sein.
  • Rechthaberwoman 17.07.2019 12:55
    Highlight Highlight Und was ist mit denen, die Ansprich hätten, den Ntrag ausfüllen und dann trptzdem abgelehnt werden? Hatte 21'000.- steuerbares Einkommen, für die SVA bin ich aber wohl dpch zu reich
    • Luzifer Morgenstern 18.07.2019 00:47
      Highlight Highlight Das würde ich gerne genauer verstehen.
  • Oigen 17.07.2019 12:53
    Highlight Highlight in zürich bekommst du sogar noch verbilligung wenn du 100'000.- auf der hohen kannte hast.

    und gleichzeitig wird an allen ecken an sozialabgaben gespart...

    ...das system so so derbe verwunden und verwirrend da blickt doch niemand mehr durch.
  • Badummtsss 17.07.2019 12:49
    Highlight Highlight Ich habe das Formular 1 Monat zu spät abgeschickt und habe deswegen keine Verbilligung bekommen. Ich hatte 1.5 Jahre kein Einkommen und war angewiesen auf das Geld.

    Ein Witz dieses System...
    • flying kid 17.07.2019 15:01
      Highlight Highlight Nun, wenn man es nicht schafft, ein Formular fristgerecht einzureichen, um Geld zu bekommen, dann hat man es wohl nicht nötig.
      Wie kann man solche Sachen nur "vergessen"?
      Ich werds nie verstehen, aber danach jammern ist wohl einfacher.
    • Randalf 17.07.2019 16:11
      Highlight Highlight Flying kid,
      "solche Sachen" kann man vergessen wenn man sonst noch viel um die Ohren hat und überfordert ist mit dem Ganzen.
      Vielleicht auch aus Unwissen und erst zu spät darauf aufnerksam gemacht/geworden ist.
      Es ist schon so, dass meistens nur in eine Richtung diese Fristen gelten.
    • Fip 17.07.2019 16:31
      Highlight Highlight Es gibt Situationen in denen man solche Sachen durchaus „vergessen“ kannst. Beispielsweise während einer depressiven Episode.
    Weitere Antworten anzeigen
  • manhunt 17.07.2019 12:26
    Highlight Highlight dafür gibts steuergeschenke für reiche und holdings. ist doch auch etwas.
    nein im ernst, das problem mit den KK-prämien besteht seit geraumer zeit. es wäre also an der politik, lösungen zu suchen. passiert ist bis heute allerdings gar nichts. und so wird es auch bleiben. immer mehr menschen werden in grobe schulden abrutschen. aber erst wenn das einstige erfolgsmodell schweiz ganz an die wand gefahren wurde, werden sich politiker verwundert die augen reiben und sich fragen, wie es bloss soweit kommen konnte.
  • dommen 17.07.2019 12:26
    Highlight Highlight Ich kenne trotzdem einige Leute, die "den Zustupf dringend nötig hätten" und es nicht geschafft haben, das Formular auszufüllen und zum Briefkasten zu tragen. Ja, die Prämien sind eine Belastung und ja, das System ist Scheisse. Aber bei allem was Recht ist, ein bisschen Eigenverantwortung sollte doch drin liegen. Zumal die im Artikel aufgeführten Kantone individuell benachrichtigen. Z.t sogar mehrfach, wenn man nicht reagiert...
    • flying kid 17.07.2019 15:02
      Highlight Highlight Danke, meine Meinung.
      Wef dafür zu faul ist, ein Formular zu retournieren, der braucht das Geld wohl nicht.
  • Sagittarius 17.07.2019 12:23
    Highlight Highlight Und einige kassieren einfach weiter, da die Steuerperiode von vor 2 Jahren berücksichtigt wird... Ganz nach dem Motto „Wenns schon Mal was vom Staat gibt“ 🤦🏽‍♀️

    Handlungsbedarf definitiv vorhanden, aber in beiden Richtungen!
    • grumit 17.07.2019 12:47
      Highlight Highlight Nunja. Ich habe dem Kanton mitgeteilt, dass ich keine Prämienverbilligung mehr benötige. Antwort: Das kann man mitten im Jahr nicht beenden. Ich soll für nächstes Jahr einfach keinen Antrag mehr stellen.
    • plaga versus 17.07.2019 12:52
      Highlight Highlight Nein, finanzielle Veränderungen müssen stets sofort gemeldet werden. Zuviel bezogene Beiträge müssen zurückbezahlt werden.
    • Sagittarius 17.07.2019 12:59
      Highlight Highlight Grumit, Du bist auch korrekt... Leider sind nicht alle so wie Du!


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  • Artsens 17.07.2019 12:09
    Highlight Highlight Hauptsache jahr für jahr, ix milionen ins ausland buttern usw. Und wir, dass volk werden jahr für jahr gemolken, von der/die politik(er).
    • loquito 17.07.2019 16:37
      Highlight Highlight Mann oh mann. Auch ein anderer Kommentar? Oder nur Fremdenfeindlichkeit? Aber wenns ums wählen geht, legt man SVP ein und wundert sich, dass nur die Reichen in der CH profitieren...
    • Artsens 18.07.2019 06:44
      Highlight Highlight Ioquito.. mein Kommentar hat rein gar nichts mit fremddenfeindlichkeit zutun. Reich bin ich auch nicht, und bin für keine partei...
  • SPW1337 17.07.2019 11:57
    Highlight Highlight Rechnungen kommen automatisch ins Haus aber Rückerstattungen muss man extra mittels Formular geltend machen. Da stimmt für mich etwas nicht.
    • Astrogator 17.07.2019 12:56
      Highlight Highlight Im Kanton Solothurn werden Rückerstattungen von unter 10 Franken nicht mehr gemacht, im Gegenzug würden auch keine Beträge unter 10 Stutz eingefordert. Habe mir einmal erlaubt das auszuprobieren und 9 Franken zuwenig einbezahlt, ging keine Woche hatte ich die Rechnung für 9 Stutz im Briefkasten...
    • RedWing19 17.07.2019 15:38
      Highlight Highlight „..aber Rückerstattungen muss man mittels Formular geltend machen“. Bei den meisten KK‘s nicht.

      @Astrogator
      „Im Kanton Solothurn werden Rückerstattungen von unter 10 Franken nicht mehr gemacht..“
      Stimmt so nicht. Bis zu welchem Betrag eingefordert oder verrechnet wird, ist abhängig von der KK, nicht vom Kanton.
    • Astrogator 17.07.2019 15:43
      Highlight Highlight @Redwing: es geht nicht um die Krankenkasse in meinem Beispiel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tjuck 17.07.2019 11:56
    Highlight Highlight Andere Länder haben ein besseres System, welches ohne staatliche Zuschüsse funktioniert. Zum Beispiel richten sich die Beiträge in Österreich nach dem Einkommen und sind unabhängig von Alter oder Gesundheitszustand des Versicherten. Angehörige können zudem beitragsfrei mitversichert werden.
    • Tjuck 17.07.2019 12:09
      Highlight Highlight Bürgerliche fänden das österreichische System natürlich nicht gut, weil es schlechter Verdienende und Familien entlastet, und weil sich damit keine Geschäfte machen lassen. Die Krankenkassen-Lobby lässt grüssen!
    • zeromaster80 17.07.2019 12:50
      Highlight Highlight Staatliche Zuschüsse oder eine einkommensabhängige Prämie sind beide keine Lösung gegen steigende Gesundheitskosten. Mit etwas Nachdenken sieht jeder warum es am Ende zum selben Ergebnis kommt. Die Linken Lügen zu dem Thema sind unerträglich geworden.
    • Tjuck 17.07.2019 15:06
      Highlight Highlight @zeromaster80

      Staatliche Zuschüsse sind eine Lösung gegen die Untragbarkeit der Prämien für schlechter Verdienende und Familien. Ich sehe nicht, wo die Linken lügen.

      Die Kosten werden gesenkt entweder durch (1) Effizienz in der Verwaltung oder Behandlung, (2) durch Streichung einzelner Leistungen oder (3) durch freiwilligen Verzicht auf Leistungen.

      (1) Geschieht ständig, (2) trifft nur die ärmere Bevölkerung und Familien (weil sich die Reichen nicht versicherte Leistungen weiterhin privat leisten können = Zweiklassenmedizin, was sich Bürgerliche wünschen) und (3) ist nicht durchsetzbar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tento Hidoni 17.07.2019 11:54
    Highlight Highlight Toll, ganz toll! Milliarden pro Jahr hat man zur Verfügung um sie in sinnlosen Bauvorhaben zu verlochen, aber bei sozial schwächere Menschen spart man noch an dem, was denen von Rechts wegen zusteht. Wo leben wir hier eigentlich???
    • Astrogator 17.07.2019 14:47
      Highlight Highlight In einem seit der Gründung durchgängig bürgerlich regierten Land...
  • Tartaruga 17.07.2019 11:52
    Highlight Highlight Die Prämienhöhe sollte an das Einkommen gebunden werden.

    1. sozialer
    2. Würde es denen eher Weh tun, welche von den Preisen im Gesundheitswesen profitieren
    • Oigen 17.07.2019 12:55
      Highlight Highlight in zh:

      weniger als 150'000.- auf der hohen kannte oder weniger als 50'000.- jahresgehalt.

      ich habe vor 2 jahren 6monate unbezahlten unrlaub (freiwillg)
      verzichte also für freizeit auf lohn und bekomme prämienverbilligung

      wenns nicht so traurug wär müsste man glatt lachen
    • whatthepuck 17.07.2019 15:19
      Highlight Highlight Bin nicht konsequent gegen eine Anbindung ans Einkommen, aber...

      1. Widerspricht dem Verursacherprinzip = sozialer?
      2. Gehst du automatisch davon aus, dass wer viel verdient am Gesundheitswesen mitverdient?

      Letztlich müssen die Kosten sinken, dann wird's für alle günstiger, ganz egal wie das dann abgerechnet wird.
    • Tjuck 17.07.2019 15:29
      Highlight Highlight @whatthepuck

      Und wie willst Du die Kosten senken? Durch Effizienz, durch mehr Markt, durch freiwilligen oder erzwungenen Verzicht auf Leistungen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • John Carter 17.07.2019 11:50
    Highlight Highlight Jedes Mal wenn jemand eine Verbilligung bekommt, müssen andere dafür mehr bezahlen. Und jetzt will man noch einen Automatismus einführen.

    Wenigstens könnte man ein abgestuftes System einführen, wo derjenige der weniger einzahlt eine Art Minimal-Leistung bekommt. Sonst kommt sich ja jeder blöd vor, der voll einzahlt.

    Man kann auch nicht uneingeschränkt Migranten in das System einschleusen, während die Anderen zahlen.

    Wer nicht voll einzahlt, soll auch weniger Leistung bekommen. Wie überall im Leben.
    • trio 17.07.2019 12:25
      Highlight Highlight Es ist ja nicht so, dass jemand der seine Prämien nicht selber bezahlen kann, automatisch höhere Kosten verursacht 😉
    • Nick Name 17.07.2019 12:26
      Highlight Highlight ... sagt der Account Manager zur Serviererin/Pflegehilfe/Aldi-Kassierin.

      Oder wie?
    • Defekte Demokratie 17.07.2019 12:56
      Highlight Highlight Die individuelle Prämienverbilligung betrifft ja nur die obligatorische Grundversicherung. Insofern ist die subventionierte Leistung bereits begrenzt. Kommt es darüberhinaus zu einem medizinischen Notfall, der nicht gedeckt ist, bezahlt eh die Allgemeinheit, man kann die Leute ja nicht einfach ihrem Schicksal überlassen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • glüngi 17.07.2019 11:48
    Highlight Highlight Seit Jahren das gleiche spiel. Seit Jahren wird nichts gemacht. Seit Jahren verreckt der Mittelstand. Seit Jahren werden die reichen immer reicher...

    Keine Panik, alles wie immer.
    • Tjuck 17.07.2019 15:07
      Highlight Highlight Und was wählt der Mittelstand? Und worüber beklagt er sich?
    • glüngi 17.07.2019 16:26
      Highlight Highlight kommt drauf an von wem er sich manipulieren lässt.
  • Ohniznachtisbett 17.07.2019 11:41
    Highlight Highlight Ich hätte anspruch gehabt im 3. Lehrjahr und in den ersten zwei Jahren nach der Lehre. Ich leistete mir privat und verzichtete auf die Verbilligung...
    • Göönk 17.07.2019 14:01
      Highlight Highlight Schön für dich. Danke rückwirkend!
    • nicbel 17.07.2019 14:39
      Highlight Highlight Give that man a cookie!
    • Der Durchgepeitschte! 17.07.2019 14:50
      Highlight Highlight Hab ihn soeben gefragt, er bezahlt nur CHF 450 pro Monat. Für diese Prämie würde ich mir auch die Privatversicherung leisten.
  • Lowend 17.07.2019 11:29
    Highlight Highlight In der Schweiz muss jeder Bürger beim Staat um seine Almosen betteln, ausser man gehört zu den Privilegierten wie Banker, Unternehmer, Bauern oder Superreiche. Bei denen öffnet der Staat die Geldschleusen sofort und oft ungefragt.
    • Nick Name 17.07.2019 12:28
      Highlight Highlight (Nebenbei: Würden wir den hiesigen Bauern für das, was sie produzieren, tatsächlich einen gerechten Preis zahlen, müsste der Staat nicht dermassen «helfen».)
    • Lowend 17.07.2019 13:28
      Highlight Highlight Stimmt schon, aber es hat auch mit dem zu tun, dass wir von einer Heimatschutzlandwirtschaft träumen, doch in Tat und Wahrheit eine komplett durchrationalisierte Industrie unterstützen.

      Ich bin dafür, dass Bauern, die unter schwierigen Bedingungen produzieren Hilfen erhalten, aber bitte nicht die Grossbauern im Mittelland.

      Wäre sehr ähnlich, wie die Prämienverbilligungen mal gedacht waren, bevor sie zum Sparvehikel der bürgerlichen Kantonsregierungen wurden.
    • Tjuck 17.07.2019 14:23
      Highlight Highlight @Nick Name

      Du würdest also freiwillig mehr bezahlen? Bedenke: Produkte der Schweizer Bauern wären dann noch teurer als ausländische.

      Marktwirtschaft basiert aber auf dem Gesetz von Angebot und Nachfrage. Wieso sollte für Schweizer Produkte mehr Geld ausgegeben werden als für ausländische? Weil sie besser sind? Weil sie umweltfreundlicher sind (Transport)? Oder weil es einfach "Schweizer" Produkte sind und den Nationalstolz oder die Liebe zum Vaterland im Konsumenten wecken?

      Frage: Was ist ein "gerechter" Preis? In der Marktwirtschaft ist das der Preis, den die Leute bereit sind zu zahlen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • I_am_Bruno 17.07.2019 11:28
    Highlight Highlight In der Schweiz gibt es Möglichkeiten für finanzielle Unterstützung, aber man muss sie kennen, beantragen und gerade auch, wenn man in kleinen Gemeinden wohnt ist das für viele mit Scham verbunden.
    Ein grosses Problem ist das nicht nur für Familien mit Migrationshintergrund, sondern beispielsweise auch für Alleinerziehende oder Familien, die sich mit mehreren Jobs über Wasser halten müssen. Meistens fehlt da die Energie um sich damit auseinandersetzen.
    Aber: es gibt Anlaufstellen wie Caritas oder das Elterntelefon von Pro Juventute. Watson kann doch noch eine Infobox einbauen mit Kontakten!
  • Ironiker 17.07.2019 11:27
    Highlight Highlight Irgendwann fliegt uns das ganze um die Ohren. Bis dann wird die Zitrone noch ausgepresst.

    Das Gesundheitswesen ist ein von Lobbys geführter Moloch, bei dem sich die einen ruinieren und die anderen reich werden.

    Ein Selbstbedienungsladen, bei dem jeder seine Pfründe verteidigt.

    Und nein, eine Einheitskasse ist nicht die Lösung. 95% der Prämien gehen an Leistungserbringer - und das sind nicht die Krankenkassen. Was allerdings nicht heisst, dass es dort nicht auch Einsparpotential hat.

    6 bis 10 Kassen mit normalen Cheflöhnen würden reichen.
    • Tjuck 17.07.2019 11:58
      Highlight Highlight Vielleicht würde ein sozialer Ausgleich mittels lohnabhängigen Prämien besser funktionieren als die Verbilligung durch den Staat.
    • Mutzli 17.07.2019 12:01
      Highlight Highlight @Ironiker

      Die Kosten auf Seiten der Leistungserbringer sind ja eigentlic gerade ein Hauptargument für eine Einheitskasse. Diese hätte nämlich einerseits eine viel bessere Übersicht über die Geldflüsse und eine viel stärkere Verhandlungsposition um die Kosten zu drücken.

      So wie das ja auch mit Ausnahme der USA in jedem anderem fortschritllicheren Staat vorgesehen ist und nach zig WHO-Einschätzungen etc. auch besser funktioniert als unser System. Gerade was Kosten/Nutzen-Effizienz anbelangt, wo noch anderes wie z.B. bessere Prävention durch besseren Zugang zur Behandlung etc. noch dazukommt.
    • Ironiker 17.07.2019 12:36
      Highlight Highlight @Mutzli

      Ein Monopol ist nie gut. Das sind grosse Ungetüme, welche Dich als Bittsteller und nicht als Kunden sehen. So ist dann auch der Service. Und wo bleibt die Motivation zu sparen?

      Warum nicht eine Mischform? Einen Topf für die Grundversicherung. Verwaltet durch 10 Teilkassen, welche pro Versicherter eine bestimmte Vergütung erhalten - mit Bonus für bestimmte Leistungen, z.B. effiziente Rechnunskontrolle oder erfolgreiche bekämpfung von Versicherungsbetrug.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Blackfoxx 17.07.2019 11:23
    Highlight Highlight Immer das gleiche.
    Wens ums bezahlen geht funktioniert alles einwandfrei und präzise bei allen Behörden, aber wehe man hat mal etwas gut.
    • Tjuck 17.07.2019 11:59
      Highlight Highlight Im Kanton Luzern wurden sogar Prämien-Verbilligungen zurückgefordert, um den Staatshaushalt zu sanieren. Notabene, nachdem die Steuern gesenkt wurden.
    • manhunt 17.07.2019 12:35
      Highlight Highlight @tjuck: nachdem die UNTERNEHMENSSTEUERN gesenkt wurden.
    • Tjuck 17.07.2019 14:15
      Highlight Highlight @manhunt

      Ja, genau, die Unternehmenssteuern wurden gesenkt. Der Verweis auf den Kanton Luzern mit seiner finanziellen Schieflage war dann auch eines meiner Hauptargumente gegen die Umsetzung der USR III.
  • aglaf 17.07.2019 11:22
    Highlight Highlight Kt SH: Ein 18 Jähriger Lehrling muss mit 600 Fr. Lehrlingslohn die 200 Franken KK Prämie voll selber zahlen. Begründung: Anspruch hat nur, wer zu 100% selbständig für den gesamten Lebensunterhalt aufkommt. Auf Anfrage bekam ich die Antwort, dass ein Lehrling, der zu Hause wohnt, aber bloss anteilsmässig an den Mietkosten und Lebenskosten beteiligt ist (wie soll das mit Lehrlingslohn auch anders gehen), keinen Anspruch hat. Wie absurd ist das denn. Also müssen die Eltern ran, sonst tappt man in die Schuldenfalle.
    • Hoihoi 17.07.2019 12:28
      Highlight Highlight Bei mir wars ähnlich. Obwohl ich sogar alleine (in einer WG) gwohnt habe. Nö, ich habe ZU WENIG verdient um Verbilligung zu erhalten.
  • Thinkdeeper 17.07.2019 11:19
    Highlight Highlight Die PV ist gutgemeint wird aber in der Umsetzung Bürgerfeindlich angewandt.
    Die Kantone müsse die Hälfte der PV selber tragen. Das führt dazu, dass nicht die vollen PV beim Bund abgeholt werden, sonder nur was budgetiert ist.
    Entgegen der üblichen Gepflogenheiten wird das Bruttoeinkommennicht das steuerbare Einkommen als Eigenanteil angerechnet. Dieser wird weiter nach oben geschraubt und musste vom Bundesgericht korrigiert werden.
    NIedrigverdiener bekommen keine PV obwohl sie nach Abzug der Gewinnungskosten die Prämien nicht mehr bezahlen können.
    Sie haben ein zu hohes Bruttoeinkommen.
  • walsi 17.07.2019 11:12
    Highlight Highlight Der Fehler der Prämienverbilligung ist, dass es nur Symptombekämpfung ist und man nicht an die Ursachen geht. So lange werden die Prämien steigen. Irgendwann ist man dann CHF 600.-- für die Grundversicherung.
    • Tjuck 17.07.2019 15:39
      Highlight Highlight Du willst also, dass die Kosten gesenkt werden? Aber wie?

      1. Durch Effizienz resp. mehr Markt?

      2. Durch Verschlankung der Krankenkassen (Verwaltungsaufwand reduzieren) resp. Einführung einer Einheitskasse?

      3. Durch Anreize (Selbstbehalt usw.)?

      4. Durch Schaffung einer Zweiklassenmedizin (Kürzung der Leistungen in der Grundversicherung)?

      Bei den Punkten 1 bis 3 stellt sich die Frage, wie hoch das Sparpotential dann wirklich ist.

      Ich tippe darauf, dass du eine Kombination von 3 und 4 favorisierst.

      Ich bin der Meinung, dass 3 ausgeschöpft ist, und bei mir kommt 4 nicht in Frage.
    • walsi 17.07.2019 18:10
      Highlight Highlight @Tjuck: Ich würde bei den grossen Brocken anfangen, Medikamentepreise und Arzthonorare. Dort lässt sich richtig sparen. Mit Parallelimporten bei den Medikamenten und der Deckelung von Arzthonoraren.
  • Tagedieb 17.07.2019 11:06
    Highlight Highlight Ich hatte ein Nachbar der wurde von der KK betrieben, obwohl er Verbilligung zu Gute hatte. Als ich mit der Gemeinde Kontakt aufnahm um ihm zu helfen, konnten sie die Verbilligung plötzlich mit einem einzigen Tel auslösen. Ohne Formulare. Das war zwar sehr lieb, aber warum kann man das nicht automatisch machen? Gerade Menschen mit finanziellen Problemen sind von so Sachen oft völlig überfordert!
  • Tagedieb 17.07.2019 11:02
    Highlight Highlight Da kommen 2 Probleme zusammen: die steigenden Gesundheitskosten und - was ich ich mindestens so schlimm finde: Gemeinden die darauf spekulieren, dass die Einwohner ihre Rechte nicht kennen /einforden. Und das zweite hat System, weil es rentiert (für Kanton /Gemeinde).
    Stelle das auch immer wieder bei Soz-Bezüger fest: niemand orientiert sie offiziell über ihre Rechte und die Gemeinden schweigen schön und sparen auf dem Buckel der ärmsten. Mich macht das unglaublich wütend!!! I
  • Katzenseekatze 17.07.2019 10:58
    Highlight Highlight Läuft der Antrag nicht direkt über die Gemeinde?
  • Thor_Odinson 17.07.2019 10:54
    Highlight Highlight Bei uns heisst es, du bekommst es, wenn du berechtigt bist, nachdem du deine Steuererklärung eingereicht hast. Wir hätten es auch bitter nötig, aber sie geben das Geld lieber für andere unnötige Sachen in unserer Gemeinde aus. Der normale Bürger wird geschröpft wo es nur geht. Und das nennen sie familienfreundlich...
    • Göönk 17.07.2019 14:04
      Highlight Highlight Die Gemeinde hat gar nichts mit der PV zu tun. Ist alles Sache des Kantons. Also, freut euch über das, was die Gemeinde macht!
  • Unicron 17.07.2019 10:51
    Highlight Highlight Als Alleinverdiener bezahle ich jeden Monat über 700fr Krankenkasse, und die Verbilligung von meiner Partnerin beträgt genau 50.-
    Klar, besser als gar nichts, aber das ist ein Tropfen auf den heissen Stein.
    • leu84 17.07.2019 12:00
      Highlight Highlight 700 für 1 Monat?! Nicht für 2 Monate?
    • Special K 17.07.2019 12:49
      Highlight Highlight Scheint mir etwas viel. Ich würde die KK wechseln.
    • who cares? 17.07.2019 15:54
      Highlight Highlight Ich denke, er rechnet da die Prämie seiner Partnerin mit.
  • Tedi 17.07.2019 10:51
    Highlight Highlight In Aadorf TG musste ich selber aktive werden für die Prämienverbilligung.
    Stoßend finde ich, dass ein Neugeborenes nur Anspruch auf das ganze Jahr hat, wenn es am 1.01.XX geboren wird. Unsere Tochter ist am 9.01.18 zur Welt gekommen. Somit haben wir für das ganze Jahr keine Prämienver.. erhalten.

    Auszug aus dem Dok. Gemeinde Aadorf (Information zur Prämienverbilligung 2018)

    Geburt oder Zuzug nach dem 1. Januar 2018
    Nach diesem Stichtag Geborene oder Zugezogene sind erst ab 1. Januar 2019 bezugsberechtigt.

    Meiner Meinung nach spart die Gemeinde sich 1 Jahr die Prämienverbilligungen.


    • Göönk 17.07.2019 14:07
      Highlight Highlight Die Gemeinde spart gar nichts, wenn schon der Kanton....
  • Samzilla 17.07.2019 10:49
    Highlight Highlight Sorry, aber ich verstehe das Problem nicht ganz.
    Wenn ich ein Problem habe, schaue ich als erstes einmal, welche Lösungswege es gäbe. Und mann muss sich doch etwas dämlich anstellen, damit Google einen nicht nach kürzester Zeit auf die mögliche Prämienvergünstigung aufmerksam macht.

    Aber klar, die Schuld beim System zu suchen, ist sicherlich einfacher.

    Soll nicht heissen, dass das Krankenkassensystem nicht verbessert werden könnte. Etwas mehr Eigenverantwortung täte der Gesellschaft aber durchaus gut...
    • nicbel 17.07.2019 14:42
      Highlight Highlight Warum soll man den nach Vergünstigungen suchen wenn man davon nichts weiss? Zweitens gibt es auch Menschen welche nicht nach allem googeln.
    • Samzilla 17.07.2019 15:34
      Highlight Highlight Genau darum geht es ja. Man muss nicht einmal explizit nach Krankenkassen Prämienverbilligung suchen. Es reicht sich zu informieren, wie und wo man sparen könnte. Selbst dann kommt man an diese Informationen.

      Und ja, wer nicht mit Google aufgewachsen ist, muss sich natürlich nicht angesprochen fühlen.

      Wer aber in der Lage ist online die nächstbeste Kebabbude zu finden, diesen "Aufwand" für eine Prämienverbilligung aber sein lässt, hat vielleicht auch keine Verbilligung verdient...
  • Tooto 17.07.2019 10:41
    Highlight Highlight Ich krieg sie, aber eigentlich keine Ahnung wieso 🤷‍♂️ Irgendwas stimmt mit diesem System nicht.
  • cille-chille 17.07.2019 10:35
    Highlight Highlight Und wann kommt sie endlich?
    Die Einheitskasse.

    Als Vater mit gemeinsamem Sorgerecht und 50-50% Betreuung, stosse ich mich daran, das in BS jeweils nur diejenige Erziehungsberechtigte Person Steuerabzüge machen kann, bei welcher die Meldeadresse liegt.
    Konkret heisst das, dass ich in der höchsten Steuerklasse deklariert werde, ohne Abzüge für die Kleinen. Weil ja alleinestehend.
    Mit meinem steuerbaren Einkommen, liege ich aber knapp über der Schwelle.

    Für mich Paradox

    Mein Steuererlassgesuch wird jedes Jahr gut geheissen (Danke tausend).
    Lieber würde ich einen Ausgleich via KK machen.
    • Tjuck 17.07.2019 12:01
      Highlight Highlight Einheitskasse kommt nicht, weil a) die Bürgerlichen und die Krankenkassen-Lobby dagegen sind, und b) weil sich die Stimmbürger von ihren Argumenten "überzeugen" lassen.
    • RedWing19 17.07.2019 15:49
      Highlight Highlight Die Einheitskasse hat nunmal nicht mehr Argumente, als das jetzige System. Ansonsten bin ich gerne offen, eure Argumente anzuhören.
    • Tjuck 17.07.2019 16:07
      Highlight Highlight Vorteil der Einheitskasse: Weniger Verwaltungskosten, weniger Lohnkosten für Manager.

      Nachteil der Einheitskasse: Weniger Markt.

      Der Nachteil ist zu relativieren, da der Markt in der Grundversicherung mit einem vorgegebenen Leistungskatalog sowieso nur schlecht spielt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Whitchface 17.07.2019 10:34
    Highlight Highlight Ich habe selbst 2 Jahre Prämiengünstigungen im Kt. Aargau bezogen. Der Kanton hat mir damals in einem Schrieben mitgeteilt, dass ich Anspruch darauf hätte. Was mich sehr störte, war der verwendete Ton im Schreiben. Ich empfand es schon fast als aggressiv was bei mir einen faden Nachgeschmack hinterliess. Unterschwellig wird einem schon fast vermittelt man sei ein Schmarotzer. Wesshab kann man das nicht einfach automatisiert regeln? Ah ja, dann wäre die Kosten wohl höher, weil tendenziell auch Personen mit Migrationshintergrund profitieren würden.
    • Borki 17.07.2019 10:54
      Highlight Highlight Mimimimimi!!! Ich bekam die selben Briefe vom selben Kanton und bin in erster Linie einfach einmal dankbar, dass mir die Gesellschaft während dem Studium meine KK bezahlte.
    • fidget 17.07.2019 10:59
      Highlight Highlight Der Ton in amtlichen Schreiben ist höchst selten freundlich. Er ist zweckmässig. Amtsdeutsch eben. Das kann dir grundsätzlich egal sein, in welchem Ton du darauf aufmerksam gemacht wirst, hauptsache du bekommst die Prämienverbilligung.
    • John Carter 17.07.2019 11:54
      Highlight Highlight Verstehst Du, irgend einer muss dann für Deine weniger bezahlte Prämie bezahlen. Ist doch klar das das keinen Spass macht, wenn man das Geld für Deine Prämie bei der Allgemeinheit holen müssen.

      Irgendwer muss ja am Schluss bezahlen, während Du von der gleichen Leistung profitierst. Unfair irgendwie - oder?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nik G. 17.07.2019 10:30
    Highlight Highlight 1/4 der Bevölkerung kann sich KK nur noch mit Verbilligung leisten?! Da läuft doch etwas schief! Die KK Kosten sollen auch die nächsten Jahre steigen. Die Politik ist dringend gefordert etwas zu unternehmen sonst laufen wir in ein riesen Problem.
    Aber vielleicht wird dies wie beim Klimawandel. Fehlt nur noch ein Köppel der sagt, dass das Gesundheitssystem von liberalen Politiker kontrolliert wird und nur wegen der Zuwanderung so teuer wird.
    • Tjuck 17.07.2019 11:53
      Highlight Highlight Die Prämie für die Krankenkasse ist nicht progressiv wie die Bundessteuer, ja sie ist nicht einmal linear zum Einkommen. Sie ist eine Kopfsteuer. Das ist nicht in allen Ländern so. In Österreich beispielsweise gibt es einen sozialen Ausgleich. Die Beiträge (= Prämien) in Österreich richten sich nach dem Einkommen und sind unabhängig von Alter oder Gesundheitszustand. Angehörige können beitragsfrei mitversichert werden. In der Schweiz erfolgt ein minimaler sozialer Ausgleich über die Prämien-Verbilligung sowie indirekt durch die Finanzierung der Spitäler über Steuern.
    • Menel 17.07.2019 11:58
      Highlight Highlight @Tjuck; mit dem österreichischen Modell lässt sich auch kein Geld machen 😉
    • Tjuck 17.07.2019 12:03
      Highlight Highlight @Menel

      Du hast Recht, die Krankenkassen-Lobby hat auch noch ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Zudem verteilt das österreichische Modell um, was den besser Verdienenden auch wiederum nicht passt. Also werden die bürgerlichen Parteien so ein Modell nicht gut finden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Deasy 17.07.2019 10:27
    Highlight Highlight Verdiene auch nicht die Welt, und im Kanton Bern ist ja die Grenze bei einem Jahreslohn von 21'000 Fr, für ledige zwischen 18 und 25. Finde ich dies eine zu tiefe Grenze, vor allem wenn man alleine wohnt.
  • Evan 17.07.2019 10:01
    Highlight Highlight Als jemand, der auf eigene Kosten ein Studium absolviert, muss ich sagen, ist die Krankenkasse, und das finanzieren von Gesundheitskosten, eines der grössten Kostenpunkte und praktisch unmöglich, wenn man sich nicht aus erspartem finanzieren kann.
    • nukular 17.07.2019 10:21
      Highlight Highlight Bei mir kam der kanton SG auf mich zu... Ich hätte nicht gedacht, dass ich anspruch auf prämienverbilligung hätte, da ich 80% arbeite, aber halt nebenbei mein hf studium selber finanziere. Daher danke lieber kanton st.gallen, auch wenn es ohne finanzielle spritze ausgegangen wäre...
    • Lightning makes you Impotent (LMYI) 17.07.2019 11:05
      Highlight Highlight Hatte genau das gleiche Problem im Kanton Zürich. Vor allem geht es zeitlich nie und nimmer auf. Eine Verbilligung erhielt ich nach etwa 1 1/2 Jahren Studium.
    • Papsel 17.07.2019 11:51
      Highlight Highlight Ich schliesse mich hier an. Ich kann mir als Vollzeitstudentin nur dank der Prämienverbilligung überhaupt ein Zimmer leisten. Ohne wäre ein Studium einfach nicht möglich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bebby 17.07.2019 09:59
    Highlight Highlight Die Kantone, die die Verbilligung nicht automatisch vornehmen, spekulieren einfach darauf, dass kein Antrag gestellt wird und sie damit Geld sparen können. Dies obwohl der Bund einen Teil dafür übernimmt.
    Gerade in Kantonen mit vielen Anspruchsberechtigten lohnt sich dieses Vorgehen finanziell.

Kurdin, Jesidin, Deutsche: Warum Düzen Tekkal nicht mehr schlafen kann

Düzen Tekkal (41) ist derzeit die wichtigste Stimme der Kurden in Deutschland. Im Interview sagt sie, dass es noch nicht zu spät ist, Rojava zu retten. «Aber jetzt muss schnell gehandelt werden.»

Wenn Düzen Tekkal einmal loslegt, dann gleich richtig. Die Deutsche mit kurdisch-jesidischen Wurzeln nimmt kein Blatt vor den Mund. Seit Wochen kritisiert sie den türkischen Angriffskrieg in Rojava öffentlich und in einer scharfen Deutlichkeit: dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan völkerrechtswidrig handelt, dass er eine ethnische Säuberung vornimmt, dass er mit seinem Handeln dem Islamischen Staat zu neuer Kraft verhilft.

Tekkal ist derzeit die wichtigste Stimme der Kurden in …

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